4Kilos - Mallorca, Felanitx

NEU in unserem Programm

4Kilos

... EIN AVANTGARDISTISCHES GESAMTKUNSTWERK... VON POP ZU GARAGE ROCK!

Menos es más, „weniger ist mehr“ – unsere Insulaner haben ein Maximum an Wein erschaffen! Noch Fragen?

Kein Etikett, nur ein geprägtes Wappen mit den Initialen GC und den darunter stehenden Namen „Grimalt“ und „Caballero“ schmücken fast unscheinbar den besten weil komplexesten Wein des Hauses 4kilos vinícola. Auf dem Rücken finden sich zudem nur die nötigsten Angaben, pures Understatement im besten Sinne. Besser als dieser 2018er „Grimalt Caballero“ war kein mallorquinischer Wein jemals zuvor: Ein triftiger Grund Ihnen, liebe Kunden, das erfrischend „schrullige“ Kultweingut ein Stück weit näher zu bringen!

Auf Spurensuche
Um an die besten Weine aus Gegenden in denen man sich eben einmal nicht wie in der eigenen Westentasche auskennt zu gelangen, hat es sich die „Nadel im Heuhaufen“-Methode ganz vorzüglich bewährt. Also auf nach Felanitx! Denn dieser Ort war ursprünglich unter dem römischen Namen fenalicius bekannt, abgeleitet von dem lateinischen Wort fenum (zu deutsch Heu). Felanitx im Osten der Insel am Fuße des Serres de Llevant gelegen, war schon vor Jahrhunderten für seine Agrarprodukte, insbesondere Kapern, Mandeln, Aprikosen und Mehl bekannt. Und eben auch Wein, denn im 18. Jahrhundert verzeichnete der Landstrich um Felanitx stolze 2.200 Hektar Rebfläche. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts dezimierte die Reblaus allerdings einen Großteil mit der Folge, dass es dort in Sachen Wein um einiges ruhiger wurde.

Eine Renaissance
Der weinbauliche Dornröschenschlaf rund um Felanitx dauerte ein ganzes Jahrhundert. Erst 1994 regte und räkelte sich hier wieder etwas, der regionale Wein nahm zaghaft Fahrt auf und gewann langsam wieder an Bedeutung. In dieser Zeit gründeten zwanzig Freunde die Bodega Ànima Negra, zunächst als reine Selbstversorger. 1997 war die Gruppe auf lediglich drei Weinverrückte zusammengeschmolzen: Miquel Àngel Cerdá, Pere Obrador und ein gewisser Francesc Grimalt (seines Zeichens Önologe). Bald kelterte man Mengen, die über den bloßen Eigenbedarf hinausgingen, brachte diese „unters Volk“ und erlangten spätestens mit dem Premierenjahrgang ihres „Son Negre“ (1999) Kultstatus. Langsam aber sicher erwachte Mallorca in dieser Zeit aus seinem weinbaulichen „Siesta“, zu den damals acht Bodegas der Insel (Ànima Negra inkluisve) gesellten sich nach und nach neue Weingüter dazu, im August 2006 dann, ebenfalls in Felanitx, das damals vermutlich ambitionierteste, heute sicherlich wichtigste: 4kilos vinícola. Auch hier einer der Gründer Francesc Grimalt, der andere der Konzeptkünstler, Musiker und Filmregisseur Sergio Caballero.

Vom Pop zum Avantgarde Garage Folk Rock
Das – nur auf den ersten Blick ungleiche – Duo fand über die Musik zueinander. Francesc, ein leidenschaftlicher Musikliebhaber lernte Sergio, den Gründer des Festivals für elektronische Musik und multimediale Kunst „Sónar“ kennen, man verstand sich auf Anhieb, freundete sich schnell an und entdeckte den Wein als zweiten wichtigsten Berührungspunkt. Und es kam, wie es kommen musste. Aber statt sich, um mit der Musik zu sprechen, dem Genre Pop zu widmen (Ànima Negra war mittlerweile besten Sinne radiotauglich, auf vielen Sendern zu finden und belegte in den Wein-Charts Spitzenplätze), steuerten Grimalt und Caballero mit 4kilos ganz bewusst eine andere, unbesetzte Nische an. Reduziert, ursprünglich, autochthon und charakterstark sollten die neuen Weine von 4kilos werden, weit weg vom Pop, nahe am Folk, irgendwo zwischen Avantgarde und Garage beheimatet sein. Von immenser Bedeutung für das Projekt 4kilos war dabei der Glaube an das Terroir von Felanitx und die regionale Rebsorte Callet, die Francesc schon lange ins Herz geschlossen hattet, während sich die meisten mallorquinischen Winzer vor allem auf internationale Rebsorten „eingegroovt“ hatten und in der Regel Weine produzierten, bei denen Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot die erste Geige spielten.

Ein kleines Vermögen
4kilos steht im Spanischen umgangssprachlich für vier Millionen, das vermeintlich stattliche Startkapital, das Grimalt und Caballero aufbrachten. Warum die Bodega 2007 dann doch „nur“ in einem in die Jahre gekommenen ehemaligen Schafstall mit Wellblechdach Quartier bezogen hat, liegt nur bedingt an den hohen Grundstücks- und Immobilienpreisen auf der Insel. Denn die beiden Wein-Avantgardisten rechneten damals noch mit der alten Währung, bei den Millionen, die sie jonglierten, handelte es sich um Peseten – und nicht etwa Euro! Es grenzt also fast schon an ein Wunder, dass die beiden Freunde mit einer Investitionssumme von nur 24.000 Euro das ganze Projekt überhaupt finanzieren, geschweige denn sich damit als Teil von Spaniens Weinelite etablieren konnten! Aber Leidenschaft, Kreativität und Improvisationsgeschick besaß das junge Weingut von Anfang an in Hülle und Fülle, auch wenn für die ersten Jahrgänge kurzerhand die vorhandenen alten Milchkühlgeräte als Gärbottiche zweckendfremdet wurden.

Das besondere Fleckchen Erde
Wichtiger als jeder neue Anstrich oder moderne Technologie waren und sind (da sind sich Francesc und Sergio einig), die Güte ihres Terroirs. Das warme aber gemäßigte Klima um Felanitx mit seinen etwas mehr als 600 Millimeter Niederschlag im Jahresdurchschnitt ist eine erste gute Grundlage. Die Sommer sind trocken, Regen fällt meist im Herbst und Winter, also dann, wenn der Winzer in wirklich gebrauchen kann. Der sich im Osten der Insel vom Cap Farrutx bis zum Cap de Ses Salines erstreckende Gebirgszug Serres de Llevant bietet Schutz vor etwaigen Unwettern, die vom Meer her aufziehen. Und der sogenannte „Cal Vermell“, der typisch mallorquinische terrakottafarbene eisenhaltige Kalk-Lehmboden harmoniert nicht nur perfekt mit den autochthonen Rebsorten Callet und Fogoneu, sondern ist mit einer größeren Biodiversität im Vergleich zu den anderen Böden der Insel gesegnet. Zentral ist bei 4Kilos zudem die Art der Bewirtschaftung. Die mittlerweile 15 Hektar Rebfläche werden traditionell extensiv bewirtschaftet, biodynamische Prinzipien beachtet. Zwischen den Rebstöcken wachsen ganzjährig Wiesenblumen und Kräuter. Dogmatische Verrenkungen sind den Winzern fremd, „am Ende des Tages“ muss es schlicht passen und das spiegelt sich auch – retrospektiv betrachtet – in den Weinen wieder: Die ersten Weine haben kaum Gemeinsamkeiten mit den Weinen der jüngsten Vergangenheit.

Zurück im Keller
„Hippies use back door“ lesen wir auf einem verwitterten Blechschild an der Eingangstür und müssen schmunzeln. Seine Patina hat der ehemalige Schafstall noch immer nicht verloren, allerdings hat hier mittlerweile das uns vertraute Equipment seinen Platz gefunden – die eher vorsintflutlichen Milchkühlgeräte haben ausgedient. Der Wein gärt nun in großen Holzfässern der renommiertesten Küffer, Bottichen aus Edelstahl und mallorquinischen Tonquadern. Ausbau und Reife erfolgt in gebrauchten Fässern unterschiedlichster Größe von denen jedes einzelne nach Musiklegenden wie etwa Mozart, Dire Straits, Oasis, AC/DC, U2 oder Jimi Hendrix benannt ist. Schmeckte der Debütjahrgang 2006 noch nach talentierter Schülerband, die sich auf maximal drei Akkorde und gesteigerte Lautstärke beschränkte, sind Francesc Grimalt und Sergio Caballero nach nur zwölf Jahren mit dem 2018er, nach Luis Gutiérrez, Parkers Mann in Spanien, einem „superben, ihrem „wahrscheinlich besten Jahrgang“, nun in der Rock ’n’ Roll Hall of Fame angekommen.

Ein guter Rat
Die kryptische Kombination F5J3+PC sollten Sie sich, liebe Kunden, unbedingt notieren, falls Sie einen Besuch auf Mallorcas aufregendstem Weingut planen. Denn das ist der sogenannte „Google Plus Code“, der die Navigation zum „Schafstall der Träume“ immens vereinfacht und obendrein sämtliche Stresslevel beträchtlich senkt – fragen Sie dazu Ihren Lieblingsweinhändler oder -beifahrer!

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
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