Weingut Stefan Müller

Charakterweine von der Saar

Weingut Stefan Müller

Entdeckung des Jahres 2018 – Gault & Millau

„In der Spitze wird 2019 episch sein, möglicherweise eine noch feinere Version von 2001.“ – Moselfinewines über den Jahrgang an der Mosel

„Ein junger Produzent, den es zu beobachten gilt.“ – Stephan Reinhardt (Parker)

„Stefan Müller ist unsere Entdeckung des Jahres – und unsere Wette auf die Zukunft: Die Lernkurve dieses jungen Winzers ist so steil, das weist den Weg von Gut zu Groß.“ – Gault & Millau Weinguide 2018

„Mit der Präzision eines Uhrwerkes bewältigt Stefan Müller Jahrgang für Jahrgang…Das gesamte Sortiment weist keine Schwächen auf, ist ausnahmslos hoch empfehlenswert und äußerst preiswürdig.“ – Vinum Weinguide 2020

„Dem zehn Hektar großen, in dritter Generation geführten Gut prognostizieren wir eine glänzende Zukunft“ – Vinum Weinguide 2020

„Noch gar nicht so lange am Ruder, entwickelt sich Stefan Müller immer mehr zu einem Protagonisten des klassischen Saarweines. Seine Rieslinge aus den Krettnacher und Niedermenniger Lagen sind von einer strahlenden Klarheit und Transparenz, die beispielhaft sind.“ – Vinum Weinguide 2019

„Die Rieslinge sind 100 Prozent Saar, die Terroirs drücken sich selbstbewusst aus, alle Weine haben Druck, Stoff und Charakter.“ – Gault & Millau Weinguide 2018

Unserer Meinung nach herrscht aktuell vielleicht nirgendwo ein derartiger Drive und eine solche Aufbruchsstimmung wie an der Saar. Der stille Nebenfluss der Mosel hat sich in den vergangenen Jahren zum echten Hotspot einer jungen Winzergeneration etabliert. Kein Wunder, denn die Saar verkörpert als eine der kühlsten Regionen mit spätausreifenden Rieslingen einen kühlen und präzisen, dabei im Alkohol niedrigen Stil, wie er auf der ganzen Welt von vielen Weinliebhabern geschätzt wird, allerdings nur in wenig anderen Weinregionen ähnlich vinifiziert werden kann. Und dann ist da der Schiefer, das in Kombination mit der Rebsorte Riesling perfekte Terroir, um die Lagenunterschiede und Kleinklimata perfekt herauszuarbeiten.

Die Saar hat eine der größten Weinbauhistorien Deutschlands. Das erkannte schon Roman Niewodniczanski, der mit seinem Weingut Van Volxem als Pionier die Saar wieder auferstehen lies, ganz wie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fall war, als Rieslinge von der Saar weitaus höhere Preise erzielten als Bordelaiser Spitzenchateaux wie Mouton- Rothschild, Margaux und Co. In Anbetracht der Klimaveränderungen, von denen deutsche Weine besonders profitieren – man muss dabei bedenken, dass noch bis in die 1980er Jahre Winzer hierzulande überwiegend damit kämpften, dass ihre Trauben überhaupt reif genug wurden zur Traubenproduktion – steht die Saar heute als eine der attraktivsten Weinbauregionen Deutschlands da. Die Saar ist in den Fokus aufmerksamer Weinliebhaber gerückt, die ebenfalls das Potenzial und die Aufbruchstimmung der Region für sich entdeckt haben.

Einer der heißesten Kandidaten ist Stefan Müller aus Konz-Krettnach. Der 31-jährige sorgte erstmals 2017 für große Aufmerksamkeit, als der Gault & Millau ihn als „Entdeckung des Jahres 2018“ auszeichnete. Dabei existiert das Weingut erst in dritter Generation! Stefan Müller absolvierte eine Ausbildung als Weinbautechniker, so wie beispielsweise Cornelius Dönnhoff. Er ist ein Pragmatiker und Handwerker, der intuitiv weiß, wie er zu agieren hat. Er weiß, welch großartige und noch erschwingliche Lagen an der Saar und insbesondere im Konzer Becken zu finden sind. So schreibt der Gault Millau über ihn: „Wo immer er kann, tauscht er außerdem flache Lagen gegen steile Parzellen aus.“

Noch vor 15 bis 20 Jahren befand man sich hier an der geographischen und klimatischen Grenze des Weinbaus. Viele Winzer gaben den Weinbau auf oder stellten auf Nebenerwerb um. Denn Regen, Feuchtigkeit und mangelnde Reife beeinträchtigten die Ernten, die erzielbaren Traubenpreise wogen die Arbeitskosten kaum auf. Diese Situation ermöglichte es Stefan, den Betrieb auf 10,5 Hektar aufzustocken. Heute besitzt er exzellente, überwiegend alte Reben in einigen der besten Lagen der Saar, wie etwa dem Krettnacher Euchariusberg und Niedermenniger Herrenberg. Zudem nennt er noch Parzellen im Krettnacher Altenberg und Niedermenniger Sonnenberg sein eigen.

Seine präzisen und höchst animierenden Rieslinge, die zudem extrem erschwinglich sind, haben uns neugierig gemacht, nach der Verkostung des neuen Jahrgangs waren wir begeistert und Sie, werte Kunden, haben Stefans Weine direkt ins Herz geschlossen, so sehr, dass wir nach wenigen Monaten keine einzige Flasche mehr anbieten konnten, denn Stefan war ausverkauft!

Frisch eingetroffen ist nun der messerscharfe und höchst langlebige Jahrgang 2019, über den Stefan Müller selbst berichtet: „Das vergangene Jahr sorgte für einen spannenden Vegetationsverlauf: Zunächst recht unspektakulär, doch dann hat uns auch der 2019er Jahrgang etwas gefordert. Anfang Mai wurden wir wieder einmal vom Spätfrost heimgesucht. Im ersten Moment, mit nur -1°C, waren wir eher unbesorgt, aber die tatsächlichen Folgen, auf Grund der Feuchtigkeit in Kombination mit der Kälte, waren verheerend. Einige Weinberge kamen gut davon, andere weniger. Gut 40% der Ernte gingen verloren. Saar, Ruwer und Teile der Mittelmosel waren stark betroffen. Im weiteren Verlauf des Jahres wurden wir allerdings durch tolles Wetter versöhnt. Viel Sonne und später sogar Trockenheit, aber der größte Teil unserer Reben konnte die Trockenheit erstaunlich gut ausgleichen. Durch den vorrangegangen Frost kam es quasi zu einer natürlichen Regulierung und der Wasserbedarf ist bei niedrigem Ertrag bedeutend geringer als bei einem ertragsstarken Jahr. Der Regen, der uns vorher fehlte, begleitete uns dann fast durch den gesamten Herbst. Aber alle Mühen haben sich gelohnt.“

Stefan Müller zählt zu jenen Winzern, deren Weine eine Stilistik besitzen, die ganz unserem Idealbild entspricht. Feine Weine, die sich durch Frische und Leichtigkeit auszeichnen, Eleganz und Lagentypizität besitzen. Stefan sucht keine Überreife, sondern klassische Mostgewichte und Leichtigkeit im Wein. Keiner anderen Rebsorte stehen diese Eigenschaften derartig gut wie dem Riesling. Seine Stilistik ist auch Ausdruck des guten Terroirs. Das Konzer Tälchen ist seit rund 2000 Jahren vom Weinbau geprägt. Das außergewöhnliche Klima und die Bodenverhältnisse, überwiegend Blau- und Rotschiefer sowie der Diabas, ein basisches Gestein, prägen die steile Reblandschaft, die von der Saar klimatisch beeinflusst wird.

Um aus dem Riesling den vollen Terroircharakter herauszukitzeln, verzichtet Stefan auf synthetische Dünger und Herbizide. Seine Reben stärkt und behandelt er mit natürlichen Präparaten wie Ackerschachtelhalm oder Orangenöl, so wie es auch bei biologischer Bewirtschaftung praktiziert wird. Er setzt den Fokus auf eine starke Ertragseinschränkung, um aromatische Tiefe zu erzielen. Dieser Weg ist durch die überwiegend alten Reben bereits natürlich angelegt. Im Keller presst er die ganzen Trauben direkt ab, verzichtet auf Maischestandzeiten, um die Frische zu erhalten. Die spontanvergorenen Weine baut er dann überwiegend im großen Holz aus. Dabei musste er diese erst wieder mühsam nach und nach erwerben, denn sein Vater verdammte die alten Fuderfässer aus seinem Keller und setzte auf Stahltanks. Auch beim Schwefel übt sich der Jungwinzer in Zurückhaltung. So fügt er diesen seinen Weinen nur sehr bedacht zu und stoppt die Gärung der fruchtsüßen Weine lediglich durch Herunterkühlen. Hier kommt dann wieder der Techniker zum Vorschein, der durch und durch zwar auch Wein-Philosoph ist, nur eben auch weiß, wie er seine Theorien praktisch umzusetzen hat. Man merkt bei Stefan Müller einfach, dass alles Hand und Fuß hat. Hier passt einfach alles, wie bei einem etablierten Traditionsbetrieb. Stefan Müller ist jemand, den jeder Weinliebhaber auf dem Schirm haben sollte und es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um sich mit seinen Weinen vertraut zu machen als jetzt. Das sieht auch der Gault Millau so, der eine unmissverständliche Botschaft verkündet: „Stefan Müller ist unsere Entdeckung des Jahres – und unsere Wette auf die Zukunft: Die Lernkurve dieses jungen Winzers ist so steil, das weist den Weg von Gut zu Groß.“

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen