Coulée de Serrant - Savennières

Nicolas Joly, in Frankreich der renommierte Vordenker der Biodynamik mit Guru-Status, hat mit seinem Buch „Beseelter Wein”, für viele der Katechismus der Bewegung, für weltweites Aufsehen gesorgt und eine ganze Generation von Winzern für biodynamischen Anbau sensibilisiert.

Einer der größten und rarsten Weißweine der Welt, der Primus der Chenin-Weine, über den so viele Weinliebhaber sprechen, über den von Kritikern solch begeisterte Elogen geschrieben werden wie über kaum einen zweiten, den aber nur wenige kundige Kenner je die Möglichkeit hatten zu erwerben und zu genießen (ähnlich dem legendären G-Max von Klaus-Peter Keller), kommt aus einer weltberühmten steilen Hanglage mit einzigartigem Mikroklima, dem „Coulée de Serrant”, in Savennières, die sich im Alleinbesitz der Familie Joly befindet und die hoch über dem milde in der Abendsonnen schimmernden Wasser der Loire im 12. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt wurde. Bereits 2-3 Jahre nach der Lese trinkreif, erreicht der legendäre Wein seinen Höhepunkt nach 10 bis 15 Jahren und bleibt dann noch jahrzehntelang haltbar. Nicolas Joly, der geniale Vordenker der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise in Frankreich (Die überaus lesenswerte Einführung in seine anthroposophische Gedankenwelt „Beseelter Wein” kann ich jedem Weinliebhaber nur wärmstens anempfehlen ) erzeugt seit 1980 ohne jeglichen Einsatz von Pestiziden oder sonstiger chemischer Produkte von über 70 Jahre alten Chenin-Blanc-Reben diesen kostbaren, terroirgeprägten Stoff mit einer immensen Komplexität und einer kaum fassbaren Aromenvielfalt sowie einem unvergleichlich langen. Ungemein mineralischen Nachhall, der zu seinem Verständnis wie kein zweiter den ganzen Menschen und nicht nur dessen Nase oder Zunge fordert.

Dieser expressive Wein ist der charaktervolle Ausdruck mühevoller handwerklicher Arbeit im Weinberg, eines unvergleichlichen Terroirs und mit größter Sorgfalt und in biodynamischer Arbeitsweise gepflegter Rebstöcke. Sämtliche in den letzten Jahren neu gepflanzten Rebstecklinge stammen von den ältesten Weinstöcken der Einzellage „Coulée de Serrant” und besitzen so in reichem Maße all jene besonderen Merkmale, die dieses einmalige Terroir der großen Rebsorte Chenin blanc seit Jahrhunderten verleiht. Nach mehrfachen selektiven Lesedurchgängen wird der Wein im Keller ohne jegliche Manipulation, so schonend wie irgend möglich, vinifiziert, ohne Vorklärung, ohne Herunterkühlen, ohne Zuchthefen, ohne Schönung, ohne Temperaturkontrolle während des Gärvorgangs; dafür findet aber eine extrem langsame und behutsame Reifung in (überwiegend gebrauchten) Barriques statt. So entsteht ein phänomenales, eigenwilliges, ungemein fülliges, dennoch elegantes, charakterstarkes Gewächs mit feinster Säurestruktur und einer grandiosen Mineralität. Dies ist sicherlich der beste und komplexeste Weißwein der gesamten Loire, aber auch das Gegenteil eines leicht verständlichen Weinchens, der dem fortgeschrittenen Kenner jedoch ein unvergleichlich sinnliches Vergnügen bereitet.

Bitte alle drei präsentierten Weine nicht zu kühl servieren (durchaus bei 14-16° C) und karaffieren. In den ersten 8 Jahren empfiehlt es sich, den „Coulée” gar 24 Stunden vor dem Genuss zu dekantieren oder in kürzerer Zeit mehrfach hin und her zu karaffieren, der Kontakt mit dem Sauerstoff lässt alle Gewächse duftmäßig geradezu erblühen. So entwickelt sich auch eine angebrochene Flasche, die wie bei allen Weißweinen mit nichts anderem als dem Korken wieder verschlossen wird, ca. 2-4 (!) Wochen lang ausgesprochen positiv weiter.

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