Domaine Lacroix-Vanel

Jean-Pierre Vanel, ein früherer Gymnasiallehrer für die französische Sprache, hatte, welch Parallele zu meiner eigenen Lebensgeschichte, im 4. Lebensjahrzehnt der Schule Adieu gesagt und als Liebhaber einer guten Küche und exzellenter Weine am Mittelmeerhafen Sète ein eigenes Restaurant eröffnet, das er dann nach und nach in ein Weinbistro umwandelte.
Er bezog natürlich seine meisten Weine direkt von den besten Domainen aus dem Languedoc. Die unterschiedlichen Stile dieser authentischen Weine begeisterten. Sie animierten ihn dazu sich intellektuell mit der Entwicklung seiner Region auseinander zu setzen und ein kühner Plan begann in ihm zu reifen. Er verbrachte immer mehr Zeit bei den Winzern vor Ort, studierte akribisch ihre tägliche Arbeit im Weinberg und im Keller und entwickelte seine eigenen Vorstellungen.

Und dann begann er 1997 seinen neuen Lebenstraum umzusetzen: Er suchte und fand inmitten der extrem trockenen Garriguelandschaft in der Umgebung von Caux, einer Region mit der Hälfte der sonst im Languedoc üblichen Niederschlagsmengen, passende Weinberge (insgesamt 8 ha) auf sanften, südlich ausgerichteten Hügeln mit Reben im besten Alter zur Erzeugung wirklich großer Weine, ein karges, steiniges Terroir vulkanischen Ursprungs mit einer relativ dünnen Bodenschicht und einem felsartigen Untergrund, ideal geeignet, seine Philosophie umzusetzen.
Jean-Paul vinifiziert komplexe, extraktreiche, rassige Weine, „die nach Terroir riechen und schmecken”, mit einer kühlen Stilistik und einer raren Eleganz, mit hochfeinen, reifen Beerenaromen und viel Charme. Weine, die nicht für Blinddegustationen kreiert werden, sondern die zu allererst hohes Trinkvergnügen bereiten sollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, betreibt Jean-Pierre seine Weinbereitung mit konsequenter handwerklicher Arbeit: Naturnaher Anbau, strikte Mengenbegrenzung, Bodenpflege ohne Maschinen, extreme Blattwerksarbeit zur Erzielung reifen Traubenmaterials mit saftigen, seidenen Tanninen, selektive Ernte natürlich von Hand, eine eher reduktive Vinifikation, abhängig von den Bedingungen des Jahrgangs, Verzicht auf Barriques, um die vorzüglichen Gegebenheiten des Terroirs optimal zur Entfaltung zu bringen, schonende Vinifizierung unter noch immer nicht einfachen Bedingungen in den alten Kellern des Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Weingutes. Das sind die Grundsteine für zwei besondere Weine des Languedoc, die mit einem superben Preis-Genussverhältnis überzeugen und die das unverwechselbare Ergebnis von einem der interessantesten Newcomer dieser Region sind, dessen Weine nur einen Makel haben, ihre relativ kleinen Verfügbarkeit.
Und die Mengen will Jean-Pierre keinesfalls erhöhen, sondern seine gesamte Tatkraft in die qualitative Weiterentwicklung stecken, eine weise Entscheidung einer großen (Winzer-) Persönlichkeit, zu der wir diesem so sympathischen Menschen nur gratulieren können.

Jean-Paul ist von Beginn an ein kompromissloser Verteidiger des Terroirkonzeptes, das dem Languedoc in weiten Bereichen ob des immensen Booms der letzten Jahre abhanden zu kommen droht. Viele modisch-kellertechnisch ‚gemachte’ Barriqueweine, die mit großem Marketingaufwand hochgejubelt und in den Markt gedrückt werden müssen, legen beredtes Zeugnis für diese Tendenzen ab. Jean-Paul jedoch ist Fels in der Brandung wider diese Entwicklung. Seine Weine sind an Authentizität und Natürlichkeit nicht zu überbieten und eine Referenz für Frankreichs wilden Süden!

Heute präsentieren wir Ihnen den großen Jahrgang 03, aufgrund mikroklimatischer Besonderheiten Jean-Pierres besten bisher. Im heißen Sommer 03 profitierten seine Reben von ausreichendem Wasserreservoir im Boden infolge ergiebiger Regenfälle im voran gegangenen Winter und dreimal je einen Tag in größeren Abständen während des Sommers selbst; eigentlich eine Kuriosität, gehört doch die Region um Caux beständig zu den trockensten Gebieten des Languedoc.
Doch Fortune braucht schließlich selbst der tüchtigste Mensch!

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