Saarlouis, im März 2005

PINwand Nº 95


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

unsere aktuelle Pinwand hat drei Schwerpunkte:
Zum einen bieten wir Ihnen eine umfangreiche Abverkaufsliste mit sensationell reduzierten Preisen (bis zu 50%). Der Grund: Wir haben gerade unseren neuen Katalog fertig geschrieben, der Ihnen nach graphischer Gestaltung und Drucklegung im April zugehen wird. Nach Beendigung umfasste er 380 Seiten(!), statt der geplanten 320. Die einzig mögliche Konsequenz: Alle Weine, die nur in kleineren Mengen vorhanden sind, müssen radikal raus und das so schnell wie möglich (die neuen Jahrgänge treffen in Kürze ein), so leid es uns im Einzelfall wegen ihrer phantastischen Qualität auch tut.
Profitieren Sie von dieser einmaligen Aktion und greifen Sie schnell zu, bevor es andere tun! Weine in Minimengen, d.h. weniger als 12 Flaschen, verkaufen wir ab Donnerstag, 10. März 2005, ausschließlich bei uns vor Ort im Lager in Saarlouis, ALLE um 50% reduziert. Der weiteste Weg lohnt sich!

Zudem finden Sie heute in unserer Pinwand drei spektakuläre Subskriptionsangebote: Die Großen Gewächse vom Weingut Keller, immer im Handumdrehen ausverkauft, aus dem klassischen, großen Rieslingjahrgang 04, die beste Kollektion in der Geschichte des Weingutes. Außerdem eine Neuentdeckung aus Châteauneuf-du-Pape, Clos Saint-Jean rouge 2003, für 19,90 Euro bei sensationellen 92-94 Parker-Punkten und den großen Jahrgang 2003 der Domaine Trévallon.

Zudem sind frisch eingetroffen neue Jahrgänge unserer ungemein beliebten Domainen Aires Hautes aus dem Languedoc und Cusumano aus Sizilien.

Eine kleine Sensation aus dem Feinkostbereich präsentieren wir Ihnen am Ende dieser PINwand: den Jungfernjahrgang einer exklusiven und faszinierenden Olivenölrarität aus dem Himalaya.


TOP-Degustation:

Unseren Freuden großer Rieslinge sei eine Verkostung im Kleinwalsertal wärmstens anempfohlen. Vom 1.-3. April stellen Klaus-Peter Keller (Rheinhessen) und Lukas Pichler (Wachau), der Sohn von F.X., ihre großen Weine persönlich vor. Detaillierte Informationen finde Sie unter www.ifen-hotel.com


In letzter Minute:

Dirk Würtz - Spektakuläre Rieslinge aus Rheinhessen, unsere Entdeckung des Jahres 2003 in Deutschland!


950404 Würtz, „Potate”, Riesling trocken (DV) 2004 4,95 Euro
Es ist schlichtweg sensationell, mit welcher Aromenintensität dieser herrliche Alltagswein begeistert. Sicherlich kein großer, komplexer Riesling, doch in seiner Preisklasse qualitativ eine unerhörte Provokation! Dieser Auffassung war auch die Fachpresse: Lassen Sie mich stellvertretend für alle Elogen Stephan Reinhardt zitieren, der in einer ausführlichen Reportage in der WELT am Sonntag unter der Schlagzeile „Generation Riesling” über junge Winzer berichtete, die mit „Leidenschaft und handwerklicher Sorgfalt” Deutschlands Paraderebsorte „an die Spitze führen”.
Als einer von fünf besonders herausgehobenen Rieslingen wird der ‚Potate’ sowohl für seine Qualität als auch für sein tolles Preis-Genussverhältnis ausdrücklich gelobt. Reinhardt schreibt:„‚Sauft’, Brüder”, heißt dieser ökologisch erzeugte Riesling mit Schraubverschluss aus Rheinhessen. Potate! Der Name ist Programm: Die frische und leichte Einstiegsdroge zum Thema „Riesling trocken” eignet sich für alle Anforderungen des Lebens, etwa zum Vergessen, Verlieben, Durstlöschen und Sparen.”
Der 2004er hat wie sein Vorgänger ein solch phantastisches Preis-Genussverhältnis, dass wir wiederum die gesamte zur Verfügung stehende Menge aufgekauft und exklusiv für unsere Kunden gesichert haben. Lassen Sie sich diesen leckeren Trinkspaß auf keinen Fall entgehen!



NEU!!!
950903 Würtz, „Potate”, rot (DV) 2003
, statt 5,80 nur 4,95 Euro
Auf dieses Projekt hat sich unser so ungemein sympathischer Revoluzzer lange vorbereitet: In Deutschland einen Rotwein mit Anspruch zu produzieren, der dennoch in einer ungemein fairpreisigen Liga angesiedelt ist.
Und was ist ihm im heißen Jahrgang 03 für ein optimaler Wurf geglückt: Aromen von dunklen Waldbeeren und Dörrobst, am Gaumen unglaublich lecker, sehr füllig, ausgewogene Frucht und moderater Alkohol. Feinste Tannine, die den Wein zu einem der schönsten Zechweine machen, den Sie auf dem Markt finden können!
Ein deutscher Rotwein mit Anspruch, im Stile eines Franzosen. Welch himmelweiter Unterschied zwischen diesem handwerklich produzierten Wein und der Billigplörre teilweise zweifelhafter Herkunft aus Supermärkten.
Zu genießen ab sofort bis 2007.

Ankunftsofferte bis 25.3.2005, danach 5,80 Euro


FRANKREICH

Domaine des Aires Hautes - Minervois

„Das Minervois hat vielleicht auf lange Sicht das beste Potential aller Appellationen in der Region Languedoc-Roussillon”, so das dezidierte Urteil von Robert M. Parker. Warum ist dem eigentlich so?

Die Weinberge der Region beginnen westlich von Saint-Chinian und erstrecken sich bis zur spektakulären alten Festungsstadt Carcassonne. Sie liegen relativ hoch auf sanften, nach Süden ausgerichteten Hängen (viel Steine, nur wenig Bodenauflage) in „La Livinière” am Fuße der Montagne Noir, welche vor atlantischen Tiefausläufern schützen, gleichzeitig aber in der Nacht frische, ja kühle Luftmassen von den Bergkämmen zu den Weinbergen führen. Diese bedingen extreme Temperaturunterschiede (entscheidend für die Komplexität der Weine), denn am Tage findet sich in dieser Subregion das heißeste Mikroklima des gesamten Languedoc mit extrem wenig Niederschlägen.
Der vegetative Zyklus dauert relativ lange von Anfang April bis Mitte Oktober und gewährleistet so einen idealen Reifeprozess. Das dominierende Terroir in „La Livinière” besteht aus harten Kieselsteinen und Löss. Die geringe natürliche Fruchtbarkeit dieses Bodens verbindet sich mit seiner wenig ausgeprägten Fähigkeit, Wasser zu speichern, so dass die Erträge schon von Natur aus gering ausfallen.

Aber es sind nicht nur diese idealen natürlichen Voraussetzungen, welche die eingangs zitierte hohe Einschätzung mancher Experten stützen, sondern es ist vor allem die Aufbruchstimmung der Menschen, die hier in der Gluthitze des Südens die steinigen, kargen Böden bewirtschaften und sich dem Streben nach Qualität verschrieben haben. Im Bewusstsein der großartigen Chance, die ihnen die natürlichen Gegebenheiten ihrer privilegierten Heimat bietet, lebt eine avantgardistische Generation junger Winzer ihre Vision. Inspiriert durch die römische Göttin Minerva, die ihrer Heimat den Namen gab und nicht nur Göttin der Weisheit, sondern auch des Mutes ist, haben sie sich mit unermüdlichem Elan und großer Leidenschaft daran gemacht, das einzigartige Geschenk der Natur zu nutzen.

Beispielhaft für den Erfolg dieses qualitätsorientierten Denkansatzes steht der märchenhafte Aufstieg unserer Domaine „Aires Hautes” nicht nur an die Spitze des Minervois, sondern in die kleine Eliteklasse der südfranzösischen Domainen überhaupt. Die Gebrüder Eric und Gilles Chabbert verstehen sich als „Handwerker” (artisan), die in bester Tradition mit dem Geschenk der Natur, ihren privilegierten Weingärten, behutsam umgehen. Ihre dichten, tiefgründigen, biologisch erzeugten Weine mit ihrer ausladenden Frucht und ihrer inneren Balance und Harmonie beeindrucken Kenner und Liebhaber als Monumente der Inkarnation von Frische und Terroircharakter, die wie Fanale der Authentizität und Natürlichkeit aus einem Meer uniformer Massenerzeugnisse innerhalb des Languedoc herausragen!


301503 Aires Hautes, Malbec, rouge 2003 7,50 Euro
Welch überragendes Preis-Genussverhältnis bietet dieser verführerische, rebsortenreine Malbec, dessen Jahrgangsvorgänger bereits in „Alles über Wein” 6/02 im großen Report über die Weine des Languedoc zu den besten Schnäppchen der gesamten Region gezählt wurde. Sehr dichtes, tiefes Rot mit purpurnen Reflexen, animierender Duft von sehr reif geernteten Brombeeren, Veilchen und Gewürzen der Garrigue, dazu ganz zarte Wildanklänge. Im Mund sehr saftig, dicht, schmelzig, „warme Aromen”, reife Frucht, wunderbar weich am Gaumen, viel Fülle und Fruchtextrakt, dabei elegant und lang anhaltend, schöne Struktur, Aromen von Amarone im schmeichlerischen Abgang.
Vergessen Sie alles, was Sie bisher an unzugänglichen Malbec-Weinen aus anderen Regionen getrunken haben, dieser Wein bereitet trotz noch präsenter, jedoch weicher Tannine ab sofort hohen Genuss und ist ein idealer Begleiter zu Wildgerichten. Am zweiten Tag präsentiert er sich am schönsten, noch eleganter, harmonischer, weicher als unmittelbar nach der Öffnung, mit einer subtilen Aromatik. Extrem gutes Preis-Genussverhältnis; Potential bis mindestens 2007.



301603 Aires Hautes, „La Livinière”, rouge 2003 9,90 Euro
Seit Jahren ist der Preis für einen unserer meistverkauften Rotweine unverändert günstig geblieben, auch im sensationell schönen Jahrgang 2003! Eric und Gilles haben verstanden, so wie beispielsweise Pierre Clavel oder Sylvain Fadat. Sie, die sie nie die Wurzeln ihrer bäuerlichen Herkunft vergessen haben, sie, bei denen Gastfreundschaft keine leere Worthülse ist, sondern unvergessliche Abende mit himmlischen leiblichen Genüssen und intensiven Gesprächen bedeutet, haben wirklich begriffen: Das Languedoc darf niemals seinen einzigartigen Vorsprung verlieren, der diese von ihren so unterschiedlichen, aber jeweils erstklassigen Böden und ihrem privilegierten Klima gesegnete Region in den letzten Jahren zu einem weltweit einzigartigen El Dorado für preisbewusste Weinliebhaber hat werden lassen: herausragende Terroirweine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis zu produzieren, was ihren legendären Ruf bei Liebhabern in aller Welt vor mehr als einem Jahrzehnt begründet hat.
Diese verführerisch duftende Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan besitzt ausladende, komplexe Aromen nach reifen Beeren (Heidelbeeren und Cassis), feinen orientalischen Gewürzen, Oliventapenade, Pfeffer, Kakao und noblen Schokoladentönen. Am Gaumen eine erstklassige Struktur, eine opulente Reife sowie eine eher kühle, expressive Aromatik; dicht und füllig schmiegt sich die reife Frucht bis in den letzten Winkel der Mundhöhle, anhaltend, sehr weich und ungemein cremig. Hinzu kommt eine für einen Languedocwein wunderbare Frische infolge perfekt eingebundener Säure, enorm viel Nachhall, die rassigen, reifen Gerbstoffe bestens integriert, dazu eine perfekte Balance von Frucht, Körper, Tannin, Säure und Extrakt, wiederum ein Schmusewein und ein phantastischer Essensbegleiter.
Paula Bosch, Deutschlands bekannteste Sommelière („Tantris”, München), würdigte den vergleichbar guten 2001er Vorgänger dieses Weins in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung „als zweifellos zum Besten gehörend, was das Languedoc zu bieten hat. Ein Schmusewein ohne langweilige vordergründige Frucht, mit langem kraftvollem Finale. Eine einzige Verführung zum Weitertrinken.”
Bereits ab sofort ein schmeichlerischer Hochgenuss, Höhepunkt 2007 bis 2012.



301701 Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge 2001 , statt 21,00 nur 21,00 Euro
Dieses großartige Elixier von perfekt gereiften Trauben sehr alter Rebstöcke aus dem besten Terroir von „La Livinière” gehört zweifellos zu den größten Weinen des gesamten Midi! Steht fast schwarz im Glase mit rubinroten Reflexen; die Nase wird betört von einem Strauß verführerisch duftender Aromen, enorm viel süße Frucht, ähnlich großen Prioratweinen, vollreife, „dralle”, schwarze Beeren, dazu exotische Aromen, wirkt ungemein sinnlich, ja lasziv fast, feine Schwarzkirschenanklänge, das Holz bester Tonneliers aus dem Burgund perfekt integriert.
Am Gaumen sehr konzentriert, dicht, enorm füllig, südliche Wärme, wirkt wollüstig in seiner barocken Fülle und verfügt dennoch über eine enorme Frische und Finesse. Ein großer, herrlich balancierter Wein mit dem Potential zum Kultstaus, ein sinnliches Gewächs, das verzaubert und das mir bei meinem letzten Besuch auf der Domaine zu einem von Gilles erlegten und von „Mama” Chabbert am offenen Kaminfeuer im Wohnzimmer traumhaft zubereiteten Wildhasen phantastisch mundete. Großer Stoff, kleiner Ertrag (22 hl/ha) aus den Edelreben Syrah, Mourvèdre und Grenache!

Die französische Fachpresse überschlägt sich mit Lobeshymnen: „Coup de coeur” im Guide Hachette; Bettane & Desseauve, Hrsg. der Bibel der französischen Weinkritik, des „Classement 2005 der besten Weine”, zählen ihn zu den 10 größten Rotweinen des Languedoc. Und in einem Anfang Dezember 04 erschienen Special der Revue du vin de France über die besten Weine Frankreichs wird Gilles wegen dieses „reichhaltigen, kraftvollen, aromenintensiven Weines mit seinen phantastisch reifen Tanninen und der gleichzeitig großartigen Frische und Finesse, einer Cuvée also höchster Qualität zu weisem Preis, zu einem der ‚Männer des Jahres’ gewählt:” Herzlichen Glückwunsch Gilles Chabbert für diesen emotional aufwühlenden Referenzwein aus Frankreichs wildem Süden!
Bereitet jetzt schon großes Trinkvergnügen, wird noch harmonischer mit der Zeit, Höhepunkt Ende 2006 bis 2015.



ITALIEN

Cusumano - Sizilien

2004 Gewinner des „National Oscar” des Gambero Rosso für den Rotwein mit dem besten Preis-Genussverhältnis ganz Italiens!

Sizilien, ein Fächer voller unterschiedlicher Böden, vielfältiger Landschaften und intensiver Farben, umrahmt vom blauen Schimmer des „mare nostrum”, ein Land voller Schönheit - aber auch innerer Widersprüche: So will es Kennern der Szene partout nicht einleuchten, dass in einer klimatisch derart privilegierten Region, die im Durchschnitt immerhin acht Millionen Hektoliter Wein jährlich produziert, ein beachtlicher Teil des gekelterten Rebsaftes gemäß der EU-Praxis zur Bewältigung von Überschüssen steuergeldsubventioniert in den Destillieranlagen endet und dass der Anteil an empfehlenswerten Weinen überhaupt vielleicht gerade einmal 5% der Gesamtproduktion ausmacht, die Spitzenweine gar noch wesentlich dünner gesät sind. Denn Sizilien bietet mit seinem ungeheuer vielfältigen Terroir seit jeher optimale Voraussetzungen für den Weinanbau:
Hohe Sonneneinstrahlung zur Erzielung kerngesunden, vollreifen Lesegutes, wenig Niederschläge, gebirgiges Terrain mit vorzüglichen Hanglagen in exzellenter Ausrichtung und teilweise extrem ärmliche Böden, große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht infolge der Höhenlage vieler Weinberge und der Erhalt wertvoller autochthoner Rebsorten, all diese Faktoren sind wie geschaffen zur Erzeugung großer, eigenständiger, unverwechselbarer Weinunikate.

Doch nur ganz langsam kommt das sizilianische Weinschiff nach Jahrzehnten des Dahindümpelns in Fahrt. Somit gibt es erst einige wenige Namen großer Persönlichkeiten, die weit über Insiderkreise hinaus bei Liebhabern italienischer Weine einen magischen Klang besitzen und die für den entschiedenen Kurswechsel der letzten Jahre innerhalb der kleinen Winzerelite verantwortlich zeichnen.

Das Resultat: Eine Qualitätsrevolution in der Spitze, wie sie in dieser Form in kaum einer anderen Region in Italien geglückt ist. Als einer der großen neuen Namen der Region gilt das Familienweingut Cusumano, das sich infolge einer spektakulären Auszeichnung durch den Gambero Rosso auch international einen exzellenten Ruf erwerben wird: Sein preiswertester Rotwein aus dem großen Jahrgang 2003, vinifiziert aus der uralten autochthonen Rebsorte der Insel, Nero d’Avola, wurde als DER Rotwein Italiens mit dem besten Preis-Genussverhältnis mit dem einzigartigen „National Oscar” gefeiert!

Von dieser Ehrung hat Vater Francesco Cusumano nicht mal zu träumen gewagt, als er den Betrieb vor nunmehr vierzig Jahren gründete. In seinem ganzen arbeitsamen Leben war er immer nur eins, Winzer mit Leib und Seele, und er schuftete unermüdlich für SEINEN sizilianischen Wein. Er war bereits zutiefst überzeugt, dass man auf dieser herrlichen Insel Spitzenweine vinifizieren kann, als noch kaum sonst jemand an das große Potential Siziliens glaubte. Francesco arbeitete daher wie besessen an seinem Lebensziel. Seine Grundidee war dabei eigentlich eine ganz einfache: der Cru-Gedanke.
Für jede Rebsorte gilt es auf der topographisch und klimatisch so unterschiedlichen Insel, die man daher als einen eigenen Weinkontinent betrachten muss, einen optimalen Standort zu finden, in der sich die Charakteristika von Böden und Mikroklima optimal mit den autochthonen Rebsorten Siziliens wie der internationaler Edelreben vermählen. Daher kaufte er Weinberge in herausragenden Lagen in ganz unterschiedlichen Zonen Siziliens und erarbeitete sich nach und nach unter Insidern einen ausgezeichneten Ruf.

In den 90er Jahren traten die Söhne Alberto und Diego in den Betrieb ein - und gemeinsam schafften sie einen enormen qualitativen Sprung. Die klimatisierten Kelleranlagen wurden auf den neusten Stand gebracht, Gärtanks aus Stahl mit Temperaturkontrolle und Barriques aus französischer Eiche bester Provenienz angeschafft. Doch die Familie Cusumano kreiert auch nach diesen notwendigen Modernisierungen keine seelenlosen Technoweine, ihre Gewächse besitzen vielmehr Persönlichkeit und tragen die ureigene Handschrift ihrer so unterschiedlichen Weinberge:
In ihnen vermählt sich die Tradition mit der Moderne und somit eine unglaubliche Fülle von attraktiven, betörenden Fruchttönen mit dem sinnlichen Schmelz und Charme des mediterranen Südens. So gehören seit einigen Jahren die Weine von Cusumano zum Besten, was im gesamten südlichen Italien erzeugt wird!

Doch probieren und urteilen Sie selbst: Derartig großartige Alltagsweine zu solch fairen Preisen, die keine Löcher in die Geldbörsen reißen, erinnern wahrlich an das Finden der Stecknadel im berühmten Heuhaufen!


691103 Cusumano, Insolia, bianco 2003 6,20 Euro
Einer der zugleich leckersten und preiswertesten Weißweine Süditaliens, vinifiziert aus der autochthonen Rebsorte Siziliens (Insolia), in dessen betörendem, würzigen Duft sich die Seele seiner mediterran-sizilianischen Heimat widerzuspiegeln scheint; es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert.
Ein Glas dieses so hocharomatisch nach Pfirsich und Äpfeln, den Kräutern des Mittelmeeres und einer farbenfrohen Blumenwiesen duftenden, saftigen, dichten, charaktervollen, fein mineralischen, erfrischenden Weißweins aus großem Jahr zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse: Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft einer wunderschönen Mittelmeerinsel werden wach und verführen zum Träumen.

Im WINE SPECTATOR November 2004 mit 89 Punkten ausgezeichnet und als „best buy” gefeiert!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2006.



691204 Cusumano, Nero d’Avola, rosso 2004 6,95 Euro
Die autochthone uralte Rebe Nero d’Avola wird von der Familie Cusumano vor allem in zwei dafür optimal geeigneten Zonen angebaut: Zum einen auf einer Höhe von 700 Metern in einem hügeligen Gebiet der Piana degli Albanesi, umgeben von den herrlichen Wäldern von Ficuzza. Der Boden ist lehmig und die Weinbergslagen variieren von Nordost bis West. Die unterschiedlichen Ausrichtungen und die Höhenlage sorgen für beträchtliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie mäßige Höchsttemperaturen im Sommer, was der Rebe einen längeren Vegetationszyklus ermöglicht und eine langsamere Reifung, ein Faktor, der das Ansammeln von komplexen, frischen Aromen und feinen Polyphenolen begünstigt.
Des weiteren findet sich die Rebsorte in dem Viertel San Giacomo auf dem Gebiet von Butera, 400 Meter über dem Meeresspiegel, in dem sich die Sonne über den „Trubi”, den typischen weißen Sedimentböden Siziliens, spiegelt und in denen auch die Mandelbäume bestens gedeihen. Von hochreifen Trauben dieser beiden exzellenten Terroirs also stammt der sensationell preisgünstige Basiswein des Gutes, ein komplexer, eigenständiger Tropfen, der das großartige Potential Siziliens und der autochthonen Rebsorte Nero d’Avola eindrucksvoll widerspiegelt.
Sattes Purpur-Granat in der Farbe, zart süßliche, animierende, dunkelbeerige Frucht, reife Schattenmorellen, Holunderbeeren, unterlegt mit subtilen Anklängen an Lakritze. Geschmeidig am Gaumen, in keinster Weise aufdringlich oder rustikal, vielmehr sehr elegant, verführerische Primärfrucht, wiederum Schattenmorellen, reife Waldbeeren und Zimt, frische Fruchtsäure und exzellente Balance zwischen sattem Tannin und cremigem, saftigem Extrakt. In seiner Stilistik weniger opulent und konzentriert, dafür finessenreicher und feingliedriger als sein Pendant von unserer zweiten Top-Domaine aus Sizilien, der Azienda Morgante.

Der Jahrgangsvorgänger wurde mit zwei Gläsern im Gambero Rosso 2005 und der Auszeichnung „National Oscar” für den Rotwein mit dem besten Preis-Genussverhältnis ganz Italiens geadelt! Doch sein Nachfolger ist einer der ersten auf dem Markt befindlichen und damit nachprüfbaren Belege für meine These, dass der unter optimalen klimatischen Bedingungen (kein Trockenstress!) gewachsene Jahrgang 2004 in Regionen wie der Rhône, in Deutschland sowieso, aber auch im Süden Italiens den 2003er infolge einer höheren Komplexität, einer phantastischen Frucht, einer fabelhaften Ausgeglichenheit und Frische nochmals übertrifft.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Spätherbst 2005 bis mindestens 2007.



SUBSKRIPTIONEN:

FRANKREICH

Clos Saint-Jean - Châteauneuf-du-Pape

Die Sensation des Jahres: Ein erstklassiger Châteauneuf-du-Pape aus großem Jahr mit 92-94 Parker-Punkten für unter 20 Euro!

Im aktuellen WINE ADVOCATE 156 hat Parker die Spitzenweine der südlichen Rhône des „exzellenten Jahrgangs 2003” mit höchsten Punktzahlen bewertet. Dies ist für uns keine Überraschung, haben wir Sie doch schon mehrfach in unseren Mailings über die großartige Qualität dieses Ausnahmejahrgangs informiert. Doch Vorsicht: Der Jahrgang ist in Wahrheit sehr heterogen, denn es finden sich, auch in Spitzenbetrieben von Châteauneuf-du-Pape, viele Weine mit trockenem, auszehrendem Tannin (Hitzejahrgang!), die zumindest bei mir keine rechte Trinkfreude aufkommen lassen wollen.
Daher wartet der Jahrgang 2003 sowohl mit negativen als auch mit ungemein positiven Überraschungen auf. In unseren letzten Mailings haben wir Ihnen die ersten großen Weine aus diesem Sonnenjahrgang bereits präsentiert. Mit großem Erfolg: Alle diese Gewächse - seien es die Gigondas-Weine von Saint Cosme oder die Cuvées Persia und Nadal von unserer beliebten Domaine Fondrèche - waren binnen Stunden ausverkauft.

Mit großer Freude präsentieren wir Ihnen unsere Neuentdeckung des Jahres aus Châteauneuf-du-Pape, die offensichtlich auch Parker sehr beeindruckt hat. Er vergab nach seinem Besuch bereits der Basiscuvée der Domaine Clos Saint-Jean 92-94 Punkte.
Sicherlich wird kein zweiter Rotwein aus Châteauneuf bei einer solch hohen Bewertung ähnlich preisgünstig zu haben sein: Ein absolutes Schnäppchen für 19,90 Euro in Subskription! Zahlbar bis spätestens 25. März 2005, Auslieferung entweder noch im Juni vor der Sommerhitze oder spätestens im September 2005. Unsere unbedingte Empfehlung!

Wie hat dieses in Deutschland noch gänzlich unbekannte Gut im Jahrgang 2003 derartig grandiose Qualitäten produzieren können, dass seine Spitzencuvée, die wir Ihnen später anbieten werden, von Parker gar als „Kandidat für den Wein des Jahrgangs in Châteauneuf-du-Pape” ausgezeichnet wurde?

Nun, zum einen besitzt die Domaine uralte Rebparzellen (1902 angepflanzt) in einer Lage, die zu den berühmtesten von Châteauneuf-du-Pape gehört und von Kennern mit Ehrfurcht ausgesprochen wird: Le Crau. Von den uralten Grenachereben dieses Terroirs stammen beispielsweise auch die Trauben für Pégaus Supercuvée Da Capo. Nur hatten die Besitzer von Clos Saint-Jean, einer alt eingesessenen Familiendomaine im übrigen, bis vor wenigen Jahren zwar durchaus Weine im von mir so geliebten traditionellen Stil bereitet, doch waren sie immer eine Spur zu rustikal, als dass sie mich hätten wirklich begeistern können. Und nun kommt der berühmte und in der Region hoch angesehene Önologe Philippe Cambié ins Spiel, den Sie sicherlich schon aus vielen unserer Texte kennen, denn er ist bereits seit Jahren für unsere großartigen Domainen Pégau, Clos du Caillou und Les Cailloux u.a. beratend tätig. Er nahm die Gebrüder Vincent und Pascal Maurel, die mittlerweile voller Ehrgeiz das 1905 gegründete Gut leiten, unter seine Fittiche. Gemeinsam revolutionierte man die Weinbergsarbeit, senkte drastisch die Erträge, erntet jetzt sehr spät und sehr selektiv, bei voller physiologischer Reife und verbesserte drastisch die Vinifizierung.

Das Resultat: Die zwei Brüder Maurel und der alte Hase Philippe Cambié (der uns natürlich sofort kontaktierte und zur Verkostung auf die Domaine lud, lange bevor Parker mit seinen Bewertungen für einen weltweiten Run auf diese ungemein fairpreisigen Weine sorgte) haben im großen Jahrgang 2003 ihr Husarenstück vollbracht: Sensationelle Qualitäten zu unschlagbar günstigem Preis.


176103 Clos Saint-Jean, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2003 19,90 Euro
Ein ungemein dichter, konzentrierter, fein strukturierter Weingigant, der aufgrund seiner großen Harmonie, seiner Balanciertheit und seines enorm hohen Glyceringehalts schon bald trinkbar sein wird, dessen cremige, aber kompakte, kernige Tannine jedoch auch signalisieren, dass er Jahre der Entwicklung benötigt, bis er voll ausgereift sein wird. In der Nase eine klassische, eher kühle Stilistik, keine auf vordergründige Effekthascherei getrimmte Fruchtbombe, stattdessen sehr komplexe, verwobene Aromen der erlesenen Trauben der uralten Grenachereben (dazu ein wenig Syrah und Cinsault): dunkle Früchte, Pfeffer, Kirschen, schwarze Trüffel, Oliventapenade und feine Kräuter der Provence.
Am Gaumen sehr kompakt, dicht, stoffig, voller Körper, konzentriert, Anklänge an schwarze Kirschen und Cassis, zart süßliche Frucht, lang anhaltend. Dieser delikate Wein gehört zu meinen persönlichen Favoriten und fasziniert als wunderschöne Verkörperung eines absolut klassischen, phantastisch komplexen Weines einer der großartigsten Regionen innerhalb der gesamten Weinwelt!
Zu genießen bereits wenige Wochen nach der Abfüllung (Dekantieren), Höhepunkt 2008 bis 2018.

Subskriptionspreis gilt bis 25. März 2005, danach 24,90 Euro


Domaine de Trévallon - Provence

Im Herzen der wildromantischen Provence: Zerklüftete weiße Kalkfelsen kontrastieren mit dem azurblauen Himmel, Wildkräuter und Pinien bestimmen die Flora und übertragen ihre faszinierenden Düfte in die Außenhaut der Trauben. Aus dieser so traumhaft schönen Region kommt von mit Steinen übersäten, inselartig in die wild wuchernde Naturlandschaft eingebetteten Parzellen einer der eigenständigsten und charaktervollsten Rotweine der Welt, der mit keinem anderen Wein verglichen werden kann.

Die Weinberge wurden 1973 von Eloi Dürrbach, der ursprünglich in Paris Architektur und Mathematik studierte, auf dem kargen, steinigen Sommersitz seiner Großmutter angelegt und befinden sich in einem extrem unwirtlichen Tal mit den ärmsten Böden Frankreichs. Hier ergeben die speziellen mikroklimatischen Bedingungen der Domaine, der Einfall relativ kalter Winde aus dem Norden und das Abblocken der warmen Luftströme aus dem Süden durch die malerischen Alpilles, sowie die daraus resultierende späte Lese zusammen mit dem erstklassigen Terroir und der extremen Mengenbegrenzung einen der eigenwilligsten Weine der Welt, den Parker bereits vor über einem Jahrzehnt als eine der schönsten Entdeckungen seines Lebens bezeichnete. Und auch ich selbst liebe diesen Wein ganz besonders, seit ich ihn vor ca. 15 Jahren zum ersten Mal verkosten durfte und habe mir seitdem von jedem! Jahrgang eine 12er Kiste in meinen privaten Keller gelegt.

Eloi Dürrbach, den ich auch als Persönlichkeit sehr schätze, wird von vielen, die ihn kennen, als eher spröder, zurückhaltender Mensch erlebt. Sein „Trévallon” jedoch wird von allen Weinkritikern und Liebhabern enthusiastisch gefeiert und zu den besten Weinen der Welt gezählt. Er ist in Frankreich und den USA längst zum Kultwein avanciert und wird dort inzwischen zu exorbitanten Preisen gehandelt. Zudem wird dieser so bekömmliche Wein, der nur schwer erhältlich ist und den Händlern streng limitiert zugeteilt wird, rein ökologisch angebaut und nach etwa zwei Jahren im Holzfass (eine kleine Partie in neuen Barriques, das meiste in großen Fudern) unbehandelt und unfiltriert auf Flaschen abgezogen.

Und: Schwache Jahrgänge gibt es auf der Domaine de Trévallon überhaupt nicht: Ist Eloi mit der Qualität der Trauben nicht zufrieden, wie im Jahrgang 2002, als seine Parzellen von den heftigen Regenfällen des 8. September in Mitleidenschaft gezogen wurden, dann zieht er die Konsequenzen und vinifiziert keinen Wein! Zudem besitzen die Weine von Trévallon ein immenses Reifepotential (in großen Jahrgängen von 20 Jahren und mehr), das eindrucksvoll die Mär widerlegt, Rotweine aus Südfrankreich seien nicht lange lagerfähig.

Trévallon, das ist singulärer Stoff der absoluten Weltspitze mit dem Geschmack und der Aromatik des französischen Südens, gepaart mit einer immensen Dichte und Konzentration sowie einer bemerkenswerten Eleganz und Finesse, wie sie die großen Syrahweine der nördlichen Rhône aufweisen! In vielen Blindproben habe ich immer wieder erlebt, wie Liebhaber und Winzer gleichermaßen einen gereiften Trévallon als großen Hermitage ‚identifizierten’.
In Frankreich ziert dieser große Wein die Karten der besten Restaurants des Landes, kostet dort allerdings zumeist um die 300 Euro. Wie antwortete mir doch ein sehr bekannter französischer Sommelier auf meine erstaunte Frage nach diesem mir deutlich zu hoch erscheinenden Preis: „Aber Monsieur, ich kann doch diesen großen Wein nicht billiger verkaufen als die Second Crus aus dem Bordelais, wo er doch so viel besser schmeckt als diese. Der Einkaufspreis spielt dabei keine Rolle.”
Nun, die „Logik” meiner französischen Freunde ist weltberühmt, verblüfft mich aber im Einzelfall immer wieder!


401103 Domaine de Trévallon, rouge 2003 35,00 Euro
Bereits seine genialen Jahrgangsvorgänger gelten als Quintessenz im Schaffen von Eloi Dürrbach (so wurde beispielsweise der 98er vom WEINWISSER mit der Traumnote 19/20 Punkten bewertet), doch vergleicht Éloi seinen in den unterirdischen Kellern vor sich hinschlummernden 03er gar mit dem 1983, der den Mythos von Trévallon begründete:
Auch die Erntemenge ist - leider - genau so gering wie bei dieser 83 Legende südfranzösischer Weinkultur. Luftlinie gerade einmal knappe 20 km von Châteauneuf-du-Pape entfernt und in 2003 mit dem gleichen Mikroklima gesegnet, dass an der südlichen Rhône für einen Jahrhundertjahrgang verantwortlich zeichnete, können wir Ihnen mit diesem Unikat einen der raren und größten Weine Frankreichs anbieten.
In der Farbe ein tiefdunkles Rubinrot, in der Nase ein betörendes, ungemein intensives Cassis- und Brombeerbukett von in optimalem Reifezustand geernteten Trauben, mit berauschenden Anklängen an schwarze Trüffel, Kakao und geröstetem Kaffee, Thymian, Rosmarin und den Duft von Pinienwäldern. Die für Trévallon-Weine früher so charakteristische animalische Note ist, wie beim 2000er, nur noch dezent im Hintergrund verspürbar. Am Gaumen reife rote Beeren, Röstaromen, schwarze Pralinen, nochmals edle Hölzer, ungemein saftig, dicht, konzentriert, ausladend fast, herrlich beerige Süße im dichten Extrakt, sensationelle Komplexität, exzellente Struktur, großartiges Finale, phantastische, feinkörnige Tanninstruktur.
Die Zunge taucht ein in dieses außerordentliche, fast dekadent süßliche Aromenspektrum („très Trévallon”), „spielt” mit diesem phänomenalen Wein, alle Sinne scheinen betört.
Der Trévallon 2003 besitzt das Potential, sich zu einer der größten Legenden des französischen Südens zu entwickeln und gehört nach Meinung vieler Kenner zu den 5 besten Rotweinen des Jahrgangs im gesamten Midi. Zu genießen etwa ab 2008/9 bis mindestens 2025.

In Subskription, späterer Preis 43,00 Euro!


4011103 Domaine de Trévallon, rouge, Magnum 2003 1,5 l 69,00 Euro

In Subskription, späterer Preis 92,00 Euro!


DEUTSCHLAND

Weingut Keller - Deutschlands Winzer des Jahrzehnts

Von der Sinfonie großer Terroirs

Thomas Mann hat mit seinen Buddenbrooks universellen Ruhm erlangt. Zu Recht. Nur allzu exemplarisch hat er typischen Aufstieg und Fall einer deutschen Unternehmerfamilie beschrieben: Die erste Generation baut voller Tatkraft ein blühendes Geschäft auf, die zweite, im übermächtigen Schatten des Vaters stehend, verwaltet immerhin noch das Erbe, die dritte, zur Muse hingezogen, verspielt es.

Doch es gab und gibt Gegenbeispiele zu solch weltweit nicht unüblichen Familiensagas. Wie leicht hätte Klaus-Peter Keller, gerade mal 31 Lenze zählend und nach seinen Lehr- und Wanderjahren immer mehr in die Mitverantwortung des Gutes hineinwachsend, sich auf dem Lorbeerkranz ausruhen können, den Fachpresse wie Weinliebhaber seinem Vater gewoben:
Kein deutsches Gut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den „Gault Millau”.
Hier einige Auszüge aus der Laudatio: „Kometenhafter Aufstieg, ... das Mustergut aus dem Wonnegau wurde zum Shootingstar der letzten 5 Jahre, ... sage und schreibe 46 Weine landeten in dieser halben Dekade unter den Jahrgangsbesten, eine Leistung, die ihresgleichen sucht. Besonders beeindruckend: Keller hat als einziger in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüße Weinen in den Top Ten mitzumischen”.
Unter den schier unzähligen sonstigen Elogen möchte ich hier nur eine noch erwähnen: Auf der ‚Vin Italy’ 2002 erhielten die Kellers als erster deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, der bisher nur einer kleinen Handvoll weiterer absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) verliehen wurde.

Trotz dieser in Deutschland bisher einmaligen Erfolge dachte Sohn Klaus-Peter („Schon als kleiner Junge konnte ich nie schnell genug aus der Schule nach Hause kommen, um im Weinberg mitzuarbeiten”) nicht im Traum daran, es gemütlich angehen zu lassen. Voller Ehrgeiz und Enthusiasmus ging er ans Werk, eigene Ideen, die er während seines Studiums in Geisenheim und bei großen Winzern des Burgund entwickelt hatte, in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einzubringen.
Nicht die Revolutionierung der bisherigen Arbeit war sein Ziel, wie hätte dies aufgrund des vorgefundenen beispielhaften Qualitätsstandards auch sein können, sondern subtile, behutsame Weiterentwicklung. Den singulären Charakter des unverwechselbaren Terroirs der großen rheinhessischen Lagen, auch und gerade der neu erworbenen Westhofener Parzellen, im Einklang mit der Natur einfühlsam zu interpretieren und infolge extrem selektiver Lese im fertigen Wein so unverfälscht und authentisch wie nur irgend möglich transparent werden zu lassen, darin investiert er kompromisslos all seine Tatkraft und sein herausragendes vinologisches Wissen.

Und dies ausgerechnet in Rheinhessen: Wohl kaum eine andere Region litt über viele Jahre derart unter der desaströsen Phase heimischer ‚Wein’machung, die unter dem Schlagwort Liebfrauenmilch fatalerweise weltweit die Regale von Supermärkten füllte und deutschem Riesling zu traurigem Ruhm verhalf. Doch das ist Vergangenheit: Unter der Führung begnadeter Winzer wie des kongenialen Tandems von Vater und Sohn Keller schwingt sich die ‚vergessene’ Region zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz.

Der magische Klang, der wohlige Schauer, der Weißweinliebhaber in aller Welt erfasst, wenn denn edelsüße Gewächse aus der Hermannshöhle oder dem Wiltinger Scharzhofberg im Glase funkeln, geht jetzt für trockene Rieslinge von diesen großen Terroirs in Rheinhessen aus: Der Dalsheimer Hubacker und die Westhofener Lagen sind wie die Noten einer Partitur, die sich unter dem Dirigat einfühlsamer Künstler zu einer einzigartigen Sinfonie entfalten - Maßstab und Vorbild großer deutscher Terroirweine!

Diese beseelten Weine erzählen von ihrem Land: Von tiefen Schichten aus Tonmergel, Muschelkalk und hartem Fels, in die sich die Wurzeln alter Rieslingreben hineingewunden, vom glockenklaren Klang der Mineralien, die sie dabei aufgenommen haben, von Regenphasen und Trockenheit, von Kälteperioden und Hitzestress, von allen Faktoren eben, denen die Trauben während ihrer langen Vegetationsperiode Jahrgang für Jahrgang in unterschiedlicher Weise ausgesetzt sind, vor allem aber von der Hände Arbeit und den Visionen der Menschen, die sie meisterhaft geschaffen haben.

Was mir an Klaus-Peter Keller so imponiert, ist, wie souverän er, tatkräftig unterstützt von seinem Vater, die schwere Herausforderung meistert, das hohe Niveau des Weinguts als die unumschränkte Nr.1 Rheinhessens und als primus inter pares in ganz Deutschland nicht nur zu halten - dies allein wäre schon aller Ehren wert gewesen, wenn auch mancher Neider ihm hätte vorwerfen können, „nur” von einem großen Erbe zu profitieren - sondern den hohen Qualitätsstandard durch die transparente Herausarbeitung der Terroirs immer weiter noch zu steigern:
Konsequenterweise nehmen daher die Ehrungen des Weingutes gar noch zu. In ihrer Ausgabe 4/2004 feiert die Fachzeitschrift „Alles über Wein” unser Paradegut („Synonym für exzellente Rheinhessen-Weine”) als Erzeuger des Jahres 2002 in Rheinhessen und setzt den „G-Max”, den „Westhofener Morstein” und den „Dalsheimer Hubacker” auf die Plätze eins, zwei und drei und damit ganz klar an die Spitze der Region.
„Alles über Wein” (1/05) stuft in seiner Bestenliste der „100 besten trockenen Rieslinge Deutschlands 2003” die Keller’schen Weine auf Platz 1, zweimal punktgleich auf 5 und auf die 13.
Und der renommierte Internetweinführer www.wein-plus.de verleiht für den Jahrgang 2003 die begehrte Auszeichnung „Kollektion des Jahres in Rheinhessen” und urteilt in seiner Laudatio: „Schon Vater Klaus war ein Pionier in Sachen Qualität im Wonnegau. Seit dem Eintritt des Sohnes in den elterlichen Betrieb wurden besonders die trockenen Weine noch besser und inzwischen können Kellers nur ganz wenige Weingüter in Deutschland das Wasser reichen. Herrliche Dessertweine, ein wunderbarer Spätburgunder, einer der besten Silvaner aller Zeiten und eine grandiose Serie trockener Weltklasse-Rieslinge sind die Eckpfeiler dieser mehr als verdienten Kollektion des Jahres.”
René Gabriel, Herausgeber und Autor des Standartwerks „Bordeaux Total”, schwelgt in der Schweizer Fachzeitschrift WEINWISSER 10/04. „Glücklich darf sich schätzen, wer ein paar Flaschen Hubacker im Keller liegen hat”.

„Mit acht Nominierungen für die Bestenliste in der aktuellen Ausgabe setzt der Rheinhesse Klaus Keller seinen unwiderstehlichen Siegeszug fort und untermauert damit eindrucksvoll seine dominierende Position an der Tabellenspitze. Bemerkenswert bei den Kellers ist seit Jahren, dass man im Prinzip jeden Wein bedenkenlos kaufen kann. Auch die einfacheren Qualitäten sind schon überdurchschnittlich. Man spielt, was wenige können, in allen drei Bereichen - Weiß, Rot, Edelsüß - in der absoluten Spitzenklasse mit. Schon 2001 und 2002 waren Weltklasse-Kollektionen. Mit der aktuellen Serie haben sich Vater und Sohn wohl noch einmal gesteigert. Die 90-Punkt-Marke wurde noch nie so oft erreicht oder deutlich überschritten”, urteilt dezidiert der Gault Millau 05, hierbei unterstützt vom ebenso aktuellen Konkurrenz-Guide „Deutschlands Weine 2005” von Gerhard Eichelmann. „Zwar muss man vorsichtig sein mit Superlativen bei Klaus und Klaus Peter Keller. Denn auch wenn es schier unmöglich scheint, so schaffen sie es doch, die Weine werden immer noch besser.

2001 hatten sie eine grandiose Kollektion, trocken wie edelsüß. Der Folgejahrgang 2002 war nochmals ein wenig besser, wieder hatten die Kellers eine Kollektion, die ihresgleichen sucht und niemand in Deutschland kam der Perfektion so nahe wie die Kellers. 2003 das gleiche Bild. Trocken wie süß, weiß wie rot”.

Doch Klaus-Peter ist nicht nur erfolgreich. Er ist ungemein sympathisch (was nicht an unserer gemeinsamen Vorliebe für den gleichen Fußballverein liegt, wegen dessen Ergebnissen wir so oft leiden müssen) infolge der Bodenhaftung und Menschlichkeit, die er sich stets bewahrt hat: Alles Arrogante oder Überhebliche ist ihm wesensfremd, immer hat er ein offenes Ohr für seine Kollegen, mit denen er sich fachlich austauscht und teils tiefe freundschaftliche Beziehungen pflegt. Bei aller Professionalität, bei aller visionären Tatkraft, die ihn so auszeichnen, er hat es geschafft, den kleinen Jungen tief in seinem Innern zu bewahren, den ich vor meinem geistigen Auge sehe, seinen Schulranzen in die Ecke donnernd und mit seinen Eltern in die Weinberge aufbrechend: Ein Winzer mit Leib und Seele, der seine Berufung gefunden hat.

Dabei ist Klaus-Peter, allen Erfolgen zum Trotz, immer auf der Suche nach der weiteren Optimierung seiner weinberglichen Arbeit. In der Zeit, wenn andere erfolgreiche Winzer um die Welt jetten, um ihre Produkte auf Messen zu vermarkten, findet man ihn garantiert im Weinberg. Dabei ist er in keinster Weise eigenbrötlerisch, im Gegenteil, ihn zeichnet ein ausgesprochen weltoffenes Wesen aus und privat bereist er zusammen mit seiner ebenso attraktiven wie tatkräftigen Frau Julia und seinen beiden Kindern die renommierten Weinbauregionen der Welt und trifft sich mit befreundeten großen Winzern zum Erfahrungsaustausch. Zumeist aber findet man ihn in den Weinbergen seiner rheinhessischen Heimat, wo er mit immer neuen Ideen versucht, die Qualitäten seiner Weine noch weiter zu steigern - sofern dies überhaupt möglich ist. Denn Klaus-Peter weiß, dass es viele Faktoren sind, zumeist Kleinigkeiten, bisweilen auch revolutionäre Neuerungen, die in ihrer Summe einen wirklich großen Wein ausmachen. Lassen Sie es mich anhand eines Beispiels erläutern:

Bei einem meiner Besuche erzählte ich ihm von Experimenten hoch begabter, kreativer südfranzösischer Winzer wie Didier Barral, die beim Ausdünnen der Trauben nicht mehr die gesamte Traube abschneiden, sondern diese in der Mitte waagerecht teilen und nur den vorderen Teil entfernen. Der gedankliche Hintergrund für dieses Experiment liegt in der Beobachtung der Winzer, dass die Rebstöcke, wenn sie den Verlust von Trauben „bemerken”, infolge des genetischen Codes der Weitervermehrung sich doppelt anstrengen, die verbleibenden Trauben zu versorgen, so dass diese dicker werden und mehr Saft enthalten. Ein guter Winzer wünscht sich jedoch kleinbeerige Trauben, die sich nicht berühren, damit keine Fäulnis auftritt, insbesondere jedoch will er damit ein optimales Verhältnis von wenig Saft und viel Traubenhaut erzielen, um möglichst viele, hier eingelagerte Aromastoffe in den fertigen Wein zu transportieren.
Klaus-Peter Keller findet daher den Ansatz von Winzern wie Didier Barral prinzipiell richtig, hat hier aber weiter gedacht und diese Methode nochmals verfeinert, auch, weil an der Spitze der Trauben oftmals die kleinsten und aromatischsten Beeren zu finden sind. Vor der Ernte der besten Parzellen ging in 2003 erstmals ein kleines Team - aufgrund der Inhomogenität des Traubengutes - durch die Rebberge und probierte Stock für Stock sämtliche Trauben, um jene zu markieren, die keine optimale Komplexität und Dichte garantierten und die daher von Hand von der Lesemannschaft aussortiert wurden. Ein oftmals 14-Stunden-Tag, dem Wein gewidmet. Warum macht ein Winzer das? Die entwaffnende Antwort lautet schlicht: „Weil wir unsere Weine einfach selbst gern so trinken”, so Klaus Peter Keller.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, mit denen sich Klaus-Peter gedanklich permanent beschäftigt: Einbringen von Mulch und Kompost in Junganlagen, um die Feuchtigkeit in trockenen Sommern im Boden halten zu können, bestmögliche Rebenselektionen mit uraltem genetischen Material statt moderner Massenklone, diese Reihe innovativer Maßnahmen im Weinberg ließe sich mühelos fortsetzen, alles der Prämisse untergeordnet, dass großer beseelter Wein nur in Weinbergen mit erstklassigem Terroir, mit ‚lebenden’ Böden voller Mikroorganismen entstehen kann und dass er letztendlich erst durch die einfühlsame Gestaltungskraft des Menschen seine endgültige Form findet.

So erweist sich Klaus-Peter Keller als ungemein sensibler Interpret seiner großen Lagen mit viel Gespür für ein Terroir, das sinnlich erlebbar den Gaumen verwöhnt. Und ich gestehe gerne: Ich bin seit mehreren Jahren bekennender Keller-Fan. Die Rieslinge des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Tandems Vater (Klaus) und Sohn (Klaus-Peter) begeistern mich ebenso wie viele andere Weinliebhaber auf der ganzen Welt und lösen Emotionen aus. Sie, liebe Kunden, empfinden und schmecken wohl ähnlich, denn unsere Verkaufszahlen sprechen eine beredte Sprache. Und hatten also im Jahrgang 2003 die Kellers für mich und für viele andere Experten die beste Kollektion des Jahres in Deutschland vinifiziert, so steigern Sie jahrgangsbedingt die Qualitäten noch einmal in 2004! Bereits in unserer letzten Pinwand hatte Sie Klaus-Peter Keller ausführlich über die optimalen Bedingungen in 04 informiert. Lassen Sie mich seine wichtigsten Aussagen hier noch einmal kurz zusammenfassen:

„Mit der 2004er Ernte erwartet uns ein klassischer Weinjahrgang, der sowohl im Basis- wie auch im Spitzenweinbereich Qualitäten mit großer Finesse und Ursprünglichkeit erbrachte. Selbst Anfang November noch lieferten die Rebwurzeln ihren Trauben die Nährstoffe, die zu einer wunderbaren Balance von Frucht, Säure und Aroma führten. Bis 25. November gar dauerte die Lese in den Spitzenlagen, die bei Erträgen zwischen 25 und 40 hl/ha in unseren Großen Gewächslagen ihren Abschluss fand.
Die ersten Fassproben der jungen Weine bestätigen eindeutig, dass die besten Qualitäten - mit großer Finesse, verführerischem Aromenspiel und tiefer Mineralität - in Jahren wie 2004 mit ausgewogener Niederschlagsverteilung und nicht zu hohen Temperaturen während der Vegetationszeit wachsen” (Klaus-Peter Keller).

Ein paar Gedanken zur Bevorzugung der Stammkunden von Pinard de Picard: Die sympathischen Kellers teilen uns von jedem ihrer 4 großen trockenen Weine wie stets eine höchst erfreuliche Menge zu. Herzlichen Dank dafür, auch im Namen unserer Kunden! Und dennoch: Die Anzahl der Flaschen reicht niemals aus, alle Nachfragen, weit über die deutschen Grenzen hinaus, zu befriedigen. Zu gesucht sind mittlerweile diese Rieslinge mit magischem Klang.
So haben wir bei Pinard de Picard eine Entscheidung getroffen, die das Problem nicht, wie sonst in der Weinwelt üblich, über höhere Preise regelt, sondern, die Sie, unsere werten Stammkunden, eindeutig bevorteilt. So sehr wir uns natürlich immer wieder über Neukunden freuen, die - auch über die Suche nach Kellers großen Rieslingen - auf uns aufmerksam werden, haben wir uns dennoch zu folgender Regelung entschlossen: Jeder unserer Kunden, der über diese Subskription die streng limitierten Rieslinge ‚Morstein’ oder ‚G-Max’ ordert (und beide Weine werden mit Sicherheit bereits in dieser Subskription ausverkauft werden!), erhält das Vorrecht, in allen Folgejahren diese Weine zu erwerben. Dieses Recht erlischt erst mit dem ausdrücklichen Verzicht auf dieses Privileg. Das heißt, bei jedem nächsten Jahrgang werden wir diese Kunden zuerst anschreiben und Ihnen die Weine exklusiv anbieten. Nur, wenn dann noch kleine Mengen übrig bleiben sollten, gehen diese in den freien Verkauf. Wir hoffen, mit dieser Entscheidung die Interessen unserer Stammkunden optimal zu schützen.


951204 Keller, Westhofen Kirchspiel -Turmstücck- Riesling Großes Gewächs, trocken 2004 19,90 Euro
Aus dem Urstromtal des Rheins erheben sich die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage „Kirchspiel” wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet, optimal geschützt vor den kalten Westwinden. Dieses hervorragende Mikroklima ist neben dem Kalkstein im Untergrund ein wesentlicher Aspekt für das erstklassige Terroir dieses rheinhessischen Filetstückes. Beste Parzellen, erst vor ein paar Jahren von den Kellers gekauft, demonstrieren seit dem 02er Jahrgang die Früchte der vollständigen Veränderung in der Weinbergsarbeit. Die Regeneration der sehr differenzierten Böden ist abgeschlossen und diese phantastische Lage wurde spätestens mit dem gigantischen 03er, vom ‚Gault Millau 2005’ mit der dritthöchsten Punktzahl des Jahres geadelt, zur ebenbürtigen Konkurrenz für den benachbarten und (noch) berühmteren „Morstein”.

Es ist der Kalkstein, der die Basis für die zarte Mineralität dieses großen Rieslings legt, der dicht, kompakt und konzentriert daherkommt. Aber in erster Linie fasziniert er durch seine unvergleichliche Eleganz und Finesse, bezaubert mit frischer kräutriger Aromatik und feinstem Spiel (weckt Erinnerungen an einen klaren, frischen Gebirgsbach, der tänzelnd und übermütig ins tiefe Tal sich ergießt) und deutet schon in seiner Jugend sein breites Fruchtspektrum an, das von Weinbergspfirsich über Aprikose bis hin zu exotischen Anklängen reicht und von einer samtig-seidenen Mineralität unterlegt und liebkost wird. Dieses Große Gewächs macht fast süchtig in der Intensität seiner Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter, wie ihn nur wenige Winzer außer den Kellers in dieser Mischung aus Mineralität und Komplexität, Kraft und Finesse auf die Flasche zu zaubern vermögen.
Ein großer, sehr komplexer, brillanter Riesling mit viel Charakter; fokussierter, mit noch mehr seidener Eleganz und Potential ausgestattet als der 03er, ein monumentales Gewächs, das Sie unbedingt dekantieren sollten und das die Philosophie des Hauses, durch minimale Erträge die Dichte und Mineralität im Wein zu steigern, wunderbar widerspiegelt.

Im Wetterpoker um die Westhofener Lagen tief im November 04 haben die Kellers alles riskiert - und alles gewonnen.
Unglaublich günstiges Preis-Genussverhältnis!
Eine Ode an die einzigartige Finesse großer Rieslinge aus einer Lage, die in den nächsten Jahren zu Weltruhm gelangen wird, zu genießen ab der Freigabe im Spätherbst, Höhepunkt 2007 bis nach 2012.

In Subskription, Auslieferung im September 2005, späterer Preis 23,00 Euro!


952004 Keller, Dalsheimer Hubacker, Riesling Großes Gewächs trocken 2004 24,90 Euro
Der Hubacker, schon über viele Jahre hinweg das mittlerweile weltberühmte Aushängeschild des Weingutes, eine sanft geschwungene Hanglage im Rheinhessischen Hügelland, deren beste Parzellen sich im Monopolbesitz der Familie Keller befinden, profitiert im Wind- und Regenschatten des Donnersberges von seinem einzigartigen Mikroklima. Hinzu kommt der skelettreiche Mergelboden, der den Weinen eine feste mineralische Struktur verleiht und der im Laufe vieler Jahre naturnahen Anbaus und Winterbegrünung eine exzellente Humusauflage mit einer großen Wasserhaltekraft erhielt, ein unschätzbarer Segen in den immer trockener werdenden Jahren. Im Glase ist auch für den Laien auf Anhieb erkennbar, welch stilistischer Unterschied besteht zum wesentlich verspielteren, extrem finessenreichen „Kirchspiel”, da der „Hubacker” in seiner Charakteristik wesentlich barocker, opulenter, fülliger, mächtiger wirkt, dabei Assoziationen auslösend an eine sich in gewagter Abendgarderobe verführerisch präsentierende lasziv-erotische „Grande Dame”!

Ein monumentales Meisterwerk, extrem tiefgründige und komplexe Nase, dabei betört ein mineralisch-würziger Duft nach Aprikosen, Zitrusaromen und nach faszinierenden exotischen Aromen. Am Gaumen eine fast sinnenverwirrende, konzentrierte Frucht, eingebunden in eine perfekte Säurestruktur, mächtiger Körper, „fett”, dennoch von vibrierender Vitalität, sehr tief, vielschichtig und rassig, kernige mineralische Würze, ein ganz großer, herrlich balancierter Wein, der extrem lang anhält, dabei das hohe Lied erzählend von der Magie exotischer Düfte, insbesondere Mango und Lychee und - etwas Kaffee!
Zu genießen ab Herbst (Dekantieren), Höhepunkt 2007 bis nach 2014.

In Subskription, Auslieferung im September 2005, späterer Preis 28,50 Euro!


951604 Keller, Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs, trocken 2004 32,00 Euro
Der Westhofener Morstein ist eine reine Südlage, deren schwere Tonböden die in diesem trockenen und heißen Mikroklima so eminent wichtige Wasserversorgung sichern und dessen beste Parzellen eindeutig in dem von den Kellers bewirtschafteten oberen Gewann liegen, da die Trauben aufgrund der Höhenlage hier später ausreifen und dem fertigen Wein aufgrund der längeren Vegetationsperiode wesentlich mehr Frucht und Finesse verleihen als in den weiter unter gelegenen Parzellen. Zudem sorgt ein hoher Anteil an verwittertem Kalkstein im Untergrund für eine rassige Frucht und die einzigartige mineralische Struktur in diesem absoluten Weltklasseriesling.
Die Qualität des Jahrgangs 2004 ist einfach sensationell, bei leider kleinsten Erträgen: Hier liegen wir ganz nahe am Niveau des ‚G-Max’ der Vorjahre! Welch gleichzeitig kraftvoller wie komplexer Wein, dessen prickelnde, ungemein zupackende expressive Mineralität vom Klang der Mineralien aus den Tiefen des Bodens erzählt, die der Lage „Morstein” ihr einzigartiges, unverwechselbares Profil verleihen und im Glase zu einem gewaltigen vielstimmigen Chor mit einer faszinierenden Tiefe anschwellen. Betörend fruchtige Nase nach Stachelbeeren, Pfirsichen und Kräutern, unterlegt mit einer unglaublich intensiven, abgrundtiefen tabakig-rauchigen mineralischen Würze. Am Gaumen anfangs verschlossen, legt dann im großen Glas ungemein zu, feinfruchtig und wiederum - DAS Signum seines Terroirs - extrem mineralisch. Animierende Säure, sehr, sehr tief und saftig, komplex, hochelegant, betörendes Spiel, transportiert die faszinierende Leichtigkeit des Seins, wie es sonst nur größte moselanische und Rheingauer Lagen vermögen und ist dabei doch so konzentriert, dicht und großartig strukturiert, dass er gleichfalls Assoziationen bester Wachauer Lagen evoziert, zupackend, extrem lang.
Dieser majestätische Riesling ist für meinen persönlichen Geschmack die wohl gelungenste Interpretation der großen Westhofener Lagen, die ich bis heute im Glase hatte. Eine Hymne an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge!
Phantastisches Potential, Höhepunkt 2007 bis nach 2014.

In Subskription, Auslieferung im September 2005, max. 3 Flaschen pro Kunde!


951904 Keller, Riesling G-Max 2004 75,00 Euro
Die Quintessenz! Die alten Reben der besten Parzelle liefern einen Stoff, der seit mehreren Jahren eine Legende begründet und der aufgrund seiner homöopathischen Verfügbarkeit zur weltweit gesuchten Rarität, größten Burgundern ähnlich, avancierte. Marcus Hofschuster, Degustator des Internetweinführers www.wein-plus.de , schrieb einmal über einen großen Wein, er „hinterlasse den Verkoster sprachlos, den Genießer angerührt, wie bei seiner ersten großen Liebe. Man hat Tränen in den Augen. Nichts ist hier laut, nichts aufdringlich, wie hinter einer Tür verbirgt sich jedoch Einmaliges, Unvergessliches”. Genau in diesem geschmacklichen Kosmos bewegt sich dieser Weltklasseriesling: Die Geburtsstunde eines neuen Mythos!
Ein berühmter Weinkritiker jubilierte einmal in seiner Beschreibung eines sensationell schönen Burgunders aus renommiertester Grand-Cru Lage:„Power without weight”. Exakt diesen elfenartigen Charakter finden Sie in dieser singulären Interpretation höchster deutscher Rieslingkultur! Parker, bzw. Rovani, der für ihn die deutschen Weine verkostet, hat bereits den 2002er G-Max mit 95 Punkten bewertet, die mit Abstand höchste Bewertung, die er jemals einem trockenen deutschen Riesling hat zukommen lassen. Ich selbst sehe den 2004er - mit seiner Noblesse, seinem grandiosen Schmelz und seiner burgundischen Cremigkeit die Krönung im bisherigen Schaffen der Kellers - mit 98 bis 100 Punkten nahe dem Ideal!

Übrigens, häufig werden wir nach einer Erklärung des Namens ‚G-Max’ gefragt: Klaus-Peters Ur-Ur-Großvater Georg erzeugte bereits um 1900 die ersten Auslese-Qualitäten im Weingut. Die Kellersche Familienbibel berichtet von einem Füllhorn hochwertiger Weine, die von ihm im Jahrhundertjahrgang 1921 erzeugt wurden. Ihm zu Ehren nannten die Keller’s bis ins Jahr 1999 ihr bestes Rieslingfass „G”. Mit der Geburt von Maximilian Keller im Jahr 2000 wurde aus dem „G” der „G-Max” (nachdem Felix , dem erstgeborenen Sohn von Julia und Klaus-Peter, bereits seit 1997 der beste Spätburgunder aus dem BÜRGEL gewidmet ist), eine Hommage an die urwüchsige Kalkstein-Mineralität dieses monumentalen Weines und seiner einzigartigen Finesse, Tiefe und Eleganz!

In Subskription, Auslieferung ab September 2005!
Max. 3 Flaschen pro Kunde!


Die Auslieferung der Großen Gewächse erfolgt nach ihrer Freigabe im September 2005.

Nehmen Sie uns beim Wort: Das Weingut Keller ist ein wahrer Glücksfall für den gesamten heimischen Weinanbau, der ganz entscheidend dazu beiträgt, die weltweite Reputation großer trockener Rieslinge deutscher Provenienz auf allerhöchstem Niveau noch weiter zu steigern.


FEINKOST

NEPAL

Himalaya Plantations - Nepal

Heute präsentieren wir Ihnen den Jungfernjahrgang einer exklusiven und faszinierenden Olivenölrarität aus dem Himalaya. In Nepal, im Umland von Kathmandu produziert Hartmut Bauder mit seiner Frau in einer Höhe von 1.700 bis 2.000 Metern das erste und einzige Olivenöl der Region. Wir konnten uns die Hälfte der für den weltweiten Export vorgesehenen Menge sichern, gleichwohl ist die verfügbare Flaschenanzahl noch sehr gering.

45100 Himalaya Plantations, Olivenöl Extra Vergine 0,5 l 29,90 Euro
Großartige Olivenölrarität aus dem Himalaya mit Tropfölcharakteristik. Im Duft sehr delikat und fruchtig, nach frischen Oliven und duftendem, frisch gemähtem Heu. Im Geschmack mild, voll und rund, samtig und sehr weich - von herausragender Qualität. Im Nachklang Aromen von exotischen Früchten und Erdbeeren.

Himalaya Plantations, Olivenöl Extra Vergine




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann