FR-BIO-01
Berthoumieu
„La Fé“ Pacherenc du Vic-Bilh Sec, blanc
2024
Lieferbar
0,75 l ・ 18,53 €/l ・ inkl. 19 % MwSt. ・ zzgl. Versandkosten
Die Domaine Berthoumieu liegt im kleinen Ort Viella im Département Gers, mitten im Madiran, wo seit Jahrhunderten vor allem kräftige Rotweine entstehen. Der Betrieb gilt als einer der Qualitätspioniere der Region und arbeitet schon seit Jahren zertifiziert biologisch. Mit ihrer Cuvée „La Fé“ zeigen Claire und Marion Bortolussi dass auf den wilden Hügeln zwischen Atlantik und den Pyrenäen auch charakterstarker Weißwein wachsen kann. Die alten regionalen Rebsorten Gros Manseng und Arrufiac wachsen auf einer Höhe zwischen 150 und 300 Metern in einem entspannten ozeanischen Klima mit warmen Sommern, langen, trockenen Herbsten und milden Wintern mit kühlen Nächten. Das sind Gegebenheiten, in denen sich grade die Gros Manseng Traube pudelwohl fühlt und intensiv aromatisch ausreift und dabei eine wunderbar frische Säure behält. Der Boden ist überwiegend ton und kalkhaltig, durchzogen von kiesigen und steinigen Partien, die das Wasser gut ableiten und die Reben tief wurzeln lassen. Die Domaine Berthoumieu bewirtschaftet die Reben nachhaltig und mit großem Respekt vor der Natur, das heißt, dass Unkraut nur mechanisch entfernt oder durch Begrünung kontrolliert wird. Keine Chemie kommt hier in die Böden. Die Lese erfolgt selektiv, meist mit später Ernte der Gros-Manseng-Trauben, um die typische exotische Aromatik zu entwickeln, ohne die Frische zu verlieren.
Im Keller wird der rare Saft von den im Schnitt rund 30 Jahre alten Reben hauptsächlich im Edelstahltank vergoren. Etwa ein Fünftel reift für rund sechs Monate in Eichenfässern auf der Feinhefe. Die malolaktische Gärung wird vermieden, um die straffe Säure und zitronig frische Spannung zu erhalten – so finden dann Cremigkeit und Energie geladenen Frische perfekt zusammen. Im Glas zeigt der „La Fé“ von 2024 eine kräftige honiggelbe Farbe mit goldenen Reflexen und verströmt einen Duftkorb voller Würze und Exotik. Reife Ananas, gelber Pfirsich, Bananenchips und ein Hauch kandierte Zitrone, dazu Honig, frische Kräuter und eine klare mineralische Ader. Die Würze erinnert an getrocknete Heublumen, Küchenkräuter und weißen Pfeffer, dazu kommt eine dezente Harz Note, die an Pinienzapfen im Sommer denken lässt. Am Gaumen ist die Frische sofort präsent und bildet den Rahmen, in dem sich die tropischen Fruchtnoten weich und elegant präsentieren. Die Textur ist cremig, aber nicht schwer, getragen von Zitrone und einem angenehm bitteren Kalamansi-Akzent, dazu Anklänge an Maronen und ein feiner, harziger Nachhall. Das ist im Antrunk schon faszinierend, wird aber mit Luft und Zeit immer besser und besser. Verkürzen kann man diese Entwicklung mit einer Karaffe und wenn der Wein nicht zu kalt, mit etwa 12 °C ins Glas kommt. Dieser feine weiße Madiran trumpft als Speisenbegleiter richtig auf, kann problemlos ein ganzes Menü „bespielen“. Das könnte mit gegrillten Garnelen, Coquille Saint-Jacques oder Miesmuscheln im Weißweinsud beginnen, mit Geflügel mit Zitronenkruste oder Kalbskotelett in Crèmesauce fortgesetzt werden, das Finale macht dann der Käseteller, bestückt mit Ziegen- und Blauschimmelkäse mit Honig.
Zutatenverzeichnis:
Trauben, Metaweinsäure (E 353)
Vigneron à Viella
32400 Gers
FRANCE
Domaine Berthoumieus weißer „La Fé“, eine Cuvée aus Gros Manseng und Arrufiac, ist ein idealer Essensbegleiter voller Exotik, Frische und feine Mineralität.