Weingut Wagner-Stempel - Siefersheim

Der Brückenkopf zwischen Rheinhessen und der Nahe

Wagner-Stemel

Unser letztjähriger Neuzugang trumpft mit einer der schönsten Kollektionen des Jahrgangs 2018 auf!

Der Jahrgang 2018: „Wir haben den ganzen Herbst kurze Hosen getragen. Das war eine Traubenlese wie in Südfrankreich!“ – Daniel Wagner

Gault Millau 2018: Vier Trauben, Deutsche Spitze

„Seit 2005 setzt Daniel Wagner auf die ökologische Arbeitsweise. Er pflegt enorm engagiert Kulturlandschaften. Eigene, wilde und urwüchsige wie in der Heerkretz.“ – Gault Millau

„Wagners Weine sind die arktischsten ganz Rheinhessens.“ – Stephan Reinhardt, The Finest Wines of Germany

„Hier in der rheinhessischen Schweiz, verdankt man dem Winzerhof seit Anfang der 90er Jahre ganz wunderbare Weine, die international ihre Verehrer haben.“ – Paula Bosch, Deutscher Wein, Deutsche Küche

James Suckling über das Heerkretz GG: „Einer der großen trockenen Rieslinge des Jahres 2016 und obwohl er aus dem milden Rheinhessen kommt, hat er eine extrem nordische Persönlichkeit.“

„Daniel Wagner hat Heerkretz und Höllberg bekannt gemacht mit herrlich kraftvollen und mineralischen Rieslingen, den Aushängeschildern seiner immens starken Kollektion.“ – Gerhard Eichelmann

„Geniale Weine aus einer der schönsten unbekannten Landschaften Deutschlands, die eine vibrierende Frische und kaleidoskopische Aromen besitzen.“ – Stuart Pigott

Wenn man Daniel Wagner in Siefersheim besucht, fühlt man sich wie in einem kleinen Abenteuerland. Die sonst von nur sanftem Hügelland geprägte Weinlandschaft Rheinhessens, deren beste Lagen mit leichter Hangneigung an die großen Lagen Burgunds erinnern, findet man hier nicht vor. Vielmehr fühlt man sich hier an die Nahe erinnert, mit tiefen Tälern, steilen Lagen und einem expressiven Landschaftsbild. Kein Wunder, denn das kleine Winzerdorf Siefersheim ist nur unweit gelegen von der Nahe und dem Rheingau. Steht man in den Große-Gewächs-Lagen, so sind es nur 10 Kilometer Luftlinie bis nach Bad Kreuznach an die Nahe und rund 20 km bis zum Rüdesheimer Berg im Rheingau.

Einzigartige Topographie und Geologie
Am äußersten Südwesten Rheinhessens, in einer Landschaft vulkanischen Ursprungs, die im Permzeitalter entstand, bewirtschaftet Daniel Wagner seit 1992 seine mittlerweile 24 Hektar Rebflächen. Um die Stilistik der Weine aus dem Hause Wagner-Stempel zu verstehen, muss man sich in die Weinberge begeben und die Böden sowie das Mikroklima analysieren. Denn die Weinberge um Siefersheim unterscheiden sich deutlich vom restlichen Teil Rheinhessens. Wenn wir von den Böden sprechen, dann geht es hier überwiegend um verwitterten Rhyolit, also Porphyr mit hohem Quartz-Anteil. Das Rotliegende kennt man noch im Wonnegau und am Roten Hang in Nierstein, doch hier, an der Grenze zur Nahe, kommen zudem klimatische Extrembedingungen hinzu. Die steinigen, sauren Böden sind eher ungeeignet für konventionelle Landwirtschaft und so wachsen hier selbst Sträucher und Bäume nur langsam. Für Reben und insbesondere den Riesling sind diese kargen Bedingungen aber idealer Nährboden für tiefwurzelnde Rebstöcke, die wiederum komplexe Trauben hervorbringen. Es ist hier etwas kühler als im restlichen Rheinhessen und die dünnen Oberböden speichern nur wenig Wasser, dafür tagsüber die Wärme der Sonnenstunden, sodass die Trauben hier lange ausreifen können.

Der Pionier der rheinhessischen Schweiz
Mit den Weinen aus seinen Lagen ‚Heerkretz’ und ‚Höllberg’ hat Daniel Wagner Siefersheim wieder zurück auf die Landkarten der Weinwelt gebracht. Es sind seine beiden Paradelagen, deren Gewächse unterschiedlicher nicht ausfallen könnten. Der ‚Höllberg’ ist ein süd-südöstlich ausgerichteter Hang, der viele Sonnenstunden genießt. Verwitterter Porphyr und die zahlreichen Steine speichern hier die Wärme. Und so fällt der Riesling hier vergleichsweise runder und kraftvoller aus als vom ‚Heerkretz’. Paula Bosch attestiert dem Höllberg „kraftvolle, dichte und stoffige Weine mit fruchtig-würzigen Aromen“, wohingegen der Heerkretz „mehr Rasse, Eleganz, feine, subtile Noten, einen salzigeren Geschmack und anregendere Säure“ besitzt.

Kein Wunder, denn diese Steillage hat eine völlig andere Exposition, erstreckt sich U-förmig entlang eines extrem steilen Hangs, den man so spektakulär niemals in Rheinhessen erwarten würde, und die Reben stehen hier auf rötlichem Lehm, teilweise auf Basaltböden und Kalkstein, die auf hartem Rhylolituntergrund fußen. Daniel Wagner erkannte das Potenzial dieses damals völlig verbuschten und verwilderten Hangs, rodete ihn teilweise und kultivierte ihn über viele Jahre, so dass er eifrige Kollegen fand, die ebenfalls das Potenzial der Lage erschließen wollten: heute zählt der ‚Heerkretz’ zu den allerbesten Großen Lagen Rheinhessens, nein, ganz Deutschlands, mit Daniels Großem Gewächs als unangefochtenem Spitzenwein! In der Ur-Parzelle des ‚Herrkretz’, die Daniel Wagner von einem benachbarten Winzer namens Emt abkaufte, reifen heute die Trauben für seinen Spitzenriesling. Seit jeher baute Daniel die ältesten und besten Reben dieser Parzelle separat aus, kennzeichnete den Stahltank als „Emt“-Wein im Keller. Und so geht zu Ehren des Nachbarn der trockene Spitzenriesling, von dem es oft keine 500 Flaschen Gesamtproduktion gibt, seit 2015 separat gefüllt als EMT in die Versteigerung des VDPs ein.

Echte Terroir-Weine
Was die Weine von Wagner-Stempel ausmacht ist ihre kühle und würzige Art. Sie sind knochentrocken, erzählen von ihrem einmaligen Terroir, der extremen Landschaft von 140 bis zu 300m Höhenlagen, behutsamem und geduldigem Ausbau und bester Fürsorge. Seit 2005 arbeitet das Team hier ökologisch. Die Maßnahmen im Weinberg dienen der Ertragsreduzierung, um hocharomatisches Lesematerial zu gewinnen anstatt Masse, neben selektiver Handlese in mehreren Gängen ist vor allem die aufwendige Laub- und Unterstockarbeit entscheidender Qualitätsfaktor. Außerdem achten Daniel Wagner und sein Team um Oliver Müller sowie Udo Preussger stets darauf, nicht zu reifes Traubenmaterial zu lesen. Die Trauben müssen bei intensivem Aroma noch knackig sein und Frische besitzen. Und im Keller geht es dann herrlich unprätentiös traditionell zu. Spontanvergärung, eine nicht zu lange Gärung sowie Ausbau im Stahltank und Holzfässern aus heimischer Eiche. Anschließend wird der auf der Feinhefe belassene Wein grob filtriert und spätestens im Juni auf die Flasche gezogen. Das Ergebnis sind dann mineralische, authentische und präzise Weine, die eine klare Handschrift besitzen. Bei Wagner-Stempel beginnt diese Einzigartigkeit bereits mit den brillanten Gutsweinen. Egal ob Silvaner, Weißburgunder oder Riesling. Alle Weine verkörpern idealtypisch den Stil des Hauses, stammen aus dem näheren Umkreis des Weinguts und wurden mit derselben Aufmerksamkeit und Detailverliebtheit vinifiziert wie die Großen Gewächse des Hauses.

Neben die beiden Großen Gewächse aus dem ‚Höllberg’ und der ‚Heerkretz’ hat sich mittlerweile noch ein dritter Wein aus Großer Lage hinzugesellt. Aus dem Binger ‚Scharlachberg’ stammt Daniel Wagners neustes Projekt. Gemeinsam mit dem befreundeten Weingut Bischel tauschte man Lagen und lernt somit gegenseitig von den Terroirunterschieden. Die Binger Lage weist ein ähnliches Terroir auf wie der Rüdesheimer Berg am anderen Ufer des Rheins, dessen Flusslauf die beiden Hänge zerschneidet, und die ersten Jahrgänge erweisen sich bereits als höchst gelungene Bereicherung des Portfolios und machen unbändige Lust auf die kommenden Jahrgänge.

Der Jahrgang 2018
Werte Kunde Kunden, im vergangenen Jahr fand unser Neuzugang Wagner-Stempel immensen Anklang. Um so mehr freut es uns, dass wir Ihnen mit dem Jahrgang 2018 eine ebenso geschliffene wie feinfühlige Kollektion anbieten können, die ganz der Stilistik Wagner-Stempels entspricht. Um diese kühle und prägnante Art im Jahrgang 2018 beizubehalten, mussten Daniel Wagner, Oliver Müller und das Team enorme Anstrengungen auf sich nehmen. 2017 galt es ob der Spätfröste die wenigen und genialen Trauben zu erhalten, 2018 aus dem großzügigen Jahrgang die allerbesten zu selektionieren, um puristische und straffe Weine einzufangen. „Wir haben den ganzen Herbst kurze Hosen getragen. Das war eine Traubenlese wie in Südfrankreich!“ erinnert sich Daniel Wagner an die Lese. Um die Trauben nicht zu reif zu lesen, entschied sich Daniel für eine frühere Lese. Doch schon früher im Jahr stellte er die Weichen für seine geniale Kollektion im Weinberg. Mittels Grünlese entlastete er die Trauben und reduzierte die Erträge. „Wir haben von 24 Hektar ganze 15 Hektar Rebflächen ausgedüngt dieses Jahr.“ Durch den Frost 2017 waren die Reben ausgeruht, haben 2018 vieles zurückgegeben und auszugleichen versucht, was sie im Vorjahr verloren. Der späte und partielle Laubschnitt schützte die Trauben wie ein Sonnenschirm während der sonnenreichen Periode, sodass Daniel den Jahrgang 2018 sogar am ehesten mit 2016 aufgrund ähnlicher Verläufe und analytischen Werten vergleicht. Seine Kollektion ist fokussiert und schlank und, vor allem, ja besonders die Guts- und Ortsweine strahlen hier überdurchschnittlich hell. Für uns eine der besten Kollektionen Deutschlands, sowohl für Riesling als auch Burgundersorten, nicht zu vergessen seine saftigen Silvaner.

Auch im Keller ging Daniel dieses Jahr ganz anders vor als vergangenes Jahr. Er presste das Traubenmaterial nur zart, um die frische Säure zu erhalten, musste deutlich weniger schwefeln, da die Trauben derartig kerngesund waren. Die Großen Gewächse wurden als Ganztrauben gepresst, da lange Maischestandzeiten dieses Jahr zu phenolische Weine erbracht hätten und auf den Ausbau im Holz verzichtete er auch fast komplett. Daniel Wagner hat ein Gespür für Wein und Jahrgang wie ganz wenige Winzer. Er ist vor allem jemand, der beobachtet. Er geht in sich, überlegt und trifft dann dank seiner Intuition die richtigen Entscheidungen, lange bevor sie ihm irgend jemand abnehmen kann. Voller Stolz präsentieren wir Ihnen eine unserer absoluten Lieblingskollektionen, die im Jahrgang 2018 herausragt!

Zu den Weinen

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