Georg Breuer, Pfaffenwies Riesling trocken 2019

12,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Erster Jahrgang: Lorcher Spitzenlage aus über 60-jährigen Reben

Georg Breuer, Pfaffenwies Riesling trocken 2019
„Die Pfaffenwies ist schwer bewirtschaftbar, hat dafür alte Knorzen, echte Zauberstöcke!“ – Theresa Breuer

Lorcher Pfaffenwies, das Erstlingswerk! Als wir Theresa im vergangenen Jahr trafen, war der Erwerb der Lorcher Lagen brandneu – wir konnten noch keinen Wein verkosten. Daher erinnern wir uns gut an Theresas Worte, dass es nun darum ginge das Terroir zu verstehen, und wenn die Zeit reif wäre, vielleicht in 5 bis 10 Jahren, würde es auch einen Lorcher Lagenwein geben. Keiner von uns hätte wohl gedacht, dass dies gleich im ersten Jahr der Fall sein würde. Doch 2019 stimmte einfach alles, und wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass vor allem auch Außenbetriebsleiter Hermann Schmoranz und Kellermeister Markus Lundén Theresa ermutigten, alle Pläne über Bord zu werfen und diesen Lagenwein separat zu füllen – vielen Dank!!! Denn er stach bei den Blindproben im Keller wohl derart heraus, wollte sich in keiner Cuvée verstecken, zeigte so starken Charakter, dass es fast frevelhaft gewesen wäre, diesen Wein als Ortswein zu füllen. „Für uns ist die Pfaffenwies auch die spannendste Lage unserer Lorcher Weinberge, weil hier die größte Vielfalt in den einzelnen Parzellen herrscht. Der Lorcher Berg funktioniert wie der Berg Schlossberg in Rüdesheim, den ja eben auch ausmacht, die ganze Varianz des Rheingaus zu verkörpern. Denn normalerweise arbeitet man im Rheingau stets in einem Korridor, im Schlossberg fassen wir aber die Dimension des ganzen Bergs in einem Wein zusammen.“ so Theresa. Beim Pfaffenwies hat man es Lagen mit einer enormen Nähe zum Rhein bis hoch unter den Wald zu tun. Eine Dimension mit 250 Metern Höhenunterschied wird hier eingefangen! Das äußerst sich auch im Boden, denn im unteren Teil der Pfaffenwies, die keiner Flurbereinigung zum Opfer fiel – übrigens Rebstöcke, die im Kernstück in den 1960ern gepflanzt wurden – prägt Schiefer die Lage, in weiter oben dann Quarzit. „Die Pfaffenwies ist schwer bewirtschaftbar, hat dafür alte Knorzen, echte Zauberstöcke!“ schwärmt die glückliche Winzerin über ihr Erstlingswerk.

Aus den rund zwei Hektar Besitz hat Theresa einen grandiosen, ja genialen Riesling gezaubert. Er duftet zunächst nach Anis, dann Quitten, gewinnt mit Luft an fruchtigen Aprikosennoten und zeigt sich am Gaumen enorm verspielt. Er besitzt keine harte Struktur, die von Maischestandzeiten geprägt ist, sondern wirkt „gletschern“ und rund, ja fast poliert in seiner angenehm unsperrigen Art. Eine feine Frucht, jene von eher säuerlichen Aprikosen, zieht sich durch diesen druckvollen und auch salzig-mineralischen Riesling. „Es ist in der Pfaffenwies morgens kühl, zudem hat man mehr Wasser im Weinberg, dies ergibt eine knackige Säurestruktur. Lorch ist immer gelbfruchtiger und saftig, hat aber auch etwas Salziges, weil die Rebstöcke, die hier älter als im Rüdesheimer Berg sind, niedrige Erträge liefern. Wir mussten hier gar nicht viel anders machen, konnten es aber auch nicht, weil der Weinberg bereits derartig gut eingestellt und selbstregulierend ist.“ Dieser Wein, liebe Kunden, ist die Verkörperung eines neuen Terroirs aus einem der besten Weingüter des Rheingau, der Beginn eines neuen Kapitels und – unserer Meinung nach – eine Sternstunde im Hause Georg Breuer. Wir sind vollkommen sicher, dass wir, wenn wir dereinst, eine Zehn-Jahres-Vertikale genießen dürfen, aufs Genaueste nachvollziehen können, warum die Pfaffenwies schon im Premierenjahrgang 2019 separat auf die Flasche gezogen wurde!

Zu genießen ab sofort, Höhepunkt wohl ab 2022 bis 2035.
Land: Deutschland
Region: Rheingau
Weingut: Weingut Georg Breuer - Rüdesheim am Rhein
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: nicht spezifiziert
Bestell-Nr.: DRG041519
Alkohol: 12,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Georg Breuer
Grabenstraße 8
65385 Rüdesheim am Rhein
Deutschland

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