Domaine Puech Auriol

Es war erstmals im März 2002 auf einer Verkostung großer Weine des französischen Südens, als ich eine Fassprobe des Jungfernjahrgangs dieses neuen Weingutes, DES Senkrechtstarters im Languedoc, verkostete. Und ich war wie elektrisiert, ja geradezu schockiert angesichts der sensationellen Qualität, die sich tiefschwarz in meinem Glase spiegelte. Stéphane Yerle, so heißt der sympathische Winzer baskischer Herkunft, war mir zwar als einer der jungen, ‚wilden’, innovativen Spitzenönologen Frankreichs schon lange ein Begriff (hat er doch seit Beginn der 90er Jahre in verantwortlichen Positionen auf besten Weingütern in Spanien und im Madiran, auf Montus und bei Patrick Ducournau, gearbeitet), doch dass er sich nebenbei als „Wochenendwinzer”, wie er sich selbstironisch zu titulieren pflegt, niedergelassen hatte, war mir damals noch neu.

Und was hat er sich für herausragende terrassierte Parzellen mit sandigen, kalkhaltigen, sehr steinigen Böden im Département Hérault im Herzen des Languedoc gekauft! Zusammen mit den alten Reben, die nur noch wenig Trauben tragen und daher dem Vorbesitzer zu wenig Ertrag abwarfen (!), ist dieses Terroir ideal zur Erzeugung großer Grenacheweine geeignet.

Ganze 2,6 ha bewirtschaften Stéphane und seine junge Frau Cécile in extrem arbeitsintensiver Weise naturnah und eben vorwiegend am Wochenende, wenn Stéphane – von seiner Önologentätigkeit „befreit” – sich zu Hause in Ruhe seinem eigenen Weingut widmen kann. Ähnlich wie Alain Chabanon und andere Spitzenwinzer hat auch er die Größe seines Betriebes bewusst seiner persönlichen Arbeitskapazität angepasst:
Möglichst wenige oder wie hier keine Angestellte und ein kleines Kellergebäude, in dem er die notwendigen Arbeiten auf höchstem Niveau alleine bewerkstelligen kann – ein kleiner Betrieb, aber mit höchsten Qualitäten!

Die Arbeiten betreibt Stéphane mit einem Aufwand und einer Feinfühligkeit, wie ich sie bisher nur sehr selten bei wirklich großen Winzern angetroffen habe: Sorgfältige Handarbeit in den extrem gepflegten Parzellen, penible Auslese bei der Ernte, für die, der geringen Größe des Weingutes sei Dank, keinerlei Fremdarbeiter engagiert werden müssen, naturgegeben kleine Erträge von sehr reifen Trauben alter Rebstöcke, sehr schonende Vinifizierung mit Hilfe einer alten, liebevoll restaurierten Presse, langes Belassen des Mostes auf der Hefe, was zu einer betörenden Frucht im fertigen Wein beiträgt, gekonnter Einsatz der Mikrooxydation, deren „Erfinder”, Patrick Ducournau, sein kongenialer Lehrmeister war, keinerlei Pumparbeiten, aber subtiler, feinfühliger Ausbau in gebrauchtem Holz unterschiedlicher Größe und Provenienz.

Das Resultat dieser ungemein sorgfältigen und engagierten Arbeit im Keller und Weinberg hat die Fachpresse aufhorchen lassen: So feiert „ALLES ÜBER WEIN”, Ausgabe Dez. 02/Jan. 03, unsere NEUENTDECKUNG DES JAHRES 2002, Puech Auriol, in ihrem umfangreichen Report über die aktuelle Entwicklung im Midi euphorisch als einen der „Spitzenerzeuger im Languedoc”. Und konstatiert, dass Stéphane und Cécile, die ihre Weinberge „mit Liebe und Passion ausschließlich manuell bearbeiten, fast wie im deutschen Schrebergarten, begeisternde Weine produzieren, aromatisch, warm, einladend – südlich in des Wortes bestem Sinne, authentische Weine ihrer Region.” Sensationelle Qualitäten in ihrer jeweiligen Preisklasse eben, faszinierende Weine zum Süchtigwerden und Verlieben!

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