Le Puy, „Émilien”, rouge 2017

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Der ursprüngliche Ausdruck der Region, ein Bordeaux-Original

Le Puy, „Émilien”, rouge  2017
Verzicht bedeutet oft große Anstrengung. Auf Le Puy übt man sich im Verzicht wie kaum andernorts im Bordelais. Man verzichtet auf das allgegenwärtige Punkte-Einsammeln zahlreicher Kritiker während des Primeur-Geschäfts, und man verzichtet auf einen das Marktgeschehen adaptierenden Star-Oenologen. Verzicht prägt die Domaine an jeder Stelle. Denn hinter all dem steckt nicht anderes als die Absicht, das ungeschminkte und ursprüngliche Terroir des Bordelais auf Flaschen zu füllen.

Die singuläre Qualität des „Emilien“ von Le Puy findet ihren Ursprung auf herausragendem Terroir. Auf demselben Felsplateau, auf dem sich auch die prestigeträchtigen Güter von Saint-Emilion und Pomerol befinden, liegen die sorgsam gepflegten, biodynamisch bewirtschafteten (und auch zertifizierten, was gar nicht so selbstverständlich ist bei unseren französischen Freunden), kalk- und lehmhaltigen Weinberge von Le Puy, welches die zweithöchst gelegenen Weinberge der Gironde sind. Von diesem Hügel aus, der seit jeher aufgrund der exzellenten Weine „Hügel im Wunderland“ genannt wird, hat man einen wunderschönen Blick über das Tal der Dordogne. Der „neu“ gebaute Teil des Gutes Le Puy wurde im Jahr 1832 vom Großvater des heutigen Patrons, Bartholomäus Amoreau, errichtet. Der ursprüngliche Teil stammt allerdings bereits aus dem frühen siebzehnten Jahrhundert. Umgeben ist das Château von einem gallischen Festungsgraben. Die Ureinwohner haben einst auf diesem Gebiet ihre Werkzeuge aus Feuerstein gefertigt und nicht selten findet man heute noch Überreste von gespitztem Feuerstein in den Weinbergen, die von den vergangenen Schlachten zeugen. Und hier wächst dieser Traumwein heran, unter zertifiziert biologischen Richtlinien, wird von Hand gelesen, spontanvergoren und reift dann für 24 Monate in Fudern und Barriques. Abgefüllt wird ein Wein, der ohne die Trickkiste der Oenologie auskommt, ohne Chaptalisation des Mostes, Schönung oder Filtration oder andere Zusätze.

Das Ergebnis ist ein Bordeaux, wie er früher schmeckte, lange vor einer Zeit, in der Star-Oenologen und Berater die Châteaux dominierten, jedem Weingut einen Stempel aufdrückten, der für Erfolg sorgen sollte, wenn alljährlich in Scharen tausende Sommeliers, Verkoster und Händler ins Bordelais tingelten, um dort eine schier ungreifbare Menge von hunderten von Fassmustern innerhalb von Sekunden zu bewerten.

„Das ist ein Wein, der mit einem spricht, ein komplexer Wein, mit dem man sich beschäftigen muss.“ So beschrieb Peter Frühsammer (seit über 30 Jahren Gastgeber und Koch) den Wein. Und er tat dies bei einer großangelegten Bordeaux-Verkostung, in einer Berliner Kultstätte, der Cordobar. Hier versammelten sich Sommeliers und Gastronomen, unter dem Motto „Hidden Treasures und Coups de Coeurs“. Jeder brachte einen geheimen Favoriten in die Blindprobe. Und welches Weingut war gleich doppelt vertreten? Natürlich unsere Kult-Familien-Domaine Le Puy! „Le Puy, der provokante Gegenentwurf zum internationalen Parker-Wein, ist in der Sommelier-Szene derzeit der wohl heißeste Bordeaux-Tipp,“ schrieb Sascha Speicher in ‚Meiningers Sommelier’ über den Wein. Kein Wunder, denn wir kennen im heutigen Bordelais kaum ein anderes Weingut, welches derartig konsequent gegen den Einheitsgeschmack der Region rebelliert und dies schon seit Generationen!

Werte Kunden: Viele von Ihnen haben Bordeaux in den letzten Jahren den Rücken gekehrt. Sei es wegen der Alkoholexzesse (teilweise über 15%), sei es der Preise wegen. Doch Sie können zurückkehren! Denn es gibt sie wirklich noch, die absoluten Spitzenweine des Bordelais zu attraktivstem Preis. Finesse, Eleganz, Frische, Balance und ein harmonisches Gleichgewicht aller Komponenten auf der jubilierenden Zunge verwöhnen unsere Sinne. Und das bei vergleichsweise geringem Alkohol. „Man darf nicht vergessen, was Bordeaux-Weine früher in der Regel an Alkohol hatten und wie viel sie heute haben,“ so Johannes Schellhorn, Wirt und Sommelier aus Berlins aktueller Spitzen-Szene-Kneipe, der ‚Freundschaft‘. Und genau hier wirken die Weine Le Puys wie ein Antidot. Welch aristokratischer Wein, dem alles Überkonzentrierte, Marmeladige oder Pflaumige, das sich mittlerweile als ermüdender Modetrend in so vielen austauschbaren Bordelaiser Önologenweinen findet, völlig fremd ist. Stattdessen authentischer Ausdruck seines grandiosen, kalkhaltigen Terroirs. Aus den ca. 50 Jahre alten klassischen Edelreben Cabernet Sauvignon und Merlot, aus vorbildlich gepflegten Weinbergen, vinifiziert Jean-Pierre Amoreau einen sehr feinen, intensiv aromatischen Wein mit ausgeprägter Frucht und harmonischer Balance, der heute jungen und motivierten Sommeliers wieder Lust auf Bordeaux macht, wie die Verkostung in der Cordobar eindeutig zeigte.

Beim ‚Emilien 2017‘ strahlt aus dem dicht kirschroten Glas ein Bordeaux voller Temperament. Es duftet fein nach Herzkirschen, die von Thymian umgarnt werden. Kein markanter Holzeinsatz, keine pflaumig dichte Nase beeindruckt hier. Das Bouquet macht in seiner zarten, von Veilchen und hedonistischer Kirschfrucht geprägten Nase direkt Lust auf ein erstes Glas, wirkt quasi „appetitanregend“. Am Gaumen tritt dann ein ungewöhnlich saftiger Bordeaux auf. Die Tannine sind dicht und fein poliert, wirken völlig im Hintergrund. Im Vordergrund steht wieder eine klare und leichte Frucht. Saftige Herzkirschen, Himbeeren, etwas Maraschino-Kirsche, umrandet von Schießpulver. Ein Bordeaux frei vom konzentrierenden Holz, frei von alkoholischer Fruchtsüße. Charmante Frucht, ein mit Luftkontakt sich immer weiter aufbauender Körper und eine feine Süßholz-Kirschnote im Abgang prägen diesen engergiegeladenen Rotwein der Extraklasse. Dabei beweist er in seiner aktuellen zugänglichen Fruchtphase bereits größte Klasse, benötigt keine Potenzialeinschätzungen, denn was im Glas vor uns steht, macht unmittelbar Freude. Doch wissen wir um die einzigartigen Qualitäten dieses Betriebes, auf eine Historie bis 1610 zurückblickend, bestens Bescheid. Dieser großartige Bordeaux hat Potenzial für Jahrzehnte. Überzeugen Sie sich selbst, mit einem Flasche Emilien 2017! Das ist Genuss auf allerhöchstem Niveau, unfassbar gut, und im Vergleich zu so vielen anderen völlig überteuerten Bordeaux-Gewächsen geradezu ein Schnäppchen. Seit vielen Jahren einer unserer absoluten Lieblingsweine!

Zu genießen mit etwas Belüftung. Höhepunkt ab sofort bis nach 2033+.
Land: Frankreich
Region: Bordeaux
Weingut: Le Puy – Bordeaux Côte de Francs
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Rotwein
Rebsorten: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec
   
Verschluss: Korken (natur)
Bestell-Nr.: FBO420217
Bio-Kontrollstelle: FR-BIO-01
Alkohol: 13,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite

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