Bhilar, Phinca Hapa, blanco 2018

14,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Einen so völlig eigenständigen und dazu noch so brillanten weißen Rioja trifft man nur extrem selten an.

Bhilar, Phinca Hapa, blanco 2018
In der Reihe der Weine, die David Sampedro Gil und seine Frau Melanie Hickman erzeugen, bezeichnen die Phinca-Weine eigentlich die Einzellagen, aus denen sie stammen. In diesem Fall handelt es sich zwar auch um einen Einzellagenwein, doch den Namen der Lage haben die beiden, vor allem jedoch Melanie, verändert. Sie war es, die diesen in den 1970er Jahren angelegten Weingarten 2016 von Geld aus ihrer Altersvorsorge erworben hat, und sie hat ihn nach ihrem geliebten Hund Hapa benannt, den sie früher auf Hawaii hatte. Daraus erklärt sich auch das Motiv des Etiketts. Der Weinberg ist eine echte Besonderheit. Als hätte der frühere Besitzer den Klimawandel vorausgeahnt, hat er in den 70ern die sechs Hektar oberhalb des Ortes Elvillar bis auf 720 Meter Höhe bepflanzt. Damals ist er noch ausgelacht worden, für David und Melanie aber ist der nördlich ausgerichtete Weinberg ein Geschenk. Im oberen Teil steht die weiße Viura, im unteren, etwas wärmeren Teil sind es rote Sorten, die in den Hapa tinto eingehen. Beide Weine profitieren vom hellen Kalkstein der Gegend.

Vom ersten Moment an haben die beiden den Weinberg auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt und pflegen ihn wie ihre anderen Weinberge auch. Tees, Auszüge, Komposte und Präparate werden selbst hergestellt. Gearbeitet wird mit Pferden, gelesen wird von Hand in kleine 10-Kilo-Kisten. Im Weingut werden die Beeren penibel sortiert, was gerade bei Naturweinen besonders wichtig ist, weil im Keller nicht mehr durch Zusätze interveniert werden soll. Anderswo werden die Moste geschwefelt, bei David nicht. Er gibt seinen Weinen erst zur Füllung ein wenig Schwefel mit auf den Weg – genauer gesagt, seinen anderen Weinen; denn der Hapa bleibt frei von allem. Dafür werden die Trauben weitgehend entrappt, mit den Füßen eingemaischt, dann für zwei Monate auf den Häuten in offenen Tonneaux vergoren und danach in geschlossenen 500-Liter-Tonneaux über mindestens ein Jahr ausgebaut. Diese Maischevergärung macht den Wein so stabil, dass er keine weiteren Additive benötigt.

Was er allerdings von uns benötigt, ist Aufmerksamkeit, Ruhe und Zeit, eine Karaffe und Burgundergläser. Denn dann schenkt uns dieser Wein Glücksmomente über Stunden hinweg. Es ist das Wesen solcher Naturweine, dieser Orangeweine, dass sie sich – wenn sie wie in diesem Fall gut gemacht sind – über Stunden und Tage immer weiter entwickeln und immer mehr und immer wieder anderes von sich preisgeben. Dieser Wein ist in hohem Maße komplex, und doch ist er zugleich so zugewandt, dass diese Komplexität gar nicht schwer zu verstehen ist. Der orangefarbene Weißwein duftet nach Bergamotte und Marillen, nach Kumquats und Birnen, er duftet ferner nach Safran und Kurkuma, gleichfalls nach Sauerteigbrot und Bienenwachs, nach Kalk und Kreide. Am Gaumen fächert sich all das auf, an der Zungenspitze hat er eine angenehme Süße, die in eine lebendige, aber reife Säure übergeht. Der Wein zeigt sich am Gaumen wie ein Rotwein mit Gerbstoff und Phenolik, und doch verströmt er die Frische eines Weißweins, hat helle Aromen und wieder diese prägnante Würze und die feine Bitterkeit von Orangenschalen im Finale. Was für ein Erlebnis!

Zu genießen ist dieses Unikat ab sofort bis ca. 2030 aus großen Burgundergläsern. Dabei lohnt sich vor allem das Spiel mit unterschiedlichen Temperaturen. Der Wein profitiert sehr vom Karaffieren und ist ein wunderbarer Begleiter zu Speisen, bei denen jeder Rotwein zu schwer und fruchtbetont daherkäme, ein gewöhnlicher Weißwein aber zu leicht wäre.
Land: Spanien
Region: Rioja
Weingut: Bodegas Bhilar - Rioja
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Macabeo, Grenache Blanc, Malvasia
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: SRI030518
Alkohol: 14,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Bodegas Bhilar S.L.
Calle de Lanciego
01309 Elvillar, Alava
Spanien

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