Bouissière, Vacqueyras, rouge 2018

15,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Reich an Frucht, fein in seiner Eleganz, sinnlich in seinem Ausdruck – das ist Vacqueyras von La Bouïssière.

Bouissière, Vacqueyras, rouge 2018
Auf dem Weg von Gigondas rund um die Dentelles de Montmirail – jenem Höhenzug, der auch auf den Etiketten der Domaine abgebildet ist – findet sich Vacqueyras. Zusammen mit Gigondas gehört der Ort zu den bedeutendsten Village Crus nach Châteauneuf-du-Pape. Doch obwohl der Weinberg der Faravels nur „einen Krähenflug entfernt liegt“, wie Thierry Faravel es umschreibt, ist das Terroir ein anderes. In Vacqueyras bestehen die Terrassen der Weinberge aus Schwemmland, das der Fluss Ouvèze,aber auch urzeitliche Gletscher vor langer Zeit hinterlassen haben. Die Parzellen, die Gilles und Thierry dort nutzen, stammen von Gilles’ Frau, die sie 2001 von ihrem Vater geerbt hat. Die Hänge von Vacqueyras sind sanfter als die von Gigondas, und die Weinberge sind weniger parzelliert und entsprechend größer. Außerdem sind sie stärker der Mittagssonne ausgesetzt, was den Weinen einen wärmeren Charakter verleiht. Neben dem Schwemmlandmaterial finden sich Sand und Lehm sowie in den oberen Bereichen auch die für die Südrhône und vor allem für Châteauneuf-du-Pape so bekannten „galets roulés“, diese großen runden Quarzkiesel. Die Reben stehen in zwei Weinbergen, die Gilles biologisch-organisch, bisher noch ohne Zertifikation bewirtschaftet. Trotzdem schwört er Stein und Bein, dass dort außer Schwefel, ein wenig Kupfer und einigen biodynamischen Präparaten nichts zusätzlich in die Weinberge kommt, und das sieht man ihnen auch an. Die Weine aus dem Weinberg La Ponche sind immer reif, dicht und warm, da die Böden hier reich an Lehm sind. Im Gegensatz dazu zeigt sich der höher gelegene Weinberg Bel Air finessenreicher, die Grenache ist heller, erdbeeriger und mediterraner, der Syrah duftiger und präziser. Für Thierry ist ihr „Vacqueyras“ ein rustikaler, erdiger und ehrlicher Wein, der gezähmt werden muss – auch durch Zeit –, um ihm seine Finesse und Eleganz zu entlocken. Um einen perfekten Ausdruck des Terroirs zu erzielen, nutzt Thierry um die 50 % Grenache von Rebstöcken mit einem Alter von durchschnittlich 59 Jahren sowie jeweils etwa 25 % Syrah (15 Jahre alt) und Mourvèdre (25 Jahre alt). Damit unterscheidet sich diese Cuvée von den „Gigondas“, weil der Süße und Tiefe, dem Volumen und der Dichte der Vacqueyras-Grenache noch mehr Struktur entgegengestellt wird. Das macht Thierry mittlerweile in Perfektion. Der Wein wirkt beeindruckend harmonisch. Die Trauben wurden von Hand gelesen sowie sortiert, und es folgte eine kühle Vorvergärung bei 13 °C. Thierry verwendet meist 20 % Ganztrauben mit Rappen. Er lässt den Wein mit 30 Tagen recht lange vergären, setzt aber nicht auf zu viel Extraktion. Nach der Gärung reifen die Weine zu 35% in Cuves, zu 65% in Demi-muids und Barriques (26% in Barriques mit Viertbelegung, 74 % in Demi-muids mit Viert- bis Zehntbelegung).Die Weine reifen dann auf der Feinhefe und werden nicht abgestochen, um ein Maximum an CO2 zu erhalten, damit später nur ein Minimum an Schwefel hinzugefügt werden muss. Auch sonst wird nicht gepumpt, sondern nur per Schwerkraft bewegt, nicht geschönt und nicht filtriert.

Das Ergebnis ist ein schon jetzt überaus köstlicher Wein, der die Süße und Reife von Himbeeren und Walderdbeeren sowie die Würze von Süßholz mit einer dunkleren, erdigen, ja trockeneren Würze und auch mit dunkleren Waldbeeraromen und Noten von Veilchen und Jasmin verbindet. Elegant wirkt der „Vacqueyras“ im Duft, bar jeder Schwere. Am Gaumen zieht der Wein seidig und fein seine Bahn. Zunächst ist die Frucht der Grenache bestimmend, mit viel reifen Beeren und noch mehr Süßholz. Dann schiebt sich immer mehr dunkle Würze in denen Vordergrund. Garrigue ist hier prägend, ebenso die trockene sommerlich warme Erde, ferner Unterholz und Stein. Der Wein wirkt ungemein fein in seiner Textur. Das Tannin ist subtil und doch von prägendem Charakter. Thierry Faravel hat seine Weine im Laufe der letzten Jahre immer feiner und feiner werden lassen, und zwar ohne den bodenständigen Charakter der Region zu verhehlen. Das ist äußerst gekonnt.

Zu genießen ist der Wein ab sofort. Den Höhepunkt erreicht er ca. 2024 bis mindestens 2030.
Land: Frankreich
Region: Südliche Rhône
Weingut: Domaine La Bouissière - Gigondas
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Grenache, Syrah, Mourvèdre
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: FRS150418
Alkohol: 15,0 % vol.
Restzucker: 0,9 (g/L)
Gesamtsäure: 4,5 (g/L)
   
schwefelige Säure: 23 (mg/L, frei)
schwefelige Säure: 46 (mg/L, gesamt)
Analysedatum: 20.03.20
   
Allergene: Sulfite

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