
Francesco Versio
Langhe Freisa DOC, rosso
2023
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NEU! Debütjahrgang: Francescos erster Freisa!
17/20 – Jancis Robinson
Mit dem Jahrgang 2023 feiert Francesco Versio sein Freisa-Debüt. Nur 1.200 Flaschen sind es geworden, doch liebt der 39-jährige die autochthone Rebsorte so sehr, dass er bereits plant im Jahr 2026 in Neive weitere Reben zu pflanzen. Auch hier schwebt dem Winzer eine Stilistik vor, die erfrischend neu wirken soll, ihre Wurzeln aber im Ursprung der Rebsorte hat, also echte Geschichte besitzt – denn die besitzt Freisa auf jeden Fall! Sie zählt zu den ältesten Rebsorten des Piemont und ist nach jüngsten Kenntnissen eine natürliche Kreuzung von Nebbiolo und X: Die Partnerrebsorte ist weiterhin unbekannt. Nicht zu fruchtig und kein auf „big wine“ getrimmter Typ soll es sein. Der Trinkfluss definiert den Wein, ohne dabei die Rebsortencharakteristik zu verlieren, so das Credo. Die dickschalige Rebsorte erzeugt von Natur aus viel Tannin, weshalb Francesco hier durchaus den Ertrag etwas erhöht und bei den zukünftigen Neupflanzungen auf gen Osten gerichtete Weinberge achtet, denn die Trauben neigen zur Überreife und sorgen so für adstringierende Weine. In bis zu vier Durchgängen liest der Winzer hier die unreifen oder anderweitig suboptimalen Trauben heraus, betreibt die sogenannte grüne Lese. Im Anschluss wandert das Lesematerial auf einen Selektiertisch. Den Aufwand, den diese Diva an sich stellt, ist beachtlich. Doch hier wird schnell klar, dass es sich um eine Herzensangelegenheit handelt und wer kann Francesco versagen, wenn hier die emotio die ratio verdrängt, wenn dabei ein solch betörender Wein entsteht und das Ergebnis weingewordene Liebe ist?
Schon das Bouquet des granatroten Freisas ist in seiner satten Beerigkeit höchst attraktiv, dazu die pfeffrigen Noten: herrlich! Versio baut den Wein komplett im Stahltank aus (15 % Ganztrauben), um den Fokus ganz auf die Frucht zu lenken. Der pure Most gärt hier, penibelst achtet er darauf die Tannine aus den dicken Schalen nicht zu sehr zu extrahieren. „Im Prinzip muss Freisa wie ein einfacher Langhe Nebbiolo behandelt werden, nicht wie ein Barbaresco“. Das bestätigt sich auch am Gaumen. Der Freisa hat eine feine rotbeerige Säuerlichkeit, animierend kirschige Noten und sehr sanfte Tannine. Er ist kirschiger als der Dolcetto und noch etwas wilder in der Aromatik. Ein wunderbarer Wein der Langhe, den wir uns bevorzugt zu Pilzgerichten und herzhaften Vorspeisen gönnen!
PS: Die „grande dame“ der englischen Weinkritik, Jancis Robinson, bewertet den Wein übrigens mit beachtenswerten 17 Punkten („Distinctive“)!
Ab sofort und im Sommer gern leicht gekühlt (14–16 °C).
Via De Revello 73
12052 Neive (CN)
ITALIEN