Saarwellingen, im März 2007

Wein - Highlight


Château de la Negly - La Clape

„Bestes Weingut des Languedoc” (Robert M. Parker)

Einige der denkwürdigsten Weine des wilden französischen Südens kommen von dem in kürzester Zeit zu Weltruhm gelangten Château de la Negly, dessen privilegierte Weinberge einen Steinwurf vom Mittelmeer entfernt in einer der besten Appellationen des französischen Südens gelegen sind, in La Clape, einer ehemals küstennahen Insel, die durch Versandung ans Festland angeschlossen wurde. Der immens hohe Arbeitsaufwand bei Weinbergsarbeit, Traubenlese und Vinifizierung zahlt sich Jahrgang für Jahrgang immer mehr aus und führt im Zusammenspiel mit den exzellenten Böden und dem milden Mittelmeerklima zu sehr saftigen, verführerischen, trinkanimierenden Weinen. Dabei sind diese betörenden, tieffruchtigen Gewächse auf der Zunge traumhaft komplex, herrlich weich und cremig und besitzen feinkörnige, samtige, geschliffene Tannine. Ihre sensationelle Qualität über mittlerweile ein ganzes Jahrzehnt hinweg beruht neben dem erstklassigen Terroir auf den einschneidenden Veränderungen, die der weinverrückte Perfektionist Jean Rosset zusammen mit seinem genialen Önologen Claude Gros nach der Übernahme des Château 1996 eingeleitet hatte: Strikte Ertragsbegrenzung, Ernte genau dann, wenn die Trauben ihre volle physiologische Reife erreicht haben, völlig unabhängig von ph-Werten oder anderen analytischen Messdaten, aufwendige Blattwerksarbeit in den Weinbergen, nochmalige penible Selektion der perfekt gereiften Trauben auf einer Art Fließband im Keller des Weingutes, Entrappung von Hand(!), Vergärung in nagelneuen offenen Gärbehältern aus Eichenholz, dabei vorsichtiges Untertauchen des Tresterhutes von Hand, möglichst wenige Eingriffe im Keller während der extrem schonenden Vinifizierung und vollständiger Verzicht auf Manipulationen jeglicher Art, so dass jeder Jahrgang, jede Rebsorte, jedes Terroir ihren expressiven Ausdruck finden und letztendlich feinfühliger Ausbau in neuen Barriques und Lagerung in einem optimal gekühlten Fasskeller.

Château de la Negly
M. Rosset - dynamischer Eigner der Domaine


Dieser immense Aufwand bei der Auslese und Vinifizierung der Trauben, den wir in dieser rigorosen Konsequenz bisher nur bei ganz wenigen anderen Winzern erlebten, leitete zusammen mit subtilen Weiterentwicklungen in Weinberg und Keller seit dem 2001er Jahrgang eine neue Generation von Weinen ein, die noch einmal eine Stufe an Qualität, Charakter und Authentizität hinzu gewonnen haben und die in den fabelhaften Sinnenschmeichlern des großen 2005er Jahrgangs ihren vorläufigen Höhepunkt finden. Welch irrsinnig gute Weine, mit einer betörenden, tiefen Frucht versehen und einer atemberaubenden Nachhaltigkeit am Gaumen, welche Eleganz in Verbindung mit großem Körper und unglaublicher Komplexität und welch eigenständiger Charakter. Jean Rosset hat seinen Traum verwirklicht und wahrhaft große, authentische Weine des Midi geschaffen. So sind seine neuen Jahrgänge mehr denn je stilistisch ganz eigenständige Tropfen, die wegen ihrer Frische und ihres Terroircharakters zweifellos zu den neuen Referenzweinen des Languedoc zählen, wie sie nur eine avantgardistische Winzerelite mit schöpferischem Genius bei gleichzeitiger Besinnung auf traditionelle Handwerkskunst vinifizieren kann.
Übrigens: Obwohl Robert M. Parker die Neglymania noch angeheizt hat, indem er das Château als „das beste Weingut des Languedoc” adelte und es zusammen mit dem Kult-Weingut Grange de Père als Lokomotive des Qualitätsstrebens seiner ungemein spannenden Region bezeichnete, sind die Preise (abgesehen von den extrem raren, weltweit gesuchten und nur in kleinsten Mengen produzierten Luxuscuvées) noch immer extrem günstig: Die Preis-Genussrelationen beim ‚Côte’ wie auch beim ‚Falaise’ sind schlichtweg unschlagbar und folglich gehören diese ungemein leckeren Rotweine zu unsere meist verkauften und beliebtesten Weinen des gesamten Midi, die Spitzenweine verkörpern Weltklasse pur! Viel Spaß beim Genießen.


Château de la Negly
Rotweinparzellen zwischen Mittelmeer
und Balustrade des Château


318105 La Negly, „La Côte”, rouge 2005 8,90 Euro
Ein tiefes, sattes, dunkles Rot bildet die Robe dieses urwüchsigen, phantastischen Weins mit sehr moderaten, ungemein trinkanimierenden 13 Volumenprozent Alkohol. Er besitzt all die positiven Eigenschaften, derentwegen Kenner und Liebhaber die Weine aus dem Midi so sehr mögen: Betörend intensive Beerenfrüchte, dazu faszinierende Anklänge an Oliventapenade, Süßholz, schwarzen Pfeffer und Kräuter der Provence. Sogar Feigen und ein Hauch Zartbitterschokolade sind zu erschmecken! Am Gaumen zeigt dieser betörende Schmeichler eine cremige Fülle und traumhafte Fruchtkonzentration, die völlig frei bleibt von marmeladiger Süße. Stattdessen: Eine dem großen Jahrgang 2005 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische und Finesse, komplexe Beerenfrüchte, betörende Kräuteraromen und noble Schokoladenanklänge. Gestützt wird diese traumhafte Stilistik nicht nur von der festen mineralischen Struktur, sondern einem superfeinen Tanningerüst, das diese verführerische Cuvée aus Grenache, Syrah, Mourvèdre und Carignan zu einem wahren Meisterwerk werden lässt. Schwerlich vorstellbar, dass Sie zu diesem Preis etwas Besseres im gesamten Languedoc finden können! Ein Sinnenzauber, ein seltener Glücksfall für anspruchsvolle Genießer!
Trinkspaß pur ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis 2011.


318205 La Negly, Cuvée de la Falaise, rouge 2005 15,95 Euro
Einer der größten Rotweine des Languedoc!
In der Farbe zeigt der fabelhafte 2005er ein extrem tiefes, dichtes sattes Rubinrot und in der Nase ein ungemein komplexes Bukett, dabei ganz deutliche Anklänge an große, wesentlich teurere Côte Rôtie (!) evozierend:
Faszinierende, kühle, betörende, zart süßliche Frucht, Cassis und Brombeeren, Zartbitterschokolade, schwarze Oliven und etwas geräucherter Speck. Jedoch präsentiert sich dieser phantastische 2005er in seiner Stilistik nochmals vielschichtiger, cremiger, weicher in den Tanninen und zugänglicher als seine tollen Jahrgangsvorgänger, beispielsweise der fast ebenso große 01er, der von Parker mit 92 Punkten geadelt wurde. So ist diese expressive, syrahgeprägte Cuvée (dazu Grenache und Mourvèdre) bereits in ihrer Jugend wesentlich trinkanimierender als ihre Pendants von der nördlichen Rhône, da sich am Gaumen die niedrigere Säure traumhaft mit einer mediterranen Aromatik (provençalische Kräuter, Schwarzbeeren, Cassis) sowie einer subtilen Mineralität paart: Eine großartige Demonstration des zunehmenden Alters besten Rebmaterials auf erstklassigem Terroir: Hervorragende Struktur am Gaumen, enorm dicht, füllig, dabei extrem weiche, sehr cremige Tannine. Der faszinierende süßliche Fruchtextrakt setzt sich bis in den lang anhaltenden Abgang hinein fort und umhüllt vollständig das Holz des neuen Barriques bester französischer Provenienz.

Château de la Negly
Blick über die Weinberge zur gewaltigen Felswand
(auf französich: „Falaise”)


Zu genießen bei ca. 18° ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2015.


318503 La Negly, Clos des Truffiers, rouge 2003 89,00 Euro
Ein Riese von Wein, der wie sein gleich guter 2001er Jahrgangsvorgänger die Qualitätsmaßstäbe des Midi neu definiert, der beste Wein wohl, der bisher in dieser Region erzeugt wurde! Ein ungemein verführerischer, lasziv-erotischer Wein, von dem Parker meint, er verweise „wie ein Leuchtturm auf das Potential des Languedoc 98+ Punkte”. Frühestens Ende 2007, Höhepunkt 2009 bis wohl nach 2020.

La Negly, Clos des Truffiers, rouge

318803 La Negly, „La Porte du Ciel”, rouge 2003 79,90 Euro
Der große Rivale. Stets in seiner Stilistik etwas nobler und edler wirkend als der urgewaltige ‚Truffiers’. In den Vorjahren von Parker mit 95+ und von Jancis Robinson mit 19/20 Punkten geadelt!

La Negly, „La Porte du Ciel”, rouge