Castello di Fonterutoli – Castellina in Chianti

Eine toskanische Legende brilliert mit traumhaften Weinen aus dem pochenden Herzen der Toskana!

Kaum eine andere Familie ist so eng mit dem Weinbau und dem politischen wie kulturellen Leben der Toskana verbunden wie die Familie der Marchesi Mazzei. Bereits im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, zählt die Familie seit über 600 Jahren zum italienischen Hochadel. Ser Lapo Mazzei gilt heute noch als „Vater” der Bezeichnung „Chianti”, ihm ist ein Dokument zu verdanken, in dem bereits 1398 der Begriff erstmalig verwendet wurde: „Und ich muss am 16. Dezember (1398) 3 Gulden, 26 Groschen und 8 Denar an Piero di Tino Riccio für 6 Fässer Chianti Wein geben… die oben genannten zahlen wir durch Brief von Lapo Mazzei”. Auch wenn es damals vermutlich noch ein Weißwein war, ist es doch die erste Urkunde mit dem Begriff Chianti. Seit 1435 ist das Weingut Fonterutoli im Besitz der Familie, inzwischen seit 24 Generationen. Immer wieder waren es Persönlichkeiten dieser traditionsreichen Dynastie, die starken Einfluss auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nahmen. So konnte Filippo Mazzei im 18. Jahrhundert seinen Freund Thomas Jefferson, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, davon überzeugen, in Virginia die ersten Weinberge anzulegen!
Der Vater von Francesco und Filippo, die heute das Weingut leiten, Conte Lapo Mazzei, war langjähriger Präsident des „Consorzio del Marchio Storico Chianti Classico” und er war es, der in den Zeiten der Krise des toskanischen Weins seine Kollegen wieder auf die Rückbesinnung auf die höchst mögliche Qualität im Weinbau eingeschworen hat! Der von ihm 1995 erstmals erzeugte „Chianti Classico Riserva Castello di Fonterutoli” ist seither nicht nur Abonnent für die begehrten „Tre Bicchieri” von Gambero Rosso, sondern war und ist auch Leitbild für viele andere Winzer der Region. Und er reduzierte damals schon die Rebsorten-Anzahl und setzte voll auf die heimische Rebsorte Sangiovese, um authentische Weine seiner Heimat anbieten zu können!

Das Weingut liegt im Herzen des Chianti Classico und bildet einer Legende nach die Grenze zwischen den Regionen Florenz und Siena. Von der Terrasse des Gutes schweift der verträumte Blick über das ganze Val d’Elsa und bei klarer Sicht kann man die markante Silhouette von Siena erkennen. Zum Betrieb gehören heute ca. 470 Hektar Gesamtfläche, von denen knapp 80 mit Wein bestockt sind. Die bekanntesten sind die vier „Herzstücke” des Traditionsgutes: Fonterutoli, Siepi, Badiola und Belvedere, alle auf Seehöhen zwischen 230 und 500 m in süd- bis südwestlichen Lagen, die Filetstücke ihrer Region. Die Struktur der Böden geht auf verwitterte Kalk- und Sandsteinfelsen zurück und ist durchzogen von groben Steinen. Deshalb nannten die Einheimischen die Tropfen aus Fonterutoli früher auch „Wein der Steine”. Ca. 7.000 Pflanzen pro Hektar stehen dicht in frisch gekämmtem Grün die steilen Hügel hinauf und erbringen Weine mit fabelhafter Komplexität und feiner Eleganz. Strengste Selektion der besten Sangiovese-Klone in den höher gelegenen Lagen Fonterutoli und Badiola sorgen für eine betörende Frucht und den typischen Duft, vielleicht auch ein wenig beeinflusst vom Lavendel-Anbau von Carla Mazzei, die aus der Essenz eine eigene Kosmetik-Linie kreiert hat.
Alle wichtigen Arbeiten im Weingarten werden akribisch manuell in Handarbeit erledigt, streng überwacht vom Agronomen Giuliano Pulignani und dem Star-Önologen Carlo Ferrini, der im Jahr 2000 auch als Önologe des Jahres in Italien gekürt wurde. Ferrini hat maßgeblichen Anteil an der Qualitätssteigerung und der wissenschaftlichen Klonenselektion des Sangiovese, die in Zusammenarbeit der Universität Florenz und dem Konsortium Chianti Classico entwickelt wurde.
Heute ist Fonterutoli einer der Top-Betriebe Italiens, höchste Auszeichnungen in der ganzen Welt beweisen das eindrucksvoll. So wählte das Wine & Spirits Magazine die Marchesi Mazzei unter die Top 100 Weinproduzenten der Welt! Und Liebhaber authentischer, handwerklich hergestellter, echter toskanischer Meisterwerke in aller Welt sind begeistert von diesen echten Perlen in einem Meer belangloser, langweiliger, stromlinienförmiger Weinchen, die vielerorts die Regale der Supermärkte überschwemmen. Gegen diese Banalität des Geschmacks vinifiziert man auf unserem aristokratischen Landgut unverfälschte Terroirweine, die ihren Ursprung aus einer der dramatischsten Landschaften Europas und ihre autochthonen Rebsorten in jedem Schluck dieser Meisterwerke nachvollziehbar machen.

Beeindruckend ist übrigens auch der neue unterirdische Keller, der tief in die Felsen geschlagen wurde – laut Steven Spurrier vom Decanter „der beeindruckendste Keller im ganzen Chianti”. Er wurde in der Familie geplant, die Architektin heißt Agnese Mazzei, die übrigens auch schon den neuen Barriquekeller von Sassicaia entwarf. Auf Fonterutoli wird zudem penibel auf besondere Umweltverträglichkeit geachtet. Der größte Teil des Kellers liegt in drei Etagen unterirdisch und man nützt hier nicht nur die Schwerkraft, um wenig pumpen zu müssen, sondern auch die natürlichen Wasserschichten, die an der Felswand entlang laufen für die ideale Temperatur und optimale Luftfeuchtigkeit.
Kein Zweifel: Die großartigen Weine von Castello di Fonterutoli sind ein emotional berührender Gruß aus einer der schönsten Landschaften Europas, der unter die Haut geht!

Zu den Weinen

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