López de Heredia, „Viña Bosconia” Reserva DOCa Rioja, tinto 2010

Don Rafaels „burgundische“ Nische. „Special wine, showing its age and tradition.“ 95 Punkte – James Suckling
„Viña Bosconia” Reserva DOCa Rioja, tinto
24,90 €

Art.-Nr.: SRI040210 · Inhalt: Normalflasche 0,75 l · 33,20 Euro/l
inkl. 19% MwSt. · zzgl. Versandkosten

13,5 Vol.% / Allergene: Sulfite / Lieferbar

„Viña Bosconia” Reserva DOCa Rioja, tinto 2010

„Viña Bosconia” Reserva DOCa Rioja, tinto
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López de Heredia, „Viña Bosconia” Reserva DOCa Rioja, tinto 2010

13,5 Vol.% / Allergene: Sulfite / Lieferbar

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Art.-Nr.: SRI040210 · Inhalt: Normalflasche 0,75 l · 33,20 Euro/l
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Don Rafaels „burgundische“ Nische. „Special wine, showing its age and tradition.“ 95 Punkte – James Suckling

Wenn Sie die ganze Bandbreite der Weine von R. López de Heredia vergleichen, dann fällt auf, dass ein Wein heraussticht, weil er in eine Burgunderflasche gefüllt wird. Es ist die Cuvée aus dem Viña Bosconia, jenem Weinberg, den der Gründer des Weinguts, Don Rafael López de Heredia y Landeta, El Bosque („der Wald“) genannt hat. Der Weinberg liegt nur einen knappen Kilometer vom Weingut entfernt auf einer Anhöhe von 465 Metern. Wie alle Weinberge des Weinguts findet man ihn in direkter Nähe des Ebro, sodass das spezielle Kleinklima am Fluss voll ausgeschöpft wird. Während die anderen Weinberge des Guts sehr kalkreich sind und eine recht geringe Lehmauflage haben, ist es beim „Bosconia“ genau anders herum. Vielleicht war das der Grund, weshalb Don Rafael Anfang des 20. Jahrhunderts dort Pinot Noir angepflanzt und den Rioja „Cepa Borgoña“, also einen Rioja mit französischer Rebsorte erzeugt hat. Heute gibt es diesen Pinot (leider!) nicht mehr, doch die burgundische Flaschenform ist geblieben.

Tatsächlich verfügt die „Viña Bosconia“ Reserva heute sogar über fünf Prozent mehr Tempranillo als die Viña Tondonia Reserva , also 80% plus die typischen 15% Garnacha und die entsprechend kleineren Mengen Mazuelo und Graciano. Ausgebaut wird der Wein ähnlich wie „Viña Tondonia“ Reserva. Nach einer spontanen und langsamen Vergärung in großen Holzfudern, die teilweise noch aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammen, wird der Wein über fünf Jahre in Fässern aus Eiche gelagert. Seit Jahrzehnten wird die Eiche für die eigene Küferei in den Appalachen ausgesucht. Kaum ein anderes Weingut hat einen so genauen Überblick über den gesamten Entstehungsprozess seiner Weine wie Tondonia. Nach der fünfjährigen Ausbauphase in den Fässern, von denen nur 10% jährlich ersetzt werden, reift der Wein sieben weitere Jahre auf der Flasche.

Was Sie beim Viña Bosconia erwartet, ist so etwas wie „dunkle Seite der Macht“. Durch die unterschiedliche Bodenstruktur wirkt die Bosconia Reserva wie der dunklere und geheimnisvollere Doppelgänger, dem man noch mehr Zeit auf der Flasche gönnen sollte, denn sein Tannin ist kräftiger als das der „Viña Tondonia“ Reserva. Ja, insgesamt macht dieser Rioja einen kräftigeren und zugleich dunkelfruchtigeren Eindruck, was neben dem Terroir auch an der höheren Menge Tempranillo liegen dürfte. Gleichzeitig ist der Wein in seiner Reife schon so fortgeschritten, dass Önologin Mercedes López de Heredia von einer „Reserva im Stil einer Gran Reserva mit mehr tertiären Noten und mehr Entwicklung“ spricht.

In der enorm eleganten Nase äußert sich dies mit einer nicht nur im Duft sehr präsenten Frucht (allerdings erst nach einer guten Stunde im Glas, davor ist alles noch wie im Winterschlaf sehr verhalten): leuchtend rote Kirsche, rote Pflaumen (mit leiser Aachener-Pfümli-Anmutung: Gewürze!), rote und schwarze Johannisbeeren bis hin zu getrockneten Blüten und (wieder einmal) einem Hauch Feige. Besagte Entwicklung zeigt sich in der deutlichen Aromatik von Tomatenessenz, Röstnoten, etwas Leder und Zedernholz, dazu frisches Moos sowie Akzente von Fleisch, Eisen und Zimt. Am Gaumen sehr dicht, dabei bemerkenswert frisch, fast kühl, präsentes Tannin und eine distinkte, das aromatische Geschehen vorzüglich leitende Säure, die diese Reserva, Jahrgang für Jahrgang per aspera (nie so anregend wie heute!) ad astra führt und für jene Frische sorgt, die alle Weine dieses famosen und einzigartigen Weinguts auszeichnet, die bei diesem ungemein kraftvollen, dichten Bosconia besonders willkommen ist. Hier lohnt unbedingt auch ein Blick auf die legendäre „Viña Tondonia“ Reserva (früher wurde hier häufig das Bezugspaar Bordeaux–Burgund herangezogen, wobei uns in diesem Fall, nicht zuletzt des komplexen Gerbstoffgefüges wegen, der Vergleich Nebbiolo aus Alba vs Gattinara passender erscheint): Das atemberaubend hohe Niveau der Weine, die aus den weniger bekannten Weinberge „El Bosque“ stammen, wird hier überdeutlich!

Ab sofort (unbedingt 1–2 Stunden vor Genuss karaffieren) und sicherlich bis über 2032 hinaus.

Kurz zusammengefasst:

„Viña Bosconia” Reserva DOCa Rioja, tinto

Don Rafaels „burgundische“ Nische. „Special wine, showing its age and tradition.“ 95 Punkte – James Suckling

Dunkel, elegant, zuerst zurückhaltend, dann sehr präsente Frucht, am Gaumen ungemein dicht, dabei bemerkenswert frisch, fast kühl, griffiges Tannin und eine distinkte, das aromatische Geschehen vorzüglich leitende Säure: R. López de Heredias Reserva „Viña Bosconia“ 2010 ist ein „special wine, showing its age and tradition“ – JAMES SUCKLING.

Rebsorten: Tempranillo, Grenache, Carignan, Graciano

Anschrift des Winzers:
López de Heredia
López de Heredia
Avda. de Vizcaya 3
26200 Haro (La Rioja)
Spanien

Expertise DOWNLOAD Datenblatt
LandSpanien
RegionRioja
WeingutLópez de Heredia
Inhalt Normalflasche 0,75 l
WeinartRotwein
RebsortenTempranillo, Grenache, Carignan, Graciano
VerschlussKorken (natur)
Bestell-Nr.SRI040210
Alkoholgehalt13,5 Vol.%
Restzucker2,1 g/l
Gesamtsäure6,8 g/l
AllergeneSulfite


Anschrift des Winzers:
López de Heredia
López de Heredia
Avda. de Vizcaya 3
26200 Haro (La Rioja)
Spanien