Weingut Keller - Rheinhessen

2019 „Die Natur ist unser Boss“

Der liebe Gott steckt im Detail - oder: Wie es die Kellers schaffen, immer noch ein bisschen besser zu werden.

Weingut Keller
Foto: © Axel Nixdorf

Wie sich die Zeiten doch ändern. Waren es lange Jahre die berühmten Grand Cru des Burgunds oder die Namen der großen Châteaux des Bordelais, die die Schlagzeilen bestimmten, rückt immer mehr deutscher Wein in den Blickpunkt. Maßgeblichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung haben unsere Freunde aus Rheinhessen, Julia, Felix und Klaus Peter. Die weinbegeisterte Familie vom Weingut Keller aus dem beschaulichen Flörsheim-Dalsheim ist so etwas wie die Lokomotive einer Entwicklung, die den deutschen Wein wieder dorthin führt, wo er bereits vor über 100 Jahren einmal war – an die Spitze der großen Weine der Welt! „Die Weine der Kellers ziehen wie einen Magneten jeden an, der sich für Riesling begeistert“, schreibt begeistert Der Feinschmecker. Wie recht er damit hat!

Unbändige Liebe und Leidenschaft für ihr Handwerk, viel Gespür und Intuition, unstillbarer Wissendurst und das stetige Hinterfragen der eigenen Arbeit, und, natürlich, uralte Reben auf besten Grand Cru-Parzellen bilden die Grundlage, warum Julia, Felix und Klaus Peter Jahr für Jahr solch großartige Weine erzeugen, „die in einer eigenen Liga spielen!” (SPIEGEL) Und natürlich ist es für uns ein echtes Highlight, Ihnen, werte Kunden, in diesem Sondermailing den neuen brillanten Jahrgang des „Hohepriesters des Rieslings”, wie Klaus Peter einmal bezeichnet wurde, vorzustellen.

3 Generationen – 10 Grand Crus– UND: DIE NATU R IST DER BOSS

„Seit Julia und ich hier im Weingut sind, haben wir vielleicht 2 oder 3 Jahrgänge dieser Güte erlebt. Mich erinnert der 2019er momentan an eine hypothetische Vermählung der Jahre 2001 und 2004. Nobel in der Frucht, dicht im Körper, hoch im Extrakt, doch gleichzeitig mit wunderbarer Finesse und sehr präzisem Aufspiel. Leider haben wir deutlich weniger lesen können als im Jahrgang 2018. Das tut uns sehr leid, da einige Kunden wahrscheinlich leer ausgehen werden bei der Verteilung der 2019er-Weine. Aber die Natur ist nunmal unser Boss und wir können nur ernten und verarbeiten, was die Reben im Weinberg uns liefern. Die geringe Erntemenge das ist aber einer der Gründe für die ausgezeichnete Qualität des neuen Jahrgangs in ganz Deutschland - insofern schmerzen die Mengeneinbußen natürlich, aber wirklich traurig darüber kann ich nicht sein, wenn ich sehe, wie die 2019er Jungweine wie Diamanten im Glas funkeln. An diesen Weinen werden wir noch in vielen Jahren sehr viel Freude haben. Und es war die erste komplette Ernte zusammen mit Felix in Keller und Weinberg und es wird daher für Julia und mich immer ein ganz besonderer Jahrgang sein.”

Soweit Klaus Peters kurze Einschätzung des neuen Jahrgangs. Und in der Tat dürfen wir uns auf herausragende Weine freuen, die uns bei der Verkostung im Frühjahr diesen Jahres restlos begeistert haben. Auch die ersten Pressestimmen zeigen sich euphorisch:

Jancis Robinson sieht das Potenzial für einen herausragenden Jahrgang und ihre Chefverkosterin und Master of Wine, Julia Harding, kommt zu dem entwaffnend ehrlichen Fazit : „Keller 2019 makes your heart beat faster.“

MoselFineWines beschreibt den Jahrgang in der Spitze der besten Produzenten sogar als „episch“!

Und diese gute Nachricht vom großen Potenzial und den teilweise kleineren Erntemengen des Jahrgangs 2019 scheint bereits zu vielen Weinliebhabern durchgedrungen zu sein. Denn wohl selten zuvor haben wir bei Pinard de Picard soviel Voranfragen nach den Großen Gewächsen der besten deutschen Spitzenwinzer erhalten, so dass wir so früh wie noch nie unsere Subskriptionsphase begonnen haben, die, soviel können wir schon jetzt sagen, wahrscheinlich die erfolgreichste unserer Firmengeschichte werden wird. Und auch die Gutsund Ortsweine laufen „wie geschnitten Brot”, mit begeisterten Rückmeldungen unserer Kunden.

KELLER 2019: GÄNSEHAUTWEINE
Wie Sie wissen, arbeiten mittlerweile drei Keller-Generationen in Flörsheim-Dalsheim zusammen, und dies aktuell intensiver denn je, denn die beiden Söhne Felix und auch Max – normalerweise eigentlich durch ihr Studium eingespannt – verbringen den Großteil ihrer Zeit in Rheinhessen auf dem elterlichen Weingut. Dies ermöglicht einen intensiven Austausch, das Einbringen und Abwägen unterschiedlichster Ansätze, begleitet von der Neugier des Experimentierens und ständigen Hinterfragens, sorgt für eine Dynamik im Betrieb, die unserer Meinung nach in Deutschland einzigartig ist.

Mit dem Jahrgang 2019 gibt es viele Neuerungen. Und einige von Ihnen werden überrascht sein über unser diesjähriges Angebot. Es ist geprägt von der Philosophie des Weingut Kellers, die wir Ihnen gerne in Klaus Peter Kellers eigenen Worten näherbringen wollen: „Unsere oberste Maxime ist es, und dies wurde uns in den letzten Jahren immer mehr möglich, frei von allen Zwängen und nur der Natur untergeordnet zu arbeiten. Wir verspüren nicht mehr den Drang, jedes Jahr bestimmte Weine vinifizieren zu MÜSSEN, sondern genießen die Kreativität eines Kochs, der sich, frei über den Markt schlendernd, vom tagesfrischen Angebot inspirieren lässt. Auch der Wein ist ein Naturprodukt und unser Ansatz ist, in dem jeweiligen Jahrgang das bestmögliche aus der Traube herauszuholen und genau die Weine zu vinifizieren, die die Natur wachsen lässt.“ So beinhaltet die Kellerkiste in diesem Jahr erstmalig einen Neuzugang aus der VDP.Großen-Lage ‚Frauenberg‘, einen magischen Riesling, den bislang nur ganz wenige im Glas haben durften – wir sind stolz darauf, noch Anfang März im Weingut Keller die Möglichkeit gehabt zu haben, diesen Wein probieren zu können - der berühmte Ausspruch „Legend in the making“ scheint für einen Wein wie diesen erfunden worden zu sein! Und dann sind da noch zwei überragende Kabinette vom Roten Hang, aus dem Pettenthal und dem Hipping. Nach den sensationellen, rekordbrechenden Erfolgen der letztjährigen Versteigerung in Bad Kreuznach würde wohl jeder andere Winzer alles daran setzten, wieder ein trockenes Großes Gewächs aus dieser großartigen Lage zu erzeugen und es zu versteigern. Nicht so die Kellers.

Klaus Peter und Julia lieben Kabinett und setzen mit ihrer Philosophie, überzeugt davon, stets nur unter der Berücksichtigung der Natur große Weine erzeugen zu können, direkt im Weinberg an. „Derartig perfekte Trauben für einen Kabinett gibt es im Pettenthal womöglich nur einmal pro Dekade. Wie hätte ich mir hier in diesem Jahr diese einmalige Möglichkeit entgehen lassen können, nur um auf Teufel komm raus einen trockenen Riesling zu vinifizieren? Ich liebe große trockene Rieslinge – aber es muß 100%ig passen, und in diesem Jahr passte es eben optimal für Kabinett!”

Es gibt mittlerweile eine begeisterte Fangemeinde für diese sensationellen Weine, die mit ihrer sensationellen Präzision und schwebenden Transparenz nirgendwo auf der Welt ähnlich gut gelingen wie bei uns hier in Deutschland.

Als die englischen Royals sich einen Babywein für ihre Kinder George, Charlotte und Louis wünschen durften, war ihre Entscheidung schnell getroffen: Ein Kabinett von Keller muss es sein. Das ist zeitlose Trinkfreude pur mit einer Lagerfähigkeit über Generationen hinweg. Zum allerersten Mal wird es einen Kabinett aus Hipping und Pettenthal in der Kellerkiste geben. Den Freudeschrei der Kellerfans werden wir aus Saarwellingen bis hierher hören ;-), war es in den letzten Jahren doch nicht immer leicht, diese raren Pretiosen zu erhaschen.“ Patrick B. Bauer fasst diese Philosophie im Feinschmecker treffend zusammen:

„Es gibt bei den Kellers kein Schema F! Jedes Jahr aufs Neue werden die Arbeiten an die Bedingungen neu angepasst. Dabei gehen die Kellers vor wie Schachspieler, planen Dutzende Züge und Eventualitäten ein. Sie stellen weltweite Versuche an, haben ein Riesling-Projekt an der Südspitze von Kristiansand in Norwegen, um herauszufinden wie Reben sich verhalten, wenn die Sonne nicht genug scheint, um die Trauben perfekt ausreifen zu lassen. Nördlich von Madrid, auf der Hochebene von Segovia, haben sie damit experimentiert, wie man der dort heimischen Verdejo-Traube unter extremen Bedingungen mehr Frische und Eleganz entlockt. Steht ein kaltes Jahr an, nutzen sie die Erfahrungen aus Norwegen, in heißen Jahren mit geringem Niederschlag, wenden sie die Methoden aus dem Süden an, zum Beispiel die komplette Beschattung der Früchte.“

Es ist einer der vielen kleinen Schritte („Der liebe Gott steckt im Detail!“), welche das Weingut Keller nicht nur einzigartig machen, sondern es als Referenzpunkt bei vielen spannenden Fragen rund um das Thema Wein haben werden lassen. Im vergangenen Jahr berichteten der Spiegel über das Weingut Keller, die FAZ, die Süddeutsche Zeitung, und auch auf Arte konnte man sie im Fernsehen mitverfolgen (die hochspannende Dokumentation „Weinbau im Klimawandel“ möchten wir Ihnen nebenbei anempfehlen, sie ist in der ARD-Mediathek ‚hessenreporter‘ zu finden).

Das Weingut Keller hat als eines der ganz wenigen eine Bedeutung erlangt, die weit über die Grenzen der Weinwelt hinausgeht. Nicht nur die Branche berichtet, sondern nahezu alle relevanten Medien. Dies ist vielleicht der ultimative Ritterschlag für ein Weingut, so wie in der Welt der Literatur ein Schriftsteller in der Walhalla angekommen ist, wenn allein die Nennung seines Nachnamens ausreicht, um ihn für jedermann unverwechselbar zu machen.

Nach zahlreichen Verkostungen und regem Austausch mit unseren Winzern haben wir mittlerweile ein doch sehr gefestigtes Bild vom Jahrgang und wir freuen uns sehr, einen der ganz großen Jahrgänge anzukündigen. Kurzum lässt sich 2019 als ein Jahr beschreiben, welches viel kühler und präziser schmeckt, als es die analytischen Daten überraschenderweise erwarten lassen würden. Damit hebt es sich vom Vorjahr klar ab, obgleich ähnliche hohe Temperaturen den Sommer prägten. Das lohnt einen intensiveren Blick auf den Jahrgangsverlauf: Generell startete das Jahr in Rheinhessen relativ trocken. Die ausbleibende Winterfeuchte des Vorjahres zeichnete hierfür verantwortlich. Ein Winter mit wenig Wasser bedeutet auch eine langsamere Vegetation. Die Reben starteten ohne nennenswerte Powerreserve, hielten sich zunächst bedeckt. Dies hatte zur Folge, dass es vielerorts zu Verrieselung im Juni kam. Eine wichtiger Punkt, welcher bereits frühzeitig darauf hindeutete, dass 2019 kein Jahrgang mit hohen Erträgen werden würde. Die Kehrseite der Medaille: Wunderbar kleinbeerige Trauben durch diese natürliche Ertragsreduktion! Es waren dann die Niederschläge ab Mitte Juli und August, welche den Jahrgang laut Klaus Peter zum äußerst Positiven wendeten. Ähnlich wie 2013 und 2017 sorgte die späte Wasserzufuhr durch gute Niederschläge für eine ausgewogene Traubenheranreifung. „Die Reben können richtig Wasser ziehen, wenn Zucker ausgebildet werden soll.“ Durch kühle Nächte (ein wichtiger Faktor, den auch Cornelius Dönnhoff für die Prägnanz des Jahrgangs 2019 an der Nahe verantwortlich macht) blieb die Säure bestens erhalten. Daher betrachtet Klaus Peter das Jahr potenziell auch qualitativ auf Augenhöhe mit 2001 und 2004: „Es ist ein großer Jahrgang, auch wenn es wenig Wein gibt, weil alle Parameter stimmten.“

Für uns zeichnet sich 2019 vor allem dadurch aus, dass es eine fantastische Grundreife gibt, welche mit extraktreichen Weinen einhergeht, geprägt von niedrigen Erträgen, bei einer Fruchtintensität fernab jeglicher aromatischer Exotik eines wärmeren Jahrgangs. Es sind die gutintegrierten und prägnanten Säuren und die dagegenstehenden hohen Extrakte, welche eine traumhafte Balance bilden. Ja, dieser Jahrgang besitzt eine Textur und Aromenkombination, die wir bisher so noch nicht kannten. Sie geht auch einher mit der stetig wachsenden Erfahrungen der Winzer durch die Klimaveränderung. Schon seit einigen Jahren bemerken Winzer weltweit, dass sich grundlegende Prinzipien schleichend auflösen. Goldene Regeln, wie eine Lese der Pinot-Noir-Traube exakt 100 Tage nach der Blüte, verschieben sich und so manch andere Winzer-Weisheit verliert ihre Gültigkeit. Der Trend ist klar. Kämpften Winzer in den 70er Jahren noch um die Reife und ausreichend hohe Mostgewichte, waren stolz auf hohe Oechsle-Werte ihrer Trauben, so müssen mittlerweile im Weinberg neue Techniken angewandt werden, um die Reifung der Trauben zu verzögern, um deren volle aromatische Tiefe auszuschöpfen zu können und um Frische und Säure in den Weinen zu bewahren. Damals gab es in einer Dekade vielleicht zwei gute Jahrgänge, heute zählen wir in zehn Jahren mittlerweile höchstens noch zwei Jahre, die nur mittelmäßige Ergebnisse bringen, wenn überhaupt. Ein neues Bewusstsein hält Einzug bei den Winzern, mit den Klimaveränderungen umgehen zu müssen und zu können.

Dabei profitiert der deutsche Wein seit einigen Jahren gar von diesen Veränderungen und es kommt nicht von ungefähr, dass Große Gewächs aus Deutschland sowie trockene wie fruchtsüße Rieslinge heute auf keiner Weinkarte internationaler Spitzenrestaurants mehr fehlen dürfen. Deutscher Wein ist so gut wie nie zuvor! Diesem Thema widmete sich vergangenen Sommer auch die FAZ!

Was wir auch vom Jahrgang 2019 lernen ist eine Analogie, die uns in diesen Zeiten fast wie ein mahnender Ratschlag vorkommt: Nature is the boss!

Das Bedürfnis des Zusammenrückens, des Entschleunigens und der Respekt vor den Kräften der Natur ist größer denn je zuvor. Julia, Klaus Peter, Felix und das eingespielte Team um die Kellers sind sich diesen unbezwingbaren Kräften bestens bewusst. Sie haben inzwischen einen Erfahrungshorizont erreicht, der sie im frühsten Stadium die Begebenheiten des Jahrgangs erfühlen lässt. Und sie die richtigen Maßnahmen im Weinberg ergreifen lässt. Sie sind begeistert vom kompromisslosen Qualitätsanspruch, der grundlegenden Philosophie, sich den Jahrgangsbegebenheiten bestens anzupassen, auf diese einzugehen und anhand aller zugrundeliegenden Informationen und Erfahrungen eine jeweils neue Strategie zu entwickeln. Nicht die Asche der Tradition zu bewahren, sondern deren Feuer weiterzutragen. All das macht das Weingut Keller zum absoluten Weltklasse-Betrieb. Bereits seit 17 Jahrgängen verfolgen wir die märchenhafte Entwicklung der Kellers und alle Geschehnisse um die mittlerweile weltweit berühmte Familie aus Flörsheim-Dalsheim. Und wenn wir nach all den Jahren immer wieder aufs Neue voller Begeisterung und Spannung den Ausführungen Klaus Peters mit all seinen Ideen, wie mit dem neuen Jahrgang umgegangen wurde, lauschen, dabei alljährlich für uns neue Erkenntnisse gewinnen, mit Felix die nächste Generation beobachten, der bereits jetzt enorm viele Ideen, harte Arbeitskraft und große Visionen einbringt, blicken wir entspannt und voller Vorfreude auf die Zukunft. Mit der Gewissheit, dass das Weingut Keller auch in den nächsten Jahren eine führende Rolle in der Weinwelt einnehmen wird, komme, was da wolle.

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
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