Domaine de Cascavel - Côtes-du-Ventoux

Fabelhafte Qualitäten aus biologischem Anbau avancieren zu preislichen Provokationen der Prestigegüter aus Châteauneuf-du-Pape

Eine der spannendsten Regionen der südlichen Rhône ist zurzeit sicherlich die Appellation Côtes-du-Ventoux im Herzen der Provence. Hier werden Weine mit einem Preis-Genussverhältnis erzeugt, das weltweit fast einzigartig ist. Unsere Domainen Fondrèche und Cascavel erfreuen sich seit Jahren bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, einer großen Beliebtheit, wurden mittlerweile auch von Parker mit höchsten Punktzahlen und enthusiastischen Worten geadelt („DIE Entdeckung meiner Rhôneverköstigung”) und produzieren zweifellos die Referenzweine dieser malerisch am Fuße des Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, gelegenen Region.

Ich sitze am Schreibtisch, wie so oft tief in der Nacht und blicke zurück auf eine Rhônereise: Es ist Sonntag, der 16. Januar. Eigentlich tiefer Winter, doch die Sonne scheint von einem strahlend blauen Himmel und die Temperaturen sind mit 14 Grad vorfrühlingshaft angenehm. In dem verschlafenen Örtchen Bedouin, nahe dem Mont Ventoux, dessen schneebedeckter Gipfel majestätisch den Horizont ausfüllt, sitze ich auf einer Bank auf dem Dorfplatz, wo sich die gesamte männliche Bevölkerung getroffen zu haben scheint, um sich mit einer unglaublichen Ausdauer dem Boulespiel zu widmen und dem Pastis zu frönen. Unfassbar, mit welcher Präzision ein schon sehr alter, fast zerbrechlich wirkender Mann seine Kugeln beherrscht. Doch auch hier schweifen meine Gedanken ab, zwei Tage zurück, als ich eine der spannendsten Verkostungen meiner Rhônereise erleben durfte und ich beginne auf meinem Laptop zu schreiben.

Ich sehe mich wieder in der kleinen Probierstube in Méthamis stehen bei einer Verkostung aller bisherigen Jahrgänge eines kleinen, aber feinen Weingutes: Olivier Baguet und Raphael Truiller von der Domaine de Cascavel sind von der leidenschaftlichen Idee beseelt, erstklassige Weine in biologischem Anbau zu produzieren, die insbesondere von ihrem Terroir, ihrer inneren Harmonie und ihrer Komplexität geprägt werden. Sensationell, wie Olivier und Raphael die Chancen mehrerer großer Jahrgänge nacheinander und die Gegebenheiten ihres extrem steinigen, erstklassigen Terroirs nutzten: Die großen Unterschiede zwischen hohen Tag- und kühlen Nachttemperaturen infolge der einmaligen Höhenlage der 14 verstreut inmitten der blühenden provençalischen Landschaft (Duftaufnahme der Blüten und Kräuter durch die Außenhaut der Trauben!) liegenden Parzellen. Das deutlich kühlere Mikroklima als im Rhônetal führt dazu, dass die Trauben eine längere Vegetationsperiode besitzen und daher langsamer reifen, als in der Region üblich und dass sie eine ungewöhnlich schöne Säurestruktur aufweisen und infolge der extrem unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen sehr komplexe Aromen aufnehmen. Strikte Mengenbegrenzung (im Schnitt unter 35 hl/ha), selektive Handlese, Vinifizierung und Ausbau des Weines unter geringst möglichen Eingriffen in den neu konstruierten Kelleranlagen erbringen im großen Rhônejahrgang 2005 spektakuläre Ergebnisse und damit, wie die spannende Vertikalverkostung gezeigt hat, den bisherigen Höhepunkt im vinologischen Schaffen von Olivier und Raphael.

 

 

Cascavel
Alte Reben vor dem schneebedeckten Mont Ventoux

 

Übrigens: Der alte Mann hat mit seiner Equipe das Bouleturnier gewonnen. Neugierig schaute er zwischendurch bei mir vorbei, was ich wohl mit meinem Laptop hier so anstellte. Diese moderne Welt ist nicht die seine. Ich gratuliere ihm zu seinem Sieg und zu seinen genialen Würfen. Er lächelt stolz und wir prosten uns zu mit einem Pastis. Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, es wird sehr schnell bitter kalt. Ich breche auf, zurück in mein Hotel.

P.S.: Meine diesjährige Verkostungsreise durch Südfrankreich liegt nun schon Monate zurück. Beim Schreiben dieser Zeilen, öffne ich einen Wein, „Les Amidyves”, der mir in all der Zeit nicht mehr aus dem Sinn gegangen ist. Während ich an ihm rieche und ihn danach wohlig auf der Zunge verspüre, sehe ich vor meinem geistigen Auge die traumhaften Dörfchen am Fuße des schneebedeckten Wipfels des Mont Ventoux in der milden Abendsonne in ihrem fahlen Licht leuchten. Gänsehautatmosphäre!

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