Negri, Giulia, „La Tartufaia“ DOCG Barolo, rosso 2017

14,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

In La Tartufaia, dem Trüffelwald von La Morra, findet sich noch ein anderer Schatz: den gleichnamigen Barolo!

Negri, Giulia, „La Tartufaia“ DOCG Barolo, rosso  2017
Giulia Negri ist gesegnet – das darf man wohl so sagen. Denn die junge Winzerin, die noch keine 30 Jahre alt ist, verfügt nicht nur über ein außergewöhnliches Talent und Gespür für ihre Weine, sie darf ihrer Profession auch an einem der schönsten Orte nachgehen, den man sich dafür vorstellen kann. Es ist La Morra, der „Grand-Cru-Ort“ des Piemonts, weltberühmt für seinen Barolo. Es ist auch der Weinberg „Serradenari“, eine historische Lage und mit 530 Metern der höchste Weinberg im Barolo-Gebiet. Auf diesem Berg wechseln sich Reben mit dem einzigen Trüffelwald des Ortes ab: La Tartufaia. Weinberg wie Wald befinden sich seit 100 Jahren im Besitz von Familie Negri – ein wunderbares Erbe, das Giulia vor einigen Jahren antreten konnte.

Der Barolo „La Tartufaia“ verbindet Nebbiolo aus dem unteren Teil des „Serradenari“ mit der Frucht aus einem weiteren berühmten Cru-Weinberg in La Morra: „Brunate“, etwas weiter östlich gelegen und flacher. Beide Weinberge sind bestimmt durch den Unterboden aus dem Tortonium, einem blau-grauen Mergel mit viel Magnesiumcarbonat und Mangan sowie Sand und Ton im Oberboden. Gerade der Oberboden macht den Barolo aus La Morra ausgesprochen elegant und delikat, und wenn man so will, geradezu feminin im Gegensatz zum Barolo aus Serralunga, der deutlich tanninbetonter und kraftvoller ist. Kraft besitzt „La Tartufaia“ natürlich trotzdem und zudem einen Hauch von Kühle von der hohen Lage, aus der der Wein stammt.

Wir waren natürlich gespannt wie sich der Jahrgang 2017 nach dem unglaublichen Spitzenjahrgang 2016 schlagen würde. 2016 war sicherlich trotz des nicht einfachen Jahrgangsverlaufs eines der besten Jahre in Norditalien für exzellente Rotweine. 2017 erreichte viele Winzer im April (auch in Barolo und Barbaresco) eine große Frostwelle. Dies erklärt unsere teilweise homöopathischen Mengen, sodass wir allen Liebhabern dringend raten möchten, die überaus begehrten (und heißgeliebten!) Favoriten des Jahrgangs 2017 möglichst rasch zu reservieren: es wird davon nicht viel geben! Diese Weine erinnern uns an so elegante Jahre wie 2011 und 2014, die mitunter ein echt burgundischen Charakter an den Tag legen. Das zeigt sich auch bei Giulias Barolo, der mit schönem Rubinrot im Glas liegt und ganz fein nach getrockneten Rosenblättern, Hagebutten und Amarena-Kirschen duftet. Er wirkt wunderschön klassisch. Natürlich auch, weil sie hier auf die Tradition ihrer Region setzt: Nach der Handlese und der Sortierung wurde der Nebbiolo spontan über mehrere Wochen in konischen 60-Hektoliter-Holzfermentern vergoren, bevor er über 24 Monate in 2500-Liter-Fässern aus slawonischer Eiche verbrachte und dann eine weitere Zeit in der Flasche reifen durfte. Darum zeigt sich der Barolo auch nicht im zeitgeistig-schicken aber austauschbaren Glanz neuer Barriques, sondern angenehm gediegen und zeitlos. Reife Pflaumen, Tabak und Erdbeeren prägen ihn am Gaumen. Die Tannine sind fest, verlangen noch nach zwei bis drei Jahren Flaschenreife, die man momentan wunderbar mit einer bistecca fiorentina „pazifizieren“ kann, deuten aber auch auf den schonenden Ausbau und feinstes Lesematerial hin. Klasse und Finesse sind die zwei Attribute, die uns hier sofort einfallen. Aber auch schlicht und ergreifend Eleganz! La Morra ist unserer Meinung nach der Inbegriff von Eleganz, und Giulia Negri beweist eben auch in anspruchsvolleren Jahrgängen ein echtes Händchen. Einfach meisterhaft, auguri!

Der Barolo sollte aktuell nur mit viel Luft und Zeit genossen werden. Seinen Höhepunkt dürfte er ab 2026 erreichen und dann über die nächsten zehn-fünfzehn Jahre.
Land: Italien
Region: Piemont
Weingut: Giulia Negri - Piemont
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Nebbiolo
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: IPI090417
Alkohol: 14,0 % vol.
Restzucker: 0,4 (g/L)
Gesamtsäure: 5,6 (g/L)
   
schwefelige Säure: 0 (mg/L, frei)
schwefelige Säure: 66 (mg/L, gesamt)
Analysedatum: 11.12.20
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Serradenari Società Agricola
Via Bricco del Dente 19
12064 La Morra (CN)
Italien

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