Giulia Negri - Piemont

Das ‘Barolo-Girl’ aus La Morra

Giulia Negri

DER Geheimtipp des Piemont (und allerbeste Freundin von Chiara Condello!) sorgt für Furore in Italiens Vorzeigeregion!

„Giulia ist der rising star der Langhe-Region, der wunderschön eleganten und puren Nebbiolo produziert. Neben den bekannteren Barolo gibt es noch diese feine und seidige Version eines Langhe Nebbiolo, die zum früheren Genuss gemacht ist. Sie macht zudem einen aufregenden vom Burgund beeinflussten Chardonnay.“ – DECANTER

„Ich widme mich dem Barolo, denn für mich ist dieser Wein ein Stück Kunst, das der Zukunft angehört – einer Zukunft, die neu geschrieben werden muss.“ – Giulia Negri

Alle Wege standen ihr offen. Sich mit 23 Jahren nicht in die weite Welt hinauszubegeben, sondern stattdessen frei nach dem Motto „back to the roots“ auf die Vorzüge und Schätze der naheliegenden Heimat zu konzentrieren, ist ein Zeichen von Charakterstärke und einem klaren Willen. Und Giulia Negri, das Barolo-Girl aus dem prestigeträchtigen La Morra im Herzen des Piemont ging genau diesen Weg. Damit zählt die Jungwinzerin zu einer Generation gutausgebildeter, bestens vernetzter Menschen, die eine enge Verbindung zu ihrer Geburtsregion haben, die das Potenzial in ihrer jeweiligen Heimat sehr gut kennen, und auch eine intrinsische Verpflichtung verspüren, sich genau hier zu engagieren, die Besonderheiten und Stärken ihrer Heimat bestmöglich zum Ausdruck zu bringen und diese in die weite Welt zu kommunizieren.

Nachdem das junge Mädchen zunächst ihr Studium der Biotechnologie absolvierte, ging sie für einige Zeit ins Burgund. Dort bekam sie nicht nur ein meisterliches Gespür für die untrennbare Verbindung aus Vinifikationshandwerk, Kultur und Terroir, hier erwachte auch ihre Leidenschaft zum Wein und sie sah ihre neue Berufung darin, doch in die Fußstapfen ihrer Eltern zu steigen und den Familienbetrieb zu übernehmen.

„Meine Eltern vertrauten mir Serradenari an, die Weinberge, den Keller, die Weinflaschen und die bestehenden Märkte, alles, welch eine Ehre. Also setzte ich alles, was ich hatte, auf den Nebbiolo, den Pinot Nero und den Chardonnay, und natürlich auf diesen Barolo-Berggipfel, umgeben von einem der letzten noch stehenden Trüffelwälder.”

Bereits im jungen Alter vinifizierte sie im elterlichen Betrieb ihre eigenen Microcuvées, wuchs an und mit den täglichen Herausforderungen eines Weinguts auf. Ihren ersten eigenen Barolo brachte sie dann mit dem Jahrgang 2007 auf den Markt, der aus dem Stand gleich unter den 100 besten Weinen des Jahres im WineEnthusiast gelistet wurde. Nicht schlecht für ein Erstlingswerk.

Eine Erfolgsgeschichte, die uns in ihrem Verlauf stark an unsere geliebte Chiara Condello aus der Emilia-Romagna erinnert, denn auch deren Weinbegeisterung wurde im mythischen Burgund entfacht. Dort lernten sich die beiden Jungwinzerinnern auch kennen und schätzen, sie verbindet mittlerweile eine langjährige tiefe Freundschaft. So ist es auch kein Zufall, dass es genau Chiara war, die uns die eleganten und, wie wir es einschätzen, für die Zukunft richtungsweisenden Weine Giulia Negris empfahl. Es überrascht also nicht, dass die Stilistik Giulias Weine ebenso visionär, anspruchsvoll und von den Grundprinzipien Burgunds geprägt ist wie bei Chiara Condello.

Auch Giulia zeichnet aus, dass sie aus dem Burgund lediglich die Vision mitnahm, anstatt Kopistin zu sein. Sie verstand schnell, dass für terroirgeprägte Baroli die alten und kleinen Barriques aus dem Keller des Familienbetriebs verschwinden mussten. Sie ersetzte diese durch die großen Botti, wie sie auch die Traditionalisten verwenden.

Ihr Qualitätsanspruch ist deutlich definiert. Wer in diesem jungen Alter einen etablierten Betrieb übernimmt, sollte klare Visionen haben. Ihre Weinberge stellt sie aktuell auf biologische Bewirtschaftung um, mit dem Jahrgang 2019 werden dann alle Weine bio-zertifiziert sein. Alle Trauben werden hier in kleinen Kisten von Hand gelesen und dann spontan vergoren. Ihren Barolo baut sie klassisch in großen Botti (25 HL aus slawonischer Eiche) aus, Chardonnay und Pinot Noir nach burgundischem Vorbild in Barriques mit geringem Neuholzanteil.

Wer das Gut im Spätherbst zur Trüffelsaison besucht, blickt von der historischen Einzellage Serradenari , die als höchstgelegene im Barologebiet zählt, in den Morgenstunden wie von einem Balkon über die Wolkenlandschaft, unter der sich Langhe versteckt. 6,5 ha Weinberge zählen zum Familienbesitz, 12 weitere sind Waldstücke. Diese erstrecken sich zwischen den verschiedenen Weinparzellen, die allesamt auf 400-530 m Höhe liegen.

Als wir ihren Chardonnay und Pinot Noir erstmalig probierten, war uns klar, dass Giulia alle Projekte, nicht nur die Barolo, mit höchstem Qualitätsanspruch angeht. Speziell der Chardonnay zählt, obwohl er noch keine große Historie aufweist, bereits jetzt zu den allerfeinsten, die wir aus dem Piemont kennen. Der lange Ausbau über 16 Monate in 350 l Fässern, davon lediglich 30% Neuholzanteil, die nördliche Exposition der Reben auf über 500 m über Meereshöhe und natürlich das richtige Gespür für den perfekten, sprich rechtzeitigen! Lesezeitpunkt, bringen einen Chardonnay hervor, der sein klares Vorbild aufleuchten lässt.

Die Trauben für ihre Barolo wachsen meist auf sandigem Untergrund und trotz des noch relativ jungen Alters der Reben, sie wurden überwiegend 2001 gepflanzt, erzielt Giulia eine Tiefe und Spannung in den Weinen, wie wir sie nur von etablierten Größen der Region kennen. Hier hat alles Hand und Fuß und, vor allem, allergrößtes Potenzial für die Zukunft.

Es ist noch nicht lange her, dass Giulia ihren Wein noch in der Garage ausbaute, sie liebte dieses Dasein als Garagenwinzerin, ihre Winzerfreunde, die genauso tickten wie sie, die ketzerischen, ideologiefreien Weine, produziert von echten Wein-Handwerkern. Irgendjemand bezeichnete sie damals als ‚Barologirl‘, eine liebevolle Anspielung auf die legendären ‚Barolo Boys‘, die in den 80ger und 90er Jahren den Weinbau im Piemont revolutionierten, weil Giulia auf ihre eigene Art und Weise ihre Weine vinifizierte, frei von Dogmen und so, wie es ihren Ideen entsprach. Den Namen ‚Barologirl‘ ist sie seitdem nicht mehr los geworden, also trägt sie ihn einfach selbstbewußt wie eine Auszeichnung.

Ihre Barolo werden heute beschrieben als eine Mischung aus Tradition, old-school und frech. Darin steckt viel Wahrheit. Schon jetzt zählt sie zu den wohl meistbeobachteten Jungwinzerinnen ihrer Generation, obwohl sie das Weingut erst seit 2014 vollständig alleinverantwortlich leitet. Und weil die großen Themen Demut, Begeisterung und Anspruch bei ihr an oberster Stelle stehen, sind wir uns sicher, in den nächsten Jahren noch enorm viel von Giulia Negri zu hören.

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