Hofgut Falkenstein - Konz

NEU im Programm!

Falkenstein

Fass um Fass exzellenter Saar-Riesling aus dem „Tälchen“

„Wenn Sie sich für hervorragende, klassische, hochindividuelle Saar-Rieslinge interessieren, ist Hofgut Falkenstein eine der besten Adressen.“ – Stephan Reinhardt (Parker)

„Jeder Wein ist sehr zu empfehlen, besonders wenn Sie auf rassige, leichtfüßige und elegante Ausdrucksformen des Rieslings stehen.“ – Moselfinewines

„Leider sind die Falkensteiner Rieslinge schnell ausverkaufte Weine. Sie müssen eine gute Beziehung zu Ihrem Händler haben, denn selbst im Weingut erhalten Sie keine Flasche zum Kaufen, sondern nur zum Trinken. Erich und Johannes Weber könnten jede Flasche mindestens zweimal verkaufen. Es gibt derzeit keinen anderen Betrieb, der so "heiß" ist wie der Falkensteiner Hof.“ – Stephan Reinhardt (Parker)

„Längst ist das Hofgut Falkenstein über den Status eines Geheimtipps hinaus und hat sich im Spitzenfeld der Region etabliert.“ – Gault & Millau Weinguide 2020

„Die Weine werden der früheren Tradition entsprechend ohne Filtration Fass um Fass einzeln abgefüllt, was durch die Fassnummer auf dem Etikett kenntlich gemacht wird.“ – Gault & Millau Weinguide 2020

„Wir wissen nicht bei welcher Fassnummer wir anfangen sollen zu beschreiben, probierten wir doch 16 Rieslinge auf einheitlich hohem bis höchstem Niveau.“ – Vinum Weinguide 2020 (4,5 Sterne Weingut)

„Wenn ich mir Bilder vorstelle von Weinen, denke ich eher an Island und karge Landschaften.“ – Johannes Weber

Wer das Glück hatte, einen Nachmittag lang Erich Weber kennenzulernen, jenen Mann, der sich am Telefon stets als „Winzer Weber“ vorstellt, kann aus heutiger Sicht leicht nachvollziehen, warum das 10 Hektar umfassende Hofgut Falkenstein aktuell unter Rieslingliebhabern als einer der höchst geschätzten Betriebe angesehen wird und als Kultweingut gilt. Spätestens wenn Sohn Johannes Weber und der langjährige Mitarbeiter Lars Carlberg, vielleicht einer der größten Experten bezüglich der moselanischen Weinhistorie überhaupt, dazustoßen, ist klar: In diesem Weingut wird Authentizität und Herzlichkeit gelebt.

Dabei vergisst man schnell, dass die seit geraumer Zeit anhaltende Euphorie rund um Falkenstein und die enorme Übernachfrage nach deren Weine sich erst in den letzten Jahren entwickelt hat, zu einem Zeitpunkt, in dem Weine dieser Art gefragter denn je sind, weil deren Intention verstanden wird. Es sind Weine, die auch unsere Vision eines Saar-Weins in absoluter Vollendung verkörpern. Dabei arbeitet dieser Betrieb heute nicht anders (und hat auch nie anders gearbeitet) als vor über 30 Jahren, als Erich Weber im Seitental der Saar den Falkensteiner Hof erwarb!

Wenn Erich Weber von „früher“ erzählt, handeln seine Geschichten vom puren Überlebenskamp an einer der äußersten Grenzen des Weinbaus. In den 90er Jahren kämpfte Erich in seinem geliebten „Tälchen“ darum, überhaupt reifen Wein einzufahren. Von allen Seiten der Saar kamen hämische Rufe und manch Winzer scherzte über den damals jungen Weber „Erich, liegt bei dir drüben noch Schnee?“ zur Lese. Es war auch eine Zeit, in der man für diese Art Riesling – auch wenn der berühmte Wiltinger Scharzhofberg in Sichtweichte liegt – kaum Nachfrage hatte und nur schwer über die Runden kam. Die meisten Winzer vom „Tälchen“ lieferten ihre Trauben an größere Betriebe, gaben den Nebenerwerb im Weinberg Stück für Stück auf, fanden ihr festes Arbeitsstandbein mit einem Job in der Industrie oder setzten auf Hilfsmittelchen und Massenerträge. Schon damals war Erich aber klar: „Aus einem Esel, den ich im Weinberg ernte, kann ich auch im Keller kein Rennpferd machen.“

Einst für die „sauren und dünnen Weine“ belächelt, zählt das Hofgut Falkenstein heute als Vorbild für einen Weinstil, der seine Wurzeln einige Generationen früher hat als ihn uns die heutige Weinhistorie der Mosel vermittelt. Denn das Vorurteil über die Mosel, dass diese Region nur großartige fruchtsüße und edelsüße Weine produziere, entstand erst im letzten Jahrhundert. Blickt man aber ein weiteres Jahrhundert zurück, so prägten die Region zarte und trocken aus gebaute Rieslinge, die zu damaligen Zeiten mit den großen Châteaux aus Bordeaux und den besten Burgundern konkurrieren konnten. Auch die vorhandenen Auslesen schmeckten aus heutiger Sicht eher wie feinherbe Weine. Saar-Wein hatte einen Wert! Das wissen wir spätestens, seitdem Roman Niewodnizcanski mit Van Volxem genau jenem Stil, der sich an den Weinbau Ende des 19. Jahrhunderts anlehnt, nacheifert und diesen wieder mit größtem Erfolg auch in der Breite salonfähig machte.

EINZIGARTIGE PHILOSOPHIE
Es ist nicht nur der Klimaveränderung zu verdanken, dass Weine aus Seitentälern wie diesem hier und speziell das Anbaugebiet der Saar in den letzten Jahren in aller Munde sind. Im Hofgut Falkenstein macht man einfach keine Kompromisse. Man erhält einen Wein, dessen Stilistik glasklar definiert ist und mit einer Präzision, die Fass für Fass individuell herausgearbeitet wird. Im Prinzip die möglichst genaue Definition von Herkunft. Im Weinberg gelten Handarbeit übers Jahr samt Handlese als feste Maxime. Kein chemischer Dünger, der Verzicht auf Herbizide und Pestizide, definiert die Qualität im Weinberg. Stattdessen stehen regelmäßiges Hacken der Böden und Zwischenbegrünungen auf dem Arbeitsplan, um die bis zu 90 jährigen, teils wurzelechten Rebanlagen zu pflegen. Lediglich der durch das Klima nahezu unverzichtbare synthetische Pflanzenschutz gegen Mehltau hält das Weingut von einer Bio-Zertifikation ab, auch weil man auf den Einsatz von Kupfer verzichten möchte.

Neben einer bewusst frühen Lese, welche die Brillanz, Leichtigkeit und knackige Säure der Rieslinge beeinflusst, beschränken sich die Webers, mittlerweile auch unter voller Unterstützung durch Sohn Johannes, auf ein Mindestmaß an Eingriffen im Weinkeller. Ein schnelles Abpressen der Ganztauben (2-3 Stunden) und natürliche Filtration des Mostgutes über Nacht durch Absetzen sowie komplette Spontanvergärung aller Weine bestimmen die Vinifikation. Besonderheit des Betriebs und in Insiderkreisen mittlerweile Kult: „Die Weine werden der früheren Tradition entsprechend ohne Filtration Fass um Fass einzeln abgefüllt, was durch die Fassnummer auf dem Etikett kenntlich gemacht wird,“ erklärt der Gault & Millau, der das Weingut mit seinem höchst individuellen Stil mit 4,5 Sternen zur absoluten Spitze Deutschlands zählt. Enzyme, Proteine oder andere Zugaben oder gar Eingriffe wie die Entsäuerung und das Anreichern gibt es im Keller nicht. Die Weine finden ihre Ruhe in den alten 1.000-Liter-Fuderfässern, wo sie bis zum Frühjahr verweilen und dann mit leichter Schwefelung gefüllt werden. Das vielzitierte aber selten so konsequent umgesetzte „kontrolliere Nichtstun“ wird hier zur Maxime erhoben.

ÜBER DIE LAGEN
Die lediglich rund 36.000 Flaschen Jahresproduktion teilen sich auf die Lagen Niedermenniger Herrenberg und Sonnenberg sowie den Krettnacher Euchariusberg und Altenberg auf. Rund 10 Hektar befinden sich im Besitz der Webers. Überwiegend grauer Schieferverwitterungsboden mit partiellen Quarzit-Sandstein-Einschlüßen prägen hier die Landschaft. Standen diese Lagen lange Zeit im Schatten der weltberühmten Saar-Lagen wie dem Wiltinger Scharzhofberg oder dem Saarburger Rausch, genießen die Seitental- Weinberge heute immer höheres Ansehen bei den Winzern. Doch schon auf den berühmten Tranchot-Karten, die zwischen 1803 und 1813 von Napoleon beauftragt wurden, galt der Euchariusberg, damals als Kruschock betitelt, als einzige eingezeichnete Lage in der Umgebung, in der Reben standen. Auch die preußische Steuer-Karte aus dem Jahre 1830 stufte den Euchariusberg in einem Atemzug mit dem Scharzhof und Grünhaus als legendäre Weinherkunft ein. Diese Lagen sind das Grundkapital des Hofgut Falkensteins und mitverantwortlich für den Erfolg der vergangenen Jahre.

Falkenstein-Weine setzen den Fokus auf Knackigkeit, einen bewusst nicht zu hohen Alkoholgehalt und eine rasiermesserscharfe Säure, an der sich die Geister scheiden. Die Weine sind in ihrer Brillanz und Geschliffenheit einzigartig und wer den Falkenstein-Stil kennt und schätzt, der möchte nicht anderes mehr, denn diese Stilistik gibt es nirgendwo besser. Das ist Fakt. Und sorgt auch dafür, dass es eingefleischte Fans dieses Stils gibt und solche, die mit den Weinen gar nichts anfangen können. Dazwischen herrscht Vakuum!

Heute müssen sich die Webers und Lars Carlberg keine Gedanken mehr darum machen, denn ihre Weine sind schon fürs Folgejahr ausreserviert. Um eine Allokation haben wir uns über zwei Jahre bemüht und es freut uns ungemein, dass wir in Deutschland als Händler Ihnen, werte Kunden, diesen einzigartigen Stil, diese einmalige Erfolgsgeschichte eines Underdog-Weinguts erzählen und näherbringen dürfen. Früher war das „Wein ausfahren“ zu den wenigen Kunden für Erich Weber eine Pflicht, um seinen „Wein an den Mann zu bringen“. Heute genießt der Winzer, der auf volle die Unterstützung durch Johannes und Lars Carlberg zählen kann, den Luxus des persönlichen Kontakts zu seinen Händlern und Stammkunden. Und heute hören ihm, demWinzer Weber, alle zu!

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

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