La Quinta De Brunheda - Douro

Weinliebhaber kennen wohl dieses unbeschreibliche Gefühl, wie es mir erging, als ich erstmals die Spitzencuvée dieser Quinta, einen betörenden Tropfen, im Glase zu hatte, der mich seines höchst originären Charakters wegen irritierte und mich gleichzeitig aufgrund seiner sinnlichen Stilistik so fesselte, dass ich mich magisch in seinen Bann gezogen fühlte.

Die überwältigenden Aromen, die dem Glase entströmen, die Komplexität im Mund, die Dichte und Konzentration, gepaart mit einer anmutigen Eleganz und großen Finesse, die innere Harmonie des Weines, seine Feinheit und Subtilität, all das ist ein Geschmackserlebnis der ganz eigenen Art, der den Wunsch erweckt, förmlich in diesen Wein eintauchen zu wollen. Man ist fasziniert und beginnt in seinem olfaktorischen Gedächtnis zu forschen, woher dieser Wein wohl stammen möge. Die Gedanken kreisen, man sucht nach vergleichbaren Geschmackserlebnissen, spult sie vor seinem geistigen Auge ab, die großen Appellationen der Welt, denn ein solch erstklassiger Wein muss aus einer der bekannten Renommierregionen stammen – aber es will einfach nicht so recht passen.

Die komplexe Aromenfülle, da gibt es durchaus Assoziationen – berauschende Beerendüfte, die Anklänge an reife, schwarze Früchte, die perfekte Balance aller Komponenten, die zarten Vanillearomen, von neuen Barriques bester Tonneliers stammend – all das kennt man durch den Genuss so manchen großen Weines. Aber dieser Tropfen ist geschmacklich irgendwie anders, er verfügt über Aromen, die man nicht gewöhnt ist. Das müssen autochthone Rebsorten von einem großen Terroir sein und aus einer Region stammend, deren Weine man nicht jeden Tag genießt. Dann, ganz langsam, führt die so ur eigene Aromatik auf die richtige Fährte, dies kann nur ein portugiesischer Spitzenwein sein, eine perfekte Synthese von Extrakt, geschmeidig opulenter Frucht und wunderbarer Eleganz mit spezifischen Aromen, wie sie großen Gewächsen aus dem Dourotal zu eigen sind.

Am Rande des Tua, einem Nebenfluss des Douro – von hier kommt die noch sehr rare rote Spitzenklasse Portugals – liegt das alte Familiengut Brunheda, das sich binnen kürzester Zeit in die kleine Elite portugiesischer Spitzengüter hineinkatapultiert hat.
Die Region Douro, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, der als Duero in den spanischen Bergen weit oberhalb von Ribera del Duero entspringt und der in Nordportugal eine tiefe Schlucht in die dortige Bergwelt geschnitten hat, ist eine der ältesten (1756) gesetzlich festgelegten Weinbaugebiete der Welt und profitiert von ihren erstklassigen, aber auch extremen klimatischen Bedingungen (Schnee im Winter, häufig bis zu 45° Hitze im Sommer) ebenso wie von sehr alten autochthonen Rebstöcken auf einem großartigen Terroir, das mehrheitlich von Schieferterrassen geprägt ist. Galt diese weltberühmte Region bis vor einem Jahrzehnt eher als Synonym für Portwein, so produzieren mittlerweile in dieser privilegierten Zone eine Handvoll Spitzenwinzer trockene Rotweine von Weltformat.

Und bereits seit vielen Generationen bewirtschaftet die Familie Sequeira erstklassige Schieferlagen, die mit den edelsten der portugiesischen Rebsorten, insbesondere Touriga Nacional und Tinta Roriz (in Spanien Tempranillo genannt) bepflanzt sind. Lange Zeit belieferte man die besten Handelshäuser mit dem ausgewählten Traubenmaterial, dann beschloss man, das große Potential der erstklassigen Lagen selbst zu nutzen, um große, Rotweine zu produzieren.

Mit der Wahl des Önologen tat man einen ausgesprochenen Glücksgriff, es ist der gleiche, der früher Dirk Niepoort bei der Produktion seiner exzellenten Rotweine beraten hat. Späte, selektive Ernte vollreifen Lesegutes, vorsichtiger Transportdes kerngesunden Rebmaterials in die kühlen, bestens ausgestatteten Kelleranlagen, temperaturgesteuerte Vergärung und häufige Remontage zur Extraktion allerdings feinster Tannine und nur 8monatiger Ausbau in besten Barriques französischer Provenienz, damit das Holz die Struktur des Weines stützt, nicht aber die Frucht dominiert. Das Ergebnis sind Spitzenweine internationalen Formats ebenso wie spektakulär schöne Alltagsweine, allesamt originären Charakters und eine Demonstration der großen potentiellen Möglichkeiten des schlafenden Riesen im Westen der iberischen Halbinsel:
Kategorie Lieblingsweine!

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