Domaine Jean-Philippe Fichet – Meursault

Domaine Jean-Philippe Fichet

„Ich will keine Weine in Meursault erzeugen, die dick, fett oder gar plump sind. Ich liebe Jahrgänge wie 2004 oder 2009, die mit dezent höheren Erträgen eine gewisse Leichtigkeit in den Chardonnay transportieren.“ – Jean-Philippe Fichet

„Fichet sucht Reinheit in seinen Weinen“ – Jasper Morris, Master of Wine

„Weine von Fichet sind stets fein und frisch, aromatisch in der Nase, mit reifen Aromen, weichen Texturen, aber gut balanciert und haben einen sauberen, knackigen Abgang. Sie präsentieren sich aufgrund ihrer aromatischen Qualität gut in der Jugend, reifen aber auch mittelfristig stilvoll.“ – The Great Domaines Of Burgundy

„Das wichtigste ist der Lesezeitpunkt. Denken Sie an einen Aprikosenbaum voller schöner Früchte. Ich suche eine Frucht, die gerade so reif ist, dass sie mit einem leichten Tritt gegen den Baum bereits herabfällt. Das ist der ideale Zeitpunkt, um die Aprikose mit höchstem Genuss zu essen. Vergleichen Sie solche Früchte frisch vom Baum mit dem mehligen Obst, welches Sie oft im Supermarkt finden, hier ist schon alles zu spät. Und so suche ich auch bei meinen Trauben den perfekten Moment der Reife, reines Aroma, vitale Frische, das ist der Schlüssel für einen phantatsischen Wein.“
Diesen Vergleich zog Jean-Philippe Fichet bei unserem Burgundaufenthalt im Frühjahr. Er erklärt so die Philosophie seines Hauses, seine Idee von guten weißen Burgundern. Der nur 7,8 Hektar kleine Traditionsbetrieb ist voll auf Meursault fokussiert. Lediglich 0,75 Hektar stehen noch in Auxey-Duresses, der Satellitenappelation, die etwas kargere und leichtere Weine ergibt, welche einen spannenden Gegenpart zu den Meursaults bilden.

Domaine Jean-Philippe Fichet
Unterwegs... Endlich: Meursault!

Jean-Philippe ist ein typischer Winzer der alten Schule, ein echtes Arbeitstier, der eine klare Vorstellung von seinen Weinen hat und wie sie schmecken sollen. Im Prinzip dreht sich bei ihm alles um puren Trinkfluss, Leichtigkeit und natürlich Frische im Wein. Der längst veraltete Urtyp Meursault, der an buttrig-kräftige Chardonnays erinnerte und speziell in den 90ern, zu Zeiten des Extraktions- und Konzentrationswahns, auch bedingt durch Robert Parkers Vorlieben und den daraus resultierenden Bewertungen, selbst ins Burgund überschwappte, ist ihm zuwider. Im Keller arbeitet er traditionell, alle Weine verbringen rund 12 Monate im Holz und 6 im Stahltank. Sie sollen nicht zu sehr von der Hefe geprägt sein und das Holz dient Fichet nur zur Mikrooxidation, nicht zur Geschmacksbeeinflussung. Mehr als 30% Neuholzanteil sieht daher keiner seiner Topweine.

Meursault gilt unter Weinkennern in aller Welt aufgrund seiner großartigen Lagen als der Ort im Burgund, wo legendäre Weißweine hergestellt werden: Fast ein Dutzend Spitzenwinzer produzieren Weltklasseweine mit magischem Klang, die zu den meistgesuchten Gewächsen des Planeten Wein gehören. Ein Geheimtipp für Liebhaber großer weißer Burgunder sind die traumhaft mineralischen Gewächse von Jean-Philippe Fichet aus dieser weltberühmten Gemeinde noch immer. Fichet ist kein Winzer, der sich groß um Reputation und Distribution schert bzw. scheren müsste. Er kümmert sich nur um seinen Wein. Und mit diesem herrlich aufs Wesentliche konzentrierten, nicht beeindrucken wollenden Stil und der geringen Größe seines Betriebs blieb er (zum Glück für alle Burgundliebhaber) lange Zeit unterm Radar der manchmal schon hysterisch anmutenden Weinpresse und ein echter Geheimtipp für Aficionados. Allein dass Allen Meadows in seinem Burgunderreport die Weine dieser uralten Familiendomaine feierte und mit höchsten Einkaufsempfehlungen adelte, genügte, dass seitdem Fichets Weine vom Markt nahezu verschwunden sind. Sie finden sehr schnell und ohne großes Marketingbohei ihren Weg zu den Kennern und Liebhabern, werden sie doch immer noch und trotz all der steigenden Preise von Burgundweinen zu extrem fairen Preisen gehandelt.

Jean-Philippe ist nicht nur ein ungemein sympathischer, bodenständiger Mensch, seine mit sensibler Hand vinifizierten Weißweine besitzen eine Frische, Mineralität, Präzision und Finesse, die im Burgund von ganz wenigen anderen Winzern erreicht werden. Wie viele Winzer hat es auch Fichet im Jahrgang 2016 stark getroffen. Die Spätfröste dezimierten den Jahrgang, er verlor etliche Reben, die gar keinen Ertrag lieferten. Bei einem derartig kleinen Betrieb wie hier kann das schon existenzbedrohlich werden. Wir haben glücklicherweise eine großzügige Allokation an 2015ern bekommen, sodass wir mit zwei Jahrgängen einigermaßen die aktuelle Nachfrage erfüllen können. Bei den 2015ern handelt es sich um ausgewählte Weine, die wir Anfang des Jahres von der Flasche verkosteten und aufstockten. Es verhält sich hier ganz klassisch: Die 2015er sind jahrgangstypisch große und kräftige Weine, die mehr Kraft als üblich und eine intensive Aromatik besitzen, wohingegen 2016 ein urklassischer Jahrgang mit viel Energie und Druck am Gaumen ist, bei dem die Frucht im Hintergrund bleibt.

Lassen Sie sich, liebe Kunden, diese traumhaften Trouvaillen aus zwei grandiosen Weißweinjahrgängen auf gar keinen Fall entgehen! Jean-Philippe Fichets geniale Pretiosen sind bei aller inneren Dichte und Kraft filigran, unvergleichlich fein und frisch sowie mit der sprichwörtlichen burgundischen Finesse ausgestattet: Hedonistische, sublime, kristalline Meisterwerke, höchste Expression weltberühmten Terroirs!

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