Negly, „La Porte du Ciel“ La Clape, rouge 2018

15,5 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Die Steigerung von Superlativ? Das hier! Der geniale 2018-Jahrgang des raren Syrah-Traumstoffs!

Negly, „La Porte du Ciel“ La Clape, rouge 2018
97–99 Punkte: „It’s another magical wine from this estate I wish every reader could taste!“ – JEB DUNNUCK

Während beim vollmundig-kräftigen, voluminös-fruchtigen und so unwiderstehlich eleganten „Clos des Truffiers“ einer der ausschlaggebenden Geschmacksfaktoren die alten Rebstöcke sind, die Vater Max in den 1960ern gepflanzt hat, prägen den „La Porte du Ciel“ Syrah- und alte Grenache-Reben, die Jean Paux-Rosset seit über 30 Jahren auf einer 3,2 Hektar großen Parzelle, in unmittelbarer Nähe seines Châteaus, hegt und pflegt. Die Erträge sind mit 10 bis 12 Hektolitern pro Hektar entsprechend gering, die Jahresproduktion des raren Traumstoff liegt bei 4.000 Flaschen. Auch hier gilt: In den naturnah bewirtschafteten Weinbergen werden nur optimal ausgereift Trauben (selbstverständlich) handgelesen und doppelten manuell sortiert. Die vollständig entrappten Weinbeeren mazerieren 60 Tage lang und kommen danach für 24 Monate in neue Barriques aus französischem Holz und werden ohne Schönung und ohne Filtration gefüllt.

Das spiegelt im Glas der fast undurchsichtig schwarzviolette Kern wider, nur am Rand gibt es etwas rötlichere Reflexe. Das Bouquet offenbart sich langsam, Stück für Stück. Denn ebenso dunkel sind die Früchte, die sich mehr herausschälen, denn springen: Kirsche, Heidelbeere und Brombeere. Sehr mineralisch vibrierend, ein wenig metallisch, ein wenig nach Minze. Luft und Zeit sind die Stichworte, die es braucht zum Öffnen des Tores zur Schatzkammer dieser Trouvaille. Dann kommen – immer changierend und in homöopathischer Dosierung – schwarzer Trüffel, Graphit, Harz, Espresso, Schokolade, Tabak zum Vorschein.

Auch am Gaumen ist der Wein erst einmal ein ganz schönes „Brett“, der noch ein ganze Weile im Glas enorm dicht, ja geradezu „fest“ wirkt. Erkennbar ist, wieviel unter der verschlossenen Oberfläche an Intensität, Frucht und Struktur schlummert. Er braucht in diesem jungen Stadium einige Zeit (rechnen Sie durchaus in Stunden), um sich zu öffnen, sich zu setzen. Das Warten belohnen süßes Extrakt auf der Zunge, dunkle Kirsche mit einer Spur Zwetschkenröster, unterlegt mit den Umami-Noten einer intensiven Kalbsjus, gleichzeitig durchzogen von nachhallender Mineralität und einer feinziselierten Säure. Ein langanhaltendes Gesamterlebnis, an das sich die präsenten, ungemein weichen Tanninen anschmiegen.

In diesem Jahrgang ist mit dem „La Porte du Ciel“ ein in sich ruhendes Meisterwerk entstanden. Bisher unerwähnt blieben die 15,5 Volumenprozent Alkohol – aus gutem Grund: die sind nämlich nicht spürbar, da superb in diesem Reigen aus Kraft, Fülle, Extrakt und Säure integriert. Wir kommen nicht umhin zu erwähnen – der Vergleich mit dem „Clos des Truffiers“ bei diesem Einzellagen-Raritäten-Duo liegt auf der Hand –, dass die „Himmelstür“ in diesem Jahr in Sachen Eleganz und Komplexität nahezu gleichauf ist, dabei vielleicht einen Hauch wilder und kühler wirkt.

Ab sofort und unbedingt zeitig Dekantieren, wird sich entwickeln und bis 2031+.
Land: Frankreich
Region: Languedoc
Weingut: Château la Negly - La Clape
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Syrah
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: FLA050718
Alkohol: 15,5 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite

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