Seehaldenhof
Seehalde Chardonnay
2023
Lieferbar Limitiert: max. 6 Flaschen pro Kunde!
Ihr Preis
44,50 €
Art.-Nr. DWU020723
・ 12,5 % Vol.
・ Lebensmittelangaben
・ Allergene:
0,75 l ・ 59,33 €/l ・ inkl. 19 % MwSt. ・ zzgl. Versandkosten
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Chardonnay, so straff, so geschliffen, so geradlinig und lang!
95/100 – Falstaff
Der Chardonnay kam erst spät nach Deutschland und wurde tatsächlich erst 1991 offiziell zugelassen. Mittlerweile aber hat er einen steilen Aufstieg hingelegt, was sich auch am Portfolio von Pinard de Picard nachvollziehen lässt: Die Vielzahl großer deutscher Chardonnays ist beeindruckend! Talentierte Winzer haben wir viele, einen Wein wie die „Seehalde“ von Simon Hornstein hatten wir jedoch nie. Das liegt nicht nur an der Begabung bzw. dem Können des Winzers, es liegt auch an den Besonderheiten seines Wirkungsortes. Nonnenhorn ist ein kleines Dorf zwischen Wasserburg und Kressbronn, das auf einer Landzunge am Nordufer des bayerischen Teils des Bodensees liegt. Man erkennt Weinberge, vor allem aber Obstgärten. Die Lagen sind vergleichsweise flach und die „Seehalde“, aus der dieser Wein stammt, erst recht. Völlig unscheinbar verschwindet sie hinter dem Haus der Familie von Simon und endet am Ufer des Bodensees. Dass ein Chardonnay, der von hier stammt, einem Vergleich mit Cru-Burgundern standhalten kann, ist daher umso schöner.
Diesen hat Master Sommelier Frank Kämmerer im vorletzten Jahr im Magazin Vinum angestellt: „Die mineralische Strenge eines Corton-Charlemagne scheint sich der Seehalde-Chardonnay zum Vorbild genommen zu haben, scheinbar schlank am Gaumen trotz großer innerer Konzentration und mit ganz subtilem Grip und sehr feinem Holz im mundwässernden Finish – absolut vielversprechendes Potenzial!“ Das Beeindruckende ist, dass sich das Burgundische, das im Vergleich ja immer mitschwingt, wenn es um Chardonnay oder Pinot Noir geht, mit etwas Atlantischem vermischt. Dieser Wein kommt nicht aus dem Burgund, dafür wirkt er zu kühl, zu druckvoll, zu jodig. Am Atlantik ist ein solcher Chardonnay wiederum auch schwer zu finden. Dass dieser Wein von Deutschlands größtem Binnensee stammt, ist aber, selbst wenn man es weiß, eine Überraschung.
Die Basis für diese Klasse bildet die schon angesprochene Seehalde, die von kiesigem und steinigem Terroir mit einer Ansammlung von Carbonatsanden, die aus zermahlenen früheren Süßwassermuscheln entstanden sind, geprägt ist. Der Boden ist durchlässig, was hier für einen erfolgreichen Weinbau unabdingbar ist, da die Wolken, die vor den Alpen hängen bleiben, doch etwa doppelt so viel Wasser abregnen wie etwa in Würzburg – rund 1.200 mm pro Jahr. Was ebenfalls eine prägende Rolle spielt, ist die Höhe (400 Meter ÜNN) des Orts – es gibt nur zwei Weinberge in Deutschland, die höher angesiedelt sind.
Simon Hornstein hat den Chardonnay als ganze Trauben gepresst. Der Saft wurde dann in tonneaux und Barriques spontan vergoren und dort für 16 bis 18 Monate auf der Vollhefe belassen. Die Lagenweine – Spätburgunder wie Chardonnay – sind die einzigen, bei denen ein wenig Neuholz im Spiel ist. Es wird nur gering geschwefelt, nicht geschönt und nicht filtriert.
Dieser Chardonnay ist schon in der Nase ein Ereignis. Und das nicht etwa, weil er so expressiv wäre, sondern weil er es nicht ist. Weil er so fein und zart wirkt, so hell, ohne ins Duftige überzugehen. Er erinnert an Mugi, japanischen Getreidetee, an Sauerteig, frisch geknackte Mandeln, an Birnen und an Zitronenschalen. Dazu kommt eine atlantische, jodig wirkende Brise. Am Gaumen öffnet sich der Wein, wird ungemein salzig, saftig, präsentiert sich leicht phenolisch und fest gewirkt mit feinem grip. Das wenige Neuholz bildet nicht nur strukturell eine Basis, sondern liefert auch eine dezent würzige und rauchige Note in diesem Zusammenspiel von heller, wiederum auch zitrischer Frucht, kühler, straffer Säure und vibrierender Mineralität, Frische und dem angesprochenen Salz. Simons „Seehalde“ ist ein Chardonnay, den man nicht verpassen sollte, wenn man es präzise, geradlinig, geschliffen und gleichzeitig vielschichtig mag.
Der Chardonnay kam erst spät nach Deutschland und wurde tatsächlich erst 1991 offiziell zugelassen. Mittlerweile aber hat er einen steilen Aufstieg hingelegt, was sich auch am Portfolio von Pinard de Picard nachvollziehen lässt: Die Vielzahl großer deutscher Chardonnays ist beeindruckend! Talentierte Winzer haben wir viele, einen Wein wie die „Seehalde“ von Simon Hornstein hatten wir jedoch nie. Das liegt nicht nur an der Begabung bzw. dem Können des Winzers, es liegt auch an den Besonderheiten seines Wirkungsortes. Nonnenhorn ist ein kleines Dorf zwischen Wasserburg und Kressbronn, das auf einer Landzunge am Nordufer des bayerischen Teils des Bodensees liegt. Man erkennt Weinberge, vor allem aber Obstgärten. Die Lagen sind vergleichsweise flach und die „Seehalde“, aus der dieser Wein stammt, erst recht. Völlig unscheinbar verschwindet sie hinter dem Haus der Familie von Simon und endet am Ufer des Bodensees. Dass ein Chardonnay, der von hier stammt, einem Vergleich mit Cru-Burgundern standhalten kann, ist daher umso schöner.
Diesen hat Master Sommelier Frank Kämmerer im vorletzten Jahr im Magazin Vinum angestellt: „Die mineralische Strenge eines Corton-Charlemagne scheint sich der Seehalde-Chardonnay zum Vorbild genommen zu haben, scheinbar schlank am Gaumen trotz großer innerer Konzentration und mit ganz subtilem Grip und sehr feinem Holz im mundwässernden Finish – absolut vielversprechendes Potenzial!“ Das Beeindruckende ist, dass sich das Burgundische, das im Vergleich ja immer mitschwingt, wenn es um Chardonnay oder Pinot Noir geht, mit etwas Atlantischem vermischt. Dieser Wein kommt nicht aus dem Burgund, dafür wirkt er zu kühl, zu druckvoll, zu jodig. Am Atlantik ist ein solcher Chardonnay wiederum auch schwer zu finden. Dass dieser Wein von Deutschlands größtem Binnensee stammt, ist aber, selbst wenn man es weiß, eine Überraschung.
Die Basis für diese Klasse bildet die schon angesprochene Seehalde, die von kiesigem und steinigem Terroir mit einer Ansammlung von Carbonatsanden, die aus zermahlenen früheren Süßwassermuscheln entstanden sind, geprägt ist. Der Boden ist durchlässig, was hier für einen erfolgreichen Weinbau unabdingbar ist, da die Wolken, die vor den Alpen hängen bleiben, doch etwa doppelt so viel Wasser abregnen wie etwa in Würzburg – rund 1.200 mm pro Jahr. Was ebenfalls eine prägende Rolle spielt, ist die Höhe (400 Meter ÜNN) des Orts – es gibt nur zwei Weinberge in Deutschland, die höher angesiedelt sind.
Simon Hornstein hat den Chardonnay als ganze Trauben gepresst. Der Saft wurde dann in tonneaux und Barriques spontan vergoren und dort für 16 bis 18 Monate auf der Vollhefe belassen. Die Lagenweine – Spätburgunder wie Chardonnay – sind die einzigen, bei denen ein wenig Neuholz im Spiel ist. Es wird nur gering geschwefelt, nicht geschönt und nicht filtriert.
Dieser Chardonnay ist schon in der Nase ein Ereignis. Und das nicht etwa, weil er so expressiv wäre, sondern weil er es nicht ist. Weil er so fein und zart wirkt, so hell, ohne ins Duftige überzugehen. Er erinnert an Mugi, japanischen Getreidetee, an Sauerteig, frisch geknackte Mandeln, an Birnen und an Zitronenschalen. Dazu kommt eine atlantische, jodig wirkende Brise. Am Gaumen öffnet sich der Wein, wird ungemein salzig, saftig, präsentiert sich leicht phenolisch und fest gewirkt mit feinem grip. Das wenige Neuholz bildet nicht nur strukturell eine Basis, sondern liefert auch eine dezent würzige und rauchige Note in diesem Zusammenspiel von heller, wiederum auch zitrischer Frucht, kühler, straffer Säure und vibrierender Mineralität, Frische und dem angesprochenen Salz. Simons „Seehalde“ ist ein Chardonnay, den man nicht verpassen sollte, wenn man es präzise, geradlinig, geschliffen und gleichzeitig vielschichtig mag.
Ab sofort (etwas Luft vorausgesetzt) ein Genuss, idealerweise ab 2027 und bis sicherlich 2034.
Expertise
Land
Deutschland
Region
Württemberg
Weingut
Inhalt
0,75 l
Weinart
Weißwein
Rebsorten
Chardonnay (100 %)
Verschluss
Korken (natur)
Bestell-Nr.
DWU020723
Alkoholgehalt
12,5 %
Enthält Sulfite (E 220 - E 224).
Anschrift des Winzers:
Hornstein am See GbR
Conrad-Forster Straße 50
88149 Nonnenhorn
DEUTSCHLAND
Conrad-Forster Straße 50
88149 Nonnenhorn
DEUTSCHLAND
Bei einem Wein vom Bodensee den Begriff „Cru“ zu verwenden, ist uns erstmals beim Chardonnay vom Seehaldenhof namens Seehalde in den Sinn gekommen.