Weingut Joh. Jos. Prüm – Wehlen Mosel

5 Traumben - VINUM Weinguide 2022

Prüm

„Glückwunsch an Katharina Prüm für diese erstaunlichen Weine.“ - VINUM Weinguide 2022

„Egal in welcher Stimmung man auch sein mag, die Welt schaut stets ein Stück besser aus mit einem Glas Prüm in der Hand.“ STEPHAN REINHARDT, „THE FINEST WINES OF GERMANY“

„Einen Prüm-Wein erkennt man mit geschlossenen Augen. Niemand an der Mosel beherrscht das fruchtige Register souveräner.“ – Gault&Millau Weinguide

„Die Regelmäßigkeit, mit der hier große Jahrgänge entstehen, ist schon beeindruckend.“VINUM Weinguide 2021

„Das Weingut Joh. Jos. Prüm ist eines der »Flaggschiffe« der deutschen Weinkultur, ein Ausnahmeweingut.“STUART PIGOTT

Man muss kein Weinakademiker sein, um an den Mosel- Klassikern des Hauses großen Gefallen zu finden. Und hier liegt vielleicht auch die Besonderheit der faszinierenden Weine verborgen! Ein Prüm bedarf keiner großen Erklärung für den Genuss. Das Spiel der zarten Frucht in den jungen Weinen verzaubert erfahrene Weinliebhaber wie Amateure gleichermaßen.

Das Weingut Joh. Jos. Prüm hat mit seinen fabelhaften Rieslingen über all die Jahrzehnte unüberschmeckbar Kurs gehalten, stand wie ein Fels in der Brandung auch in jenen Zeiten, als der deutsche Wein – infolge des Verlustes seiner traditionellen Handelsbeziehungen nach beiden Weltkriegen sowie aufgrund schwerwiegender hausgemachter Fehler in den 1960er- und 1970er-Jahren – tief in die Krise schlitterte. Törichte Moden in der Weinbereitung kamen und gingen: Der einzigartige traditionelle Stil der legendären Prüm’schen Weine aber hat alle Turbulenzen der Zeitläufte überdauert!

Das Weingut ist unauflöslich mit der Lage Wehlener Sonnenuhr verbunden, nicht von ungefähr ziert die Sonnenuhr das Prüm’sche Etikett. Da verwundert es nicht, dass die Weine aus dieser Lage – dem Anwesen direkt gegenüber – weltweit höchste Reputation genießen. Neben der Sonnenuhr besitzt das heute 24 Hektar große Weingut noch Lagen in Graach (Himmelreich), Zeltingen (Sonnenuhr) und Bernkastel (Badstube und Lay). Produziert werden ausschließlich Rieslinge in den klassischen Prädikatsstufen, vom Kabinett bis zur Trockenbeerenauslese, sofern es der Jahrgang zulässt. Ziert eine Goldkapsel den Wein, so kann man davon ausgehen, dass rosinierte, von Botrytis veredelte Trauben, im Wein verarbeitet sind. Was manche Weinfreunde an diesen Rieslingen in deren Jugend vielleicht als eigenwillig empfinden, ist eine von der Gärung mit wilden Hefen herrührende Note, die im Übrigen viele spontan vergorene Weine in ihrer Jugend aufweisen, die sie aber, wenn sie auf die Flasche kommen, zumeist schon verloren haben. Weil beim sanften Ausbaustil der Prüms allerdings die Entwicklung der „Babyweine“ zugunsten ihrer Lagerfähigkeit abgebremst wird, bleiben diese Töne hier wesentlich länger präsent, benötigen auch nach der Abfüllung oft viele Monate, bisweilen ein bis zwei Jahre Lagerung, bis sie ganz verschwinden. Das heißt, dass die Weine in dieser frühen Entwicklungsphase im Glas einfach ungeheuer viel Luft brauchen, um sich zu entfalten. Dieser ureigene Stil führt aber in der Konsequenz zu gigantisch langlebigen Weinen. Bisweilen schmecken noch 20 Jahre junge Kabinette oder Spätlesen wie ein sprudelnder, kristallklarer Gebirgsbach. Diese Rieslinge zeichnen sich durch eine schier unglaubliche Eleganz, nicht zwingend eine überbordende Komplexität aus. Eine vordergründig konzentrierte Aromenvielfalt in den Weinen, aus der man auf einen (wie auch immer gearteten) komplexen Wein schließen könnte, ist hier nicht vorhanden. Die Rieslinge leben vielmehr von ihrer wunderschönen Balance und Frische, die sie auch nach Jahrzehnten der Reife beibehalten sowie ihrem ungeheuren Trinkfluss. Selbst die Auslesen wirken sehr klar und auch in wärmeren Jahren nicht überreif oder üppig. Die Kabinette gehören zu den „kabinettigsten“, wenn man denn überhaupt von einem typischen Kabinett-Stil sprechen kann, und auch die Spätlesen besitzen eher einen feinen, herben Charakter bei intensiverem Aroma, statt lediglich etwas dicker als ein Kabinett daherzukommen. All diese Facetten prägen den Hausstil seit Jahrzehnten und sind Zeugnis großer Winzerkunst. Joh. Jos Prüm ist ein Weinhaus, bei dem die Tradition gesiegt hat. Gerade in den letzten Jahren erleben die im Alkohol leichtfüßigen Weine wieder eine Renaissance. Weine, die für kühles Klima stehen. Weine, die so nur an der Mosel haben entstehen können: weingewordenes Zeugnis ihrer Herkunft.

DER JAHRGANG 2020
Im Zuge der klimatischen Veränderungen geht jeder von uns mit offeneren Augen durch die Welt. Man muss daher nicht unbedingt auf die Weinregionen schauen, um zu sehen, dass der Jahrgang 2021 sich völlig vom etwas verbrüdert scheinenden Trio der letzten Jahre unterscheidet. Das Mantra vom warmen und trockenen Jahrgang wird sich für 2021 nicht aufsagen lassen, sehr langsam reifende Trauben, Hagel und Regenkapriolen deuten sich aktuell an. Doch wollen wir heute auf den aktuellen Jahrgang im Hause Joh. Jos. Prüm zurückschauen, der pünktlich zum Herbst 2021 in aller Geduld freigegeben wurde. 2020 hebt sich trotz gar nicht so unterschiedlicher Verläufe von 2019 und 2018 ab. Es war ein sonnenreiches, eher trockenes Jahr. Ordentliche Regenschauer vom Winter sorgten für gute Wasserreserven. Die Blüte setzte schon früh im April ein, wurde über einen warmen Sommer getragen – 2020 bot die meisten Sonnenstunden, mehr denn je zuvor in der Gutsgeschichte. Dafür erreichte es nicht die absoluten Hitzespitzen des Vorjahres, hatte weniger warme Sommertage als 2018. Anders als im konzentrierten 2019er, lieferte 2020 kerngesundes Traubenmaterial mit etwas höheren Erträgen. So beschreibt Katharina Prüm 2020 denn auch nicht als Botrytis-Jahrgang. Dass jene Leichtigkeit dem ohnehin tänzelnden und feinen Stil der Prüm’schen Rieslinge ohnehin zusagt, kann jeder Liebhaber des Weinguts bestätigen. Es ist wohl auch den Regenschauern im Juni zu verdanken, die den Trauben über den warmen Sommer hinweghalfen, ihnen weitere Reserven ermöglichten. Anders können wir uns die Vitalität und Finesse der 2020er-Kollektion kaum erklären. Am 17. September fuhr das Team des Weinguts Joh. Jos. Prüm die ersten Trauben ein, bestens gereifte aber nicht zu fruchtintensive Kabinett-Träubchen. Als die Temperaturen im Oktober bedeutsam fielen, die Trauben am Stock ohne Grauschimmelfäule weiter reiften, wurden bis zum 21. Oktober nochmals einige der schönsten Partien der Wehlener Sonnenuhr gelesen. Sie ergaben eine Goldkapsel-Auslese, die zu den komplexesten der letzten Dekade zählen dürfte und nebenbei ganz frisch im Vinum Weinguide 2022 zur besten Auslese gekürt wurde! Dass dieses Jahr leider erneut kein Eiswein eingefahren werden konnte, ist ein kleiner Wermutstropfen, mit dem wir gut leben können. Bei derartig feinen Kabinetten, Spätlesen und unvergesslichen Auslesen kann man getrost von einer grandiosen Kollektion sprechen, die für uns eindeutig zu den ausgewogensten der gesamten Mosel zählt. Ob die größten Weine dieses Jahr bevorzugt, wie im Vorjahr, aus der Wehlener Sonnenuhr stammen (die Sonnenuhr ist Manfred Prüms große Liebe, so wie für Helmut Dönnhoff die Hermannshöhle), können wir nach unserer Verkostung in der Uferallee gar nicht so eindeutig bejahen. Klar ist: Die Sonnenuhr besitzt eine enorme Tiefe und Finesse, deren Reifepotenzial oftmals jene des Himmelreichs überragen kann. Doch die brillante Säurestruktur und puristische und doch auch höchst attraktiv ungehobelt-stürmische Art der Graacher Paradelage besitzt nicht weniger Reiz. Für uns gibt es kaum ein Weingut, bei dem der Jahrgang an so sekundärer Stelle steht. Wer einen Prüm-Riesling im Glas hat, trinkt einen wunderbaren Wein. Doch ist mit der diesjährigen Kollektion eines gewiss: 2020 liefert einige Klassiker!

Wir wünschen Ihnen, werte Kunden, viel Freude mit den überirdisch schönen 2020ern von der wohl bekanntesten Adresse an der Mosel, der Uferallee 19. Rieslinge von unfassbar betörenden Spiel und graziler Leichtigkeit getragen werden. „J. J.s“ emotional berührende Weinunikate sind von einer singulären, schwebenden Duftigkeit, tänzerischem Ausdruck auf der Zunge und von unvergleichlicher Transparenz!

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
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66793 Saarwellingen / Campus Nobel
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