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Cascina Baricchi - Neviglie - Piemont

Cascina Baricchi: Schatzkammer des Nebbiolo Rosé Neu bei Pinard!

„Natale und Francesca Simonetta produzieren einige der charakteristischsten Weine in Barbaresco. Ihre Weine, die später als die meisten anderen auf den Markt kommen, bieten die Möglichkeit, Weine mit einer gewissen Flaschenreife zu probieren, was für einen guten Barbaresco so wichtig ist. Ihr Barbaresco Riserva Rose delle Casasse, aus dem seltenen Nebbiolo-Rosé-Klon ist einer der außergewöhnlichsten Weine der gesamten Appellation.“ – Antonio Galloni (Vinous)

winzer_bild

 

Winzer*in
Francesca und Natala Simonetta
Region
Piemont
Rebfläche
7 ha, ca. 30.000 Flaschen
Rebsorten
Nebbiolo (Rose delle Casasse), Barbera, Timorasso, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Viognier, Riesling, Chenin Blanc
Beste Lagen
Spezialität ist die Riserva Quindicianni
Zusammenarbeit
seit 2026
Historie
1989 gegründet

„Wir produzieren keinen Wein, weil wir ihn verkaufen wollen, sondern um Emotionen wecken.“ – Natale Simonetta (Cascina Baricchi)

Es sind die Legenden, Überlieferungen, Neu- und Wiederentdeckungen, die die Weinwelt so spannend machen. Und unser jüngster Neuzugang reiht sich da ein, erzählt eine Geschichte, die sich zu hören lohnt:
Da ist dieser – wie lange angenommen – spezielle und sehr seltene Nebbiolo-Klon, der Nebbiolo Rosé, der nur in sehr wenigen Weinbergen im Barolo- bzw. Barbaresco-Gebiet noch zu finden ist und meist mit „gewöhnlichem“ Nebbiolo verschnitten wird. Anders als in Burgund und dort insbesondere beim Pinot Noir, wo das Klonmaterial bereits seit langem intensiv erforscht wird, fristen genetische Details beim Nebbiolo das Dasein einer Randnotiz. Man weiß allenfalls von Sandrones „Vite Talin“, jenem spezielle Barolo, der von einer virösen Nebbiolo-Variante stammt, die Ende der 1980er-Jahre entdeckt wurde, deren wissenschaftliche Erforschung auf sich warten ließ – die möglicherweise bekannteste Ausnahme, die allerdingst die Regel bestätigt. Die gängigsten Klone sind Lampia oder der konzentriertere und von vielen Spitzenwinzern geschätzte, da niedrige Erträge liefernde Michet. Nun stelle man sich vor, dass Cascina Baricchi, den raren Nebbiolo Rosé nicht nur hegt und pflegt, sondern ihn auch sortenrein ausbaut – was umso faszinierender ist, da besagter Nebbiolo Rosé nämlich gar kein Klon ist! Analysen haben ergeben, dass Nebbiolo Rosé und Nebbiolo unterschiedliche DNS-Profile aufweisen und daher als unterschiedliche Sorten betrachtet werden müssen. Nicht von ungefähr ist der Rosé seit langem auch als „Chiavennaschino“ bzw. Nebiol Matiné“ geläufig.
Kein Wunder also, dass uns dieser bisher unbekannte Nebbiolo in seinen Bann gezogen hat: Ein neues Abenteuer in einer vertrauten Heimat? Das Piemont macht es möglich!

Ein Besuch, der alle Sprachbarrieren überwindet
Natale und Francesca Simonetta bewirtschaften die Cascina Baricchi in Neviglie, etwa zehn Kilometer südöstlich von Barbaresco. Das Dörfchen selbst befindet sich bereits außerhalb des Barbaresco-Gebiets, aufgrund historischer Verbindungslinien darf das Weingut seine Weine allerdings als Barbaresco deklarieren, auch wenn sich der Keller nicht im Kerngebiet befindet. Unser erster Besuch gestaltete sich recht abenteuerlich. Man spürt sofort, dass man sich hier in einer Art Übergangszone befindet: viele Waldflächen, raue Winde und eine exponierte Höhenlage (rund 500 Meter über N. N.). Natale selbst spricht nur gebrochen Französisch und einige Brocken Englisch (unsere Italienischkenntnisse sind ausbaufähig), war aber Feuer und Flamme, uns seine Cascina zu zeigen. Er erzählte auf italienisch, seine Frau Francesca übersetzte. Dem enthusiastischen Winzer gelang es derart anschaulich seine Geschichte zu erzählen, dass sich schon bald alle Sprachbarrieren in Luft auszulösen schienen.

Alles hochspannend: Natale stammt nicht aus einer „klassischen“ Winzerfamilie (wobei sein Urgroßvater Angelo Gajas Großvater war!), sein Vater, dessen Nachfolger er antreten sollte, war in der Provinz Varese, nicht weit von Ghemme und Gattinara, im Fliesengeschäft. Doch eine Bänderverletzung nach einem Skiunfall, die ihn für ein halbes Jahr nahezu außer Gefecht setzte, veränderte alles. Er zog in ein Bauernhaus, umgeben von sechs Hektar Land, Obstbäumen uns Haselnusshainen sowie ein paar Rebzeilen (Nebbiolo, etwas Dolcetto und Barbera), dass sein Vater Ende der 1970er als „Sommerfrische“ erworben hatte. Hier erwachte dann Natales Liebe zum Wein und die Idee, diesen auch in Eigenregie zu erzeugen. Das Handwerk erlernte er ziemlich schnell, lieferte bald schon Trauben – u. a. an niemand geringeren als Bruno Giacosa!

Natale hat ein Faible für seltene Rebsorten und die leidenschaftliche Neugier, wie sie nur Autodidakten besitzen. Neben seinem Nebbiolo Rosé bewirtschaftet er direkt am Hof gelegen noch einige Parzellen der autochthonen Weißweinrebsorte Timorasso, aber auch einige Reihen Viognier, Riesling und sogar Chenin Blanc, die er für einen Spumante verwendet, der mehr oder weniger komplett im Land bleibt. Der Timorasso zählt zu den idiosynkratischsten Weinen der Langhe, ein echter Kultwein mit Reifepotenzial und einer der großen Weißweine Italiens.

Vinifikation und Stil
Apropos Reifepotenzial: auf der rund sieben Hektar umfassenden Cascina Baricchi ticken die Uhren langsamer als andernorts. Eine Vielzahl der Weine erscheint deutlich später als es die Regularien erfordern. Denn Natale und Francesca lieben gereiften Wein und das Konzept der Riserva. Beide sind echte Hedonisten, keine Reise ohne kulinarische Abenteuer, keine Verkostung ohne ein ausführliches Essen. Sie kennen die großen Weine der Welt und möchten die Faszination des Nebbiolos auch bei ihren Weinen – ohne Abstraktion oder besonderen Anforderungen an die Geduld – nacherlebbar und erfahrbar machen. Die Vinifikation ist vergleichsweise unspektakulär: Die Weine gären teils noch in alten GFK-Tank statt im Stahl. Nicht etwa aus Sparzwang, sondern weil Natale das neutrale und temperatursensible Material schätzt. „Stahl ist kalt, beim GFK fühle ich den Wein, er reagiert auf das Umfeld im Keller“. Im Anschluss reifen die Weine, von denen rund 30.000 Flaschen pro Jahr erzeugt werden, dann in botti grandi, also im großen Eichenholz. Ausschlaggebend ist die lange Flaschenreife sowie eine beachtliche Anzahl an Weinen, die die beiden bewusst zurückhalten, perfekt lagern und bei Trinkreife veröffentlichen. Ihre Weine eint eine Signatur, die ihre Wurzeln in der Tradition der Region hat, aber immer die Eleganz wahrt. Barruchis Barbareschi sind frei von neuem Holz und großer Konzentration, sind filigran und vielschichtig, wozu auch eben besagter Nebbiolo Rosé beiträgt. Das große Highlight sind die Schatzkammer-Füllungen, die dank optimaler Lagerbedingungen ein Potenzial an den Tag legen, wie man es in Zeiten von Neubauten ohne Keller und vielen Umzügen selbst nur noch äußerst selten erlebt. Natale und Francesca sind echte Weinfreaks, sie brennen für ihr Thema und setzen genau dort an, wo es besonders spannend wird: bei der Sichtbarmachung von Zeit. Genau deshalb erreichen Sie uns, wo der Verstand nicht herrscht, sondern die pure Leidenschaft. Sie treffen uns nämlich mitten ins Herz und wecken unsere Emotionen!

Weine dieses Winzers

0,75 l75,87 €/ l inkl. 19 % MwSt.zzgl. Versandkosten / Lebensmittelangaben
0,75 l31,33 €/ l inkl. 19 % MwSt.zzgl. Versandkosten / Lebensmittelangaben
1,5 l83,33 €/ l inkl. 19 % MwSt.zzgl. Versandkosten / Lebensmittelangaben
0,75 l132,67 €/ l inkl. 19 % MwSt.zzgl. Versandkosten / Lebensmittelangaben
0,75 l193,33 €/ l inkl. 19 % MwSt.zzgl. Versandkosten / Lebensmittelangaben
0,75 l172,00 €/ l inkl. 19 % MwSt.zzgl. Versandkosten / Lebensmittelangaben
Produktfoto: Cascina Baricchi „Ça Va Sans Dire“ Timorasso Vino da Pasto, bianco 2016

Cascina Baricchi
„Ça Va Sans Dire“ Timorasso Vino da Pasto, bianco 2016

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