Grange des Pères, Grange des Pères, rouge 2017

Allergene: Sulfite |

Der Kultwein des Südens von einem Winzer wie aus einer anderen Zeit

Grange des Pères, Grange des Pères, rouge 2017
Laurent Vaillé ist für uns der Inbegriff eines wahren Kultwinzers französischer Provenienz. Der ehemalige Physiotherapiestudent mit dem markant kantigen Gesicht spricht in kurzen Sätzen, die von so akzentuiertem Humor geprägt sind, dass er einen oft erst wenige Momente später zum Schmunzeln bringt, weil er so trocken daherkommt. Er ist ein Kaliber von Winzer, für den die Bezeichnung Bauer die nobelste Form der Anerkennung darstellt, die zudem im besten aller Wortsinne auf ihn zutrifft. Keine Website preist mit Informationen, auf E-Mails antwortet er kaum und das Telefon legt er auch lieber beiseite. Wer mehr über seine Weine erfahren will, der muss ihn schon besuchen kommen. Seit 1992 fertigt er im Prinzip nur einen Wein, den Grange des Pères rouge, und in homöopathischen Mengen einen Weißwein. Seine Vita liest sich wie die Schule der Exzellenz, Jean-Louis Chave am Hermitage, Coche-Dury in Meursault und Dürrbachs auf der Domaine de Trévallon für die Provence. Eine Who-is-who der weltbesten Winzerikonen. Das ist zwar längst kein Garant für einen ebenso erfolgreichen Schüler. Doch Laurent Vaillé zählt heute längst zum Kanon der weltbesten Winzer. Auch weil er in Zeiten von Social Media sein Werk so völlig auf die Arbeit im Weinberg beschränkt, jegliche Kommunikation über sich den anderen überlässt, wirkt er wie ein Einsiedler aus einer anderen Zeit. Südlich von Aniane liegt sein legendäres Weingut.

Laurent Vaillé wird uneingeschränkt auch von den meisten Winzerkollegen der Region als einer der drei bis vier besten des Languedoc angesehen. Anfang der 1990er begann er die nur als Landwein deklarierte Cuvée aus Syrah, Mourvèdre und Cabernet Sauvignon zu füllen, nachdem er seine Lehrjahre bei den diversen Kultbetrieben absolviert hatte. Und in der Tat finden sich Anklänge an diese Regionen seiner Wanderjahre in seinem Grange des Pères wieder. Man hat die Struktur eines Bordeaux, die kühle reine Frucht eines Hermitage und die satte Frucht eines Bandols, beim Weißwein die zarte Reduktion großer Meursaults. Uns erinnern Vaillés Weine stets an eine Art Super-Wein, der das Beste der legendären Regionen in sich zu vereinen scheint.

Suchen Sie den Grange des Pères in den Bestenlisten der Verkoster, so werden Sie nicht fündig. Weder James Suckling, noch Galloni oder das Parker-Team bekommen Flaschen zugesandt. Und trotzdem herrscht einstimmig die Meinung unter Weinliebhabern, Sommeliers und Conaisseuren weltweit, dass dieser Kultwein, der rote Grange des Pères, nicht nur DIE Referenz für das Languedoc ist, sondern zu den größten Schätzen zählt, welche die französische Weinlandschaft überhaupt zu bieten hat. Denn sein Rotwein ist rar gesät und oftmals wird er nur an treue Stammkunden und Liebhaber verteilt. Er ist im Nu ausverkauft und auch wir würden uns über jede weitere Flasche für unsere Allokation freuen. Nur ganz wenige Weine schaffen es, eine Art Kultstatus zu erreichen und dies, ohne dass sie dazu hoher Bewertungen durch die einschlägigen Verkoster bedürfen.

2017: Die schlechte Nachricht haben wir zuerst: Es gibt keinen Weißwein im Jahrgang 2017 und vom Rotwein hat Laurent nur 50% einer normalen Ernte eingefahren. Diese Tatsache allein brächte uns dazu, über den Jahrgang zu schweigen, denn die wenigen Flaschen werden so schnell ausverkauft sein wie wohl nie zuvor. Es ist aber unserer persönlichen Neugier zuzuschreiben, dass wir bei jeder Arrivage einfach mit leuchtenden Augen der Vorfreude eine Flasche öffnen müssen, denn Grange des Pères ist für uns gemeinsam mit Trevallon und Roc d’Anglade einer der 3 Top-Kultweine des Südens. Also warum nicht doch darüber berichten?
40% Mourvèdre, 35% Syrah, 15% Cabernet Sauvignon und 10% Counoise bilden die Zauberformel des Jahrgangs. Im Glas schimmert ein rötlich-dunkler Wein, der eigentlich dem Farbschema nach eher ins Burgund zu verorten ist als ins Languedoc. Die Nase kennzeichnet wieder einen unverkennbaren Grange des Pères, dessen süßlicher Duft nach roten Herzkirschen, verbunden mit einem Hauch Thymian und Lavendel, unverkennbar ist. Es gibt nur einen weiteren Wein, den Rotwein der Domaine Trévallon, der unserer Meinung nach noch ebenso glasklar den Duft seiner Region samt der Flora in sich aufsaugt. Man riecht ins Glas und es kommen Assoziationen an Burgund und die Provence auf! Das süßlich reife Bouquet wird umrahmt von einer angenehmen Cabernet-Strenge, etwas Eukalyptus und Maulbeeren. Am Gaumen ist der 2017er Grange des Pères wunderbar stoffig. Die Tannine sind dabei fein poliert, man mag ihn ob seiner präsenten saftigen Frucht schon sofort nach der Auslieferung trinken. Er wird aber wohl von 1-2 Jahren weiterer Flaschenreife bestens profitieren. Dann sind auch die Tannine im Abgang noch geschmeidiger, die Frucht integrierter. Maraschino-Kirschen, eine ausgereifte Frucht frei von Hitze oder marmeladigen Noten, vermischen sich hier mit fleischigen Weinbergspfirsichen im Nachhall. Großer Wein, kleine Menge! So kann man den Jahrgang bestens umschreiben. Das ist enorm komplex und fein!

Zum Trinkfenster: Ein Grange des Pères macht auch in den ersten 2-3 Jahren nach seiner Freigabe allergrößte Freude, bevor er sich dann für einige Jahre verschließt und unserer Erfahrung nach mit 10 Jahren Reife wieder richtig erblüht. Anklänge an die teuersten Weltklasseweine von der Côte Rôtie oder aus Hermitage sind hier unüberschmeckbar. Der Wein besitzt eine innere Dichte und Saftigkeit, die einzigartig ist. Im Konzept burgundisch, jedoch aromatisch und strukturell kraftvoller. Nichts bremst den Wein, die rote Frucht ist fast süßlich, aber nicht schwer. In der Jugend versprüht Vaillés Wein einen enormen Fruchtcharme, mit 10-15 Jahren Reife wird er strenger und mineralischer, zählt dann zu den absoluten Unikaten der französischen Rotweinwelt. Laurent Vaillé setzt sich Jahrgang für Jahrgang sein eigenes vinologisches Denkmal mit fast furchteinflößender Konstanz. Wir freuen uns schon jetzt auf denkwürdige Momente, wenn wir einmal den 2017er Jahrgang mit angestaubtem Etikett aus dem Keller holen werden. Es wird ein großartiger Tag werden!

Ein perfekter Begleiter zum Paulillac-Lamm mit Kräuter-Semmelbrösel-Kruste und provencialischem Gemüsefächer oder Kaninchen mit weißen Speckbohnen und Ofentomaten. Höhepunkt wohl 2024 bis nach 2038!
Land: Frankreich
Region: Languedoc
Weingut: Domaine de la Grange des Pères – Aniane (Hérault)
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Mourvèdre, Syrah, Cabernet Sauvignon, Counoise
   
Verschluss: nicht spezifiziert
Bestell-Nr.: FLA120117
   
   
Allergene: Sulfite

Zum PDF-Datenblatt

Weiterempfehlen:
Ein ausgesprochener Lieblingswein von Pinard de Picard
99,00 €
(entspricht 132,00 €/l | Preise inkl. 19% MwSt. und zzgl. Versandkosten)

Lieferstatus: Artikel ist verfügbar.

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen