Weingut Stefan Müller

2020: „Ein Kabinett-Jahrgang“ – Stefan Müller

Weingut Stefan Müller

„Ein junger Produzent, den es zu beobachten gilt.“ – Stephan Reinhardt (WINE ADVOCATE)

„Stefan Müller geht stilistisch keinen Deut von seinem bisher beschrittenen Weg ab. Warum sollte er auch irgendetwas ändern? Ein Jahr ums andere präsentiert er uns Weine von höchster Güte in allen Kategorien und ist ein Garant für sichere Kaufempfehlungen geworden.“ – VINUM Weinguide 2021

„Stefan Müller ist unsere Entdeckung des Jahres – und unsere Wette auf die Zukunft: Die Lernkurve dieses jungen Winzers ist so steil, das weist den Weg von Gut zu Groß.“ – Gault&Millau Weinguide 2018

„Mit der Präzision eines Uhrwerkes bewältigt Stefan Müller Jahrgang für Jahrgang…Das gesamte Sortiment weist keine Schwächen auf, ist ausnahmslos hoch empfehlenswert und äußerst preiswürdig.“ – VINUM Weinguide 2020

„Dem zehn Hektar großen, in dritter Generation geführten Gut prognostizieren wir eine glänzende Zukunft“ – VINUM Weinguide 2020

„Noch gar nicht so lange am Ruder, entwickelt sich Stefan Müller immer mehr zu einem Protagonisten des klassischen Saarweines. Seine Rieslinge aus den Krettnacher und Niedermenniger Lagen sind von einer strahlenden Klarheit und Transparenz, die beispielhaft sind.“ – VINUM Weinguide 2019

„Die Rieslinge sind 100 Prozent Saar, die Terroirs drücken sich selbstbewusst aus, alle Weine haben Druck, Stoff und Charakter.“ – Gault&Millau Weinguide 2018

Unserer Meinung nach herrscht momentan vielleicht nirgendwo ein derartiger Drive und eine solche Aufbruchsstimmung wie an der Saar. Der stille Nebenfluss der Mosel hat sich in den vergangenen Jahren zum echten Hotspot einer jungen Winzergeneration entwickelt. Kein Wunder, denn die Saar verkörpert als eine der kühlsten Regionen mit spätausreifenden Rieslingen, einen kühlen und präzisen, dabei im Alkohol niedrigen Stil, wie er auf der ganzen Welt geschätzt wird, allerdings nur in wenig anderen Weinregionen ähnlich vinifiziert werden kann. Und dann ist da der Schiefer, das in Kombination mit der Rebsorte Riesling perfekte Terroir, um die Lagenunterschiede und Kleinklimata perfekt herauszuarbeiten.

Die Saar hat eine der größten Weinbauhistorien Deutschlands. Das erkannte schon Roman Niewodniczanski, der mit seinem Weingut Van Volxem als Pionier die Saar wieder auferstehen ließ, ganz wie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fall war, als Rieslinge von der Saar weitaus höhere Preise erzielten als die Spitzengewächse der Bordelaiser Chateaux wie Mouton-Rothschild, Margaux und Co. In Anbetracht der Klimaveränderungen, von denen deutsche Weine besonders profitieren – man muss dabei bedenken, dass noch bis in die 1980er-Jahre Winzer hierzulande überwiegend damit kämpften, dass ihre Trauben nicht reif genug wurden – steht die Saar heute als eine der attraktivsten Weinbauregionen Deutschlands da. Und ist dabei in den Fokus aufmerksamer Weinliebhaber gerückt, die sich von der dortigen Aufbruchsstimmung anstecken lassen und das enorme Potenzial der Region für sich entdeckt haben.

Einer der heißesten Kandidaten ist Stefan Müller aus Konz-Krettnach. Der 32-jährige sorgte erstmals 2017 für große Aufmerksamkeit, als der Gault&Millau ihn als „Entdeckung des Jahres 2018“ auszeichnete. Dabei existiert das Weingut erst in dritter Generation! Stefan Müller absolvierte eine Ausbildung als Weinbautechniker, so wie etwa auch Cornelius Dönnhoff. Er ist ein Pragmatiker und Handwerker, der intuitiv agiert. Er weiß, welch großartige und noch erschwingliche Lagen an der Saar und insbesondere im Konzer Becken zu finden sind: „Wo immer er kann, tauscht er außerdem flache Lagen gegen steile Parzellen aus.“ (Gault&Millau)

Noch vor 15 bis 20 Jahren befand man sich hier an der geografischen und klimatischen Grenze des Weinbaus. Viele Winzer gaben ihren Beruf auf oder stellten auf Nebenerwerb um. Denn Regen, Feuchtigkeit und mangelnde Reife beeinträchtigten die Ernten, die erzielten Traubenpreise wogen die Arbeitskosten kaum auf. Diese Situation ermöglichte es Stefan, den Betrieb auf 10,5 Hektar aufzustocken. Heute besitzt er exzellente, überwiegend alte Reben in einigen der besten Lagen der Saar, wie etwa dem Krettnacher Euchariusberg und Niedermenniger Herrenberg. Zudem nennt er noch Parzellen im Krettnacher Altenberg und Niedermenniger Sonnenberg sein Eigen.

Seine präzisen und höchst animierenden Rieslinge, die zudem extrem erschwinglich sind, haben uns neugierig gemacht – und nach der Verkostung des neuen Jahrgangs waren wir seinerzeit begeistert und Sie, liebe Kunden, haben Stefans Weine auch sofort ins Herz geschlossen! Zumindest konnten wir nach nur wenigen Monaten keine einzige Flasche mehr anbieten, denn Stefan war komplett ausverkauft!

Der Jahrgang 2020
Wir haben mit großer Freude die 2020er-Kollektion, die seit Anfang April „ganz frisch“ in unserem Lager eingetroffen ist. „Der Jahrgang 2020 hat mega Spaß gemacht!“ so Stefan Müller. Eine Aussage, die wir über diesen Jahrgang 2020 so (oder zumindest ähnlich) auch andernorts gehört haben. Denn die Lese gestaltete sich in vielen Regionen entspannt, nicht zuletzt auch an der Saar: „Im Weinberg sah immer alles perfekt aus, wir hatten das ganze Jahr über Zeit, uns um die Weinberge zu kümmern. Dank meiner Eltern, Johanna und unserem Lehrling, konnten wir uns intensiv den Parzellen widmen.“ Wichtig war allerdings den Lesezeitpunkt perfekt einzuschätzen, denn trotz Lesebeginn am 14. September, regnete es eine Woche später ordentlich, was die Säurewerte in vielen Lagen zu niedrig für Kabinette und Spätlesen ausfallen ließ. Doch war da bereits das Gros der Ernte unter Dach und Fach! „Einige Randlagen konnten wir noch später lesen, da haben wir weiterhin enorm brillante Kabinette eingefahren. Wichtig war, dass man sich zuerst ganz gezielt auf die frühreifenden Lagen konzentriert hat.“ Ein Muster, das wir bei vielen Winzern beobachtet haben: Sie lesen ihre Spitzenlagen zuerst, lassen die Basis bis zum Ende der Ernte hängen. Auch bei neuen Parzellen, die Stefan im Auge hat (und davon gibt es im Saar-Seitental extrem viele!), achtet der Winzer primär auf den Bestand alter Reben und die besten Schieferlagen. Außerdem interessant: „2020 war ein Kabinett-Jahrgang.“ – was uns natürlich entzückt, da Stefan Müllers Stärke doch gerade die feinherben Prädikate sind, was ihm an der Saar so brillant wie nur Wenigen gelingt. Einziger Wermutstropfen: Es gibt kaum Auslesen! Eine Nachricht, die wir angesichts der Phalanx an herausragenden Kabinetten und feinherben Rieslingen ganz gut verschmerzen können.

Federführende Stilistik und traditionelle Arbeitsweise
Stefan Müllers Weine besitzen eine Stilistik, die ganz unserem Idealbild entspricht. Feine Rieslinge, die sich durch Frische und Leichtigkeit auszeichnen, Eleganz und Lagentypizität besitzen. Stefan sucht keine Überreife, sondern klassische Mostgewichte und Finesse im Wein. Keiner anderen Rebsorte stehen diese Eigenschaften derart gut zu Gesicht wie dem Riesling. Seine Stilistik ist auch Ausdruck des guten Terroirs. Das Konzer Tälchen ist seit rund 2000 Jahren vom Weinbau geprägt. Das außergewöhnliche Klima und die Bodenverhältnisse, überwiegend Blau- und Rotschiefer sowie der Diabas, ein basisches Gestein, prägen die steile Reblandschaft, die von der Saar klimatisch beeinflusst wird.

Um aus dem Riesling den vollen Terroircharakter herauszukitzeln, verzichtet Stefan auf synthetische Dünger und Herbizide. Seine Reben stärkt und behandelt er mit natürlichen Präparaten wie Ackerschachtelhalm oder Orangenöl, so wie es auch bei biologischer Bewirtschaftung praktiziert wird. Er setzt den Fokus auf eine starke Ertragseinschränkung, um aromatische Tiefe zu erzielen. Dieser Weg ist durch die überwiegend alten Reben bereits natürlich angelegt. Im Keller presst er die ganzen Trauben direkt ab, verzichtet auf Maischestandzeiten, um die Frische zu erhalten. Die spontanvergorenen Weine baut er dann überwiegend im großen Holz aus. Dabei musste er diese erst wieder mühsam nach und nach erwerben, denn sein Vater hatte die alten Fuderfässer aus seinem Keller verbannt und durch Stahltanks ersetzt. Auch beim Schwefel übt sich der Jungwinzer in Zurückhaltung. So fügt er diesen seinen Weinen nur mit Bedacht zu und stoppt die Gärung der fruchtsüßen Weine lediglich durch Herunterkühlen. Hier kommt dann wieder der Techniker zum Vorschein. Stefan ist zwar auch ein „Wein-Philosoph“ durch und durch, weiß aber eben auch, wie man Theorien und Überzeugungen in die Praxis umsetzt. Hier hat einfach alles Hand und Fuß, hier passt alles, ganz so wie bei einem etablierten Traditionsbetrieb.

Als Weinliebhaber sollte man Stefan Müller dringend „auf dem Schirm haben“, und es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt, um sich mit seinen Weinen vertraut zu machen, als jetzt. Das sieht auch der Gault&Millau so, der ganz unmissverständlich verkündet: „Stefan Müller ist unsere Entdeckung des Jahres – und unsere Wette auf die Zukunft: Die Lernkurve dieses jungen Winzers ist so steil, das weist den Weg von Gut zu Groß.“

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen