Poliziano - Montepulciano

Poliziano, ein klangvoller Name, der nicht nur die „Toskana-Fraktion“, sondern alle Liebhaber großartiger Weine gleichermaßen elektrisiert!

Poliziano

„Der Name Poliziano ist eine Hommage an den großen Humanisten und Dichter Angelo Ambrogini, der wegen seiner Herkunft aus Montepulciano auch Angelo Poliziano genannt wurde, und eine Huldigung seiner Wurzeln in der Toskana. Es ist ein Name, der eine wichtige Berufung widerspiegelt: Respekt für dieses Land, die Liebe zu seiner Geschichte und die Tradition mit Innovation zu verbinden.“ – Federico Carletti

Idyllisch gelegen auf der Kuppe eines rund 600 Meter hohen Hügels mit einer wunderschönen Aussicht, umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer, liegt der malerische Ort Montepulciano, von den Etruskern bereits im achten vorchristlichen(!) Jahrhundert gegründet. Auf jedem kleinen Platz und in jeder Gasse vermeint man den Atem der Geschichte zu spüren. Neben den städtebaulichen und natürlich auch landschaftlichen Attraktionen ist Montepulciano heute vor allem Musikfreunden aufgrund des Hans Werner Henze initiierten, lange schon weit über die Grenzen Italiens bekannten Sommerfestivals „Cantiere Internazionale d’Arte“ ein Begriff. Und, natürlich uns, Ihnen, liebe Kunden, und allen Weinliebhabern weltweit als Sehnsuchtsort und Wiege des berühmten „Vino Nobile di Montepulciano“ – gilt er doch Kennern als einer der besten Weine Italiens.

Montepulciano kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition des Weinbaus zurückblicken, die älteste urkundliche datiert bereits aus dem Jahre 789: Ein gewisser Geistlicher namens Arnipert bietet der Kirche San Silvestro in Lanciniano (möglicherweise auch dem Kloster San Salvatore) im Amiatagebiet ein mit Weinreben bepflanztes Stück Land am Castello di Policiano an. Ein weiteres Dokument vom 17. Oktober 1350 legt die Bedingungen für den offenbar schwunghaften Handel und die Ausfuhr eines in der Region Montepulciano hergestellten Weins fest. Deutlich jünger dagegen ist die Geschichte eines der Top-Weingüter dieser Appellation – Poliziano, ein klangvoller Name, der nicht nur die „Toskana-Fraktion“, sondern alle Liebhaber großartiger Weine gleichermaßen elektrisiert!

1961 kauft der aus Montepulciano stammende Dino Carletti im Umland seiner pittoresken Heimatstadt 22 Hektar Rebfläche und gründet die Azienda. Zu diesem Zeitpunkt konnte er natürlich nicht ahnen, dass der Vino Nobile di Montepulciano neben Chianti und Brunello di Montalcino nicht nur zum dritten großen Toskana-Klassiker avancieren würde. Auch nicht, dass sich das Weingut, mittlerweile unter der Leitung seines Sohnes und heutigen Eigentümers Federico, neben Boscarelli auch an der Qualitätsspitze der 1980 konstituierten DOCG „Vino Nobile di Montepulciano“ etabliert haben würde. Mit der Übernahme des Betriebs durch Federico, eines nach Vollkommenheit strebenden und vor Energie strotzenden Weinenthusiasten in eben jenem Jahr 1980, beginnt der kometenhafte Aufstieg der Azienda: Er modernisiert im Laufe der Jahre das Keller-Equipment, schafft zunächst Holzgärständer, später konische aus Edelstahl, französische Barriques und Tonneaux an, installiert umweltfreundliche Energiequellen, verfeinert die Ausbaumethoden der Weine, erhöht in den ältesten Weinbergen die Pflanzdichte auf 3.750 Stöcke, in den jüngeren, die intensiver gefärbte Trauben mit mehr Polyphenolen und Aromen hervorbringen, auf 6.250 Stöcke – alles unter dem Aspekt einer strikten Qualitätsoptimierung.

Entscheidenden Einfluss darauf hat dabei seine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Studienkollegen und Freund Carlo Ferrini, inzwischen einer der bekanntesten Önologen Italiens (unter anderem „Winemaker of the year“ im WINE SPECTATOR) und bis heute auf Poliziano als Berater tätig und einem der führenden Experten für toskanische Weine, Maurizio Castelli.

„Federico Carletti hat sich niemals auf seinen Lorbeeren ausgeruht - selbst dann nicht, wenn es anscheinend kaum noch etwas zu verbessern gab.“ – Gambero Rosso

Bei der Neuanlage von Weinbergen legen sie besonderen Wert auf Prugnolo Gentile, der lokalen Spielart des Sangiovese – und wichtigsten Rebsorte des Vino Nobile. Zu mindestens 70 % muss der „Nobile de Montepulciano“ laut DOCG-Statut daraus bestehen (bei Poliziano sind es etwa 85 %), der Rest darf aus regionalen und nicht ganz so regionalen Rebsorten (von A wie Abrusco bis V wie Vermentino Nero) sein, davon allerdings maximal 5 % weiß. Zum regionaltypischen Charakter des Vino Nobile trägt im Wesentlichen der Prugnolo Gentile bei, der neben dem klassischen Kirscharoma des Sangiovese auch zarte florale Noten wie etwa Veilchen offenbart.

Das Ergebnis all dieser Bemühungen sind durch die Bank weg fantastische Rotweine, die sich gleichermaßen durch Eleganz, Fruchtigkeit, verführerischen Duft, angenehme und animierende Säure, ein sehr gutes Tanningerüst, moderaten Holzeinsatz und hohes Reifepotenzial auszeichnen. Die herausragenden Gewächse von Poliziano sind Weine mit starker Identität, die das Terroir von Montepulciano (vulkanischer Ton, leicht felsig) ungemein nachvollziehbar und nachhaltig zum Ausdruck bringen. Es sind authentische Botschafter ihrer Region und weit über Italiens Grenzen hinaus bekannt, es sind (historisch inspirierte, vergleichsweise moderne) Klassiker mit Kultstatus, die unbeeindruckt von mehr oder weniger kurzlebigen Trends und modischen Kapriolen der Weinwelt für sich selbst stehen. Ganz folgerichtig hagelt es in der nationalen und internationalen Fachpresse Auszeichnungen, allein der GAMBERO ROSSO zeichnete die Weine von Poliziano bereits über zwanzigmal mit den begehrten tre bicchieri („drei Gläsern“) aus.

Legendär sind mittlerweile der „Asinone“ (der als „Selezione Vigna Asinone“ zum ersten Mal 1983 abgefüllt wurde) – einer der besten Vino Nobile di Montepulciano überhaupt – sowie die sehr dichte und attraktive Cuvée aus Merlot und Cabernet namens „Le Stanze del Poliziano“ (der Dichter lässt grüßen!), die mit ihrer Fülle und Kraft begeistert und einen extrem gelungenen Gegenpart zum Klassiker der Azienda darstellt.

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