Ricasoli, Ceniprimo, Chianti Classico rosso 2017

14,5 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Komplexität, Opulenz, Länge und ein fantastisches Reifepotenzial!

Ricasoli, Ceniprimo, Chianti Classico rosso 2017
96 Punkte: „Das ist sehr duftig und fruchtig, mit Kirschen, weißen Johannisbeeren und nur einem Hauch Vanille. Mittelkräftig mit dichten, polierten und seidigen Tanninen und einem aromatischen Abgang. Cremig und raffiniert und doch strukturiert. Subtil und sehr, sehr lang.“ - James Suckling

18 Punkte – Vinum

„CeniPrimo“ ist mit nur sechs Hektar der kleinste der drei Crus von Ricasoli. Die Reben wachsen auf 300 Metern Höhe im Tal des Flüsschens Arbia auf einer uralten, aus Schwemmland bestehenden Flussterrasse mit südwestlicher Ausrichtung. Am „CeniPrimo“ lässt sich neben den faszinierenden, zum Teil recht spektakulären Unterschieden der Einzellagen, fast überdeutlich der Einfluss des Jahrgangs ablesen.

Der allerdings war, gelinde gesagt, wenig gewöhnlich. Genauer: Ein derart anomales Jahr hat es so möglicherweise noch nicht gegeben. Einem recht milden, wenig frostigen Winter folgte ein kühler Februar, in dem die Tiefsttemperaturen in etwa dem üblichen Mittel entsprachen. Die Rebstöcke trieben indes gegen Ende März aus und damit gut zehn Tage früher als in den Jahren zuvor. Dann, wie aus dem Nichts, in der zweiten Aprilhälfte Spätfrost, gefolgt von mehr als zwei Monaten Trockenheit und extremer Hitze, die dem Boden und den Reben entsprechend zusetzte. Die erlösenden Regenfälle – zwei an der Zahl! – zwischen Ende August und der ersten Septemberdekade verhalfen der Flora zu einer Phase der Regeneration, die eine bemerkenswert gute physiologische wie phenolische Reife der Trauben ermöglichte.

Sekundenbruchteile lang, die gefühlt in Zeitlupentempo verstreichen, verhalten, sehr verhalten, aus der Tiefe des Glases dann subtil, aber umso druckvoller die breit aufgestellte Frucht, die den Eindruck erweckt, als könne sie sich nicht zwischen leuchtend hellem Rot (Walderdbeeren, Kirsche, etwas Himbeere und Hagebutte) und fast schwärzlichem Violett (Brombeeren, Cassis, Holunder) entscheiden. Nach und nach verdichtet sich das Geschehen, der Dufthorizont wird dabei erweitert, aus der aromatisch dunklen, leicht rauchigen Gemengelage steigt ein dicht geflochtener Strang von balsamischen Kräutern (Rosmarin, etwas Eisenkraut) und warmen Gewürzen (Nelke, Vanille, weißer Pfeffer). Am Gaumen die wundersame Gleichzeitigkeit von Wärme (pulverisierte getrocknete Orangenschale, karge Flechten auf in der Sonne gewärmten Stein) und Kühle (süßliche Beeren- und Kirschfrucht mit säuerlichen, zart-herben Einsprengseln), dazu eine jugendlich „stabile“, kraftvolle Tanninstruktur, präsent, raumgreifend, dabei schon enorm geschmeidig und die für Sangiovese charakteristische, enorm trinkanimierende Säure. Im Nachhall nochmals ein fast ungestümer Schub des ganzen Aufgebots, sehr kühl, sehr komplex, sehr lang. Enorm lang. Und dabei, trotz aller Opulenz, enorm elegant: ecce vino!

Unser Tipp: Gönnen Sie sich den direkten Vergleich mit den anderen Crus „Colledilà“ und „Roncicone“! Da diese sogenannten „Raritas“-Weine nahezu identisch ausgebaut sind, lassen sich anhand der unterschiedlichen Bodenformationen und Ausrichtungen der Lagen, Vielseitigkeit und Variationsbreite der Sangiovese-Traube aus der Hand eines Meisters im Glas nachvollziehen und ergründen.

Jetzt schon zugänglich, etwas Luft schadet nicht, man könnte (sollte?) sich ein wenig Zeit (2+ Jahre) lassen – bis 2037+
Land: Italien
Region: Toskana
Weingut: Barone Ricasoli, Toskana
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Sangiovese
   
Verschluss: nicht spezifiziert
Bestell-Nr.: ITO071717
Alkohol: 14,5 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Barone Ricasoli
Cantine del Castello di brolio
53013 Gaiole in Chianti
Italien

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