DE-ÖKO-039
Seckinger
Deidesheim Kieselberg „wurzelecht“ Riesling trocken
2024
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0,75 l ・ 120,00 €/l ・ inkl. 19 % MwSt. ・ zzgl. Versandkosten
Für Jonas Seckinger das Höchste der Gefühle!
Selbst bei großen Fans des Rieslings der Mittelhaardt kann es vorkommen, dass sie vor dem Bekanntwerden des Weinguts Seckinger kaum je vom Deidesheimer Kieselberg gehört haben. Tatsächlich verfügt von den bekannteren Weingütern auch nur Dr. Deinhard dort über Besitz. Bei den Seckingers aber ist dieser Weinberg der Primus inter pares und für uns unbestritten einer der großen Rieslinge der Pfalz. Und zwar im Sinne einer Tradition klassischer Rieslinge, wie sie Bernd Philippi oder Hans-Günther Schwarz erzeugt haben und wie man sie heute auch bei Nicola Libelli von Dr. Bürklin-Wolf, Andreas Schumann von Odinstal oder eben bei Jonas Seckinger findet. Der „Kieselberg“ wirkt wie ein Echo aus der Periode dieser Pfälzer Klassik. Doch ist das natürlich kein rückwärtsgewandter Blick. Vielmehr verbindet Jonas die Essenz dieser Schule mit seiner Liebe zum Jura und dem gekonnten Spiel zwischen Reduktion und Oxidation. Die Grundlage für diesen Wein bildet das Terroir des Kieselbergs mit über 60 Jahre alten wurzelechten Rebstöcken und einem Boden aus kleinen Buntsandsteinen und Geröllkiesel. Die tief wurzelnden, immer gut mit Wasser versorgten Reben bringen kleine, feste goldgelbe Beeren hervor. Im Weingut gab es eine spontane Vergärung und ein langes Vollhefelager im großen Holz. Jonas verbindet all das mit einer verlängerten Maischestandzeit, die so auch schon vor 100 Jahren (und gar nicht „hipseteresk“) zum Einsatz kam. Die Maischegärung wendet Jonas Seckinger an, um dem Riesling ein wenig die Säurespitzen zu nehmen, die die Trauben in die Kelter bringen, da sie von einem kühlen Hochplateau stammen.
Der „Kieselberg“ ist ein Wein, von dem die Seckingers sagen, dass er „immer mehr spricht, als wir in Worten ausdrücken können“. Uns geht’s ganz ähnlich. Das eigentlich Faszinierende passiert am Gaumen. Dort wirkt die Säure zunächst seidig, dann pulsierend, Gesteins- und Kräuterwürze verbinden sich hier mit fruchtigen Noten, Extrakt und Phenolik wirken stoffig und sorgen für ein gewisses Innehalten, während die Mineralik für zusätzliche Vibration sorgt. All das wirkt (vor allem nach entsprechender Luftzufuhr) schon sehr aus einem Guss, ist tief und lang, aber auch fein und ätherisch. Ein Meisterwerk!
Ab sofort (dann unbedingt gut belüften) und sicher über die nächsten 15 Jahre hinaus.
Zutatenverzeichnis:
Trauben
Hintergasse 26
67150 Niederkirchen
Deutschland