Willi Schaefer - Graach, Mosel

Willi Schaefer

„In der Spitze wird 2019 episch sein, möglicherweise eine noch feinere Version von 2001.“

2019: Der Jahrgang bietet alle Anlagen für echte Langstreckenläufer und eine Klassiker-Kollektion aus dem Hause Willi Schaefer. Bei der Einzigartikeit des Jahrgangs fallen Vergleiche schwer. Eins ist klar: Die Qualitätsdichte ist enorm hoch! – Markus Budai

„Das schwingt von A-Z“– Gault Millau 2018, 4 Trauben „Kultproduzent“ – Stephan Reinhardt in „Finest Wines of Germany“

„2019 ist ein echtes Spätlesen- und Auslesen-Jahr!“ – Christoph Schaefer über den Jahrgang 2019

„Wir versuchen keinen Wein zu machen, den der Jahrgang nicht hergibt“. – Christoph Schaefer

„Willi Schaefer und Sohn Christoph sind die besten Winzer in GRAACH (aber nur 4ha groß), MOSEL-RIESLING vom Feinsten: rein, kristallin und federleicht; lohnend in allen Qualitätsstufen.“ – Hugh Johnson

Christoph Schaefer, wie schon sein Vater einer der Stillen und Leisen im Lande, der so bescheiden auftritt, dass viele in Deutschland gar nicht mal richtig bemerkt haben, welche Weltklasseweine in seinen legendären Lagen wachsen und es wieder einmal das Ausland gewesen ist, das zuerst die unvergleichlichen Rieslinge mit ihrem unverwechselbaren Stil hymnisch feierte, hat eine klare Vision: Glockenklare Mineralität im Schiefer zum Klingen zu bringen! In seinem kleinen (nur 4 ha), aber feinen Königreich kümmert er sich eigenhändig um sein Volk: Traumhaft alte Rebstöcke besten genetischen Ursprungs, teilweise wurzelecht und uralt (!), die wunderbare kleinbeerige Träubchen tragen und die sich mit ihren tiefgründigen Wurzeln in den steilen Moselhängen in einen weltberühmten Schatz eingegraben haben: Verwitterter, weicher Schieferboden der allerfeinsten Art. Seine eleganten, so ungemein trinkanimierenden Rieslinge besitzen eine messerscharfe Mineralität, es sind unvergleichlich schlanke, rassige Weine mit enormer Ausstrahlung. „Ihre aromatische Brillanz sowie ihre markante rassige Säure haben sie zum Gegenstand eines internationalen Kults gemacht”, notiert begeistert Stuart Pigott!


Wie immer bei den großen Winzern der Welt liegen die Ursachen der singulären Qualität (neben der begnadeten handwerklichen Winzerkunst der Urtraditionalisten aus unserer sympathischen Schaefer-Dynastie) in den Weinbergen. Und hier gibt es erhebliche mikroklimatische Unterschiede zu den benachbarten großen Wehlener und Bernkasteler Lagen: Nicht nur die Häuser des Orts, sondern auch Uferwiesen trennen diese weltweit gerühmten Lagen vom Flusslauf der Mosel, so dass hier eine deutlich anders geartete Thermik besteht. Und die tiefgrauen Schieferböden in den extrem steilen Hängen des Domprobsts (60 bis 70% Gefälle) und des Himmelreichs, die unmittelbar hinter den letzten Häusern von Graach majestätisch sich erheben, gebären unter den Händen eines ungemein bescheidenen Winzerstars traumhaft FEINE Rieslinge, die seit Jahren zu unseren persönlichen Lieblingsweinen gehören!

Ein gewichtiges Indiz für diese einzigartige Güte der Graacher Lagen kann man in der Geschichte finden. Heutzutage mögen andere Gemeinden mit lautstärkeren Winzern und modernem Marketing im Rampenlicht der Weinwelt stehen, aber in der preußischen Klassifizierung der Moselweinberge von 1816–32 sind die Weinberge Graachs höher bewertet als die jeder anderen Gemeinde der gesamten Mosel, Saar und Ruwer! Seien Sie versichert, werte Kunden, dass die preußischen Steuererheber sehr genau wussten, was sie taten. Und in diesen genialen Lagen vinifiziert der sympathische König von Graach, Christoph Schaefer, wie bis 2015 schon sein hoch talentierter und ebenso sympathischer Vater Willi (Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm), absolute Weltklasseweine, mit fabelhafter Reputation in den angelsächsischen Ländern, einzigartig in ihrer messerscharfen Mineralität und unvergleichlichen Brillanz! Diese Rieslinge sind Glücksfälle im Leben eines jeden kundigen Weinliebhabers! Klassischer, finessenreicher, mineralischer und feinfruchtiger kann die Mosel nicht schmecken!

Bedenken Sie bitte auch, liebe Kunden: Diese so lebendigen Rieslinge besitzen ein legendäres Reife- und Entwicklungspotential – ohne jemals ihre Frische zu verlieren! Bei den Spätlesen 20–30 Jahre und mehr, bei den Auslesen bis zu einem halben Jahrhundert. Von Jahr zu Jahr werden diese Köstlichkeiten sich entwickeln und gewinnen eine Komplexität und Mineralität, die weltweit einzigartig sind: Das sind Schichten um Schichten sich entfaltende Finesse und Eleganz. Das kaleidoskopartige Aromenspektrum dieser legendären, absolut gleichwertigen Lagen ist dabei stetigen Veränderungen unterworfen. Aber eins bleibt dabei stets gleich: Die Moselmythen aus dem Himmelreich, dem Domprobst sowie der Wehlener Sonnenuhr, bereiten in jeder Phase ihrer Entwicklung Trinkspaß ohne Ende. Nichts ist schwer, alles so tänzerisch verspielt, leicht und fein! Wahrlich der Tanz des Schmetterlings!

PS: Immer wieder, wenn wir in einem guten Restaurant fruchtsüße Schaefer-Rieslinge finden, die bereits ein paar Jahre der Flaschenreifung hinter sich haben und damit harmonisch trocken schmecken, ordern wir diese mit großer Vorfreude und sind jedes Mal begeistert: Diese fabelhaften, tänzerisch schwebenden, feinsinnigen, ungemein dichten und traumhaft mineralischen Rieslinge schmecken solo getrunken hervorragend und sind schlichtweg geniale Essensbegleiter. Solch absolute Riesling-Spitzen präsentieren sich auch nach Jahren der Flaschenreifung knackig frisch und glockenklar mineralisch, das ist ganz großes Kino, das sind absolute Weltklassegewächse von Willi Schaefer!

Der Jahrgang 2019:
Werte Kunden, unser lediglich 4 Hektar kleiner Betrieb aus Graach hat 2019 eine Kollektion eingefahren, die man nach allen klassischen Kriterien getrost als großen Jahrgang bezeichnen darf. Dabei überrascht kaum, dass sich der Jahrgangsverlauf alles andere als entspannt liest. Es scheint uns, dass bei kleinen Betrieben und überall dort, wo unter höchstem Aufwand und Qualitätsbestreben gearbeitet wird, gerade die herausforderungsvollen Jahrgänge die spannendsten Weine ergeben. Generell lässt sich 2019 als ein Jahr der Gegensätze charakterisieren, was sich so auch in den Weinen zeigt, doch dazu später mehr. Bereits in der zweiten Aprilhälfte trieben die Reben aus, waren also dem Schutz vor Frost ausgesetzt. Eine solche Frostnacht setzte dann vom 5. auf den 6. Mai ein, doch zum Glück blieben Schaefers Graacher und Wehlener Anlagen weitgehend verschont. Eine nicht zu starke Verrieselung sorgte für eine gewünschte und natürliche Ertragsregulierung. Es war der warme Sommer mit einigen Spitzen, der im Wesentlichen den Ertrag regulierte. So zeigten einzelne Beeren Sonnenbrand. Man mag so den Eindruck haben, dass 2019 als heißer Jahrgang in die Annalen eingeht, darf sich aber von einer Tatsache nicht blenden lassen: Die enormen Steillagen samt ihrer Schieferverwitterungsböden strahlen auch bei nicht zu heißen Temperaturen Wärme ab, denn die Schieferplatten heizen sich im Amphitheater der Reben wie Kacheln auf, spenden so auch bei kühlen Nächten Wärme. Christoph, Andrea und das Team gingen diese Herausforderung aber gelassen an. „Wir wachsen mit unseren Aufgaben, haben mühsam und zeitintensiv jede Traube überprüft. Von der Sonne verbrannte und schlecht versorgte Beeren schnitten wir heraus,“ und weiter: „2019 bescherte uns das ganze Spektrum, das eine Rieslingtraube zu bieten hat: gesunde und knackige Trauben, goldgelbe wie im Bilderbuch, sowie Trauben mit perfekter Botrytis. Alles was uns nicht gefallen hat, blieb im Weinberg. Über den reduzierten Ertrag beschweren wir uns nicht, denn wir sind dankbar, von Frost und Hagel verschont geblieben zu sein.“

Auch unsere Kollegen von Moselfinewines berichten höchst positiv über die Ambivalenz des Jahrgangs: „An der Spitze wird 2019 episch, möglicherweise eine noch feinere Version von 2001. Wir bekamen bald Wind von dem Grund, warum die Erzeuger das schlechte Wetter während der Ernte nicht zu stören schienen: „Dies könnte ein gewichtiger Jahrgang sein,“ war ein regelmäßiger Kommentar, der während der Ernte fiel. Wir wollten unbedingt unsere Nase in einige Fässer einiger der besten Erzeuger stecken und können die Vermutung der Betriebe bestätigen: Die Weine haben eine unglaubliche Präzision, Spiel, Animation und Struktur. Im besten Fall erinnern sie uns an 2001, aber subtiler und tiefer.“

Vieles hat auch damit zu tun, wie im Weingut Willi Schaefer gearbeitet wird. „Wir lesen nicht bewusst heute einen Kabinett, sondern jene Parzellen, die reif sind. Der Rest entwickelt sich im Keller und während der Gärung, wenn man probiert. Dann ergibt jedes Fass und jede Parzelle ein Bild. Wir blenden Marketing aus bei der Lese, der Fokus liegt rein auf dem, was man hat. Weil die Mengen ohnehin so klein sind bei uns, können wir stets alles verkaufen.“ Das erklärt auch, warum im Hause Schaefer manche Weine je nach Jahrgang extrem rar sind. Für Christoph ist 2019 vor allem ein Spätlesen- und Auslesen-Jahrgang. Die Trauben eigneten sich in seinen drei Lagen für die beiden Prädikate bestens. Generell überzeugt uns 2019 mit seiner kraftvollen und dichten Aromatik, die allerdings wie ein kühler Jahrgang schmeckt. Die Frucht ist eher europäisch als exotisch und strahlt hell. Es sind die niedrigen Erträge und hohen Extrakte, welche durch eine animierende und frische Säurestruktur bestens abgepuffert werden und athletische Riesling ergeben, die in ihrer Feinheit ganz typisch dem Weingutsstil entsprechen. Ein ganz große Kollektion, die besonders im Auslesebereich echte Langstreckenläufer ergibt. 2019 ist Willi Schaefer at its best!

Eine weitere gute Nachricht: So bodenständig und bescheiden wie die Familie seit Generationen ist, bleiben auch die Preise für die Weine moderat, auch wenn es kaum Mengen gibt. Denn Christoph und seiner Frau Andrea ist ganz besonders wichtig, dass die Weine auch weiterhin dort ankommen, wo sie sie sehen wollen. Bei den Liebhabern der Weine und dies am allerliebsten mit geöffneten Flaschen! Es gilt also, lediglich besonders schnell zu sein dieses Jahr.

Schaefers Weine sind stilprägend, über die Landesgrenzen hinaus gesucht und wertgeschätzt. Wir bieten Ihnen mit größter Freude diese waschechten Mosel-Ikonen an, die seit vielen Jahren zu den besten der Region zählen und für einen einzigartigen Stil stehen, wie ihn nur die Mosel hervorbringen kann. Der Mythos Mosel lebt!

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