Bhilar, Phinca Abejera, tinto 2016

15,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Umwerfend. Das ist einer der attraktivsten Rioja, die wir je im Glas hatten

Bhilar, Phinca Abejera, tinto 2016
Wie der Name schon vermuten lässt, stammt dieser Rioja von der Einzellage La Abejera. Hinzu kam Frucht aus der ebenfalls in Elvillar in der Rioja Alavesa beheimateten Parzelle Valmayor. Die Weinberge des Ortes sind geprägt von hellem Kalkstein, in dem die Reben wurzeln. Valmayor wurde schon von David Sampedro Gils Großvater im Jahr 1929 bepflanzt. So wie es üblich ist in der Rioja, wurden die Reben in Gobelet erzogen, also in Buscherziehung. Genauso hat es David auch mit der Lage La Abejera gehalten, die er 1999 gepflanzt hat. In den letzten Jahren aber hat er die Reben umerzogen auf eine Einzelpfahlerziehung, wie es sie häufig im Burgund gibt. In beiden Parzellen steht Tempranillo, gemischt mit Graciano. Graciano ist zwar eine wenig bekannte, aber typische rote Rebsorte für die Rioja. Der Name steht für „gracias no“, was so viel wie „nein danke“ heißt. Sie ahnen vielleicht schon, woran das liegt. Die Sorte ist eine Diva, die viel Pflege braucht und schon deshalb nur noch selten in den Weinbergen der Rioja zu finden ist, die heute zum größten Teil auf Masse ausgelegt sind. Für David spielt der Graciano bei der Stilistik seines Abejera jedoch eine entscheidende Rolle, die schon im betörenden Duft des Weines schnell offensichtlich wird. Graciano bringt eine kühle Kräuteraromatik in den Wein. Entscheidend ist aber noch ein zweiter Punkt; denn die Sorte sorgt zudem für Säure und damit für viel Zug am Gaumen. Neben Tempranillo und Graciano sind es mit Garnacha und Viura zwei weitere klassische Sorten, die diese Cuvée komplettieren. Wer jetzt darauf hinweist, dass es sich bei der Viura um eine weiße Sorte handelt, hat natürlich Recht. Doch handelt es sich bei bei dieser Cuvée um die sehr klassische Art, auf der Iberischen Halbinsel Rotweine auszubauen. In jedem klassischen Weingarten dort findet man einen Anteil weißer Rebsorten neben den roten.

David Sampedro Gils Weingut ist nach Demeter zertifiziert, er arbeitet also nach biodynamischen Richtlinien. Für ihn gehört dazu auch der weitestmögliche Verzicht auf technische Hilfsmittel, vor allem im Weinberg, sodass man dort das ganze Jahr über Pferde zu Gesicht bekommt, die Arbeit verrichten. Hinzu kommen selbst hergestellte Komposte und Präparate, die aus den Weinbergen im Laufe der Zeit Orte der Biodiversität gemacht haben und denen man ihre Gesundheit schon von weitem ansieht. Dort werden die Trauben per Hand gelesen, vorsortiert und in kleine 10-Kilo-Kisten gelegt, ins Weingut gebracht und noch einmal sortiert, bevor sie mit den Füßen leicht angequetscht werden, um danach spontan vergoren zu werden. Alles hier läuft nach klassischer Zubereitungsart ab. Der Wein wird nach der Mazeration leicht gepresst und dann für drei Jahre in 500-Liter-Tonneaux gegeben, wo er reift, ohne dass die Tonneaux noch einmal neu aufgefüllt werden.

Was hier Jahr für Jahr aus der besonderen Kombination von Ort und Rebsorten entsteht, ist ein Rioja, der völlig eigenständig und einzigartig duftet. Es ist Wein, in dem man gleichsam baden möchte. Er ist eine Essenz von Amarena-Kirschen und Cassis, von Minze und weiteren Kräutern, der fast wie ein italienischer Amaro duftet. Tatsächlich wirkt der Wein warm und kühl zugleich; denn er hat warme Fruchtnoten und kühle Kräuter- und Gesteinsnoten, die sich hier verbinden. Und das tun sie nicht nur im Duft, sondern ebenso am Gaumen, wo der Wein mit einer Ouvertüre von dunklen Früchten, Crème und Schokolade beginnt, als habe man das Dessert von frisch gebackener Donauwelle als ersten Gang erhalten. Was dann aber tatsächlich an Fahrt aufnimmt, ist das Kräuterartige und das Kühle, das die warme und reife Frucht auf wunderbare Weise kontert. Hinzu kommt die Säure, die den Wein durchdringt und führt. Das Tannin schließlich ist von beeindruckender Noblesse. Der Phinca Abejera ist ein schwelgerischer Wein, üppig und tief, klar und präzise, cremig und seidig. Für uns ist er ein Meisterwerk.

Zu genießen ist dieser Rioja ab sofort bis ca. 2036 und länger. Dabei lohnt sich aktuell das Karaffieren des Weines.
Land: Spanien
Region: Rioja
Weingut: Bodegas Bhilar - Rioja
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Tempranillo, Graciano, Grenache, Macabeo
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: SRI030316
Bio-Kontrollstelle: ES-ECO-002-CM
Alkohol: 15,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Bodegas Bhilar S.L.
Calle de Lanciego
01309 Elvillar, Alava
Spanien

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