Fürst, Spätburgunder Tradition 2017

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Ein Großes Gewächs in ‚Ausbildung‘

Fürst, Spätburgunder Tradition 2017
Sebastian Fürst brennt für Spätburgunder. Er zählt zu einem kleinen, aber feinen Kreis deutscher Winzer, die bestens vernetzt sind, mit offenen Augen durchs Leben gehen und sowohl mit Respekt als auch Inspiration die Fühler gen Richtung Burgund ausstrecken. Neben dieser leidenschaftlichen Passion ist es vor allem das Fingerspitzengefühl für den richtigen Umgang mit der Diva der roten Rebsorten, die das Weingut Fürst heute an der Spitze der Burgunderbetriebe Deutschlands stehen lässt. Den Weg hierfür ebnete bereits sein Vater Paul, der seit den 80er Jahren deutschen Spätburgunder international salonfähig machte.

Im aktuellen Vinum Weinguide 2019 urteilt die Jury: „In der Zeit seit Sebastiens Einstieg ist die Qualität der Kollektion immer noch weiter gestiegen, was angesichts des bekannt hohen Niveaus der Fürst’schen Weine kaum möglich erscheint.“ Wir finden, dass dies vor allem in der Basis bemerkbar ist, denn jemand wie Sebastian, dessen ganze Schaffenskraft in die Passion Pinot Noir fließt, der weiß wie guter Pinot Noir entsteht, der kann keine Kompromisse bei der Basis machen. Dabei hat sich das Weingut über die vielen Jahre einen Status erarbeitet, der eben eine derartig strenge Qualitätsphilosophie ermöglicht. Erster Schritt sind niedrige Erträge. „Es macht keinen Sinn beim Spätburgunder zu schwach einzusteigen. Bereits hier sind die Erträge deutlich unter 50 hl/ha.“ Der Spätburgunder Tradition stammt selbstredend komplett aus eigenen Trauben, davon überwiegend aus Bürgstadter Lagen, ist somit vom Buntsandstein geprägt. Eine Parzelle aus Astheim steht auf Muschelkalk. Im Spätburgunder Tradition befinden sich auch die Trauben etwas jüngere Reben aus den Großen Gewächslagen Centgrafenberg und Hundsrück. Damit ist dieser Wein so etwas wie die Ausbildungsstätte der großen Weine, Große Gewächse in Ausbildung!

Bereits das Bouquet ist ungemein erhaben. Es zeichnet sich durch seine ätherische Art aus. Hier schweben Kirschen und Minzdüfte aus dem Burgunderglas. Erst mit der Zeit kommt eine zarte Würzigkeit hinzu. „Für uns ist das ein klassischer Jahrgang. Wir hatten leichte Frostschäden, aber weniger als 2016, und obwohl 2017 von der Witterung eher warm war, hat der Wein weder einen heißen noch kühlen Charakter,“ umschreibt Sebastian die Stilistik des aktuellen Jahrgangs. Die Frucht ist hier klar und präsent definiert. Das liegt auch daran, dass der Spätburgunder über ein Jahr in gebrauchten Barriques von dritter bis sechster Belegung verbrachte. Diese Sinnlichkeit, für uns die wichtigste Komponente eines guten Burgunders, zieht sich auch am Gaumen fort. Da tritt der Tradition mit Kraft und Vielschichtigkeit auf, bricht allerdings nicht unerwartet hinein, sondern kündigt sich vornehm an. Neben verführerischer Herzkirsche macht sich hier auch ein feines Tannin bemerkbar, eine zarte Würze, die mit Luft leicht speckige Noten annimmt, im Abgang dann wieder verspielt und fruchtig ausklingt. Nachdem die Weine im Fass vorgeklärt wurden, füllt Sebastian sie in der Regel unfiltriert ab. Auch dies ist einer der vielen kleinen Schritte, um noch mehr Feinheit und Facetten in die fantastischen Weine zu bringen.

Das ist für uns schlichtweg einer der schönsten Spätburgunder in der für die Rebsorte so attarktiven Preisklasse. Ein sensationeller Weinwert, der bereits ein Vorgefühl auf die markante Stilistik der Fürstschen Weine gibt und völlig ohne Reue bereits bei Freigabe genossen werden kann. Kategorie: Persönliche Empfehlung!

Zu genießen ab sofort, Höhepunkt wohl ab Herbst 2020 bis 2027+.
Land: Deutschland
Region: Franken
Weingut: Weingut Rudolf Fürst
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Pinot Noir
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DFR010617
Alkohol: 13,0 % vol.
Restzucker: 0,1 (g/L)
Gesamtsäure: 5,0 (g/L)
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Rudolf Fürst
Hohenlindenweg 46
63927 Bürgstadt am Main
Deutschland

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