Château L’Euzière - Pic Saint Loup

In der vom Tourismus noch weitgehend unberührten, zerklüfteten Berglandschaft in den Ausläufern der Cevennen liegt diese nördlichste aller Appellationen des Languedoc. Mir bietet diese einsame, malerisch schöne Landschaft um den alles überragenden, in klaren Mondscheinnächten fast mystisch anmutenden Felsriesen Pic Saint Loup jedes Mal eines der beeindruckendsten Erlebnisse auf meinen Einkaufsreisen in den Süden Frankreichs. Aber es ist nicht nur der Charme dieser reizvollen Gegend, dem die Besucher erliegen, es sind auch die in dieser privilegierten Appellation wachsenden Spitzenqualitäten mit ihrer so eigenen Stilistik.
Die ärmlichen, steinigen Kalk- und Lehmböden und die extremen Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen – es fehlt der mäßigende Einfluss des Mittelmeeres in dieser hochgelegenen nördlichen Region – führen zu Weinen mit edlen, tiefgründigen Tanninen, großer Finesse und Eleganz, einer spezifischen Frische und Kühle sowie einer beerigen Frucht mit einem faszinierenden Bukett.

Zu einer Handvoll erstklassiger Spitzenwinzer zählt seit ca. 5 Jahren eine bescheidene, zarte, feinsinnige, fast zerbrechlich wirkende Frau, Marcelle Cause. Doch mit welch großer Leidenschaft, mit fundiertem vinologischen Wissen und einem Hauch weiblicher Intuition leitet sie zusammen mit ihrem Bruder Michel bereits in der 4. Generation die Geschicke dieses am südöstlichen Rande der Appellation gelegenen Château L’Euzière, das in einem uralten, wunderschön renovierten Anwesen untergebracht ist und dessen Weinberge vorwiegend auf südöstlich ausgerichteten sanften Hügeln mit steinigen Böden unterschiedlicher Struktur eingebettet sind. Und es ist vor allem die traumhafte, syrahdominierte, im kaum merklichen Barrique ausgebaute Spitzencuvée „Les Escarboucles”, die uns so fasziniert und die für soviel Furore in der Fachpresse sorgt.

Als wir diesen tiefdunklen, dichten, weichen, ungeschönten und unfiltrierten Wein erstmals im Glase hatten, erinnerte er uns mit seiner kühlen Finesse (eine Folge der oben angesprochenen extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht) und seiner vom unterschiedlichen Terroir herrührenden Komplexität eher an ein großes Gewächs von der nördlichen Rhône als an einen Wein aus dem Languedoc.
Was für eine Winzerkunst ist notwendig, um einen solch eleganten Wein mit großer Fruchtfülle, Schmelz und Frische zu erzeugen, ohne den speziellen Charakter der Region zu verleugnen. Und bei den Geschwistern Cause ist in der Tat noch ursprüngliche Winzerkunst im besten Sinne gefragt, alles dem einen Ziel untergeordnet, den Weinen eine höchstmögliche Eleganz und Finesse zu verleihen. Manipulationen technischer oder sonstiger Art sind absolut ausgeschlossen; ja, Bruder oder Schwester schlafen während der Vergärung des Weines im Keller, da man die Temperaturentwicklung nicht mittels Thermostat steuern will, sondern nach menschlicher Intuition!
Der Ausbau derart traditionell und schonend vinifizierter Weine erfolgt dann in einer auch im heißen Sommer sehr kühlen, unterirdischen alten Zisterne, die heute als Barriquekeller dient und die über eine hohe Luftfeuchtigkeit verfügt.

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