Pithon-Paillé - Anjou

Jo Pithon: Ikone und Netzwerker der Loire

Pithon-Paillé

„Pithon hat maßgeblich zur Wertschätzung der trockenen Weißweine des Loiretals sowie der weniger bekannten Appellation Anjou beigetragen, indem er hochwertigen trockenen Chenin Blanc in einer Region produzierte, die hauptsächlich für Süßweine bekannt war.“ – WINE SPECTATOR

Die Weine Jo Pithons haben mein Bild der Loire von der ersten Stunde an nachhaltig geprägt.“ – Markus Budai

Jede Weinbauregion hat ihre großen Vorbilder, Wegbereiter und Stilikonen. Sie formen unsere Wahrnehmung von der Typizität und Attraktivität einer Region, brennen sich unvergesslich ein und veranlassen zum Teil Generationen von Winzern dazu, ihren eigenen Weg zu gehen, der letztendlich immer auch von all dem beeinflusst ist, was zuvor beschritten wurde. Jo Pithon ist für die Loire zweifelsfrei eine solche Person. Es gibt wenige andere Charakterköpfe, die bei allen Winzern und Kollegen solch eine Anerkennung genießen, und kaum jemand kann nicht eine hübsche Anekdote über den Winzer und Unternehmer erzählen, denn alle kennen sie ihn.

Jo Pithon ist eine Legende und ein echter Pfundskerl. Mit seinen markanten und etwas aus der Zeit gefallenen Koteletten, der scheinbar angewachsen Baskenmütze und stets den Schalk im Nacken, trifft man auf ihn meist von einem guten Fläschchen Wein flankiert und bester Laune. Er ist eine Lebemensch und entspricht ziemlich genau der romantischen Vorstellung vom Winzerdasein, wie wir sie uns hierzulande gerne ins Gedächtnis rufen. 1978 gründete die Loire-Ikone ihr erstes eigenes Weingut, die Domaine Pithon in Anjou. Jo Pithons Ethos als Winzer war nicht nur zu seiner Zeit einzigartig, es nahm auch viele Qualitätsfaktoren voraus, die wir heute im biologischen und naturnahen Weinbau als verbindliche Richtlinien betrachten. Biologische und biodynamische Bewirtschaftung beispielsweise mittels Behandlung der Reben mit Kräuterextrakten, kompromisslose Handlese, ein minimal invasiver Eingriff im Keller inklusive komplett spontaner Vergärung und geringer Schwefelzugabe, waren für den damals jungen Winzer wichtige Parameter, die seine Weinphilosophie definierten. In den 1990er Jahren begründete Jo Pithon den Ruhm der Coteaux-du-Layon, vinifizierte dort einige legendären Weine der Region und festigte seinen heutigen Status als Koryphäe der Loire. Zudem ebnete er die heutige Wahrnehmung des Anjou als eine der besten Appellationen für trockenen Chenin Blanc. Und das zu einer Zeit, als die Region vor allem für ihre edelsüßen Schätze bekannt war. Er nahm den Terroir-Gedanken Burgunds als Vorbild, baute seine Weine nach Einzellagen und im gebrauchten Holzfass aus, um so, Parzelle für Parzelle, ihrem Charakter gerecht zu werden.

Was den Winzer insbesondere auszeichnet, ist seine Vorreiterrolle als Sprachrohr und Netzwerker der Region. Pithon wollte schon früh die Einzigartigkeit und Diversität der Loire ins Bewusstsein rücken. Dabei war ihm klar, dass ein einziges Weingut niemals die Strahlkraft besitzen könnte, die von vielen Betrieben, die an einem Strang ziehen, ausginge. Sein Vorbild: die großen Handelshäuser der Rhône und Burgunds. Vor über zehn Jahren verwirklichte er diesen Gedanken i n einem ersten Schritt, gründete die Domaine Pithon-Paillé, wie wir sie bisher kannten. Dazu engagierte er gemeinsam mit seiner Frau Isabelle Pithon Joseph und Wendy Paillé. Das Ziel war klar: das Ansehen und die Bekanntheit der Sub-Regionen der Loire zu mehren, indem idealerweise nur biologisch erzeugte Weine aus Appellationen wie Anjou, Savennières oder Bourgueil vermarktet werden. Vor zwei Jahren machte er dann die Bekanntschaft des Unternehmers und Weinenthusiasten Ivan Massonnat, dem er – unter anderem auch mangels familiärer Nachfolge und bevorstehender Rente – die Domaine überschrieb. Massonnat hat ein klares Konzept, das zuvörderst dem Terroir Rechnung trägt. Nach höchsten Ansprüchen wird hier Parzelle für Parzelle herausgearbeitet. Während unter dem Label Pithon-Paillé breitgefächert echte Klassiker der Loire vor allem im Einstiegsbereich vinifiziert werden, widmet sich Massonnat mit seinem jungen Team unter ausschließlich dem Chenin Blanc von absoluten Top-Parzellen, der als Domaine Belargus vinifiziert wird. Beiden Betrieben steht Jo Pithon mit seiner enormen Erfahrung beratend zur Seite. In einem Interview mit der französischen Weinzeitschrift TERRE DE VINS wird klar, warum Jo Pithon niemand anderen als Massonnat zum Nachfolger hat machen können. Ivan verfolgt die gleichen Ziele wie er, als das Wachstum seiner Domaine oberste Priorität besaß: „Ich weiß, dass Ivan so etwas wie eine kollektive Vision der Chenin-Weinberge besitzt, von der die gesamte Region davon profitieren wird. Vorläufer wie Richard Leroy und Marc Angeli haben den Weg bereits geebnet, die neue Generation bekommt eine Chance, und sie wird diese Aufgabebestehen.“

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