Willi Schaefer - Graach, Mosel

2020: Größe zeichnete sich schon früh im Weinberg ab!

Willi Schaefer

Aufwertung auf 4,5 Sterne: „Wir lieben halt diesen positiv traditionellen und dabei gleichzeitig unvergleichlich hochfeinen einmaligen Stil des Hauses!“ – VINUM Weinguide 2021

4 Trauben: „Das schwingt von A-Z“– Gault&Millau 2018

„Kultproduzent“ – Stephan Reinhardt („The Finest Wines of Germany“)

„Über alle Qualitätsstufen hinweg ist die Säurestruktur animierend bei zupackender Mineralstruktur, guten Extrakten und ausdrucksstarker lagentypischer Aromatik.“ – Christoph Schaefer über den Jahrgang 2020

„Wir versuchen keinen Wein zu machen, den der Jahrgang nicht hergibt“. – Christoph Schaefer

„Willi Schaefer und Sohn Christoph sind die besten Winzer in Graach (aber nur vier Hektar groß), Mosel-Riesling vom Feinsten: rein, kristallin und federleicht; lohnend in allen Qualitätsstufen.“ – Hugh Johnson („Pocket Wine Book 2021“)

Christoph Schaefer, wie schon sein Vater einer der Stillen und Leisen im Lande, der so bescheiden auftritt, dass viele in Deutschland gar nicht mal richtig bemerkt haben, welche Weltklasseweine in seinen legendären Lagen wachsen und es wieder einmal das Ausland gewesen ist, das zuerst die unvergleichlichen Rieslinge mit ihrem unverwechselbaren Stil hymnisch feierte, hat eine klare Vorstellung, eine echte Mission: glockenklare Mineralität im Schiefer zum Klingen zu bringen! In seinem kleinen (nur vier Hektar!), aber feinen Königreich kümmert er sich eigenhändig um sein Volk: traumhaft alte Rebstöcke besten genetischen Ursprungs, teilweise wurzelecht und uralt (!), die wunderbare kleinbeerige Träubchen tragen, und die sich mit ihren tiefgründigen Wurzeln in den steilen Moselhängen in einen weltberühmten Schatz eingegraben haben, verwitterter, weicher Schieferboden der allerfeinsten Art. Seine eleganten, so ungemein trinkanimierenden Rieslinge besitzen eine messerscharfe Mineralität, es sind unvergleichlich schlanke, rassige Weine mit enormer Ausstrahlung. „Ihre aromatische Brillanz sowie ihre markante rassige Säure haben sie zum Gegenstand eines internationalen Kults gemacht”, notiert begeistert Stuart Pigott!

Wie immer bei den großen Winzern der Welt liegen die Ursachen der singulären Qualität (neben der begnadeten handwerklichen Winzerkunst der „Urtraditionalisten“ aus der sympathischen Schaefer-Dynastie) in den Weinbergen. Und hier gibt es erhebliche mikroklimatische Unterschiede zu den benachbarten großen Wehlener und Bernkasteler Lagen: Nicht nur die Häuser des Orts, sondern auch Uferwiesen trennen diese weltweit gerühmten Lagen vom Flusslauf der Mosel, so dass hier eine deutlich anders geartete Thermik besteht. Und die tiefgrauen Schieferböden in den extrem steilen Hängen des Domprobsts (60 bis 70 % Steigung) und des Himmelreichs, die sich unmittelbar hinter den letzten Häusern von Graach majestätisch erheben, entstehen unter den Händen eines zurückhaltenden Winzerstars traumhaft feine Rieslinge, die seit Jahren zu unseren Lieblingsweinen gehören!

Ein gewichtiges Indiz für die einzigartige Güte der Graacher Lagen kann man in der Geschichte finden. Heutzutage mögen andere Gemeinden mit medial aktiveren Winzern und modernem Marketing im Rampenlicht der Weinwelt stehen, aber in der preußischen Klassifizierung der Moselweinberge von 1816 bis 1832 sind die Weinberge Graachs höher bewertet als die jeder anderen Gemeinde der gesamten Mosel, Saar und Ruwer! Seien Sie versichert, werte Kunden, dass die preußischen Steuererheber sehr genau wussten, was sie taten. Und in diesen grandiosen Lagen vinifiziert der ausnehmend sympathische „König von Graach“, Christoph Schaefer (wie vor ihm sein hoch talentierter und ebenso sympathischer Vater Willi – der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm), absolute Weltklasseweine, die sich in den angelsächsischen Ländern einer fabelhafter Reputation erfreuen. Diese in ihrer messerscharfen Mineralität und unvergleichlichen Brillanz unnachahmlichen Rieslinge sind Glücksfälle im Leben eines jeden Weinliebhabers! Klassischer, finessenreicher, mineralischer und feinfruchtiger kann die Mosel gar nicht schmecken!

Bedenken Sie bitte auch, liebe Kunden: Diese enorm lebendigen Rieslinge besitzen ein zu Recht legendäres Reife- und Entwicklungspotenzial – ohne jemals ihre Frische zu verlieren! Bei den Spätlesen reden wir hier von 20 bis 30 Jahren und mehr, bei den Auslesen von bis zu einem halben Jahrhundert. Von Jahr zu Jahr werden sich diese Köstlichkeiten weiterentwickeln und dabei an Mineralität, ja Komplexität zulegen, Schichten um Schichten sich entfaltender Finesse und Eleganz. Das kaleidoskopartige Aromenspektrum dieser legendären Lagen ist dabei stetigen Veränderungen unterworfen. Aber eines bleibt dabei stets gleich: Die Moselmythen aus dem Himmelreich, dem Domprobst sowie der Wehlener Sonnenuhr, bereiten in jeder Phase ihrer Entwicklung Trinkspaß ohne Ende. Nichts ist schwer, alles so verspielt, leicht und fein! Ein Tanz der Schmetterlinge!

PS: Wann immer wir auf der Weinkarte eines Restaurants fruchtsüße Schaefer-Rieslinge entdecken, die schon ein paar Jahre auf der Flasche hinter sich haben, ordern wir sie unverzüglich und sind jedes Mal begeistert: Diese fabelhaften, feinsinnigen, ungemein dichten, dabei schwebenden und traumhaft mineralischen Rieslinge schmecken solo getrunken hervorragend und sind schlichtweg geniale Essensbegleiter. Diese Spitzen-Rieslinge präsentieren sich noch nach Jahren, Jahrzehnten knackig frisch und glockenklar mineralisch! Das ist ganz großes Kino, das sind absolute Weltklassegewächse von Willi Schaefer!

Der Jahrgang 2020:
Liebe Kunden, man kann über den Jahrgang 2020 nicht berichten, ohne zuvor die enormen Erfolge des 2019ers zu erwähnen. Bei Willi Schaefer erleben wir eine Konstanz, die nur die allerwenigsten Weingüter aufweisen, ohne dass der einzigartige Stil des Hauses jemals kompromittiert wurde. Darum sind die Weine von Andrea und Christoph Schaefer seit vielen Jahren oft schon im Voraus vergeben, weil komplett reserviert. Wer die Weine kennt, möchte sie jedes Jahr genießen und vertraut darauf, dass die Schaefers alles aus dem Jahrgang herausgeholt haben. Das entspricht auch ganz Christophs Arbeitsweise, der bei unserer diesjährigen Verkostung sagte: „Im Herbst denken wir nicht ans Vermarkten, sondern daran, den Jahrgang, so wie er sich darstellt und gewachsen ist, bestmöglich einzufahren.“. Im letzten Jahrgang haben sich die Kritiker überschlagen, es war auch für uns die vielleicht beste Kollektion, die wir seit Christoph die Leitung des Weinguts übernommen hat, erleben durften. Ganze sechs Weine landeten auf den Bestenlisten des VINUM Weinguides (darunter die beste Spätlese sowie die beste Auslese des Jahres): „Nach den wirklich schon auf höchstem Niveau befindlichen Kollektionen der Jahre 2018 und 2017 war dies nochmals eine Steigerung, die uns dazu bewog, mit Freude einen halben Stern den Vieren hinzuzufügen. Wir lieben halt diesen positiv traditionellen und dabei gleichzeitig unvergleichlich hochfeinen einmaligen Stil des Hauses!“ MOSEL FINE WINES bewertete drei Rieslinge der Kollektion mit 98 Punkten, John Gilman zeigte sich von den Weinen mit „den schönsten Fruchtausprägungen, die man in der Welt des Weins vorfinden kann“ begeistert und Stuart Pigott zückte für mehrere Weine zwischen 98 und 99 Punkten. Viel mehr geht nicht!

Nach solch euphorischen Kritiken und einer Phalanx buchstäblich epischer Rieslinge, wird jeder Folgejahrgang natürlich daran messen – umso mehr freut es uns, dass die 2020er, wie vielerorts in Deutschland, in die Fußstapfen der 2019er getreten sind. Sie bewegen sich in einer ähnlichen Aromenwelt, haben sich – zugunsten eines früheren Trinkfensters – noch mehr der Eleganz verschrieben. Schon ganz früh deutete sich an, dass der 2020er bereit war. Nach einem trockenen und milden Winter, der durch erfreuliche Februar-Niederschläge und eine frühe Blüte im Frühling abgelöst wurde, schien es, als könnten die Trauben ihre Weinwerdung kaum erwarten. Dazu Christoph: „Wir haben immer wieder die Trauben im Weinberg probiert, öfters als üblich, stellten dabei fest, dass diese bereits enorm schmeckten. Das zeigt auch, dass man sich kaum mehr auf die traditionellen Prinzipien stützen kann. Das Lesefenster wird zudem enger, der Druck größer, der Spielraum kleiner. Wenn die Trauben bereits im September schmecken, darf man nicht mehr warten, denn die Finesse wird schnell überschritten oder neigt gar zur Fäulnis.“ Aufgrund der schnellen Reifung mussten sich die Schaefers auf eine frühe, recht rasche Lese einstellen (Beginn: 14. September) und organisierten eine tatkräftige Mannschaft. „Wir dachten, es geht dieses Jahr ruckzuck, doch dann zog sich die Lese über fünf Wochen.“ Die Trauben pausierten ob der hohen Temperaturen, machten eine etappenweise Lese erforderlich. „Das war sogar ein Vorteil, denn hierdurch konnten wir in den Reifebereichen, die wir vor allem für den Kabinett wollen, entspannt lesen.“ Das große Zeitfenster erklärt sich Christoph aufgrund der unterschiedlichen Wasserversorgung in den Graacher Lagen: „Da wo Wasser im Berg war konnten wir früher lesen, in anderen, auch trockeneren Bereichen mussten wir warten. Es ist daher enorm wichtig seine Weinberge zu kennen und die einzelnen Abschnitte zu verstehen, denn dementsprechend ergibt sich, welche Stellen noch verharren können oder in ihrer Entwicklung bereits fortgeschritten sind. Dies hat aber unsere Lese entzerrt und damit entspannt. Man musste allerdings seine Pläne für die Lese täglich überdenken. Früher hat man einfach mit der Lese begonnen und irgendwann aufgehört, als alle gesunden Trauben eingefahren wurden. Das gilt heute nicht mehr.“ Das Ergebnis ist eine Kollektion, die sich sehen lassen, die trotz des dritten warm-trockenen Jahrgangs in Folge, erneut strahlende und vibrierend frische Rieslinge präsentieren kann. Vieles hat auch damit zu tun, wie im Weingut Willi Schaefer gearbeitet wird. „Wir lesen nicht bewusst heute einen Kabinett, sondern die Parzellen, die reif sind. Der Rest entwickelt sich im Keller und während der Gärung, wenn man probiert. Dann ergibt jedes Fass, jede Parzelle ein Bild. Wir blenden das Marketing bei der Lese aus, der Fokus liegt rein auf dem, was man hat. Weil die Mengen ohnehin so klein sind bei uns, können wir auch immer alles verkaufen.“ Das erklärt, warum im Hause Schaefer manche Weine extrem rar sind. Jahrgangsbedingt hat sich der Schwerpunkt der eingefahrenen Trauben auf den Bereich der Kabinette verschoben, die Erntemenge für edelsüße Weine war heuer verschwindend gering, ja kaum existent. Die fast ausgebliebene Botrytis und kaum rosiniertes Traubenmaterial bedingten den Fokus auf klassische Kabinette und feine Spätlesen. Dafür – das sei vorab schon erwähnt, und ein ausführlicher Bericht folgt zu einem späteren Zeitpunkt – wartet dieses Jahr ein genialer Kabinett aus dem Domprobst auf uns, der im September zur Trierer Versteigerung angestellt wird. Eine Premiere, auf die wir uns schon jetzt riesig freuen!

Eine weitere gute Nachricht: so bodenständig und bescheiden wie die Familie seit Generationen ist, so moderat auch die Preise für die Weinet, selbst wenn es kaum Menge gibt. Denn Christoph und seiner Frau Andrea ist ganz besonders wichtig, dass die Weine auch weiterhin dort ankommen, wo sie sie sehen wollen: bei den Fans und Liebhabern und dies am allerliebsten in geöffnetem Zustand! Es gilt also – wie in jedem Jahr – besonders schnell zu sein.

Schaefers Weine sind stilprägend, werden weit über die Landesgrenzen hinaus gesucht und wertgeschätzt. Wir bieten Ihnen mit größter Freude diese Wein-Ikonen an, die seit vielen Jahren zu den besten der Region zählen und für einen einzigartigen Stil stehen, wie ihn nur die Mosel hervorbringen kann. Der Mythos Mosel lebt!

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