Domaine Gauby - Roussillon

„Wir wollen eigentlich nichts anderes als das, was wir im Weinberg angelegt haben, im Keller bewahren“, so die Maxime von Gérard und Lionel Gauby.

Domaine Gauby
Foto: © Marc Ginot

Und was die die beiden an Wein produzieren, dominiert seit Jahr und Tag die Ranglisten der Kritiker, entzückt vor allem die Weinliebhaber auf der ganzen Welt. Die Gaubys sind, ob gewollt oder ungewollt, die Stars des Languedoc-Roussillon!

Wir haben es in den vergangenen Jahren wieder und wieder geschrieben: Viele vergleichende Verkostungen der Spitzenweine von Gauby mit den Prestigegewächsen des Bordelais demonstrieren (vor allem, wenn blind probiert wird und die Verkosterpsyche vor jeglicher Beeinflussung durch das Etikett gefeit ist) die absolute qualitative Gleichwertigkeit, in jüngerer und jüngster Zeit sogar die Überlegenheit von Gaubys grandiosen Solitären gegenüber den Weinen vom Ufer der Gironde.

Gérard Gauby und sein Sohn Lionel eilen, so scheint es, mühelos von Erfolg zu Erfolg, von Höhepunkt zu Höhepunkt. Die Vorgänger waren schon so grandios, dass der „Muntada“ bei Parkers großer Jahrgangsdegustation des Roussillon 2008/9 die Plätze 1 und 2 belegte! Mit den Jahrgängen 2012/13 rauschte geradezu ein Wirbelsturm durch den Blätterwald der internationalen Weinkritik. Der Jahrgang 2016? Ein Gedicht! In der Juniausgabe der Revue du Vin de France von 2019 bestritt der brillante Loire-Winzer Thierry Germain (Domaine de Roches Neuves) das zentrale Interview („Grand entretien“), selbstverständlich flankiert von einem großen Wein.

RVF: „Sie haben einen speziellen Wein für dieses Interview ausgewählt. Was bedeutet er Ihnen?

Thierry Germain: „Ich habe zu Gérard Gaubys „Muntada“ 2016 gegriffen. Das ist der Wein, der mich in Bezug auf Energie und Licht am meisten bewegt hat und der mich vor zwanzig Jahren in Richtung Biodynamik gelenkt hat. Gérard habe ich 1995 kennengelernt. Dieser Mann ist der Inbegriff der Güte. Er hat mich dazu gebracht, den Begriff des Lichts, das Florale in den Weinen zu verstehen.“

Da verwundert es kaum, dass auf die Frage, welche Winzer ihn in seiner Arbeit beeinflusst haben, natürlich auch der Gérard Gaubys Name fällt. Und ebenso bei den größten, beeindruckendsten Weinen, die Thierry Germain verkostet hat, als da wären: Vosne-Romanée 1er Cru Cros Parantoux 1990 von Henri Jayer, Coteaux-de-Saumur Clos Rougeard 1921, Pessac-Léognan Château Haut-Brion 1959, Condrieu Coteau de Vernon 2008 von Domaine Georges Vernay … und der Côtes-du-Roussillon Muntada 1996 von Gauby!

Den „Muntada“ von 1996 können wir Ihnen, werte Kunden, leider nicht mehr anbieten, wohl aber, und darüber freuen wir uns sehr, die Spitzenweine des Jahrgangs 2019 zur Subskription. Und das zu gewohnt erfreulichen Konditionen!

Aber zurück zu den wunderbaren, weil in allen Belangen berechtigten Lobeshymnen und Elogen auf die Gaubys und ihre Weine – zu viel des Guten gibt es (ausnahmsweise einmal) nicht:

Ralf Zimmermann: „Die ultimative qualitative Spitze des Roussillon, aus einem biodynamisch bewirtschafteten Naturparadies am Fuße der Pyrenäen!“

„Eine Revolution im Roussillon“ jubelt VINUM – die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!

Caro Maurer MW schwärmt im FEINSCHMECKER: „Ein kleiner Ort, aber ein großer Winzer: In Calce nahe Perpignan keltert Gérard Gauby überwältigend authentische Weine von wilder Schönheit.“

Parker ist begeistert: „Einer der größten und besten Weinwerte der Welt. Das Meisterwerk Muntada erinnert mich mit seiner rätselhaften, wilden Schönheit und seiner Strahlkraft an Romanée-Contis La Tâche.“

Und die Patrioten von der Revue du Vin de France feiern die Domaine Gauby vor Spaniens Winzerlegende Álvaro Palacios und seinen Priorat-Weinen und Italiens Juwel Tenuta San Guido (Sassicaia) in einem eigens erstellten Klassement als die Nr. 1 des gesamten Mittelmeerraumes: „Muntada – 20/20 Punkte“.

So viel Lob für ein kleines Weingut aus einem Naturparadies des französischen Südens. Wie ist das denn möglich, mögen Sie vielleicht fragen? Lassen wir doch zur Beantwortung dieser Frage einen renommierten Wein-Autor und -Journalisten zu Worte kommen: „Lange stand das Roussillon im Schatten des benachbarten Languedoc. Plötzlich hat jedoch im Norden der Region eine verblüffende Dynamik eingesetzt: In den Hügeln des oberen Aglytals verfügen die Winzer über hervorragende Terroirs mit Kalk-, Schiefer- oder Granitböden und über einen bedeutenden Bestand an alten Reben; ideale Voraussetzungen, um große Weine von herausragender Qualität zu erzeugen“, so das euphorische Urteil von André Dominé, einem der versiertesten Kenner der Weinwelt Frankreichs.

Wahrlich: Kein anderer wirklicher französischer Weltklasserotwein ist heute auch nur annähernd zu einem solch sympathischen Preis zu haben! Aber nochmals: Wo liegen die Ursachen für diese singulären Qualitäten? Am besten fährt man zur Beantwortung dieser Frage zu ihm selbst nach Calce in die Bergwelt des Roussillon. Hier fällt sofort die biodynamische Bewirtschaftung der Weinberge, zu deren bedeutendsten Verfechtern weltweit Gérard mittlerweile zählt, ins Auge, die ganz entscheidend zum bemerkenswerten Qualitätssprung der Weine beigetragen hat. Um die Monokultur des Weinbaus aufzubrechen, lässt er wildwachsende Pflanzen in seinen Weinbergen sprießen, die wiederum wie Inseln in einem Naturbiotop eingelassen sind; eigene Tiere werden gehalten und bewegen sich frei umher, die Jagd auf Wildtiere ist strikt verboten; Jahr für Jahr werden 400 bis 500 Bäume gepflanzt, über 4000 bisher insgesamt; gepflügt wird nur direkt unter den Rebstöcken. Aus wilden Thymian, Rosmarin und Flachs bereitet er hochwirksame Tees, die er versprüht, um Ungeziefer sexuell zu verwirren und so ihre Vermehrung zu verhindern – Verhütung auf biodynamische Art. Immer stärker konzentriert Lionel seither seine Anstrengungen auf die Bearbeitung der Böden seiner exzellenten Parzellen. „Die Dinge geschehen nicht von einem auf den anderen Tag“, erläutert Gauby. „Es braucht ein Jahrzehnt, um die natürlichen Abwehrkräfte der Reben wiederzubelebent, die wir jetzt in unseren Weinbergen haben. Bei den Weinen arbeite ich nur noch mit extrem wenig Schwefel, sie erreichen eine fast schon nördliche Geradlinigkeit, aber mit einem enorm hohen Anteil an Extrakt und Konzentration, vor allem aber an Tiefe.“

In gleicher Weise bedeutsam für den qualitativen Weiterentwicklung war die Umstellung in der Kellerarbeit. Denn Gérard reduzierte in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Lionel, der mehr und mehr die Verantwortung auf dem Weingut übernimmt, die Extraktion. Sie wollen keine Konzentrationsmonster mehr zu erzeugen, sondern – bei aller Dichte und Tiefe – großartige Trinkweine, die Lust machen, mehr als nur zwei oder drei Gläser zu genießen. Eine so brillante wie zukunftsweisende Entscheidung, die den Weinen nochmals mehr Finesse und Rasse, Eleganz und Geschliffenheit angedeihen lässt und zu der im Weinberg angelegten Dominanz des Terroirs über den Rebsortencharakter beiträgt.

Lassen wir noch einmal André Dominé zu Wort kommen: „Gaubys Weine verblüffen mit ihrer spektakulären Frische, Finesse und Mineralität. Sie erfinden den Süden neu, verbinden dessen Frucht und Rundheit mit einer Eleganz, die an große Bourgognes denken lässt, und wie diese brauchen sie viel Zeit (oder Luft), um sich zu offenbaren!“ Tatsächlich sind es singuläre, sagenhafte Weine voller Charakter und Authentizität, Weine mit einem Reife- und Entwicklungspotenzial, die, stammten sie aus einer der „Renommierregionen“, sofort ein kleines (bis mittleres) Vermögen kosten würden.
Und à propos Entwicklungspotenzial und Vergleichbarkeit: Die jüngste (inzwischen achte und komplett überarbeitete) Auflage des „World Atlas of Wine“, herausgegeben von Hugh Johnson und Jancis Robinson MW, versichert resolut (und schwarz auf weiß), dass Produzenten aus der IGP Côtes Catalanes (wie etwa Gauby) „bewiesen haben, dass hier Weine entstehen und gemacht werden, die so großartig und langlebig wie jeder Puligny sind“! Werte Kunden, seien Sie versichert: Die beiden Gaubys, Vater und Sohn, machen Weine wie von einem anderen Stern – versprochen!

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