Weingut Wagner-Stempel - Siefersheim

Der Brückenkopf zwischen Rheinhessen und der Nahe

Wagner-Stemel

2019: Dramatisch gut. Eine bewegende Kollektion der Spitzenklasse

Der Jahrgang 2019: „Es ist ihm zuzutrauen, dass er sich ganz hervorragend und sehr ‚eigen‘ entwickelt.“ – Daniel Wagner

Gault Millau 2018: Vier Trauben, Deutsche Spitze

„Seit 2005 setzt Daniel Wagner auf die ökologische Arbeitsweise. Er pflegt enorm engagiert Kulturlandschaften. Eigene, wilde und urwüchsige wie in der Heerkretz.“ – Gault Millau

„Wagners Weine sind die arktischsten ganz Rheinhessens.“ – Stephan Reinhardt, The Finest Wines of Germany

„Hier in der rheinhessischen Schweiz, verdankt man dem Winzerhof seit Anfang der 90er Jahre ganz wunderbare Weine, die international ihre Verehrer haben.“ – Paula Bosch, Deutscher Wein, Deutsche Küche

James Suckling über den Riesling aus der Heerkretz: „Obwohl er aus dem milden Rheinhessen kommt, hat er eine extrem nordische Persönlichkeit.“

„Daniel Wagner hat Heerkretz und Höllberg bekannt gemacht mit herrlich kraftvollen und mineralischen Rieslingen, den Aushängeschildern seiner immens starken Kollektion.“ – Gerhard Eichelmann

„Geniale Weine aus einer der schönsten unbekannten Landschaften Deutschlands, die eine vibrierende Frische und kaleidoskopische Aromen besitzen.“ – Stuart Pigott

Wenn man Daniel Wagner in Siefersheim besucht, fühlt man sich wie in einem kleinen Abenteuerland. Die sonst von nur sanftem Hügelland geprägte Weinlandschaft Rheinhessens, deren beste Lagen mit leichter Hangneigung an die großen Lagen Burgunds erinnern, findet man hier nicht vor. Vielmehr fühlt man sich hier an die Nahe erinnert, mit tiefen Tälern, steilen Lagen und einem expressiven Landschaftsbild. Kein Wunder, denn das kleine Winzerdorf Siefersheim ist nur unweit gelegen von der Nahe und dem Rheingau. Steht man in den Große-Gewächs-Lagen, so sind es nur 10 Kilometer Luftlinie bis nach Bad Kreuznach an die Nahe und rund 20 km bis zum Rüdesheimer Berg im Rheingau.

EINZIGARTIGE TOPOGRAPHIE UND GEOLOGIE
Am äußersten Südwesten Rheinhessens, in einer Landschaft vulkanischen Ursprungs, die im Permzeitalter entstand, bewirtschaftet Daniel Wagner seit 1992 seine mittlerweile 24 Hektar Rebflächen. Um die Stilistik der Weine aus dem Hause Wagner-Stempel zu verstehen, muss man sich in die Weinberge begeben und die Böden sowie das Mikroklima analysieren. Denn die Weinberge um Siefersheim unterscheiden sich deutlich vom restlichen Teil Rheinhessens. Wenn wir von den Böden sprechen, dann geht es hier überwiegend um verwitterten Rhyolit, also Porphyr mit hohem Quartz-Anteil. Das Rotliegende kennt man noch im Wonnegau und am Roten Hang in Nierstein, doch hier, an der Grenze zur Nahe, kommen zudem klimatische Extrembedingungen hinzu. Die steinigen, sauren Böden sind eher ungeeignet für konventionelle Landwirtschaft und so wachsen hier selbst Sträucher und Bäume nur langsam. Für Reben und insbesondere den Riesling sind diese kargen Bedingungen aber idealer Nährboden für tiefwurzelnde Rebstöcke, die wiederum komplexe Trauben hervorbringen. Es ist hier etwas kühler als im restlichen Rheinhessen und die dünnen Oberböden speichern nur wenig Wasser, dafür tagsüber die Wärme der Sonnenstunden, sodass die Trauben hier lange ausreifen können.

DER PIONIER DER RHEINHESSISCHEN SCHWEIZ
Mit den Weinen aus seinen Lagen ‚Heerkretz’ und ‚Höllberg’ hat Daniel Wagner Siefersheim wieder zurück auf die Landkarten der Weinwelt gebracht. Es sind seine beiden Paradelagen, deren Gewächse unterschiedlicher nicht ausfallen könnten.

ECHTE TERROIR-WEINE
Was die Weine von Wagner-Stempel ausmacht ist ihre kühle und würzige Art. Sie sind knochentrocken, erzählen von ihrem einmaligen Terroir, der extremen Landschaft von 140 bis zu 300m Höhenlagen, behutsamem und geduldigem Ausbau und bester Fürsorge. Seit 2005 arbeitet das Team hier ökologisch. Die Maßnahmen im Weinberg dienen der Ertragsreduzierung, um hocharomatisches Lesematerial zu gewinnen anstatt Masse, neben selektiver Handlese in mehreren Gängen ist vor allem die aufwendige Laub- und Unterstockarbeit entscheidender Qualitätsfaktor. Außerdem achten Daniel Wagner und sein Team um Oliver Müller sowie Udo Preussger stets darauf, nicht zu reifes Traubenmaterial zu lesen. Die Trauben müssen bei intensivem Aroma noch knackig sein und Frische besitzen. Und im Keller geht es dann herrlich unprätentiös traditionell zu. Spontanvergärung, eine nicht zu lange Gärung sowie Ausbau im Stahltank und Holzfässern aus heimischer Eiche. Anschließend wird der auf der Feinhefe belassene Wein grob filtriert und spätestens im Juni auf die Flasche gezogen. Das Ergebnis sind dann mineralische, authentische und präzise Weine, die eine klare Handschrift besitzen. Bei Wagner-Stempel beginnt diese Einzigartigkeit bereits mit den brillanten Gutsweinen. Egal ob Silvaner, Weißburgunder oder Riesling. Alle Weine verkörpern idealtypisch den Stil des Hauses, stammen aus dem näheren Umkreis des Weinguts und wurden mit derselben Aufmerksamkeit und Detailverliebtheit vinifiziert wie die Großen Gewächse des Hauses.

Neben die beiden Großen Gewächse aus dem ‚Höllberg’ und der ‚Heerkretz’ hat sich mittlerweile noch ein dritter Wein aus Großer Lage hinzugesellt. Aus dem Binger ‚Scharlachberg’ stammt Daniel Wagners neustes Projekt. Gemeinsam mit dem befreundeten Weingut Bischel tauschte man Lagen und lernt somit gegenseitig von den Terroirunterschieden. Die Binger Lage weist ein ähnliches Terroir auf wie der Rüdesheimer Berg am anderen Ufer des Rheins, dessen Flusslauf die beiden Hänge zerschneidet, und die ersten Jahrgänge erweisen sich bereits als höchst gelungene Bereicherung des Portfolios und machen unbändige Lust auf die kommenden Jahrgänge.

DER JAHRGANG 2019
„Es gibt Jahrgänge im deutschen Weinbau, da bestehen die wichtigsten Utensilien während der Weinlese aus Sonnencrème, kurzer Bekleidung und ausreichend Mineralwasser. Und obgleich diese paar Dinge nur dem ganz alltäglichen Gebrauch dienen, sind sie doch vage Indizien für den allgemeinen Charakter einer Leseperiode an der „Siefersheimer Vulkankante“. In diesem Jahr waren zweifelsohne Gummistiefel, wetterfeste Kleidung und ein „Regenschirm“ die allergebräuchlisten Gegenstände zum Bewältigen des Herbstes.“ So umschreibt Daniel humorvoll die Ausgangssituation gegenüber dem Vorjahr.

Dabei zeichnete der Jahrgangsverlauf ein ganz anderes Wetter als man vermuten würde. Zu Jahresbeginn herrschten milde Temperaturen, die in Richtung Austrieb stetig zunahmen, wie es auch 2018 der Fall war. Anders als hier, geriert die Periode vom Mai bis Ende Juni deutlicher kühler. Zum Sommer hin herrschten, wie wir alle am eigenen Leib erfuhren, stellenweise immer wieder Hitzeperioden. Dies führte zu einer Verrieselung, keine qualitative, aber immerhin einer quantitativen Einbuße. Dies erübrigte eine grüne Lese, also das bewusste Herunterschneiden von Trauben zur Ertragsreduzierung, weitestgehend und Daniel Wagner, Oliver Müller und dem Team war klar, dass 2019 weniger Wein gelesen werden könnte. Doch Daniel merkt an: „Aber abgesehen von diesen Blessuren überstanden die Weinberge das hochsommerliche Wetter erstaunlich gut. Auch bezüglich der Niederschläge war Siefersheim dieses Jahr auf der glücklichen Seite. Keine Trockenschäden, keine schwerwiegenden Stresssituationen, und auch sonst blieben wir von den üblichen Kapriolen wie Hagelschlägen und Wespenfraß weitestgehend verschont. Anfang September warteten teils mustergültige Parzellen auf ihren letzten Reifeschub und die finale Aromenausprägung in den kühlen Oktobernächten.“ So war es mehr der Regen währen der Leseperiode, der das Team vor großen Aufwand stellte.

„Das „Glück im Unglück“ waren die teils kräftigen Winde und die tiefen Temperaturen, die diese Periode begleiteten. Handlese war der Schlüssel zum Erfolg. Immer wieder mussten einzelne Weinberge vorgelesen werden, musste akribisch selektiert werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die kurzen Wege, die schnellen logistischen Abläufe, eine perfekt eingespielte Lesemannschaft mit jahrlanger Erfahrung und nicht zuletzt ein großes Maß an mentaler Stärke und physischem Durchhaltevermögen haben uns diesen Herbst mit vielfach großartigen Ergebnissen bewältigen lassen. In den letzten vier Tagen bis zum 14. Oktober kehrte final sogar das sonnenwarme und trockene Wetter zurück, und wir konnten insbesondere innerhalb dieses kurzen Zeitfensters eine Vielzahl unserer besten Parzellen in den Keller holen.“ Fast schon andächtig ob der Naturgewalten fasst er zusammen:

„Solche Jahrgänge wie 2019 führen auch uns selbst immer wieder vor Augen, wie entscheidend das handwerkliche Arbeiten im Weinberg sein kann. Die Handlese erscheint angesichts immer besser werdender Maschinen und Mechanisierung zuweilen wie ein Relikt aus früheren Jahrhunderten. Aber in diesem Jahr musste jeder, der keine Kompromisse bei der Qualität in Kauf nehmen wollte, wieder die Schere und den Eimer in die Hand nehmen.

Stilistisch wird es anders als im Vorjahr. Feiner und schlanker, mit größerem Spannungsbogen und mehr salzigem Nachhall. Vor allem physiologisch hat die lange Ausreifung bis weit in den Oktober mit vielen kalten Nächten zu absolut ausgereiften, saftigen Trauben geführt. Das hat sich taktil bei der Beere genauso bemerkbar gemacht wie später auch im Aromenbild der frischen Moste.“

Wir haben, wie vielerorts in Deutschland, Anfang März bei Wagner-Stempel eine bärenstarke Kollektion probiert, deren Fokus und Feinschliff die Stärken des Betriebes betont. Jahrgänge wie 2019 zeigen uns auch, dass gerade in der Welt des Weins nicht die homogenen und bilderbuchgemalten Jahrgangsverläufe die größten Edelsteine hervorbringen, sondern solche, in denen unter größten Anstrengungen und Herausforderungen entschieden wurde. Es sind die Jahrgänge, über die wir auch in vielen Jahren noch ehrfürchtig sprechen werden, die den Wein so von jedem anderen Genussmittel abheben und uns verdeutlichen, welch Kunstwerke die Natur hervorbringen kann. Ein solcher Jahrgang ist 2019 im Weingut Wagner-Stempel.

Voller Freude präsentieren wir Ihnen eine unserer absoluten Lieblingskollektionen des Jahrgangs 2019!

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