Luis Pérez, Raya „La Barajuela“ VdlT Cádiz, blanco 2016

16,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Dem Vergessen entrissen: Willy Pérezs „Raya“ dürfte so etwas wie der „weiße Rabe“ des Sherry-Universums sein …

Luis Pérez, Raya „La Barajuela“ VdlT Cádiz, blanco 2016
Gleich vorweg: Julia Harding MW schrieb über den Vorgängerjahrgang von Willys „Raya“ (ausnahmsweise völlig unübersetzt, um die ganze Wuch ihrer Erfahrung nicht zu verfälschen): „Deep orangey gold. Spicy apricots but salty too. Incredible acidity and freshness. Intense and full of orange and full in the mouth. Superintense with the sweetness of fruit and still the textural grip from the vineyard. Intense gorgeous apricot. Unique in Jerez – and probably in the world. So long and crazy and amazing.“ – 19 Punkte!

Früher wurde der Most nach der Ernte in einer casa de viñas, einem Bauernhaus inmitten der Weinberge, vergoren. Zurück in der Bodega wurde das mehr oder weniger kostbare Nass als palmas oder rayas klassifiziert. Palmas waren dazu bestimmt, zu biologisch (unter der flor) gereiften Weinen (Fino und Amontillado), rayas zu oxidativ gereiften Olorosos oder zur Basis gesüßter Dessert-Blends zu werden (da typischerweise mehr Restzucker vorhanden). Obwohl im 19. Jahrhundert noch häufig echte rayas auf den Markt kamen, ist dieser Typus heute ausgestorben, sei es, weil er dem Vergessen anheimfiel oder als reine Verschnittware ausgelöscht wurde. Die Trauben für diese „Raya“ stammen aus dem fünften und letzten Lesegang in der Parzelle El Corregidor im pago Carrascal. Vor dem Pressen erfolgt ein asoleo von 24 bis zu 36 Stunden, die Gärung dann in Eichenfässern.

Im Duft anfangs absolut grandiose Cidrenoten und eine Spur Essigsäure, die aber nach einiger Zeit weicher, zahmer wird, ihrem Namen alle Ehre und macht und sich „verflüchtigt“. Zurück bleibt ein immens komplexer „Super-Spätlese“-Sherry mit einem Hauch von getrockneten Aprikosen, Melone und überreifem Apfel, membrillo (spanisches Quittenbrot), Orangenschale und Blütenhonig. Dazu leichte Anklänge von oxidativer Reifung (warmes, fast süßliches Holz – ein Hauch von jungem Oloroso). Obwohl einige der Aromen eine gewisse Süße erwarten lassen, hält sie die balsamische Seite in Schach: der Wein bleibt enorm knackig! Am Gaumen dann unglaublich dicht und herrlich opulent, aber vollkommen trocken, wieder mit prägnanter Säure und einem Hauch von Glyzerin. Eine wunderbar „abgefahrene“ Mischung aus Aprikosen und „hellem“ Aachener Pflümli, dazu Grapefruitbitter, Blutorangenschale, Bratapfel bis Apfelmost nebst klarer „Salzkante“. Unglaublich die balsamische Tiefe der „Raya“, die in ihrer Würzigkeit schon fast etwas Extremistisches hat!

Ein einzigartiger, auf seine Art einzigartig anspruchsvoller vino de jerez, einer dieser Weine, die man wenigstens einmal im Leben probiert haben sollte! Unsere Bestände sind leider mehr als endlich – aber wenn wir unerschrockenen weinaffinen Grenzgängern einen Wein von Willy Pérez an Herz legen, dann diesen!

Ab sofort, immer und immer wieder und bis 2050+.
Land: Spanien
Region: Jerez
Weingut: Bodegas Luis Pérez - Jerez de la Frontera
   
Inhalt: Demi/Filette 0,375 l
Weinart: Eau de Vie
Rebsorten: Palomino Fino
   
Verschluss: nicht spezifiziert
Bestell-Nr.: SJE010616H
Alkohol: 16,0 % vol.
Restzucker: 1,9 (g/L)
Gesamtsäure: 8,8 (g/L)
   
schwefelige Säure: 0 (mg/L, frei)
schwefelige Säure: 30 (mg/L, gesamt)
Analysedatum: 01.01.20
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Bodegas Luis Pérez S.L.
H. Vistahermosa, Camino de Rompeserones S/N
11407 Sant Sadurni d’Anoia (Barcelona)
Spanien

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