Saarlouis, im Februar 2005

PINwand Nº 94


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

heute präsentieren wir Ihnen von der südlichen Rhône großartige Alltagsrotweine von Château Mourgues du Grès aus dem herausragenden Jahrgang 2003, von Parker mit sensationell hohen Punkten bewertet. Auf gleich hohem Niveau und zu gleich günstigen Preisen brillieren auch die Weine DES Geheimtipps aus dem Lubéron, der Domaine d’Antonin.
Seit Jahren bereits erfreuen Sie, liebe Kunden, sich an den Weinen einer ureigenen Entdeckung von Pinard de Picard: Vor über 5 Jahren haben wir Ihnen als erster deutscher Importeur die so herrlich leckeren Rotweine der Domaine Murmurium präsentiert. Im aktuellen WINE ADVOCATE lobt Parker diese Weine als „DIE Entdeckung (s)einer Rhônereise im September 2004, brillante Weine zu absoluten Schnäppchenpreisen”.

Klaus-Peter Keller gibt Ihnen aus erster Hand einen Jahrgangsbericht 2004 und wir präsentieren seine phantastischen Alltagsweine aus diesem großen, klassischen Rieslingjahrgang. Und ich lehne mich jetzt bewusst weit aus dem Fenster und verspreche Ihnen: Nach den exzellenten Qualitäten 2003 - sowohl der Gault Millau 2005 als auch Eichelmann (Deutsche Weine 2005) stellen Kellers Rieslinge an die absolute Jahrgangsspitze - hat unsere sympathische Winzerfamilie in 2004 noch einmal eins drauf gesattelt und die beste Kollektion in der Geschichte ihres Weingutes vinifiziert!

Freunde italienischer Weine kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten: Wir präsentieren einen „der 10 besten Rotweine Italiens” (Decanter) von Saladini Pilastri, einen herrlichen Chianti der Tenuta Cerro del Masso als Neuentdeckung aus der Toskana (allesamt höchst preiswerte Alltagsweine), und auf absolutem Weltklasseniveau das vinologische Vermächtnis des großen alten Mannes der Piemonteser Weinszene, Giovanni Conterno.


Ankunftsofferte, gültig bis 20. März 2005:

961403 Leitz, Magic Mountain, Riesling trocken 2003 , statt 19,90 nur 17,50 Euro
Vielleicht mein trockener Lieblingswein von Johannes Leitz in seinem großartigen Jahrgang 2003 (Sie wissen sicherlich, dass ein anderer seiner großen Rieslinge, der leider fast ausverkaufte Berg Rottland, vom Gault Millau hinter Kellers G-Max die zweithöchste Bewertung aller trockenen Rieslinge erhielt!) ist der ,Magic Mountain’, ein Rheingauer Riesling in Perfektion und wohl DER trockene Riesling des Jahrgangs im traditionsreichen Rheingau. Vinifiziert aus erlesenen, streng selektionierten Trauben von den besten Hanglagen des weltberühmten Rüdesheimer Bergs kam er erst Anfang 05 auf den Markt, da es so lange dauerte, den ungewöhnlichen Namen, eine Ode an das große Rüdesheimer Terroir, genehmigen zu lassen.

Mit seiner fein integrierten Säure und seiner Verspieltheit verkörpert dieses Rieslingmonument wie kaum ein zweites die Typizität des unteren Rheingaus. In der Nase eine phantastische, reintönige, frische, klare, zartherbe Rieslingfrucht mit Anklängen an Zitrusaromen, Aprikosen, Mandarinen und Cassis; nach längerer Öffnung auch exotische Aromen. Am Gaumen wirkt dieser harmonische, feinst balancierte Riesling enorm saftig und herrlich frisch, wodurch man ihn bereits ab sofort wunderschön genießen kann (bis mindestens 2008) mit seinem faszinierenden, lebhaften Spiel zwischen Frucht und Säure. Jedes Schwenken des Glases bringt neue Aronen hervor, jeder Schluck eröffnet neue Geschmacksdimensionen. Dieser traumhafte Riesling besitzt eine fesselnde innere Spannung und zurzeit durchaus noch den Charakter eines wilden Naturburschen mit einer zupackenden Mineralität. Welch einzigartige Hommage an den Rüdesheimer Berg, welche Ursprünglichkeit und Komplexität und welch präzise herausgearbeitete Mineralität im langen Abgang, die dem „Berg” sein unverwechselbares Profil verleiht.

Mein persönlicher Lieblingswein in 03 von Johannes Leitz, den unser Freund exklusiv für sich selbst und für Pinard de Picard abgefüllt hat. Die extreme Weinbergsarbeit in der auch vom Winzer selbst favorisierten Steillage und die selektive Auswahl nur der ältesten Reben haben einen Riesling ergeben, den man, als Winzer wie als Händler, am liebsten gar nicht verkaufen, sondern komplett in seinem eigenen Keller einlagern möchte!



In letzter Minute:

Wir sind in der Schlussredaktion der Pinwand, da flattert die Ausgabe 1/05 von „Alles über Wein” auf den Tisch. Wir zitieren:
„Josy, wie ihn seine Rheingauer Freunde zu nennen pflegen, ist neben dem leider viel zu früh verstorbenen Bernhard Breuer die zweite Trumpfkarte, die Rüdesheims Weine in den 90er-Jahren wieder auf die Weinkarten der Spitzengastronomie zurückbrachten. Kaum ein anderer Rheingauer Riesling-Erzeuger konnte zwischen 2000 und 2003 ähnlich gute Kollektionen auftischen wie der herzerfrischende Rüdesheimer, der im vergangenen Sommer seinen 40. Geburtstag feierte.”
Und dann belegen im Test des Jahrgangs 03 im Rheingau die trockenen Rieslinge die Plätze 1 und 5 und unsere beiden Spätlesen (die beide noch vorrätig sind!) mit großem Punktevorsprung die Plätze 1 und 2. Herzlichen Glückwunsch, Johannes!

961203 Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Riesling Spätlese 2003 21,70 Euro



960603 Leitz, Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling Spätlese 2003 21,70 Euro

In Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard


Wieder eingetroffen sind folgende Renner unseres Programms:

Telmo Rodriguez:

420203 Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto 2003 5,30 Euro

Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto



420403 Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto 2003 7,95 Euro

Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto



420104 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2004 6,50 Euro



Domaine Limbardié:

323301 Limbardié, Tradition, rouge 2001 12,50 Euro

Limbardié, Tradition, rouge



323203 Limbardié, VdP „Murviel”, rouge 2003 4,95 Euro

Limbardié, VdP „Murviel”, rouge



Lacroix-Vanel:

327101 Lacroix-Vanel, CdL „Clos Fine Amour”, rouge 2001 9,90 Euro



327201 Lacroix-Vanel, CdL „Clos Mèlanie”, rouge 2001 13,50 Euro



FRANKREICH

Domaine d’Antonin - Lubéron

Erst zu Jahresbeginn 2001 wurde die Domaine d’Antonin gegründet und dennoch war der Jungfernjahrgang dieses in der noch wenig bekannten wildromantischen Region des Lubéron angesiedelten Weingutes im Handumdrehen von kundigen Händlern leer gekauft und avancierte auf Anhieb zu einem international gefeierten neuen Stern am Rhônehimmel. Wie das? Nun, unter Insidern war bekannt, welch ambitionierter Jungwinzer hier in diesem hügeligen Terroir, südöstlich des malerischen Mont Ventoux gelegen, engagiert zu Werke ging.

Guillaume Gros, 28 Jahre alt, gelernter Sommelier, dessen Karriere ihn als Chefsommelier in einige der renommiertesten Häuser Frankreichs (u.a. das 3-Sternerestaurant l’Arnsbourg im Elsass) führte, trieb es in seiner Freizeit immer wieder zu seiner Passion, dem Wein, und damit zu Winzern mit echter Leidenschaft zu ihrem Beruf. Eine Idee wuchs in ihm heran und so wagte er schließlich vor knapp vier Jahren, ausgestattet mit praktischen Erfahrungen und einer mehrjährigen Lehrzeit bei großen Meistern der Winzerzunft, bei André Ostertag im Elsass, Yves Gras auf Santa Duc und Christophe Sabon auf der Domaine La Janasse in Châteauneuf-du-Pape, den Schritt in die Selbständigkeit.
Und bei unserem Freund Yves, dem sympathischen Tausendsassa und genialen Spitzenwinzer aus Gigondas, hatte ich Guillaume bei einem meiner Besuche erstmals kennen gelernt und war sofort fasziniert von seiner Liebe zu großen Weinen der südlichen Rhône. Nie verlor ich ihn seither aus den Augen, verfolgte aufmerksam seinen weiteren Weg, bis er in den klimatisch privilegierten Nordhängen (!) der wildromantischen Côtes du Lubéron einige traumhafte Parzellen, insgesamt dreizehn, kaufte, die, eingebettet in eine ökologisch intakte Naturlandschaft und bestockt mit alten Reben, ein großes Potential verhießen.

An diesen Nordhängen führen kühle Nächte und sehr große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zu einer ausgeprägten Finesse und Frische im fertigen Wein und es gibt genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress in den heißen Sommern, weshalb Reifeblockaden der Beeren ausbleiben. Das sehr heterogene Terroir dieser Weinberge ähnelt den Gegebenheiten in Gigondas, wobei jedoch jede einzelne Parzelle über ein spezifisches Mikroklima verfügt.

Der alles entscheidende Aspekt in Guillaumes Schaffen dreht sich um die Frage, in allen Rebbergen den optimalen Zeitpunkt für die Lese zu finden, den Punkt also, an dem die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben. Es soll nicht zu früh geerntet werden, es darf aber auch keine Überreife aufkommen, die später im Wein zu marmeladigen Aromen beiträgt. Schon Guillaumes erster Jahrgang, der oben angesprochene Jahrhundertjahrgang 2001, demonstriert daher eindrucksvoll das großartige Zusammenspiel zwischen den herausragenden Lagen, Guillaumes enormem Talent und den bei seinen charismatischen Lehrmeistern erworbenen Fähigkeiten.
Yves Gras und Christophe Sabon ließen es sich denn auch nicht nehmen, Guillaume anfangs tatkräftig zu unterstützen. Das Resultat: Neben einer großen Konzentration und Dichte besitzen seine unfiltrierten Weine auch in beiden Nachfolgejahrgängen eine außergewöhnliche Finesse und Eleganz sowie sehr reife, extrem saftige Tannine. Unter Insidern und in der südfranzösischen Winzerszene gelten Guillaumes Rotweine mittlerweile als Geheimtipp und als die Referenz ihrer aufstrebenden Appellation!

P.S. Aufgrund der geringen Flaschenproduktion, die auch niemals erhöht werden soll, da Guillaume alle wichtigen Arbeiten eigenhändig erledigen möchte („Ich möchte den besten Wein des Lubéron machen und auch immer für meine Familie da sein und leben, deshalb werde ich es bei meinen 6 ha Rebfläche belassen”), wird dieser Wein auch niemals von einem Importeur bei Parker angestellt werden. Wer also keine Punkte im Glase haben will, sondern einen hervorragenden Gegenwert für sein Geld sucht, ist bei den herrlichen Trinkweinen der Domaine d’Antonin bestens aufgehoben!


168103 Antonin, Pourquoi Pas, rouge 2003 11,00 Euro
Der Jungfernjahrgang Premier Pas, „der erste Schritt”, (ein doppeldeutiger Begriff, sowohl der erste Schritt seines 01 geborenen Sohnes beim Laufen lernen als auch in seiner Winzerkarriere) verkörperte im großen Jahrgang 2001 eindrucksvoll Guillaumes Philosophie der Weinbereitung und war bei Ihnen, werte Kunden, ein enormer Erfolg! Heute können wir Ihnen den kongenialen Nachfolger aus einem weiteren Jahrhundertjahrgang an der südlichen Rhône anbieten, mit einer Namensänderung allerdings.
Wegen einer möglichen Assoziation mit einem Premier Cru verboten die Appellationsbehörden die alte Bezeichnung, woraufhin Guillaume seinen Wein ironischerweise Pourquoi Pas nannte, was bedeutet: „Warum nicht?”.
In der Farbe ein tiefes, sattes, leuchtendes Dunkelrot, in der Nase elegante, komplexe, feine, sehr verführerische Aromen von prallen, reifen Walderdbeeren, dazu etwas Cassis, wilde Himbeeren und feine Kräuterwürze. Am Gaumen saftig, frisch, beerig, dazu feinste Würzaromen und mineralische Anklänge, sehr ausgewogen, harmonisch, ,schmeichlerisch’ im besten Wortsinne und von eher ,femininer’ Struktur, schmeckbar die hohe physiologische Reife der Trauben (40% Grenache, wobei der Stil dieser Rebsorte aufgrund des hohen Kalkanteils im Boden ein anderer ist als in Châteauneuf, mit mehr Säure und deutlich mehr Mineralität, 50% Carignan und 10% Syrah), für Guillaume die unabdingbare Voraussetzung zur Erzeugung wirklich großer Weine.
Zu genießen ist dieser in gebrauchten Barriques ausgebaute, unfiltrierte Wein ab sofort, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2010.



168302 Antonin, À Contre Courant, rouge 2002 11,00 Euro
„Es war eine teuflische Arbeit im Weinberg”, meint Guillaume ganz leise, aber auch ein wenig stolz, als er meinen baff erstaunten Blick aufgrund der immensen Qualität im Glase bemerkt. „Extreme Selektion war notwendig, um einen solchen Spitzenwein in 2002 produzieren zu können. Dennoch habe ich ihn nicht Côte Terroir genannt, sondern „À Contre Courant” (was soviel bedeutet wie „gegen den Strom oder gegen den Strich”) und ich nehme auch nur den Preis wie für meine Basiscuvée, obwohl es wirtschaftlich verdammt weh tut. Aber ich kenne die Imageprobleme des 02er Jahrgangs an der südlichen Rhône nur zu gut.”, erläutert Guillaume seine sympathische Politik.
Ein traumhafter Trinkwein, (65% Grenache, 32% Carignan, 3% Syrah) nicht nur im Kontext des Jahres, mit feinen beerigen Aromen und Anklängen an Kirschen, Rosen und edle Kräuter der Provence. Am Gaumen faszinieren die kühle Finesse und eine burgundische Eleganz, dazu bestens balanciert, sehr harmonisch, unglaublich, dass dieser leckere Wein zu 50% in neuen Barriques ausgebaut wurde, denn man schmeckt überhaupt kein Holz, nur eine herrliche Frucht, eine feine Mineralität und zarte cremige Tannine.
Zu genießen ab sofort bis etwa 2007.



168201 Antonin, „Côté Terroir”, rouge 2001 15,50 Euro
Dieser unfiltrierte Spitzenwein, eine Cuvée aus den besten Parzellen der Domaine, ist ein „Monument der Reichhaltigkeit der Aromen der alten Grenache-, Carignan- und Syrahreben” (Guillaume). Tiefes, sattes, leuchtendes Purpurrot, unmittelbar nach der Öffnung in der Nase noch deutlich vernehmliche Barriqueanklänge, darunter zeigt sich jedoch schon bald eine faszinierende reife Beerenfrucht, sowie eine prägnante Kirscharomatik, dazu frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, Kakao- und Rosenanklänge. Am Gaumen dicht, konzentriert, zart kräutrig, extrem saftig, viel Charakter, großartige Struktur, ein „grand vin de garde”, der an den großen Lubéronwein von Tardieu erinnert, da durchaus im modernen Stil vinifiziert, der aber dennoch das exzellente Terroir (Nomen est Omen) unverkennbar widerspiegelt. Vollmundig und saftig, aber auch elegant und finessenreich gleitet der Wein verführerisch über die Zunge, traumhafte Fruchtsüße, extrem viel Extrakt, sehr feine, saftige Tannine, anhaltend. In seiner Stilistik wie eine hypothetische Mischung aus einem Spitzenchâteauneuf und einem sehr guten Burgunder wirkend. Man muss diesen unglaublich guten Wein im Glase haben, um die ganze Faszination, die von ihm ausgeht, geschmacklich zu erleben!
Nach mehrstündigem Dekantieren bereits heute ein Hochgenuss, Höhepunkt 2006 bis 2010.

Antonin, „Côté Terroir”, rouge



Château Mourgues du Grès - Côstières de Nîmes

„Mourgues du Grès erstrahlt zurzeit wie ein Leuchtturm in den Costières de Nîmes, so lobt Frankreichs renommiertester Weinführer, das „Classement 2005” dieses Kleinod, das südlich der alten Römerstadt Nîmes und nördlich der Camargue gelegen ist. Es grenzt unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône an, mit gleichen Bodenstrukturen und ähnlicher Charakteristik der Weine. So ergibt sich der merkwürdige Zustand, dass die Appellation administrativ gesehen innerhalb der Region Languedoc liegt, viele Winzer sich aber der Appellation Rhône zugehörig fühlen und die französischsprachige Weinliteratur die Costières de Nîmes einmal dem Languedoc, ein andermal der südlichen Rhône zuschlägt.
Wie dem auch immer sei, im äußersten Zipfel dieser sonnendurchfluteten Region, auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, liegt das Château Mourgues du Grès („Grès” ist der provenzalische Ausdruck für die „galets”, die großen Kieselsteine) in einer privilegierten Zone mit einem speziellen Mikroklima:
Auf dem Gelände des Gutes befinden sich Quellen, die in diesem außerordentlich heißen und trockenen Gebiet, insbesondere in einem Jahrhundertsommer wie 2003, den Wurzeln der Rebstöcke die notwendige Feuchtigkeitszufuhr gewährleisten. Diese tief in den Boden wachsenden, naturnah behandelten Reben, deren Blattwerk zur Erzielung bestmöglicher physiologischer Reife der Trauben an Palisaden hochgezogen wird, sind verantwortlich für den ausgeprägten Terroircharakter, die reiche Frucht, die üppigen Aromen und die bemerkenswerte Konzentration dieser wirklich exzellenten Weine.

Und so hat sich im Jahrgang 2003 („ein vollkommener Triumph”, Classement 2005) unsere erstklassige Domaine, ein wahrer vinologischer Glücksfall, auch im Rotweinbereich (die vorzüglichen, bei Ihnen seit Jahren so beliebten Roséweine präsentieren wir Ihnen in den nächsten Pinwänden) selbst übertroffen: diese so ungemein fairpreisigen Weine wurden daher zu Recht im aktuellen WINE ADVOCATE mit bis zu 92 Parkerpunkten bewertet!


136703 Mourgues du Grès, Les Galets Rouges 2003 6,90 Euro
Das großartige, zutiefst purpurrote Pendant zu unserem seit Jahren so beliebten Roséklassiker. Die Eleganz und Expressivität der Syrahreben dominieren diesen phantastischen Alltagswein (dazu Grenache und Mourvèdre). Intensive Nase nach schwarzen Oliven, reifen, schwarzen Waldbeeren, Kirschen, Feigen, Lorbeer und edlen Gewürzen der Provence. Am Gaumen ist er enorm schmeichlerisch, nicht zuletzt aufgrund seines hohen Glycerin- und Extraktgehaltes, frisch, harmonisch, mit cremigen Tanninen, einfach ein ungemein leckerer, fröhlicher, provenzalischer Wein.
Hoch verdiente 89 Parkerpunkte und eine ganz besondere Empfehlung!
Zu genießen ab sofort bis 2008.



136603 Mourgues du Grès, Terre d’Argence, rouge 2003 9,90 Euro
Welch Triumph handwerklicher Winzerkunst und einer extremen Selektion von alten Parzellen mit nur noch geringem Ertrag! In der Nase dunkelwürzig, kühl, mit ,blauen’ attraktiven Frucht- und Beerenaromen. Auf der Zunge breitet sich der Wein sanft und kernig zugleich aus, mit einer tollen Opulenz und Dichte; würzige Fruchtkomponenten schmelzen am Gaumen ab in faszinierend transparenter Komplexität, wobei sie ein wohliges Gefühl von würzigem Schmelz und spürbarer Aromentiefe verursachen, das in dieser Qualität und Perfektion an der südlichen Rhône in einem heißen Jahrgang wie 03 zu den großen Ausnahmen gehört.
In dieser spannenden Cuvée (überwiegend Syrah, dazu Grenache) beweist der Jahrgang 2003 Klasse und Eigenart in Form von seltener Feinheit und Subtilität, von bemerkenswerter Frische und vibrierender Rasse, mit reifen, feinen, cremigen Gerbstoffen.
Ein Meisterwerk, von Parker mit 91 Punkten geadelt!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2007 bis 2015.



136503 Mourgues du Grès, Capitelles des Mourgues, rouge 2003 12,50 Euro
Alte Syrah- und Grenachereben liefern die perfekt gereiften Trauben für diese phantastische Spitzencuvée der Domaine in einer so konsumentenfreundlichen Preisklasse. Dunkelrote, fast schwarze Farbe, kräftiger, komplexer, konzentrierter Geschmackseindruck, Anklänge an schwarze und rote Früchte (Cassis!), Kirschen, Veilchen, Gewürze, Pfeffer und frisches Leder, dazu Rauch- und Röstaromen, am Gaumen sehr schöne Struktur, ausgewogen, konzentriert und kraftvoll, dabei dicht, tief und fleischig, wohlschmeckende, samtige Tannine, lang anhaltend. Ein nobler Wein von beeindruckender Qualität und großartiger Essensbegleiter.

Klasse Rotwein zu einem unschlagbar günstigen Preis! Parker spricht von einem „sensationellen Erfolg” und einem „Hermitage des kleinen Mannes” und vergibt begeistert 92 Punkte.
Zu genießen ab 2006, Höhepunkt Ende 2007 bis etwa 2015.



Domaine Le Murmurium - Côtes-du-Ventoux

„Die Entdeckung meiner Rhônereise im September 2004”, Robert M. Parker

Einige unserer meistverkauften Rotweine verdankten wir vor 5 Jahren einem Insidertipp von Sébastien Vincenti, dem begnadeten Weinmacher der Domaine Fondrèche, der uns zu einem Winzer in seiner Nachbarschaft führte, von dem wir zuvor noch nie gehört hatten, dessen Weine uns aber auf Anhieb überwältigten: Es war eine Liebe auf den ersten Schluck.
Jean Marot, ein erfolgreicher Apotheker, hatte 1995 im Alter von 40 Jahren beschlossen, beruflich noch einmal neu anzufangen und sich ab sofort seiner großen Passion, dem Wein, zu widmen. In den südlichen Ausläufern des 1912 m hohen Mont Ventoux, in dieser so bezaubernd anmutigen Landschaft mit ihrem faszinierenden fahlen Licht, kaufte er, nach dem Besuch von Kursen in Weinbau und Kellertechnik, das kleine Weingut eines alten Winzers, der sich zur Ruhe gesetzt hatte.

Am hügeligen Fuße des heiligen Berges der Provenzalen erstreckt sich die Anbaufläche von Süden nach Westen innerhalb des wildromantischen Massivs in einer Höhenlage zwischen 100 und 400 m. Dank des ständig wehenden heftigen Mistrals, der die Entstehung von Krankheiten verhindern hilft und zur Konzentration des Saftes in den Beeren beiträgt, und infolge einer hohen jährlichen Sonneneinstrahlung am Ventoux findet man hier ideale Parameter für eine günstige Entwicklung der Reben.
Die relative Höhenlage des Terroirs und die dadurch bedingten großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für eine längere Vegetationsperiode als im benachbarten Rhônetal und damit für eine noch optimalere Ausreifung der Trauben, für eine perfekte Säurestruktur und eine große Finesse im fertigen Wein. Dazu kommt ein erstklassiges Terroir (schwere Ton-Kalkböden) mit extrem gepflegten Böden, aber auch der Bewuchs mit alten, gepflegten Rebstöcken schien Jean Marot sehr geeignet, wirklich außergewöhnliche Weine zu erzeugen.

Mit großem Enthusiasmus („Ich habe nicht das Gefühl, zu arbeiten, sondern lebe endlich meinen Traum”) ging Jean Marot ans Werk und krempelte alles um. Er begann den Weinanbau auf der Domaine Le Murmurium nach streng biologischen Richtlinien auszurichten, die extrem selektive Ernte der Trauben erfolgt von Hand und es wurden peu à peu moderne Kelleranlagen zur Vinifizierung des Lesegutes errichtet.
Die mitreißende Leidenschaft, die Marots ,zweites Leben’ bestimmt, lässt faszinierende Rotweine entstehen, deren betörender Duft in unnachahmlicher Weise die Seele der provenzalischen Landschaft widerspiegelt! Und es zeigte sich auch gleich bei unserer ersten Begegnung eine große Übereinstimmung in unseren Ansichten, nicht nur große Weine betreffend, sondern auch „die (anderen) Dinge des Lebens”.
Wir wurden uns jedenfalls schnell handelseinig und diese hocharomatischen Weine avancierten blitzschnell zu absoluten Favoriten unserer Kunden. Was uns besonders freut: Der ganze Rummel, der mittlerweile um seine Person und seine Weine einsetzte, hat Jean Marot nicht den Kopf verdreht und er beließ die Preise seit Jahren nahezu stabil. Bravo, Jean!

An dieser so sympathischen Einstellung änderte auch die Ende Dezember 04 erfolgte ,Adelung’ durch Robert M. Parker nichts: „Die Entdeckung meiner Rhônereise im September 2004, brillante Weine zu absoluten Schnäppchenpreisen”, so urteilt der amerikanische ,Weinpapst’, dem für die Region der Rhône zweifellos die höchste journalistische Kompetenz zuzusprechen ist.


152401 Murmurium-Cascavel, in fine, rouge 2001 6,50 Euro
Jean hat seinem Freund Raphael Trouiller von der Domaine Cascavel sehr geholfen beim Start in sein eigenständiges Winzerleben. Zudem haben sich die beiden Weinbesessenen, deren Domainen nur wenige Kilometer voneinander entfernt am Fuß des Mont Ventoux gelegen sind und die neben ihrer Freundschaft eine ähnliche Philosophie der Weinbereitung verbindet, zusammengetan und ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen. Zusammen mit ausgewählten Vertragswinzern der Umgebung haben sie sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, einen erstklassigen Alltagswein mit einem herausragenden Preis-Genussverhältnis zu kreieren.
Ein Vorhaben, das ihnen im großartigen Jahrgang 2001 an der südlichen Rhône, einem der besten der letzten 25 Jahre, nicht schwer gefallen ist. Jean und Raphael haben in den Gemeinden Mazan und Mormoiron bei engagierten Weinbauern perfekt gereifte Trauben der Sorten Grenache und Syrah ausgewählt, um daraus diesen charaktervollen, harmonischen, preis„werten” Wein mit der gleichen Sorgfalt zu vinifizieren, den sie ihren eigenen Trauben zukommen lassen. Die exzellenten Lagen beider Dörfer haben ihre Eigenheiten des Mikroklimas und ein differenziertes, hochwertiges Terroir.
Die ärmlichen Böden inmitten der Garrigue in der Umgebung von Mazan sind seit langem für ihre herausragenden Grenacheweine mit viel Fülle und einem weichen, runden Geschmack berühmt. Dagegen begünstigen die Höhenlage von Mormoiron, die dortige Kühle und die Beschaffenheit der Böden einen sehr expressiven Syrahcharakter mit feinen Tanninen.
Die fertige Cuvée vereint schmeckbar die Vorzüge beider Terroirs. Der Wein ist von einer satten, tiefroten Farbe, wirkt bei aller Dichte dennoch sehr elegant und fasziniert durch seine animierende Würze und Reife und eine feinbeerige Frucht; er ist vollmundig im Geschmack und verweilt lange auf der Zunge. In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein absoluter Preis-Leistungshammer aus einem wirklichen Jahrhundertjahrgang.
Zu genießen jetzt bis 2007.

Murmurium-Cascavel, in fine, rouge



152203 Murmurium, Carpe Diem, rouge 2003 12,80 Euro
Die heiß begehrte Cuvée „Carpe Diem” ist aufgrund ihrer sensationellen Qualität in fast jedem Jahrgang binnen Wochen ausverkauft, obwohl uns Jean Marot seit Jahren sein größtes Exportkontingent zur Verfügung stellt. Waren wir doch sein erster deutscher Importeur, lange bevor ihn die Fachpresse enthusiastisch feierte (So präsentierten wir den Carpe Diem beispielsweise dem FEINSCHMECKER, der ihn dann prompt zu einem der 100 besten Weine der Welt erkor!).
Im Jahrgang 2003 hat sich Jean Marot jedoch selbst übertroffen. Diese herrliche Cuvée (je 50% Grenache und Syrah aus verrückt niedrigen Erträgen von 15-20hl/ha!), wie immer aus sehr reifen Trauben aus biologischem Anbau produziert und teilweise im kaum spürbaren Barrique unterschiedlicher Tonneliers ausgebaut, brilliert in ihrer Preisklasse mit einer traumhaften Qualität, mit feinen eleganten Aromen nach Cassis, Heidelbeeren, Waldbrombeeren und schwarzen Kirschen, mit leicht nussigen und pfeffrigen Anklängen und einer reifen, würzigen und süßlichen Frucht. Nach längerer Öffnung zeigen sich dann zarte Anklänge an Flieder, Veilchen und Kräutern der Provence.
Ein faszinierender Tropfen, in dem sich eine enorme Konzentration, Dichte und eine phantastische Frische mit einem betörenden Aromenspiel paaren. Einfühlsamer und gekonnter kann man Grenache und Syrah nicht vinifizieren. Die dichte und angenehm frische Textur, der hohe Extrakt, die kühle dunkle Syrahfrucht, das intensive, rassige Geschmackserlebnis, die cremigen Tannine, all dies ergibt einen Klassewein („einen Mini-Hermitage aus Frankreichs Süden, 90-92 Punkte”, so Parker), der nach weit mehr schmeckt, als er kostet.
Deutlich spürbar die nochmaligen Verbesserungen in der Qualität, die darauf zurückzuführen sind, dass Jean mittlerweile seine - teils gar unterirdisch - angelegten Weinkeller fertig gestellt hat und die Provisorien bei der Vinifizierung ein Ende haben.
Dieser Klassewein braucht noch einige Monate, um sich zu harmonisieren. Voraussichtlich wird er im Spätherbst dieses Jahres beginnen sich zu öffnen (vielleicht auch ein wenig später diesmal aufgrund seiner besonders hohen Konzentration) und seinen Höhepunkt zwischen 2006 und 2012 erreichen.



152303 Murmurium, Cuvée Opera, rouge 2003 24,00 Euro
Im Superjahrgang 2003 für die Region des Mont Ventoux hat Jean in kleinen Mengen (ganze 6 Barriques) einen Wein in bisher noch nicht erlebter Qualität am Mont Ventoux vinifiziert, der einem Vergleich mit wesentlich teureren Prestigecuvées aus Châteauneuf-du-Pape spielend standhält. Dabei ist diese faszinierend elegante Cuvée (85% barriqueausgebaute Grenache von alten Reben, 15% Syrah) von Trauben aus biologischem Anbau kein vordergründiger Blender oder ein marmeladiges Konzentrationsmonster. Stattdessen kommt sie bei aller Dichte wohltuend zurückhaltend daher wie ein „Grandseigneur”, voller Würde und Anmut und der größten Finesse aller Weine von Murmurium, fein strukturiert, ein wunderbares Gewächs ohne Show-Effekte, das aufgrund seiner weichen Tanninstruktur schon heute hervorragendes Trinkvergnügen bereitet, aber auch über ein großes Entwicklungs- und Lagerpotential von mindestens 8-10 Jahren verfügt.
In der Nase faszinierende Aromen von Cassis, Wildbeeren, Brombeeren, edlen Gewürzen, frisch gemahlenem Pfeffer und schwarzen Kirschen. Im Mund noch ein wenig verschlossen, dabei konzentriert, dicht und finessenreich, die seidenen, von einer leicht süßlichen Frucht umhüllten Tannine gleiten ungemein zärtlich die Zunge hinunter. Nach längerer Öffnung zeigen sich dann zarte Anklänge an Flieder, Veilchen, Blaubeeren, exotische Hölzer und etwas Bitterschokolade; beeindruckender Körper, außerordentlich langer Nachhall.
„Ein vorzüglich gelungener Wein mit großem Anspruch!”, urteilte ALLES ÜBER WEIN bereits über den fast gleich guten, aber doch noch nicht ganz so komplexen 01er. Und jetzt, was für ein Wahnsinnsstoff, von Parker zu Recht mit 91-93 Punkten bedacht!



152503 Murmurium, Cuvée Talisman, rouge 2003 24,00 Euro
Welch spektakulärer Stoff von einer Parzelle, die wegen ihrer Qualität zwar schon seit Generationen hoch gerühmt ist, die aber außerhalb der offiziellen Appellationsgrenzen des Mont Ventoux liegt. Aus 60% uralten Grenachereben mit einem geradezu lächerlich niedrigen, natürlichen Ertrag von 10 hl/ha und 40% Syrah hat Jean Marot einen umwerfenden Stoff vinifiziert, aus dem die Träume eines wahren Weinliebhabers bestehen.
In der Farbe ein intensives Purpurrot, in der Nase ein ganzer Strauß provenzalischer Aromen: Kräuter und Gewürze, reife Schattenmorellen, Cassis, Rauch, Mineralien, Pfeffer und gerösteter Espresso. Am Gaumen ungemein konzentriert mit sehr viel Extrakt und einer fabelhaften Dichte und einer enormen Ausstrahlung. Tiefe und Würze haben das Potential zur Legende und die kühle Eleganz des Weines ist sensationell.
Dieses atemberaubende Ergebnis harter künstlerischer Arbeit in Weinberg und Keller vermittelt dem Wein eine schwebende Seidigkeit, eine seltene Frische und eine enorme Tiefe in dicht verwobener Tannintransparenz, die diesen herrlichen Stoff zur elitären Trinkseide machen. Nobel, raffiniert, ätherisch tänzelnd, enorm lang anhaltend, welch ein Vergnügen für alle Sinne. Ein Gänsehautwein, ein Geniestreich. Bravo Jean Marot!
Zu genießen jetzt bis nach 2012.



DEUTSCHLAND

Weingut Keller

Die sympathischen Kellers haben unserer Meinung nach die Kollektion des extrem heterogenen Jahres 2003 in Deutschland vinifiziert! Die Fachpresse sieht es ähnlich: „Mit acht Nominierungen für die Bestenliste in der aktuellen Ausgabe setzt der Rheinhesse Klaus Keller seinen unwiderstehlichen Siegeszug fort und untermauert damit eindrucksvoll seine dominierende Position an der Tabellenspitze.
Bemerkenswert bei den Kellers ist seit Jahren, dass man im Prinzip jeden Wein bedenkenlos kaufen kann. Auch die einfacheren Qualitäten sind schon überdurchschnittlich. Man spielt, was wenige können, in allen drei Bereichen - Weiß, Rot, Edelsüß - in der absoluten Spitzenklasse mit. Schon 2001 und 2002 waren Weltklasse-Kollektionen. Mit der aktuellen Serie haben sich Vater und Sohn wohl noch einmal gesteigert. Die 90-Punkt-Marke wurde noch nie so oft erreicht oder deutlich überschritten”, urteilt dezidiert der Gault Millau 2005, hierbei unterstützt vom ebenso aktuellen Konkurrenz-Guide „Deutschlands Weine 2005” von Gerhard Eichelmann. „Zwar muss man vorsichtig sein mit Superlativen bei Klaus und Klaus Peter Keller. Denn auch wenn es schier unmöglich scheint, so schaffen sie es doch, die Weine werden immer noch besser. 2001 hatten sie eine grandiose Kollektion, trocken wie edelsüß. Der Folgejahrgang 2002 war nochmals ein wenig besser, wieder hatten die Kellers eine Kollektion, die ihresgleichen sucht und niemand in Deutschland kam der Perfektion so nahe wie die Kellers. 2003 das gleiche Bild. Trocken wie süß, weiß wie rot”.

Auch Sie, unsere werten Kunden, teilen offensichtlich diese euphorischen Bewertungen. Unsere Verkaufszahlen sprechen jedenfalls eine beredte Sprache. Und ich lehne mich nach einer gerade erfolgten, ausführlichen Verkostung auf dem Weingut weit aus dem Fenster und verspreche Ihnen: Im großen klassischen Jahrgang 2004 haben die Kellers nochmals eins drauf gesetzt und die beste Kollektion in der Geschichte ihres Weingutes vinifiziert. Nehmen Sie mich beim Wort!

Bevor wir Ihnen die ersten beiden Alltagsweine (Aber, was heißt hier Alltagsweine: Das sind unglaublich preiswerte Basisqualitäten, die auf vielen Weingütern die qualitative Spitze bilden würden!) präsentieren, möchte ich Klaus-Peter Keller zu Wort kommen lassen, der uns aus erster Hand die klimatischen Voraussetzungen im Weinberg zur Erzeugung dieses erstklassigen Jahrgangs erläutert:
„Mit der 2004er Ernte erwartet uns - nach dem Ausnahmejahr 2003 - ein klassischer Weinjahrgang, der sowohl im Basis- wie auch im Spitzenweinbereich Qualitäten mit großer Finesse und Ursprünglichkeit erbrachte. Selbst Anfang November noch lieferten die Rebwurzeln ihren Trauben die Nährstoffe, die zu einer wunderbaren Balance von Frucht, Säure und Aroma führten.

Nach wechselhaftem Blütewetter (was bei Rebsorten wie Riesling und Rieslaner zum Verrieseln und damit zur natürlichen Ausdünnung einzelner Beeren führte) hielt die trockene Witterung bis Ende Juli an. Bereits ab Mitte Mai hatten wir begonnen über 300 Tonnen Rindenmulch im Unterstockbereich der Junganlagen auszubringen, um den Wasserverlust durch Oberflächenverdunstung zu minimieren. Mit Erfolg. Die jungen Reben erbrachten in 2004 ganz außergewöhnliche Qualitäten - im Gegensatz zu 2003, wo wir die Ernte der Junganlagen bereits im August auf den Boden geschnitten hatten, um die Pflanzen vor dem Verdorren zu bewahren.

Die heiß ersehnten Niederschläge kamen dann im August, der etwas kühler als im langjährigen Schnitt war und das Ausreifen der Trauben verzögerte. So machte bereits die Angst vor einem mittelmäßigen Jahrgang die Runde, als ein stabiles Hochdruckgebiet im September einen phantastischen Altweibersommer einleitete, der ein sprunghaftes Anwachsen der Mostgewichte und der Aromen zur Folge hatte.
Die Beerenhäute verloren ihre grasig-grüne Färbung, sie wurden durchsichtig mit gelblichem Schimmer. Die Äpfelsäure wurde rasch abgebaut, die Kerne verfärbten sich ins Bräunliche und reife Gelbfruchtaromen stellte man beim Naschen der Trauben fest.
Nicht nur wir waren vom Geschmack der Trauben begeistert - noch nie zuvor stellten wir so viel Wespenfraß wie im letzten Jahr fest. Die angefressenen Beeren wurden penibel bei der Lese aussortiert. Auch Marienkäfer waren so zahlreich vorhanden wie noch nie, so dass jedes Träubchen, bevor es im Eimer landete, erst intensiv kontrolliert werden musste.

Die Ernte begann mit unseren alten Silvanerreben, die Anfang Oktober bereits nahezu 90° Öchsle aufwiesen. Unsere rheinhessische Ursorte, die bereits zur Römerzeit hier kultiviert wurde, erbrachte Bilderbuchtrauben, die nach kurzer Maischestandzeit klassisch ausgebaut wurden. Weiß- und Grauburgunder schlossen sich an. Kerngesund, vollreif mit Werten um 100° Öchsle. Schon im „Federweissen”-Stadium genossen wir die jungen Burgunder mit großem Vergnügen zum Zwiebelkuchen.
Ende Oktober startete unser 12-köpfiges Ernteteam mit der Riesling-Vorlese. Kleinbeerig und aromatisch zeigten sich die Rieslingbeeren mit Mostgewichten um 90° Öchsle. Eine ganz ausgezeichnete Grundlage für unseren trockenen Basisriesling. Die Riesling-Hauptlese startete dann in der ersten Novemberwoche. Die extrem lange Reifezeit am Stock erbrachte Beeren mit tief mineralischen Noten und dichter komplexer Struktur. Auch hier lagen die Mostgewichte um die 100°, die Säure bei harmonischen 7 bis 8 g/l. Bis 25. November dauerte die Lese in den Spitzenlagen, die bei Erträgen zwischen 25 und 40 hl/ha in unseren Großen Gewächslagen ihren Abschluss fand.
Die ersten Fassproben der jungen Weine bestätigen eindeutig, dass die besten Qualitäten - mit großer Finesse, verführerischem Aromenspiel und tiefer Mineralität - in Jahren wie 2004 mit ausgewogener Niederschlagsverteilung und nicht zu hohen Temperaturen während der Vegetationszeit wachsen”.


953004 Keller, Riesling QbA Fass 2, trocken (PK) 2004 , statt 7,30 nur 6,90 Euro
Kein deutscher Wein war vom letzten Jahrgang so schnell bei uns ausverkauft wie der köstliche Gutsriesling unserer sympathischen Familie Keller. Diesmal haben wir vorgesorgt: Zum einen hat uns Klaus-Peter ein deutlich erhöhtes Kontingent zur Verfügung gestellt (herzlichen Dank!), zum anderen haben wir uns im Keller ein Fass ausgesucht, dass uns besonders gut gefallen hat und haben uns dieses als unsere Selektion Fass Nr. 2 abfüllen lassen.
In der Nase eine herrlich saftige, rassige Frucht von weißem Weinbergspfirsich und Cox-Orange Apfel, unterlegt mit feinem mineralischen Spiel und zart kräutriger Würze. Am Gaumen dicht, mineralisch, eine phantastische Frische, ein feinst strukturiertes Säurespiel, harmonisch abgepuffert durch einen großen Extrakt und eine betörende Fruchtsüße, lang anhaltender, animierender Nachhall.
Kurzum: Ein klasse Riesling at its best, zu einem extrem fairen Preis, der jedem Weinliebhaber ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermag! Hier spürt man mit jedem Schluck die hohe Reife der erst Ende Oktober bis Mitte November geernteten Trauben (über 90° Öchsle im Schnitt). Unter Preis-Genussgesichtspunkten in diesem traumhaft schönen, klassischen Rieslingjahrgang nahezu unschlagbar, sowohl als fröhlicher Zechwein als auch als exzellenter Essensbegleiter. Ich bin fest überzeugt, diese herrlich leckere und so bekömmliche Selektion des Keller’schen Gutsrieslings wird Kultstatus bei unseren Liebhabern deutscher Rieslinge erlangen!
Zu genießen ab sofort bis 2007.

Einführungspreis, gültig bis 20. März 2005, danach 7,30 Euro!


951004 Keller, Grüner Silvaner trocken (PK) 2004 6,90 Euro
Von über 30 Jahre alten Reben auf Muschelkalk- und Lössboden kommt dieser wunderschön fruchtige und frische Trinkwein mit einer beeindruckenden mineralischen Kalksteinnote und faszinierenden Anklängen an Pfeffer, Kräuterwürze und aromatische grüne Äpfel.
Am Gaumen für seine Preisklasse erstaunlich komplex und anhaltend, mit noch mehr Substanz, Dichte und Schmelz als in allen Jahrgangsvorgängern („2004 ist der beste Silvanerjahrgang, den ich je in Rheinhessen erlebt habe”, Klaus-Peter Keller), dabei aber wiederum von einer traumhaften vibrierenden Luftigkeit, Frische und Transparenz, die wunderbare Leichtigkeit des Seins an lauen Frühlingsabenden trefflich widerspiegelnd. Feingliedrige Säure, herrliche mineralische Würze, beste Balance, schöner pfeffriger Nachhall, in seiner gesamten Stilistik sehr an Grüne Veltliner aus der Wachau oder dem Kremstal erinnernd und wie diese ein vorzüglicher Essensbegleiter (natürlich auch hervorragend geeignet zu allen Spargelgerichten!), ob seines phantastischen Preis-Genussverhältnisses seit Jahren ein Renner unter den „Keller”-Liebhabern.

Wie viele höchst banale Silvaner habe ich in den letzten Jahren probieren müssen und was haben die Kellers für ein herrliches, belebendes, mineralisches, ausdrucksstarkes, authentisches Gewächs aus dieser so arg malträtierten Rebsorte vinifiziert. Welch superfrische Wahnsinnsnase, welche Nachhaltigkeit und Komplexität, wie sie in dieser Preisklasse völlig ungewöhnlich ist und eine Demonstration des qualitativen Höhenflugs, zu dem diese rheinhessische Ursorte in ihrer Heimat ansetzen kann.



Liebe Kunden: Sie wissen, dass der Jahrgang 2003 extrem gute edelsüße Weine hervorgebracht hat, in einer Menge (2004 haben die Kellers beispielsweise nur 10% der Vorjahresquantität erzeugt) wie nie zuvor und zu sagenhaft niedrigen Preisen, wie wahrscheinlich in Jahrzehnten nicht wieder. Wir haben uns eine eigene TBA abfüllen lassen und Sie haben sich, unseren Empfehlungen folgend, reichlich eingedeckt. Wir freuen uns über die Bewertung, die unsere spektakulär preiswerte Cuvée von Marcus Hofschuster im Internetweinführer www.wein-plus.de erhalten hat. Wir zitieren:

„Cuvée Pinard Trockenbeerenauslese 2003: Sehr verspielte Nase nach Steinobst, kandierten Zitrusfrüchten und Mineralien. Absolut reintönige Frucht, elegantes Säurespiel und bestens integrierte Süße, etwas Karamell am Gaumen, mineralische Komponenten, sehr gute Tiefe und Nachhaltigkeit, perfekte Balance, sehr lang. Zu genießen bis 2050. Hervorragend (94 Punkte)”

952703 Keller, Cuvée Pinard Trockenbeerenauslese 2003 0,375 l 29,90 Euro

Keller, Cuvée Pinard Trockenbeerenauslese



Und ebenfalls superlecker wie -preiswert, von Deutschlands Spitzensommeliere Paula Bosch („Tantris”, München, 2 Michelinsterne) besonders empfohlen und von Parker als „faszinierender Wein” beschrieben:

952303 Keller, Beerenauslese Pius 2003 0,375 l 14,90 Euro
Das ist wahrer Genuss ohne Reue, solo oder als kongenialer Begleiter zur Gänseleber, zum Blauschimmelkäse oder zum Dessert.
Von Eichelmann übrigens mit 91Punkten belobigt und „als herrlich stoffig und nachhaltig” beschrieben!



ITALIEN

Tenuta Cerro del Masso

Die bezaubernd anmutige Landschaft der Toskana ist nicht nur weiterhin eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen, sie ist mit dem Piemont zusammen unstrittig eine der beiden herausragenden Weinanbauregionen Italiens. Doch der internationale Erfolg der toskanischen Weine hat seine massiven Schattenseiten, denn mit der steigenden Beliebtheitskurve wand sich auch die Preisspirale im letzten Jahrzehnt in immer atemberaubenderen Schwüngen nach oben, aber zumeist nicht im zu erwartenden Einklang mit den gebotenen Qualitäten.
So bringen die Weine aus dieser berühmten und landschaftlich so reizvollen Region den wahren Weinliebhaber häufig zum Verzweifeln: Neben großartigen Weinen, die ihre Authentizität bewahrt haben und in denen eine mühsame Weinbergsarbeit engagierter Winzer mit moderner Kellertechnik eine fruchtbare Synthese eingehen, füllen überteuerte Allerweltsweine, austauschbar, ausgezehrt und übersäuert, die Regale der Supermärkte.
Auch die so genannten Super-Tuscans provozieren immer mehr den Unmut der kritischen Konsumenten, die zunehmend die Lust verlieren, diese mit großem kellertechnischem Aufwand produzierten „fetten”, pompösen Weine zu verkosten, die zwar einer aktuellen Mode entsprechen, aber kaum mehr das großartige Terroir widerspiegeln, dem sie entstammen, sondern, von rühmlichen Ausnahmen abgesehen, nur noch als standardisierte Karikaturen internationaler Renommierregionen wirken.

Aber dennoch, auch in dieser faszinierenden Region findet der Weinliebhaber Qualitäten, bei denen die Relation zwischen gebotenem Genuss und gefordertem Preis absolut stimmig ist. Und einige der schönsten, herrlich traditionellen Weine kommen von einem anmutigen Fleckchen Erde zwischen Pisa und Florenz wo das Weingut Cerro del Masso auf romantisch gelegenen Hügelkämmen angesiedelt ist.

Die Böden sind von exzellenter Güte, umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Formationen, sommerlicher Trockenstress für die Rebstöcke ist hier ein Fremdwort. Die dicht gepflanzten Reben selbst haben ihren Ursprung in altem, autochthonem genetischen Material, Neuanpflanzungen modischer Klone oder internationaler Traubensorten scheut man hier wie der Teufel das Weihwasser.„In der ganzen Welt kann man exzellente Merlot- oder Cabernetweine produzieren”, bemerkte Alberto Antonini, der sympathische Eigner des Gutes, in einem anregenden Gespräch anlässlich einer großen gemeinsamen Verkostung, „aber einen exzellenten Sangiovese oder einen Canaiolo nur im Gebiet unseres Chianti”. Und Alberto muss es wissen wie kein anderer: Er ist nämlich der kluge Kopf, der den weltberühmten Solaia konzipiert und damit bewiesen hat, dass er Weine also auch durchaus in internationalem Stil mit großem Erfolg vinifizieren kann.
Doch hier, auf dem elterlichen Weingut, produziert er einen herrlichen Chianti aus den klassischen Rebsorten (80% Sangiovese, 20% Canaiolo), der eine höchst gelungene Vermählung darstellt zwischen dem immer seltener anzutreffenden traditionellen Stil und den önologischen Segnungen der Moderne, und das zu einem derart extrem fairen Preis, dass ich Ihnen diesen Trinkspaß unbedingt anempfehlen möchte.


623103 Cerro del Masso, Chianti, DOCG rosso 2003 6,90 Euro
Dieser Chianti von Cerro del Masso hat in seinem Aromenspektrum Anklänge daran, wie Chianti früher dufteten, ist aber auch geprägt von modernen Einflüssen: Er verströmt einen morbid schönen Hauch von Rosenblättern, Veilchen, dunklen Beeren, Weihrauch und balsamischen Noten, der in mir sentimentale Erinnerungen auslöst an meine erste Toscanareise vor vielen Jahren.
Dieser authentische Chianti kommt wohltuend ungekünstelt daher, zeigt sich von saftiger trockener Textur im Mund mit reifen, leckeren Tanninen und löst Emotionen aus. Am Gaumen faszinieren eine seidige Saftigkeit, eine geschmeidige Fülle, zart-herbe Anklänge und eine animierend frische Säurestruktur, die einfach Lust macht, diesen leckeren Chianti über einen Abend mit Genuss zu leeren - ein Wein, der aber auch als herrlicher Essensbegleiter zu Pasta oder rustikaler, ehrlicher italienischer Küche passt. Ein duftiger Wein, der Urlaubserinnerungen an eine traumhafte Landschaft wachruft, ein originärer Chianti, wie er authentischer wohl kaum schmecken kann.
Zu genießen ab sofort bis 2008.



Saladini Pilastri

Morgenröte erstrahlt über den Marken. Die „Marche” liegen zwar im Schatten der gewaltigen Toskanischen Apenninen, abseits der berühmten Weingüter der benachbarten Provinzen Toskana und Umbrien. Aber Sie wissen es längst: Das hügelige Hinterland an der Adriaküste bringt inzwischen einige der besten Tropfen Italiens hervor und glänzt im Licht der internationalen Presse.
Parker und der „Gambero Rosso” rühmen regelmäßig die Spitzengüter, an vorderster Stelle dabei immer unser Weingut Saladini Pilastri, das, gelegen zwischen der Adria und den Hügeln der Abruzzen, einer, wenn nicht gar DER Aufsteiger der letzten Jahre ist. Ein Lieblingsbetrieb von uns - und von Ihnen - mit ungeschminkten, tieffruchtigen und körperreichen Weinen von großer Nachhaltigkeit und Regionalcharakter ohne jegliche marmeladige Konsistenz. Gemacht aus autochthonen Reben, die in Top-Lagen in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal mit erstklassigem Terroir wachsen und sowohl von den langen, heißen Sommern als auch vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres profitieren. Daher diese traumhafte Balance zwischen saftiger Frische und reifer, ja schmeichelnder Frucht.
Und ganz aktuell hat der renommierte DECANTER die preislich so attraktive Spitzencuvée unseres vinologischen Kleinods aus den Marken zu den „10 besten Rotweinen Italiens” gewählt. Anlass für uns, Ihnen diese traumhafte Cuvée wärmstens zu empfehlen und Ihnen kurz auch die anderen Weine unseres Vorzeigegutes nochmals ans Herz zu legen.


652302 Pilastri, Vigna Monteprandone, rosso 2002 12,90 Euro
Tiefrote Farbe, in der Nase fasziniert die Feinheit und Eleganz. Noble Beerenfrucht mit zart- süßlichen Anklängen und feinem Nougatschmelz, etwas Tabak, Dörrpflaume und Rauch. Am Gaumen dann satte Kirschfrucht und mineralische Frische.
Dieser Cru hat Charakter, er gibt sich zwar schmeichlerisch, aber besitzt jene Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut. Der Körper ist konzentriert, kraftvoll, aber auch sehnig und straff. Große Feinheit, seidige Eleganz. Insbesondere die saftig-weichen, ja fast mürben Tannine schmeicheln dem Gaumen und lassen die wahren Liebhaber Italiens mit der Zunge schnalzen:
Einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert, zu unglaublich niedrigem Preis. Diesen nur in großen Jahrgängen erzeugten Wein voller regionsspezifischer Typizität und autochthonem Rebsortencharakter müssen Sie einfach probieren, eine Stunde vorher bitte dekantieren. Auf hohe Bewertungen im Gambero Rosso geradezu abonniert!
Robert Parker, besser gesagt sein jetzt für Italien zuständiger und wesentlich zurückhaltend punktender Mitarbeiter Daniel Thomases, vergab im Wine Advocate für den Vorgänger - der 2002er ist für mich auf ähnlich hohem Niveau, wenn nicht gar noch eleganter, saftiger und rassiger - begeistert 91 Punkte und damit deutlich mehr, als so manchem wesentlich teureren Prestigechianti aus der Toskana. Ziemlich viel Lob für dieses immer noch sehr preis„werte” Juwel aus den Marken.

2 Gläser im Gambero Rosso 2005.
Decanter: Einer der 10 besten Rotweine Italiens!

Zu genießen ab sofort bis etwa 2010.



652103 Pilastri, Rosso Piceno (PK) 2003 5,60 Euro

Pilastri, Rosso Piceno (PK)



652202 Pilastri, Vigna Piediprato, rosso 2002 8,90 Euro
2 Gläser im Gambero Rosso!



652502 Pilastri, Vigna Montetinello, rosso 2002 9,20 Euro
2 Gläser im Gambero Rosso!



652602 Pilastri, Pregio del Conte, rosso 2002 10,90 Euro
Die Trauben dieses raren Weines wurden erst sehr spät gelesen und 2 Jahre in Holz aus slowenischer Eiche ausgebaut. Farbintensive, leicht violett schimmernde Cuvée aus Montepulciano und Aglianico, den autochthonen Reben der Region. Dementsprechend ein sehr eigenes, charaktervolles Bukett, expressive, zart-süßliche Frucht, verführerische Aromen von reifen roten Beeren, Trüffeln, dunklen Kirschen, Grafit und Vanille, auf der Zunge ein südlich-warmer, üppiger Geschmack, konzentriert und elegant zugleich.
„Bewundernswert, wie sich die Tannine präsentieren und den Gaumen einhüllen, die diesem Tropfen eine perfekte Synthese aus großartiger Struktur und angenehmem Trinkgenuss verleihen”, so der Gambero Rosso 2005, der wiederum 2 rote Gläser vergibt (Sie wissen, das bedeutet: in der Endausscheidung für die begehrten 3 Gläser knapp gescheitert) und die Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis, die diese erstklassige, Cuvée, deren Jahrgangsvorgänger von Parker mit sensationellen 92 Punkten bewertet wurde, adeln.
Zu genießen Ende 2005 bis wenigstens 2012.



Giacomo Conterno

Welch ein Kontrast! Auf der einen Seite die geräumigen, modern ausgestatteten Kellerräume des uralten Weingutes im Herzen des Piemont und auf der anderen Seite die herrlich ,altmodische’ Philosophie der Weinbereitung des leider letztjährig nach langer Krankheit verstorbenen Giovanni Conterno - einen krasseren Widerspruch kann man sich kaum vorstellen.
Neben Bruno Giacosa war der scheue, zurückhaltende Conterno (niemals ließ er sich beispielsweise photographieren) die zweite kompromisslos auf traditionelle Verfahren setzende großartige Winzerpersönlichkeit, DIE Symbolfigur piemontesischen Weinbaus schlechthin, dem selbst die Liebhaber moderner Nebbioloweine konzedierten, dass es sich bei beiden von ihm produzierten Baroli, dem frühestens nach sieben Jahren Fassausbau auf den Markt kommenden „Monfortino” und dem früher freigegebenen „Cascina Francia”, um monumentale Gewächse handelt: Weine von massiver Struktur mit umwerfendem Bukett und reichhaltigen, reifen Geschmacksnoten, die wuchtig und elegant zugleich sind.

Giovanni Conterno, dieser so höfliche und angenehm schweigsame Traditionalist (35tägige Maischegärung!), natürlich keine Barriques, keine Schönung, keine Filtration) meinte dazu in einem gemeinsamen Gespräch in gewohnt bescheidener Zurückhaltung: „Ich versuche einen Barolo mit Seele zu schaffen, nach der alten Methode halt, die mich mein Vater lehrte”. Conterno erzielte seine großartigen Resultate, die Kombination höchster Konzentration und begeisternder Eleganz vor allem durch harte Arbeit im Weinberg, da er unter allen Winzern des Piemont die wohl strengste Auslese von Trauben betrieb, die seinen extremen Ansprüchen nicht genügten.

Unter dem Einfluss seines jüngsten Sohnes Roberto, der jetzt das Weingut im Geiste seines Vaters weiter führt, hatte er auch Edelstahltanks mit computergesteuerter Temperaturregelung anschaffen lassen, die ihm - „Ich werde ja schließlich nicht jünger und kann nicht mehr ganze Nächte in alten Kellerräumen verbringen, um die entscheidenden Momente bei der Vergärung nicht zu verpassen” - seine Arbeit in seinen letzten Lebensjahren wesentlich erleichterten, in denen er leider von Krankheit und Alter gezeichnet war.
Aber immer noch blühte er unverzüglich auf und wurde zum engagierten Streiter, wenn das Gespräch auf „seinen” Barolo kam, den er so sehr liebte und dem er alle Zeit der Welt gab, sich dem jeweiligen Jahrgang angemessen im Holz zu entwickeln. So hat er mir einmal auf die Frage nach seiner Meinung bezüglich einer Festlegung der Dauer der Fassreife geantwortet: „Das entscheidet weder ein Konsortium, noch der Winzer selbst, sondern einzig und allein der Barolo des jeweiligen Jahrganges. Wenn z.B. der Monfortino sieben Jahre braucht, dann sind es eben sieben, wenn er acht Jahre will, dann kriegt er sie, und es können durchaus auch mal 9 oder 10 Jahre sein”.
Welch eine herrlich „altmodische” Einstellung in einer Zeit, in der die Weinbereitungstechnik so häufig den Vorrang besitzt vor den Gegebenheiten des Jahrgangs und der Philosophie eines Winzers.

Übrigens: Durchschnittliche Weine gibt es bei Conterno nie. In schwierigen Jahren mit extremen Wetterkapriolen wird auf dem Gut einfach kein Wein produziert. Hier aber dürfen wir Ihnen das grandiose Vermächtnis Giovanni Conternos aus legendären Jahrgängen präsentieren!


614399 Conterno, Barolo Cascina Francia 1999 78,00 Euro
Auf einer Höhe von etwa 370 bis 420 Metern wachsen an der Westseite des hoch auf einem Hügelzug inmitten ebenso prächtiger wie geschichtsträchtiger Weinberge gelegenen weltberühmten Ortes Serralunga die Rebstöcke der großartigen Einzellage Francia, die aufgrund ihrer hervorragenden südwestlichen Exposition und dank ihrer vorzüglichen Bodenbeschaffenheit grandiose Baroli der Extraklasse hervorbringt:
In der Regel keine eleganten oder weichen Weine, wie z.B. in La Morra, dafür kernige, kompakte, konzentrierte, ausgewogene Baroli der alten terroirgeprägten Piemonteser Schule mit großem Körper und mächtigem, aber ausgewogenem Tanningerüst, die erst nach 7-8jähriger Flaschenreifung beginnen, ihre einzigartigen Qualitäten zu offenbaren. Und was hat Conterno im großen, klassischen Jahrgang 1999 für eine wunderbare Qualität auf die Flasche gebracht!
Welch eine Komplexität im Duft, welch verführerische Nase, Rosen, reife, schwarze Kirschen, Himbeeren, Rauch, Leder, im Mund eine wunderbare Fruchtsüße, dazu eine dezente Säure, Konzentration, eine wunderbare Weichheit und Eleganz und eine traumhafte Harmonie sowie eine ungewöhnliche Tiefe am Gaumen wie auch in der Feinheit der Tannine.
Höhepunkt sicherlich ab sofort bis wenigstens 2020.



614396 Conterno, Barolo Monfortino Riserva 1996 219,00 Euro
Welch ungewohnt dunkle Farbe für einen Monfortino, schon seinen sensationellen Extrakt andeutend, welch irre Komplexität und traumhafte Finesse in der Nase: Anklänge an Rosenblüten, Kirschen, Himbeeren, Teer, Rauch und Graphit. Im Mund eine unvergleichlich fein-dezente Fruchtsüße, eine perfekte Säurestruktur, enorme Konzentration und Dichte, dazu eine wunderbare Weichheit und Eleganz und eine traumhafte Harmonie und Balance aller Komponenten sowie eine ungewöhnliche Tiefe am Gaumen.

Einer der größten Baroli aller Zeiten aus einem Jahrhundertjahrgang mit dem Potential zur Legende! Dies ist einer jener legendären, so raren Weine, die noch sehr lange im Gedächtnis nachwirken, wenn die Gläser längst geleert sind.
Zu genießen ab sofort nach mehrstündigem Dekantieren, Höhepunkt sicherlich erst ab 2009 bis wenigstens 2030.




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann