Mas d’Espanet

Mit Neuaufnahmen aus dem Languedoc sind wir sehr zurückhaltend geworden, obwohl wir uns vor Nachfragen interessierter und zumeist talentierter junger Winzer kaum retten können: Unser Programm umfasst viele bedeutende Namen der Region, etablierte Winzerpersönlichkeiten wie junge Revoluzzer, und spiegelt die wesentlichen Entwicklungen der letzten Jahre repräsentativ wieder. Ein neues Weingut muss also eine nochmalige Bereicherung unseres Südfrankreichangebotes darstellen, wobei wir insbesondere originäre Weine mit Finesse und Eleganz bevorzugen statt Monsterweinen mit übermäßiger Konzentration und marmeladiger Fruchtsüße.

Im menschenleeren Hinterland von Nîmes stießen wir bereits vor 3 Jahren aufgrund einer Empfehlung unseres Freundes Marc Kreydenweiss, der gerade in dieser relativ abgeschiedenen, einsamen Region seine Domaine ,,Des Perrières" erworben hatte, auf den damals noch völlig unbekannten Denys Armand, der erst seit 1999 unter eigenem Etikett Weine abfüllte; zwanzig Jahre zuvor hatte sein Vater das Gut gekauft und anschließend über viele Jahre Trauben für die lokale Genossenschaft produziert, die der sympathische Sohn dann Anfang 1999 verließ, um sich mit seiner attraktiven Frau selbständig zu machen.

Davor lagen Jahre des Lernens, der gar nicht so einfache Versuch, das Potential und die Mechanismen der extrem kargen Lagen inmitten der intensiv duftenden provenzalischen Garriguelandschaft, von Pinienwäldern und grünen Eichen zu begreifen, die in ihrer extrem kalkhaltigen Bodenformation eher dem großen Terroir von Sancerre (Loire) ähneln denn dem gewohnten Umfeld in der Umgebung von Nîmes. Denys musste demnach zunächst den spezifischen Charakter des schwer zu bearbeitenden, selten steinhaltigen Plateaus verstehen, das sehr wasserdurchlässig ist: Ein Vorteil in nassen Jahren, was jedoch in heißen trockenen Jahren zum Problem umschlagen kann, da Trockenstress verhindert werden muss, um dem Weiß- und Rotwein jenen so expressiven, kühlen, feinen Charakter zu verleihen, der die Faszination dieser Gewächse ausmacht.
Ein weiteres Privileg des einzigartigen Terroirs 20 km nördlich von Nîmes stellt der permanent wehende starke Wind dar, der für ein erstaunlich kühles Klima sorgt (hinzu kommen große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht) und damit für feinwürzige Aromen und einen relativ moderaten Alkoholgehalt verantwortlich ist und einen etwaigen Schädlingsbefall zumeist verhindert, so dass ein naturnaher Anbau quasi vorgegeben ist.
Als Denys es dann noch geschafft hatte, die teilweise über 50 Jahre alten Reben, ein weiterer Schatz dieser idyllisch gelegenen Domaine, in mühevoller Arbeit behutsam zu restaurieren, überzeugte er uns im letzten Jahr mit dermaßen großartigen Qualitäten, überraschenderweise auch im Weißweinbereich, wo meine Vorlieben doch sonst eindeutig in wesentlich weiter nördlich gelegenen Regionen zu finden sind, dass wir nicht umhin kommen, Ihnen die Domaine Mas d'Espanet als eine Trouvaille der besonderen Art eindringlich ans Herz zu legen.
Denys' Herkunft aus der Kooperative, seine immer noch intensiven Beziehungen zu einzelnen Mitgliedern, erlaubt ihm übrigens eine extreme Selektion der Trauben, da er weiterhin das aussortierte Material, das seinen hohen Ansprüchen nicht genügt, dorthin verkaufen kann, neben sehr niedrigen Erträgen und penibler Handlese unumgängliche Voraussetzung für die phantastischen Qualitäten unserer neuen Domaine aus dem schier unerschöpflichen, aber immer noch zu selten genutzten Reservoir des französischen Südens.

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