Weingut Kühling-Gillot - Bodenheim, Rheinhessen

Majestätische, vom Schiefer geprägte Rieslinge der Extraklasse

Kühling-Gillot

„Schon in der ersten Ausgabe des dieses Jahr zum 18. Mal erscheinenden Weinführers wurde das Weingut empfohlen, neun Jahre später wurde das Weingut als Aufsteiger des Jahres ausgezeichnet. Weitere neun Jahre später nun sind die Weine spannend wie nie, haben weiter an Komplexität und Nachhaltigkeit gewonnen.“ – Gerhard Eichelmann

Gault Millau: „Hans Oliver Spanier hat das Weingut mit seinen Ideen und seiner Tatkraft stilistisch enorm vorangebracht. Die Qualitäten aus diesen Filetstücken deutschen Weinbaus sind nochmals dramatisch „angestiegen“, die Rieslinge haben noch mehr an Statur gewonnen, werden präziser, straffer und vitaler“. Und so verwundert es auch überhaupt nicht, dass die Weine der beiden Spitzengüter Battenfeld-Spanier und Kühling-Gillot unverkennbar einen gemeinsamen Stil haben, den der Winzer vorgibt, und die doch, aufgrund des völlig unterschiedlichen Terroirs, unverkennbar verschieden sind. So urteilt auch die WEINWELT: „Der Stil der Weine ist von der jeweiligen Lage geprägt. ,Die verbindende Handschrift zwischen den beiden Weingütern herzustellen, das war mein großes Ziel‘, berichtet H. O. Spanier und schätzt, dass der Prozess sich über fünf Jahre hinweg entwickelt hat, bis er mit den Ergebnissen zufrieden war.“

Die Grundlage dieses grandiosen Erfolgs? „Ökologische Bewirtschaftung, biodynamische Elemente, natürliche Vergärung, langes Hefelager und große Holzfässer sind nur einige Stichpunkte unseres handwerklichen Ansatzes. Alle unsere Weine werden per Hand gelesen“, so Hans Olivers Ehefrau Carolin engagiert , „Biologisch bearbeitete Wingerte dienen nicht nur der Qualität unserer Weine, wir wollen auch der nachfolgenden Generation gesunde Böden hinterlassen!“

Liebe Kunden, möglicherweise haben Sie sich schon gefragt, was hinter der Aufteilung der beiden Weingüter Battenfeld- Spanier und Kühling-Gillot steckt. Beide Betriebe sind aus elterlichem Vorbesitz unabhängig voneinander entstanden und erst durch die Heirat von Carolin und Hans Oliver quasi ineinander aufgegangen sind. Und wie viele wissen, ist es Hans Oliver, der heute auch die Weine aus dem Hause Kühling-Gillot im Keller ausbaut.

Es war (und ist) sicherlich eine sinnvolle Entscheidung, die beiden Betriebe so aufrechtzuerhalten – denn sie unterscheiden sich durch zwei wesentliche Kriterien: Lesezeitpunkt und Böden. Beiden Faktoren erfordern eine scharfe stilistische Trennung der Weingüter, auch wenn sie von den Eheleuten über die letzten Jahre konzeptionell zu einer Einheit verschmolzen wurden. „Winzerin und Winzer des Jahres“ interessiert die Frucht im Wein allenfalls sekundär. Es geht ihnen darum, herkunftsgeprägte „Steinweine“ zu erzeugen. Sind es bei Battenfeld-Spanier überwiegend vom Kalk geprägte Weinberge, die immer etwas später gelesen werden, beginnt Hans Oliver mit der Ernte in den vom Rotschiefer geprägten Anlagen Kühling-Gillots an der Rheinfront deutlich früher. Hinter Oppenheim und über den Roten Hang bis nach Nackenheim zieht sich dieses rote Band. Das etwa 280 Millionen Jahre alte Urgestein aus Tonschieferfels (daher „Roter Hang“), tritt hier an die Erdoberfläche. Der karge Urgesteinsboden speichert die Wärme des Tages, während die Nachtwinde aus den Seitentälern einen kühlenden Kontrapunkt setzen. Zusammen mit dem Einfluss des am Fuße des Hangs dahinfließenden majestätischen Rheins und den unterirdischen Wasseradern entsteht hier ein spannender, einzigartiger Mikrokosmos, der ein ebenso außergewöhnliches Terroir bedingt. „Kalk hat mit Schiefer einfach gar nichts zu tun, das ist eine ganz andere Liga,“ erklärt H. O. kurz und bündig die Bodensituation. Die Resultate, die der „Terroirist“ erzielt, sprechen für sich: Carolin und Hans Oliver „bilden so das Dreamteam der Weinszene in Deutschland“ (Falstaff) und katapultieren beide Weingüter in die kleine Elite der besten des ganzen Landes! Ihre Weine strotzen nur so vor subtiler(!) Kraft und einem Mehr an Würze und gönnen sich und uns trotzdem eine verführerische Saftigkeit. Hier ist jeder Superlativ gerechtfertigt, jede fast schon stereotype Qualität überdeutlich vorhanden: elegante Kühle, puristische Klarheit, noch mehr Finesse, dabei durch und durch authentisch! Perlen der deutscher Rieslingkultur? Diamanten!

Heute stellen wir Ihnen, werte Kunden, die aktuelle Kollektion des in der Tat „heiß“-ersehnten Jahrgangs 2019 vor. Beide Betriebe legen größten Wert darauf, nicht etwa die Frucht der Trauben einzufangen, sondern diese zu reduzieren, um das Augenmerk auf Herkunft, Böden, und „Gestein“ zu richten, diese ins Licht treten zu lassen. Das ist im Jahrgang 2019 eindrucksvoll gelungen – nicht nur bei den fulminanten Großen Gewächsen, sondern konsequent durch alle Qualitäten hindurch, die Basis eingeschlossen.

Den Anfang machen die Qvinterra-Weine, verführerisch, dabei angenehm komplex, denen man mit der Bezeichnung „Basiswein“ nicht wirklich gerecht wird. „Gutswein“ – ja, das trifft es besser, denn bei diesem Gut handelt es sich um ein veritables „Spitzengut“! Zudem gibt es mit dem Grauen Burgunder „R“ und dem Chardonnay zwei Vertreter, die uns beim Blindverkosten mal eben nach Frankreich (und zurück) entführt haben – ganz große Leinwand! Und das zum Heimkino-Preis. Bitte mehr davon! Und natürlich sind die Großen Gewächse, eine beindruckende Phalanx von Lagenweinen, grandios gelungen: kraftvolle, saftige und intensive Rieslinge mit großem Charme und noch größerem Potenzial. Mit Leichtigkeit einer der besten Jahrgänge der letzten Dekade!

Zu den Weinen

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