Weingut Bernhard Huber - Malterdingen

Badens genialer Vordenker

Bernhard Huber

5 Sterne – Weltklasse: „Wieder stellt Julian Huber Weine vor, die zu den allerfeinsten zählen, die in Deutschland in die Flasche kommen.“ – VINUM Weinguide 2021

„2018 ist für mich der neue Weg, den ich einschlage, es zeigt den zukünftigen Stil.“ – Julian Huber

„Weltklasseniveau“ – Gault&Millau Weinguide 2020

„Sowohl beim Spätburgunder als auch beim Chardonnay setzt Julian Huber nicht nur in Baden Maßstäbe Mit einer konsequent burgundischen, elegant-schlanken Stilistik,und Mut zur Säurefrische, ließ er den Rest der Anbaugebiete hinter sich.“ – WEINWIRTSCHAFT

Das Weingut Bernhard Huber aus Malterdingen zählt seit jeher zu den absoluten Spitzenbetrieben Deutschlands, wenn es um Burgunderrebsorten geht. Bereits Bernhard Huber galt als Koryphäe des Spätburgunders. Zu seiner Zeit hob er den deutschen Rotwein, ganz orientiert nach dem großen Vorbild Burgund, auf ein zuvor nicht existentes qualitatives Niveau. Der enge Austausch mit den besten Winzerkollegen und unzählige Reisen nach Frankreich halfen dabei, eine ganz eigene Identität herkunftsbezogener Weine, einen individuellen Stil zu entwickeln, der für viele andere Vorbildfunktion hatte.

Als 2014 Sohn Julian, 24 Jahre jung, dann den elterlichen Betrieb übernahm, waren die Erwartungen enorm hoch. Doch wohl niemand hat zu jener Zeit erahnen können, wie schnell er den hohen Erwartungen an den Sohn des primus inter pares würde entsprechen können, selbst ein Hellseher hätte nicht vorausgesagt, auf welchem hohem Niveau Julian das Erbe seines Vaters weiterführen würde. In nur wenigen Jahren hat er mit seiner konsequent auf die bestmögliche Qualität gerichteten Arbeitsweise eine stilistischen Weiterentwicklung vollzogen, die dem großen Vorbild Burgunds so nahe kommt wie nie zuvor, ohne dabei die eigene, zutiefst badische Identität zu verleugnen.

Seine Chardonnays etwa, die stets in Windeseile ausverkauft sind, zählen zu den stilistischen Großtaten des deutschen Weinbaus. Sie haben nicht weniger als einen Wandel, weg vom Holz und der reifen Frucht, hin zu Mineralität und (zum Teil messerscharfer) Präzision eingeleitet. Die Spätburgunder besitzen bereits auf Gutswein-Niveau enorme Klasse und Reifepotenzial für viele Jahre. Überhaupt sind die Burgundersorten Alpha und Omega des Weinguts, bei den Ortsweinen zieren keine Rebsortenangaben mehr das Etikett. Erklärtes Ziel: Chardonnay und Pinot Noir als einzige Bestandteile des Rebsortenspiegels – Burgundy, what else?

Mehr als zwei Drittel der Huber’schen Rebfläche ist mit Spätburgunder bestockt. Wie kein anderer Wein ist daher der Spätburgunder „Alte Reben“ als Visitenkarte des Betriebs prädestiniert – und für viele Winzer der Region wohl ein ewiges Vorbild. Wer in dieser Preisklasse wahrgenommen werden will, muss den „Alten Reben“ Paroli bieten können, so viel hat sich – landauf, landab – herumgesprochen.

Nicht unerwähnt darf dabei bleiben, dass Julian Huber ganz nebenbei auch einen absolut genialen Winzersekt vinifiziert, der durch einen langen Ausbau auf der Hefe eine enorme Tiefe besitzt. Der Gault&Millau bringt den Erfolg des Weinguts auf folgende Formel: „Individualität gepaart mit enormem Feingefühl und einer guten Prise Risikobereitschaft führten das Ausnahmetalent aus Malterdingen dahin, wo es heute steht: auf Weltklasseniveau.“

Zu Philosophie und Stilistik
28 Hektar Rebfläche bringen die einzigartigen Weine Julian Hubers hervor. Dreh- und Angelpunkt ist Malterdingen, eine Gemeinde, deren weinbauliche Geschichte auf die Zisterziensermönche zurückgeht, die hier bereits im 13. Jahrhundert ein Hofgut besaßen (und „Malterdinger“ tranken!). Das Terroir wird vor allem von verwittertem Muschelkalkboden geprägt, der vor allem den Burgundersorten Eleganz und Tiefe verleiht, darüber hinaus auch für die notwendige Textur für Substanz und hohes Alterungspotenzial sorgt. Ganz so, wie beim großen Vorbild, der Côte d’Or, im Herzen Burgunds.
Die Weinbaulagen, viele davon noch mit von Bernhard Huber gesetzten alten Reben bestockt, zählen heute allesamt zum Kanon der bedeutendsten deutschen Spätburgunder-Crus. Die „Bombacher Sommerhalde“ steckt die Lagen im nördlichsten Teil ab, in Hecklingen ist der „Schlossberg“ eine Referenz des Weinguts, die nur noch vom ultrararen „Wildenstein“, einer kleinen Parzelle, die Jahr für Jahr einen der drei besten deutschen Spätburgunder hervorbringt, übertroffen wird. Herzstück bleiben aber die Lagen im nahegelegenen Malterdingen, wo neben dem „Bienenberg“ auch die feinen Ortsweine aus dem Hause Huber ihre Heimat haben. Die Stilistik der Weine aus dem Hause Huber lässt sich nur dann genau nachvollziehen, wenn man sich die unterschiedlichen zeitlichen Etappen des Weinguts vergegenwärtigt. Es existieren nur wenige Betriebe, die in all den Jahrzehnten mit vergleichbarer Konsequenz am eigenen Weinstil geschliffen und diesen (im Zweifel auch gegen jegliche modische Strömung) weiterentwickelt haben. Schon in den frühen 1990er-Jahren galten die Spätburgunder Bernhard Hubers als Referenzweine. Zu einer Zeit, in der Winzer den Lesetermin immer weiter nach hinten verschoben, um noch mehr Reife einzufahren, vinifizierte er bereits einen vielschichtigen Spätburgunder, dessen Reifepotenzial das des Gros’ der Weine damals turmhoch überragte. Unter Julian Hubers Ägide haben auch die Weißweine eine neue Klasse erreicht, an der sich erneut viele Betriebe orientieren (müssen). Ihm gelingt es, die Frucht in den Hintergrund zu stellen und die Mineralität zu betonen. Eine feine Reduktion ist mittlerweile allen Weinen eigen, die ihnen eine langsame Reifung und großes Potenzial beschert. Auch die Spätburgunder zeigen sich bewusst eleganter und von kühlerer Frucht. Der Holzeinsatz wirkt zurückgefahren, die Struktur der Weine sorgt für eine ganz eigene Dramaturgie und Spannung – ganz unverkennbar Huber! Und die Nachfrage steigt und steigt … – kaum ein Betrieb in Deutschland wird derart nachgefragt. Ein Glück für uns alle, dass Julian Huber sich mit einem enormen Gespür für große Weine Jahr für Jahr so konsequent „austobt“: seine Weine sind beeindruckend, waren nie besser!

Zu den Weinen

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