Fürst, Bürgstadter Berg 1. Lage Frühburgunder 2018

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Frühburgunder ist an sich schon eine Seltenheit.

Fürst, Bürgstadter Berg 1. Lage Frühburgunder 2018
Die Fürsts haben diese Rebsorte in Franken vor dem Vergessen bewahrt. Was für ein Glück!

Der Pinot Noir, der Spätburgunder, ist eine mutationsfreudige Sorte. Zu den vielen Verwandlungen, die er neben denen zum Pinot Gris und Pinot Blanc durchgemacht hat, gehört die zum Frühburgunder, dem Pinot Noir Précoce oder Pinot Madeleine, wie er in Frankreich genannt wird. Das muss schon vor Jahrhunderten der Fall gewesen sein; denn darauf deuten sowohl die zahlreichen mehr als 100 Synonyme hin als auch die Tatsache, dass der Frühburgunder wohl schon im Mittelalter vom Burgund aus nach Ingelheim, wo Karl der Große zeitweise residierte und Burgundersorten anpflanzen ließ, und dann auch nach Churfranken gekommen ist. Trotz der langen Tradition wäre der Frühburgunder beinahe ausgestorben. Zwar war er in den frühen 1900er Jahren an der Ahr noch die am weitesten verbreitete Rebsorte, doch schon in den 1960ern gab es in ganz Deutschland nur noch 15 Hektar. Das lag neben einem damaligen Virenbefall vor allem auch daran, dass die früh reifende Sorte eine noch größere Diva ist als der Spätburgunder, weshalb sich mit ihr irgendwann kaum noch ein Winzer befassen wollte. Mittlerweile aber erlebt die Sorte eine bescheidene Renaissance, unter anderem deshalb, weil Winzer wie Paul Fürst sich ihrer angenommen haben und sie sehr wertschätzen, besonders auch deshalb, weil sie als früh reifende Burgundersorte in Zeiten des Klimawandels einige Vorteile bietet.

So gibt es also Parzellen im Bürgstadter Berg, die mit Frühburgunder bestockt sind, der im Keller ganz ähnlich ausgebaut wird wie der Spätburgunder. Das Ergebnis ist aber ein spürbar und vor allem schmeckbar anderes. Im Duft meint man zwar fast einen Spätburgunder mit einem Hauch Syrah im Glas zu haben. Aber es zeigt sich hier in der Frucht von Beeren und einem Hauch von Sauerkirschen auch eine reife Zwetschge und ein für den Frühburgunder typischer Anflug von Teer. Hinzu kommen leicht rauchige und erdige Noten sowie Kräuterwürze. Am Gaumen verbindet sich das Erdige und Bodenständige dieser Sorte mit der reifen und dunklen Frucht, die sich aber zugunsten von Trockenkräutern, Unterholz, Grafit und Gewürzen eher in den Hintergrund schiebt. Am beeindruckendsten präsentieren sich bei diesem formidablen Frühburgunder die prägnante Säurestruktur und das griffig markante Tannin, das dem „Bürgstadter Berg“ eine ganz eigene kraftvolle Struktur gibt, ohne es an Finesse mangeln zu lassen. Es ist ein wunderbar vielschichtiger Wein.

Dieser Wein bietet schon jetzt große Trinkfreude. Sein ganzes Potential dürfte er aber ab 2022 bis 2030 und länger ausspielen.
Land: Deutschland
Region: Franken
Weingut: Weingut Rudolf Fürst
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Frühburgunder
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: DFR011018
Alkohol: 13,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Rudolf Fürst
Hohenlindenweg 46
63927 Bürgstadt am Main
Deutschland

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