Domaine Monthelie-Douhairet-Porcheret

„Der hervorragende Jahrgang 2019 bietet viele Vorzüge“ – ALLEN MEADOWS‘ BURGHOUND

Monthelie
Winzer mit Biss! Immer für einen Spass zu haben: Vincent und Cataldina.

Verführerische Burgunder aus Monthelie, „eine der am meisten unterschätzten Gemeinden der Côte d’Or“ – Remington Norman („The Great Domaines of Burgundy“)

„Im Moment fliegen die Domaine und die talentierte Winzerin, die sie leitet, etwas unter dem Radar, aber das wird sich definitiv ändern.“ – William Kelley (WINE ADVOCATE)

Wie Sie, werte Kunden wissen, treibt uns das Pinot-Noir-Fieber an – und was wären wir für Weinhändler, machten wir das Burgund nicht zu unserer Herzensangelegenheit! Hier finden sich mitunter einige der größten Weine weltweit und viele magische Weinmomente bescherten uns gereifte Burgunder. Doch wir müssen auch gestehen, in den vergangenen Jahre, bedingt durch Wetterkapriolen wie Hagel und Spätfröste sowie die steigende weltweite Begeisterung für die Weine von den sanften Hängen des UNESCO-Weltkulturerbes, sahen sich viele der allerbesten Winzer dazu gezwungen, noch weiter an der Preisschraube zu drehen, so dass der Genuss eines großen Burgundergewächses ein immer exklusiveres Vergnügen wird.

Um so mehr liegt unser Bestreben darin, abseits der ganz großen Namen im Burgund neue, noch unbekanntere Weingüter zu finden, die ebenfalls durch und durch die DNS Burgunds verkörpern. Und die Zeiten sind günstig, denn im Burgund bewegt sich neben den etablierten Domainen einiges. Eine neue Winzergeneration kommt gerade so richtig im Burgund an, übernimmt die elterlichen Betriebe und setzt ein ungeheure Dynamik frei – ähnlich wie wir es in den vergangenen Jahren in Deutschland erlebt haben. Diese jungen, enthusiastischen und qualitätsbesessenen Winzer profitieren von der enormen Nachfrage nach feinstem Pinot Noir und Chardonnay. Grund genug, diesen vielversprechenden Betriebe abseits der großen Namen unsere ganze Aufmerksamkeit zu schenken.

Hier gibt es zur Zeit wahre neue Schätze zu entdecken! Einer dieser noch weitgehend unbekannten Trouvaillen ist ein Weingut im kleinen Dörfchen Monthelie, der geradezu sensationelle Weine auf die Flasche zieht, insbesondere wenn man die aufgerufenen Preise mit berücksichtigt! Die Rede ist von unserem letztjährigen Neuzugang von der Côte d’Or, der Domaine Monthelie-Douhairet-Porcheret, die wir Ihnen voller Vorfreude und Stolz präsentieren. Ja, wir müssen dabei schon ein wenig schmunzeln, denn es hat einige Zeit gedauert, bis sich dieser Dreiklang aus historischen Familienzusammenfügungen- und Erbteilungen bei uns selbst festigte. Domaine Monthelie- Douhairet-Porcheret alles andere als ein griffiger Name. Und so hat sich bei uns intern im Haus schlichtweg die Kurzbezeichnung „Domaine Monthelie“ (für Freunde „MDP“) etabliert. Vielleicht ist dies ja tatsächlich einer der Gründe, warum diese Perle des Burgund auch derartig lange verborgen bleiben konnte, weil sie den wohl unaussprechlichsten, zumindest längsten Weingutsnamen besitzt, der uns im Burgund bislang begegnet ist!

ZUR HISTORIE
Um den wohl längsten Betriebsnamen Burgunds zu erklären, muss man lediglich auf die Geschichte ihrer Eigentümer zurückblicken. Vor rund 300 Jahren gründeten Monsieur und Madame Monthelie die sich bis heute in Familienbesitz befindliche Domaine, noch heute zeugen der unterirdische Gewölbekeller und eine uralte Korbpresse von diesen frühen Tagen. Gemeinsam mit der Familie Douhairet bewirtschafteten sie Lagen in Monthelie, Pommard, Volnay und Meursault. Anfang der 1970er-Jahre erbten die Schwestern Armande und Charlotte Douhairet den Traditionsbetrieb. Doch die beiden verfolgten unterschiedliche Ziele, und während Armande um den Fortbestand der Domaine kämpfte, verkaufte Charlotte ihren Erbteil, wodurch sich die Weinbergsfläche des Betriebs halbierte.

1989 ging die Domaine neue Wege, ein erster Qualitätschub erfolgte durch die Mitarbeit von Armandes Adoptivsohn André Porcheret. Jenem erfahrenen Mann, der die Domaine neben seiner 17 Jahre andauernden ehrenhaften Tätigkeit als régisseur der Hospices de Beaune leitete (und u. a. von niemand geringerem als Lalou Bize-Leroy engagiert wurde, um Ende der 80er-Jahre deren Weine zu vinifizieren). Und fortan erweiterte somit der Zusatz Porcheret den Namen des Weinguts. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 2004 wurde André Porcheret von dessen Enkelin, Cataldina Lippo unterstützt. Und mit Cataldina und ihrem Partner Vincent Monfort beginnt die heutige Erfolgsgeschichte der Domaine, die uns hellhörig werden ließ.

Seit 2014 zeichnen die beiden für die Geschicke des Weinguts verantwortlich, und was wir auf unseren Reisen in den besten Restaurants rund um Beaune und auf dem Weingut seitdem probierten, hat uns elektrisiert. Gerade einmal 20 Jahre jung vinifizierte Cataldina ihren ersten Jahrgang. Heute kümmert sie sich um die winzige, nur 6,5 Hektar große Domaine, die allerdings ganze 13 Appellationen beherbergt, darunter auch eine Monopollage, den 1,5 Hektar großen Clos du Meix Garnier, im Herzen Monthelies. Was uns an ihren Weinen so überzeugt, ist deren Authentizität. Wer hochmodernen Burgunder erwartet, liegt hier falsch. Cataldina ist dem traditionellen Stil des Hauses treu geblieben, hat aber – im Vergleich zu Großvater André – den Weinen mehr Schliff und Finesse gegeben.

Schaut man sich die Arbeitsweise von Cataldina an, wird schnell klar, warum die Weine derartig gut ihr Terroir widerspiegeln. Bereits bei der Lese wird höchst penibel auf bestes Lesematerial geachtet. Eine letzte qualitative Selektion gibt es an einem Sortiertisch im Weingut, über den auch die letzten, nicht perfekten Trauben manuell aussortiert werden. Wie bei Großmeister Henri Jayer landen hier alle Trauben vollständig entrappt im Keller. Das sorgt für Präzision und eine verschwenderische, aber auch sehr reintönige Frucht.

Noch eine Besonderheit zeichnet für den exzellenten Stil des Hauses verantwortlich: Wie nur ganz wenige Domainen, darunter unser Newcomer-Star Duroché, verzichtet Cataldina fast komplett auf neues Holz. Lediglich 10% an neuen Fässern ersetzt sie jährlich. Hier überdeckt selbst beim Topwein keinerlei neues Holz den Wein. Ein Schritt, den wir enorm begrüßen, der für uns erklärt, warum die Burgunder dieses Hauses derartig präzise und focussiert daherkommen. Und so gilt unsere Gleichung: Domanine Monthelie-Douhairet-Porcheret: das sind 10% neues Holz und 100% Terroir und Leidenschaft!

2019: Mit dem außerordentlich starken, ja allerorts diskutierten Jahrgang 2019, steht eine Kollektion ins Haus, auf die wir uns enorm gefreut haben! Wir berichteten schon an anderer Stelle ausführlich über die Einzigartikeit des Jahrgangs, der fast analog zum warmen Vorjahr verlief aber doch deutlich frischere und in ihrer Säure prononciertere Burgunder hervorbrachte. Dabei gibt es leider eine schlechte Nachricht. Denn anders als an der Côte de Nuits, wo die großen Gemeinden wie Vosne-Romanée, Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny liegen, erlitt die Côte de Beaune, wo nahezu alle Lagen Cataldinas zu verzeichnen sind, schwere Aprilfröste. Es waren vor allem die Chardonnay- Parzellen, die betroffen waren, da diese früher austreiben als die Pinot Noir und somit verletzlicher sind. Manch Winzer, so berichtet Allen Meadows, soll sogar von größeren Verlusten als 2016 gesprochen haben. Das erklärt auch unsere vergleichsweise kleine Allokation. Insgesamt profitiert die Winzerin von den windigeren und höher gelegenen Lagen Monthélies enorm im Zuge des Klimawandels. Nicht zuletzt ein Grund, warum die vermeintlich „kleinen“ und bislang preiswerten Appellationen immer mehr im Rampenlicht stehen. Ein starker Fürsprecher für die Domaine ist William Kelley, Parkers Burgundexperte. Sein Bericht hat eine klare Botschaft: „Ich bin seit einigen Jahren regelmäßig zu Besuch und immer wieder beeindruckt von den Fortschritten der Weine: Entrappte Trauben, klassische Mazerationen und ein Ausbau mit moderaten Anteilen an neuer Eiche sind die Grundlagen eines nach wie vor grundsätzlich traditionellen Ansatzes, jedoch sind unter Cataldinas penibler Leitung die Weine purer und eleganter geworden und verbessern sich Jahr für Jahr. Im Moment fliegen die Domaine und die talentierte Winzerin, die sie leitet, etwas unter dem Radar, aber das wird sich definitiv ändern.“

Werte Kunden, wir wünschen Ihnen sehr viel Freude mit unserer preiswerten Perle Burgunds. Es ist wirklich nicht einfach, neue exzellente Betriebe im Burgund ausfindig zu machen. Noch dazu derartig feine Pinots und Chardonnays zu derart günstigen Preisen – ein wahrer Glücksfall im Leben eines Weinhändlers, und dazu auch noch aus den wunderbaren Appellationen Monthélie, Pommard, Volnay und Meursault, zu Preisen von 15 bis 50 Euro. Die großen prestigeträchtigen burgundischen Betriebe beginnen preislich dort, wo bei Cataldina (noch!) der Spitzenwein steht!

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