Weingut Uwe Schiefer

Uwe Schiefer ist ein Grenzgänger, Stilikone im Burgenland
und ehemaliger Provokateur des österreichischen Weinbaus.

Uwe Schiefer

„Schiefers Blaufränkische wurden deswegen so berühmt, weil sie die ersten Blaufränkischen waren, die auf Schlankheit und Eleganz setzten, anstatt auf fett und Barrique“
– Schluck Magazin (Manfred Klimek)

Liebe Kunden, wenn wir Uwe Schiefers Weine beschreiben müssten, dann könnte man diese wohl am besten mit Präzisionsinstrumenten vergleichen. Sie sind messerscharf, klar und stets zuverlässig, Jahr für Jahr und Wein für Wein. Man hat eine ganz genaue Vorstellung davon, was einen bei einem Uwe-Schiefer-Wein erwartet. Und man weiß auch ganz genau, was man niemals im Glas finden wird: Überextraktion, spürbar neues Holz, starke Reifenoten und schmeckbare Wärme. Uwe Schiefer hat für die Rebsorte Blaufränkisch einen neuen Kosmos eröffnet. Er ist einer der Pioniere bei der Vinifizierung von Spitzenweinen aus dieser Rebsorte, die bis vor einigen Jahren noch von vielen Winzern in einem internationalen Stil interpretiert wurde, weil man der Auffassung war, nur so könne man auch internationalen Erfolg erzielen, ganz frei nach dem Motto „viel hilft viel“. Doch Uwe Schiefer dachte anders, erkannte, dass das Ausschöpfen eines großes Terroir auch gerade davon herrührt, sich auf die Herkunft und Eigenständigkeit einer Region und Rebsorte zu fokussieren, diese herauszuarbeiten. Die Blaufränkisch-Rebe ist wie auch Pinot Noir eine kleine Diva, die zickig sein kann, stets größte Aufmerksamkeit verlangt und keine Fehler verzeiht. Doch wenn man sich ihr mit aller Kraft und Aufmerksamkeit widmet, so bedankt sie sich mit Weinen, die zu den schönsten der Welt gehören.

Uwe Schiefer war ein aufmerksamer Beobachter der Weinszene im Burgenland. Kein Wunder, denn er arbeitete zuvor als Sommelier in Wiener Spitzenrestaurants, kannte also die damals gegenwärtige Situation zur Genüge und musste viele ‚überholzte’ Blaufränkisch ausschenken, die in ihm damals persönlich keine Begeisterung wecken konnten. 1990 wollte er es dann selbst besser machen und begann, sich dem Weinbau zu widmen. Er gründete sein eigenes Weingut im Südburgenland, nachdem er das Studium an der Weinakademie in Rust absolviert hatte. Dabei wurde ihm schnell klar, welch großartigen Böden das Burgenland aufzuweisen hatte. Kalkhaltige sowie eisen- und schieferdominierte, allen voran im Eisenberg. Bei den Weißweinen bleibt Uwe Schiefer ebenfalls den regionalen Rebsorten treu, setzt auf Welschriesling, Grünen Veltliner und Weißburgunder. Im Zentrum seiner Schaffenskraft steht aber der Blaufränkisch aus der großartigen Lage Eisenberg.

Schiefer pur!
Der Eisenberg zählt zu den genialsten Lagen im Burgenland, ist so etwas wie der Romanée-Conti im Burgund, also die Paradelage der Region. Der hohe Eisenanteil und das tonig- lehmige Terroir erlauben hier den Anbau hochpräziser und kühler Rotweine. Die Reben stehen auf uralten Steillagen, wo sie im pannonischen Klima, geprägt von heißen Tagen und kühlen Nächten, besonders langsam ausreifen können und dabei nicht zu viel Säure verlieren. Und dann ist da der Schiefer, wie wir ihn schon von der Mosel kennen und der wie kaum ein anderer Boden seine typische Mineralität in den Trauben zum Ausdruck bringt.

Uwe Schiefer ist ein Grenzgänger, sowohl stilistisch als auch geographisch. Die Reben wachsen nahe der ungarischen Grenze, stehen sogar teils auf der ungarischen Seite. Er galt lange Zeit als ein enfant terrible im Burgenland, mit seinen hochpräzisen, kühlen Weinen, die keine kleinen Barriques gesehen hatten und schonend und unfiltriert auf die Flasche wanderten. Per aspera ad astra – der Weg zu den Sternen führt über raue Pfade – diese lateinische Redewendung fasst dabei den Weg Schiefers wohl am genausten zusammen.

Seit 2013 meinte die Natur es nicht gut mit ihm, immer wieder zerstörten Hagel und Frost Großteile der Ernte (und erst im Juni 2018 trafen den Eisenberg wieder schwere Hagelschäden). Kürzlich fand er dann endlich einen Geschäftspartner, Hans Kilger, leidenschaftlicher Weingutsbesitzer und Steuerberater, der ihn zukünftig als Partner begleiten wird und sicherstellt, dass die genialen Weine auch weiterhin auf dem höchsten Niveau hergestellt werden können. Schiefers unbedingtes Qualitätsbestreben und sein Beharren haben sich über die Jahre ausgezahlt, so dass er heute ganz oben angekommen ist, an der Spitze des Burgenlands, als Stilikone und Sprachrohr der neuen burgenländischen Bewegung. Oder wie Uwe Schiefer es beschreibt: „Mutig, ungeschminkt und mit einer fast schon dogmatischen Puristik: Schiefer pur!“

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