Luis Pérez, Palma Cortada „La Barajuela“ VdlT Cádiz, blanco 2017

15,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Weingewordene Archäologie – eine Reise zurück in die Zukunft!

Luis Pérez, Palma Cortada „La Barajuela“ VdlT Cádiz, blanco 2017
„Palma Cortada“ ist ein Begriff, der im 19. Jahrhundert weit verbreitet war, aber heute weitgehend verloren gegangen ist. Sherryweine waren damals meist vollmundige Jahrgangsweine mit einem gewissen Grad an oxidativer Alterung. Die stetig wachsende Nachfrage der Exportmärkte nach „schlankeren“, helleren Weinen führte zur bis heute existierenden Klassifizierung der sogenannten sobretablas, (die Grundweine der Sherryproduktion), die die feinsten Weine von den raueren trennt.

Hochwertige sobretablas mit genügend Finesse werden mit einem palma-Zeichen auf dem Fass gekennzeichnet (im Gegensatz zu einer raya, der von Beginn an mehr Körper besitzt). Als die „Palmas“ älter wurden und sich hin zu flor und Finesse entwickelten, wurden sie zu dos, tres und cuatro palmas. Einige dieser Weine, die als „Palma“ (mit gesunder, aktiver flor) klassifiziert wurden, später dann doch zur Oxidation neigten wurden als „Palma Cortada“ („cortar“ = schneiden) bezeichnet. Nach drei oder vier Jahren Reifung galten sie als vollendet. Im Kontext „modernen“ Sherrys entspräche das einem etwas robusteren Fino mit einem geringeren oder einem Palo Cortado mit größerem flor- Einfluss. Für Willy Pérez ist 2017 eines dieser Jahre, das ihm Palmas Cortadas „geschenkt“ hat. Die Temperaturen waren das ganze Jahr über hoch und die Trauben extrem konzentriert. Die Vinifikation ist die gleiche wie bei allen „Palmas“ (sechs- bis siebenstündiges asoleo, leichte Pressung, Gärung im Fass bis Dezember, etwa zwei Jahre biologischer Ausbau). Bei diesem Wein hat die Hefe, vermutlich aufgrund besagter Konzentration, ihre Arbeit von alleine eingestellt, der Punkt an dem das ganze Geschehen gen Oxidation umgelenkt wurde.

Im Duft eine kräftige, kräutrige flor-Note, dazu Heu, Kamillenblüten und zitrisch-frische Elemente. Dahinter erwartet uns ein fast opulenter, vergleichsweise fruchtiger Wein (Quitte, saftige weiße Früchte), dazu mehr florale Noten (Geißblatt) und etwas Mandelessenz, dabei unglaublich elegant, die herrliche Balance zwischen flor und fruchtbetontem „Spätlese“-Charakter ist schlicht genial! Am Gaumen ein Fruchtkern aus Bratäpfeln und honigsüßen weißen Früchten nebst einer feinen Salinität, die an einen (modernen) Fino erinnert: saftig, Meeresbrise und ein Hauch Grapefruit. Im Nachhall eine balsamisch-würzige, herrlich komplexe „Wendung“, die subtil auf oxidative Prozesse hindeutet. Ein Traum!

Ab sofort und über 2040 hinaus.
Land: Spanien
Region: Jerez
Weingut: Bodegas Luis Pérez - Jerez de la Frontera
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Eau de Vie
Rebsorten: Palomino Fino
   
Verschluss: nicht spezifiziert
Bestell-Nr.: SJE010417
Alkohol: 15,0 % vol.
Restzucker: 1,9 (g/L)
Gesamtsäure: 6,4 (g/L)
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Bodegas Luis Pérez S.L.
H. Vistahermosa, Camino de Rompeserones S/N
11407 Sant Sadurni d’Anoia (Barcelona)
Spanien

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