Vega de Toro

Unter dem etwas reißerisch formulierten Aufmacher "Wunderkinder aus Toro" beschreibt die Dezemberausgabe 2000 von "Vinum" die dramatischen Qualitätsverbesserungen der letzten Jahre und die historische Aufbruchstimmung dieser Region am Unterlauf des Duero, nahe der portugiesischen Grenze, und konstatiert resümierend, in dieser romantischen Landschaft sei ein "neues Weinwunderland" im Entstehen, ein "El Dorado" gar für preisbewusste Weinliebhaber.

Da auch mir enthusiastische Weinbeschreibungen so fremd nicht sind, kann ich sehr wohl nachvollziehen, dass die seit wenigen Jahren in Toro produzierten Qualitäten den begeisterten Fachjournalisten zu derartigen Elogen bewogen haben. Denn seine Einschätzung ist absolut richtig!

Was die Spitzenproduzenten dieser Region, deren Weine im Mittelalter als Maßstab für alle anderen spanischen Rotweine galten, seit etwa 5 Jahren auf die Flaschen füllen, lässt auch den letzten Skeptiker den Glauben wieder finden, dass in Spanien hervorragende Weine mit saftiger Frucht, reifen Tanninen, außergewöhnlicher Struktur und authentischem Charakter produziert werden können.

Bereits in den 70er Jahren überzeugte der Vater der modern ausgebauten Toro-Weine, Manuel Fariña, mit seinen ersten Erzeugnissen, die nichts mit den jahrzehntelang dort gekelterten, ungemein schweren, plumpen, oxidativen Weinen zu tun hatten.
Wegweisend zur notwendigen Zähmung der Toro-Weine war seine Idee, angesichts der extrem heißen Sommertemperaturen bis zu 40° C die Ernte um ca. 4 Wochen vorzuverlegen, um den hohen Alkoholgrad zu reduzieren und so eine bessere Harmonie zwischen Alkohol und Frucht zu erreichen.
Und zum zweiten die Erkenntnis, sanftere Weine zu gewinnen, indem nur der natürliche Ablauf des ersten Anstiches der geernteten Trauben verwendet wurde, um so die harten Tannine der einheimischen Rebsorte Tinta de Toro zu vermeiden.

Dann im letzten Frühsommer auf einer vorzüglichen Blindprobe eines Freundes: Bordelaiser Spitzengewächse stellten sich spanischen Herausforderern. Und ein Wein, Numanthia, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte, stellt alles in den Schatten, und dieser kommt aus der Region Toro.

So häufig ich auch neue Spitzenweine aus aller Welt degustieren darf, eine solche Liebe auf den ersten Schluck, ein solch erotisierender, betörender Schmeichler der Sinne, dennoch voller Authentizität, seine Herkunft nicht verleugnend, das erlebe auch ich nur sehr selten.

Angebaut auf über 700 m Höhe, aus über 70 Jahre alten Tinta de Tororeben, extrem selektiert am Stock, dann nochmals auf einem Sortiertisch im Keller, ähnlich den Spitzengewächsen von Negly, 20 Monate in französischer Eiche gereift, präsentiert sich dieser Riese von Wein, eine ganz besondere Empfehlung.

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen