Saarlouis, im Oktober 2004

PINwand Nº 88


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen aus Frankreich spektakuläre Qualitäten unserer beliebten Domaine Fondrèche aus dem ganz großen Rhônejahrgang 2003, neue Weine von Château de la Negly, laut Parker der besten Domaine des Languedoc, und von unserem Bordelaiser Geheimtipp La Hase.
Aus Sizilien werden die Freunde italienischer Weine seit mehreren Jahren von dem Gut Morgante verwöhnt, in Österreich brilliert „Mister Grüner Veltliner” Bernhard Ott mit grandiosen Weißweinen und aus Deutschland kommen einige meiner persönlichen Lieblingsrieslinge vom Schlossgut Diel und von Van Volxem. Zum Abschluss dann noch drei ausgesprochene Rotwein-„Knaller” von Telmo Rodriguez, dem vielleicht begabtesten und kreativsten Kopf der spanischen Winzerelite.


Einen Schwerpunkt dieser Pinwand widmen wir dem Château du Cèdre aus dem Cahors, das mit herausragenden Alltagsweinen und Weltklassequalitäten aus seinem größten Jahrgang aller Zeiten brilliert. Dazu gibt es ein preisreduziertes Cèdrepaket zum Testen. Denn wir kennen das Problem, dass das zumeist vom Bordelais vorgegebene und fälschlicherweise auf andere Regionen übertragene Image eines Jahrgangs die Kauflust auf Weine weckt oder schmälert. Und trotz der sensationellen Qualitäten, die beispielsweise das Burgund einbrachte, hat der Jahrgang 2002 nicht zuletzt wegen der schwierigen Bedingungen an der südlichen Rhône keinen leichten Stand. Doch machen Sie sich selbst ohne Risiko ein Bild davon, welch phantastische Weine in Cahors in 2002 vinifiziert wurden und ordern Sie unser attraktives Testpaket. Eine gute Gelegenheit auch für all diejenigen, die sich bisher noch nicht mit dieser in Deutschland nicht so bekannten wildromantischen Kultregion und -domaine beschäftigt haben.

502902 Le Cèdre-Paket 2002 statt 92,80 Euro nur 79,00 Euro
Je 2 Flaschen „Le Cèdre”, rouge 2002, „Le Prestige”, rouge 2002 und „Héritage”, rouge 2001.




REVUE DU VIN DE FRANCE feiert euphorisch unsere Bordeauxentdeckung Château des Eyrins - (Margaux) zu kleinem Preis. In unserer letzten Pinwand informierten wir Sie über die Rückkehr der preislichen Vernunft ins Bordelais, abseits natürlich von einigen wenigen Dutzend hoch bewerteter Spekulationsweine.
Es gibt (wieder) Güter, die attraktive elegante und finessenreiche Weine von großen Terroirs produzieren, auf die viele Liebhaber klassischer Weine sehnsüchtig gewartet zu haben scheinen: Unsere Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der „kleinste” Wein von Château Eyrins, der Cru Monplaisir 2003, den wir Ihnen zudem in der letzten Pinwand zu einem besonders günstigen Ankunftspreis anboten, wird ganz aktuell in der druckfrischen Oktoberausgabe der REVUE DU VIN DE FRANCE in einem großen Bordeauxtest mit einem besonders guten Preis-Genussverhältnis besprochen.
Das Urteil zu unserem Cru Monplaisir: „Zweifellos einer der besten Bordeaux Supérieur ... großartige Eleganz ... am Gaumen eine beispielhafte Finesse und ein phantastisches Gleichgewicht ... ein sehr schöner Wein, eine herrliche Flasche”. Und dann zücken die Degustatoren die Höchstnote, 5 Sterne, mit dem Zusatz „À ne pas manquer”, was wörtlich übersetzt bedeutet; „Auf keinen Fall verpassen”.
Wir nehmen diesen großartigen Verkostungserfolg zum Anlass, unsere Ankunftsofferte bis Ende Oktober 2004 zu verlängern und ihnen auch nochmals die in Subskription angebotenen Spitzenweine des Château des Eyrins anzuempfehlen, deren Top-Cuvée ebenfalls von der Revue du vin de France in ihrer Jahrgangsbewertung 2003 mit ihrer selten vergebenen höchsten Auszeichnung, einem ,coup de coeur’ („Lieblingswein”), bewertet wurde.

570103 Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2003 8,90 Euro

Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge

Einführungspreis, gültig bis 31. Oktober 2004, danach 9,50 Euro!


570203 Eyrins, Sélection Grangerou, Haut Médoc, rouge 2003 11,90 Euro

In Subskription, späterer Preis 14,90 Euro!


570303 Château des Eyrins, Margaux rouge 2003 21,00 Euro

In Subskription, späterer Preis 26,00 Euro!


Schnäppchen:
Wir arbeiten an unserem neuen Katalog, der Anfang 2005 erscheinen wird. Daher bieten wir Ihnen heute und in unseren nächsten Pinwänden auf der attraktive Schnäppchenangebote mit Weinen, von denen wir zu geringe Bestände für ein Jahresprogramm haben. Greifen Sie zu, es lohnt sich sehr.

146399 Trapadis, Rasteau „Les Adrès” CdR-Villages, rouge 1999 statt 17,50 Euro nur 12,50 Euro

Trapadis, Rasteau „Les Adrès” CdR-Villages, rouge



148302 Côtes du Rhône Santa Duc „Les Quatre Terres”, rouge 2002 statt 8,50 Euro nur 6,50 Euro



158801 Tardieu Laurent, Saint Joseph, Vieilles Vignes, „Les Roches”, rouge 2001 statt 28,50 Euro nur 19,90 Euro



315399 Saint Andrieu, „Yeuse Noir”, rouge 1999 statt 17,50 Euro nur 14,90 Euro



408102 Xavier Clua, El Sola d’en Pol, tinto 2002 statt 6,50 Euro nur 4,90 Euro



In letzter Minute:
Frisch eingetroffen und daher wieder lieferbar sind drei unserer beliebtesten Alltagsrotweine aus dem großem Rhônejahrgang 2003 von Andre Brunel, nämlich L’Enclos Côtes du Rhône und Sommelongue, und von Pégau, Pélican, die wir in der letzten Pinwand vorstellten und die „liefen wie geschnitten Brot”!

144203 L’Enclos, rouge 2003 5,40 Euro

L’Enclos, rouge



140303 Les Cailloux, CdR „Cuvée Sommelongue” rouge 2003 7,80 Euro

Les Cailloux, CdR „Cuvée Sommelongue” rouge

Reservierbar, ab Ende Oktober lieferbar!


141703 Pégau, Pelican, VdP d’Oc, rouge 2003 5,90 Euro

Pégau, Pelican, VdP d’Oc, rouge



FRANKREICH

Château du Cèdre - Cahors
Weltklassequalitäten aus dem in der Spitze wohl größten Jahrgang aller Zeiten im Cahors

Pascal Verhaeghe, ein ungemein sympathischer, visionärer und innovativer Weinmacher belgischer Herkunft, von so manchem Winzerkollegen hinter vorgehaltener Hand respektvoll als primus inter pares seiner Zunft in Frankreich apostrophiert, ist zweifellos der Initiator und die Seele der Renaissance der großen Weine des Cahors, die lange genug von einer Reputation lebten, die mit den tatsächlichen „Qualitäten” in der Flasche nicht mehr übereinstimmte. Doch seit fast 15 Jahren hat Pascal einen Kreis von Gleichgesinnten, zu denen auch sein Freund Luc de Conti (Tour des Gendres) gehört, um sich geschart, man diskutiert gemeinsam neue Ideen und Pascal hat einen Cahorswein geschaffen, der nichts, aber auch gar nichts mit den bäuerlichen, harten Cahors zu tun hat, die vielfach noch heute den Markt überschwemmen.

Pascal produziert auf kargen Kalksteinlagen, die für die Finesse und Mineralität in den Weinen verantwortlich sind, sowie extrem steinigen Lehmböden (hier findet man die ,galets rouges’, die berühmten Steine aus Châteauneuf, welche die Hitze des Tages speichern und für Fülle und Opulenz in den Weinen sorgen) zwar ebenfalls sehr kraftvolle, konzentrierte, dunkelrubinrote, ja extrem farbintensive Gewächse, die dem Image des „black wine” gerecht werden; doch seine Weine besitzen mittlerweile auch eine ungemein vielschichtige und feine Frucht, eine extrem rare Komplexität und eine faszinierende Eleganz, die man bei so wenigen großen Weinen der Welt überhaupt findet.

Die Ursachen für diesen Stilwandel und die damit nochmals verbundene Steigerung der Qualität liegen in den ständig älter werdenden Rebstöcken, der Jahr für Jahr verbesserten Weinbergsarbeit und der nach über einem Jahrzehnt abgeschlossenen Umstellung der Böden von einer intensiven Bewirtschaftung auf naturnahen Anbau, einer noch feinfühligeren Extraktion und sensiblem Holzeinsatz. So verfügen die unfiltriert abgefüllten Weine noch immer über enorm viel Dichte und Rückgrat, Kraft und Komplexität und den authentischen Charakter der Region, besitzen aber mehr denn je eine phantastische Eleganz, eine typische, erfrischende Säure, eine wunderbare Harmonie zwischen Frucht und Holz und ein charakteristisches Bukett von wild wachsenden schwarzen Beeren, Veilchen, Lakritze und deutlichen Gewürzanklängen. Dabei sind die vibrierend rassigen Weine von Du Cèdre trotz aller Dichte und Konzentration keine Kraftprotze und parkerisierte Fruchtbomben, sondern reinste „Haute Couture”: eigenständige, handwerklich produzierte Persönlichkeiten aus Samt und Seide. Sie setzen schlichtweg neue Maßstäbe, nicht nur für ihre Region, und sind unter Preis-Leistungsgesichtspunkten mehr als eine unerhörte Provokation für die gerühmten Bordelaiser Gewächse. Und so erscheint es nur noch auf den ersten Blick überraschend, bei genauerem Hinsehen jedoch folgerichtig, dass sich mittlerweile etliche Châteauxbesitzer aus Bordeaux nach Cahors auf den Weg machen - um bei Pascal zu lernen, wie er aus der nicht leicht zu handhabenden, aber großartigen, uralten Rebsorte Malbec diese faszinierenden Spitzenweine vinifiziert.

Dabei gibt es auf Château du Cèdre keine Geheimnisse zu entdecken. Pascals „vins de garde” mit ihrem immensen Potential, die mittlerweile infolge der stetigen Verbesserungen im Weinberg auch wesentlich früher trinkbar sind (Probieren Sie doch bitte jetzt bereits die großen 2001er, Sie werden staunen über ihre Zugänglichkeit und die bereits relativ weichen Tannine, die 98er haben mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht), sind schlicht das Ergebnis harter Arbeit im Weinberg und im Keller sowie einer Vielzahl von innovativen Ideen und kleinen Verbesserungen. Auch Meister ihres Faches lernen ständig hinzu und entwickeln sich weiter. So wird beispielsweise Anfang Juli das Blattwerk gekappt und alle Beeren, die sich berühren, werden aussortiert, damit keine Fäulnis entsteht. Im August werden dann nochmals die unreifen Früchte abgepflückt. Diese extreme Auslese ergibt bei der Ernte ganze drei bis fünf Trauben pro Stock. Und 2000, 2001 und erst recht 2002 - Pascals bislang besten Jahrgängen - waren es sogar noch weniger! „Und selbst nachdem der Wein in den Barriques reift”, erzählt Pascal, „nehme ich ständig Fassproben und überlege, wann welcher Wein wieder was braucht. Die anderen Winzer sperren einfach den Keller zu und warten.”

Wenn Sie, liebe Kunden, jemals die Möglichkeit haben sollten, diese Domaine im schönen Tal des wildromantischen Lot zu besuchen, dann sollten Sie Pascal überreden, dass er Sie die einzelnen Cuvées aus den unterschiedlichen Barriques der besten Tonneliers probieren lässt:
Einen besseren Anschauungsunterricht, wie sich unterschiedliche Barriquesorten auf den Wein auswirken, werden Sie nirgendwo erhalten und sie bekommen gleichzeitig eine Vorstellung, wie ein im positiven Wortsinn Qualitätsbesessener seine Weine in aufwendiger Arbeit komponiert, mit einer Stilistik, die Maßstäbe setzt für die großen Weine der Welt. Sowohl die Selektion „Le Prestige” (90 % Malbec, 10 % Tannat) als auch die 1996 erstmals produzierte Supercuvée „Le Cèdre” (100 % Malbec, in Cahors auch Cot oder Auxerrois genannt), von alten Rebstöcken, beide übrigens vom „Feinschmecker” bereits zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt, werden in sehr differenzierten neuen und gebrauchten Barriques unterschiedlicher Herkunft ausgebaut unter feinst dosierter Anwendung der Mikrooxidation und nach abgeschlossener Reifung mit großer Könnerschaft assembliert. Es entstehen eigenständige und komplexe Weine mit kräftigen, jedoch seidigen Tanninen, die zugleich an große Bordeaux-, als auch an erste Rhônegewächse erinnern, Weine, die allerdings ein Vielfaches dieser tiefdunklen Cahors-Weine mit ihren betörenden Beerenaromen kosten. Und seit dem 2000er Jahrgang setzt Pascal, dieser niemals ruhende, stets kreative Geist noch eins drauf: Zusammen mit seinem Freund Luc de Conti (Tour des Gendres) hat er eine spezielle Form der Mikrooxidation entwickelt, die ihn einen historischen Wein, die Grande Cuvée, hat produzieren lassen, gewonnen aus verrückt niedrigen Erträgen von 19 hl/ha von seinen ältesten Malbecreben. Historisch zu nennen ist dieser Weltklassewein deshalb, weil hiermit erstmals in der Neuzeit von Cahors ein Gewächs kreiert wurde, das die absoluten Top-Weine aus dem Bordelais, die Premier Grand Crus, qualitativ herausfordert, und das bei einem deutlich niedrigeren Preis!

Nehmen Sie uns beim Wort und probieren Sie diese herausragenden Weine. Sie wissen, der Jahrgang 2002 präsentierte sich in Frankreich sehr heterogen, aber in drei Regionen fiel er herausragend aus: im Burgund und an der Loire war er ganz groß, im Cahors wohl einzigartig (selbst dem 03er überlegen!) und bot somit erdenklich beste klimatische Voraussetzungen. Die Weine, die unser Freund Pascal daraus erzeugt hat, sind mit dem Begriff spektakulär nur unzureichend beschrieben, Weine mit einer Finesse, Rasse, Eleganz und insbesondere einer Komplexität wie nie zuvor.

Ich verspreche Ihnen persönlich: Es sind schlichtweg die besten Weine in der glanzvollen Historie dieser großartigen Domaine mit einer bis dato unvorstellbar feinen, cremigen Tanninstruktur und damit bereits früh zu genießen und doch sehr lange haltbar!

Wo auf der Welt gibt es noch ähnlich phantastische Weine zu solch moderaten Preisen?


502501 Château du Cèdre, „Héritage”, rouge 2001 7,50 Euro
Tiefdunkles Kardinalsrot in der Farbe, ein eigenständiger, authentischer, sehr zugänglicher Wein von Trauben aus besten Malbec-Rebstöcken (dazu 10 % Merlottrauben) von ausgesuchten Vertragswinzern, die strikt nach Pascals strengen Vorgaben in den Weinbergen arbeiten, von Pascal dann selbst in Eichenholzfudern ausgebaut.
In der Nase eine sehr feine Frucht (ja, hier spürt man deutlich den Einfluss des Merlot), wild wachsende schwarze Beeren, noble Gewürze und Zedernholz; am Gaumen dicht, für einen Cahorswein ganz ungewöhnlich weich (hierbei spielt wiederum, wie bei der Tanninstruktur, der kleine Merlotanteil eine entscheidende Rolle), fast filigran, der sehr moderate Alkoholgehalt verführt zum Süffeln, dazu ungemein zarte Tannine, lang anhaltender, fein mineralischer Abgang. Von herausragender Qualität in seiner so verbraucherfreundlichen Preisklasse;
trinkbar ab sofort zu dunklen Fleischgerichten, am besten Dekantieren, Höhepunkt Ende 2005 bis 2009.



502102 Château du Cèdre, „Le Prestige”, rouge 2002 12,90 Euro
Ungemein leckere Cuvée aus 90 % Malbec und 10 % Tannat von Rebstöcken, die mittlerweile ein optimales Alter erreicht haben, niedrige Erträge, handselektiert, die malolaktische Gärung erfolgte teilweise im Eichenholz, dann fast 20 Monate Ausbau in neuen, ein und zwei Jahre alten Barriques und unfiltrierte Abfüllung.
Das Ergebnis: Ein wahrhaft aristokratischer Wein mit einer tiefdunklen, fast schwarzen Farbe mit violetten Reflexen, in der Nase eine reife, intensive Beerenfrucht, dunkle Würze aber auch Toast, nach längerer Öffnung gesellen sich Aromen von Zedernholz und edler schwarzer Schokolade hinzu („Kann so nobel ein Wein aus Cahors denn riechen?”, fragte ein begeisterter Kunde bei einer Verkostung in Saarlouis, „ein Wahnsinnsstoff”); im Mund faszinieren weiche, bestens eingebundene Tannine, viel Frucht (Aromen nach Waldbeeren, Kakao und etwas Lakritze), eine große Tiefe, Kraft und Konzentration und eine sehr feine Struktur.
Die Qualität des „Prestige” war schon in der Vergangenheit grandios, aber das oben angesprochene optimale Alter der Rebstöcke, die extreme Auslese reifster Beeren im Weinberg sowie weitere Verbesserungen in der Kellertechnik, die darauf abzielen, noch mehr die Finesse, die Eleganz, die Subtilität der Aromen zu betonen und die Gerbstoffe feiner, weicher, runder werden zu lassen (dies erreicht Pascal v.a. durch selteneres Untertauchen der Traubenhäute in den Most als früher, so dass sich nur noch die feinsten Tannine lösen, nicht aber die gröberen), all das führt diesmal zu einem wahrhaft spektakulären Wein in seiner Preisklasse, auch und gerade für Freunde großer Weine aus dem Médoc, den wir Ihnen ganz besonders ans Herz legen möchten.
Trinkbar ab sofort in seiner Primärfruchtphase, insbesondere zu Fleischgerichten mit aromatischen Saucen; wir glauben auch nicht, dass sich dieser herrliche Wein jemals verschließen wird, Höhepunkt 2006 bis 2015.



502202 Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge 2002 26,00 Euro
Wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng und erfolgreich mit Pascal zusammen, der uns in dieser Zeit Freund geworden ist. So teilt er uns auch stets eine große Partie seiner Luxuscuvée „Le Cèdre” zu, die zu 100 % aus alten Malbectrauben mit niedrigem Ertrag vinifiziert und 20 Monate in neuen Barriques ausgebaut wird.
Undurchdringliche schwarze Farbe mit kardinalsroten Reflexen, dieser Weinriese steht wie dickflüssige Tinte im Glas mit einer schier unglaublichen aromatischen Konzentration, besitzt dabei aber eine nie zuvor erlebte Cremigkeit und Weichheit in seiner Textur. Dieses scheinbare Paradoxon erlebe ich häufig bei den ganz großen Weinen der Welt, selbst Rieslinge der absoluten Spitzenklasse wie die von Keller oder van Volxem faszinieren mit diesem grandiosen Spannungsbogen.
In der Nase ein ausdrucksstarkes, explosives Beerenbukett, kleine, schwarze Heidelbeeren, Veilchen, Bitterschokolade, leicht süßliche Würze, schwarze Oliven, mineralische Anklänge, Lakritze, gepaart mit einer Minzfrische, die an einen Mouton-Rothschild erinnert. Am Gaumen feinste Struktur, ein unfassbar dichter, konzentrierter, körperreicher, fast öliger und dennoch eleganter und rassiger und Wein mit präsenter, perfekt eingebundener Säure für eine lange Entwicklungs- und Lagerzeit, die Tannine für einen Cahorswein ungemein seiden, weich und saftig, aufgrund der geringen Erträge noch etwas extraktreicher als bei seinen Vorgängern, sehr langes Finale. Ein nobler Cahors, gewirkt wie ein edler Samtteppich, der den Gaumen mit seinen überaus wohlschmeckenden Aromen vollständig auskleidet und die Zunge mit einer Finesse in der Textur verwöhnt, wie es sonst nur die größten Burgunder vermögen.

Welcher Wein aus dem Bordelais kann zu solch akzeptablem Preis eine ähnliche Klasse aufweisen? Wahrscheinlich keiner! Vielmehr ist dieser Wein die neue Referenz, an der sich die besten Weine aus Bordeaux messen lassen müssen, das ist der Stoff, aus dem Legenden geboren werden! Denn bei dieser enormen Extraktion jene rassige Frucht und transparente Kühle in den hochfeinen Gerbstoffen herauszuarbeiten, das ist höchste handwerkliche Kunst. Welche Noblesse, welche Extraktsüße, welch explosive Fruchtfülle und welch katapultartiges Finale! Das ist ein gigantischer Stoff, aus dem die Träume des ambitionierten Weinliebhabers bestehen, ein hochkonzentrierter Extrakt in Abendgarderobe aus Samt und Seide, geschaffen von einem begnadeten Winzer.

Übrigens: LES PLUS GRANDS VINS DE FRANCE behauptet, „die Cuvée Le Cèdre’ ist sicherlich der größte aus der Malbectraube vinifizierte Wein Frankreichs”.
Potential bis nach 2020.



502402 Château du Cèdre, „Grande Cuvée”, rouge 2002 59,90 Euro
Schlichtweg das Non plus Ultra, ein großes Gewächs mit einer legendären Aura, in der Stilistik dem Le Cèdre zwar ähnlich, aber mit dem letzten kleinen, entscheidenden Kick mehr. Mehr an allem, an Mineralität, Komplexität, Konzentration, Dichte, Eleganz und explosivem Extrakt, ein Traum aus Seide und Finesse, eine bisher im französischen Süden, außer bei Gaubys „Muntada”, nicht gekannte Tanninstruktur feinster Ausprägung, in dieser so dynamischen Region Cahors eine neue Dimension des Weins einläutend. Worin liegen die Ursachen für die nochmalige Steigerung der Qualität im Vergleich zum schon so großartigen „Le Cèdre”?
Nun, zum einen in den noch geringeren, verrückt kleinen Erträgen, (19 hl/ha bester Malbectrauben liefern den Stoff, aus dem die Träume sind), in der extremen Selektion der ältesten Rebstöcke der Domaine, im Einsatz der besten und teuersten Barriques der französischen Spitzentonneliers und in einer von Pascal entwickelten besonderen Art der Vinifizierung: Schon die Vergärung findet in offenen, 500 l fassenden neuen Eichenholzfudern statt, was zu einer maximalen Extraktion der Frucht beiträgt und - so bizarr der Gedankengang im ersten Moment auch sein mag - die Vergärung im neuen Holz führt dazu, dass im fertigen Wein der Einfluss des Holzes wesentlich geringer ist als sonst.
Die komplizierten chemischen Prozesse, die hierbei eine Rolle spielen, führen zusammen mit dem Einfluss des Sauerstoffs im offenen Bottich zu fabelhaft seidenen, weichen Tanninen und gleichzeitig besitzt der majestätische Wein eine enorme Konzentration, Dichte, Tiefe und eine unendliche Länge. Und genau dieses Gleichgewicht zwischen Kraft und Konzentration auf der einen Seite und Finesse, Eleganz und seidener Tanninstruktur auf der anderen Seite zu erreichen, das ist höchste winzerliche Handwerkskunst, die Pascal wie kaum ein zweiter beherrscht.

Diese ultimative Herausforderung Bordelaiser Premier Grand Crus hat ein Potential für eine über 20jährige Entwicklungs- und Lagerzeit, nur 7.500 Flaschen werden abgefüllt, Kultweinstatus, ein aristokratischer Wein, der einen neuen Mythos begründen wird!
98-100 PdP-Punkte und wohl der spektakulärste Wein, der jemals im Cahors produziert wurde. Noch ist auch Pascal vorsichtig („Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich denke, dieses ist mein größter jemals vinifizierte Wein”), doch eines verspreche ich Ihnen, eine solche Qualität, einen Rotweingiganten mit dieser emotionalen Ausstrahlung, der mir in seiner Aromatik und Stilistik erscheint wie eine hypothetische Vermählung zwischen den größten Weinen des Bordelais und dem Priorat hat man nur sehr, sehr selten im Glase. Ewiges Potential! Mit Gaubys „Muntada” vielleicht DER Wein des Jahrgangs in ganz Frankreich.
Zu genießen 2006 bis nach 2025.



Château de la Negly - La Clape

Einige der denkwürdigsten Weine des Languedoc kommen von dem in kürzester Zeit geradezu legendär gewordenen Château de la Negly. Ein immenser Aufwand bei der Weinbergsarbeit sowie der Auslese und Vinifizierung der Trauben, den wir in dieser rigorosen Konsequenz bisher nur bei ganz wenigen anderen Winzern des französischen Süden erlebten, führt im Zusammenspiel mit den exzellenten Böden und dem einzigartigen Mikroklima in unmittelbarer Nähe des Mittelmeeres zu selten saftigen, ungemein attraktiven Weinen mit überbordender Frucht und großer Eleganz. Dabei sind diese Schmeichler der Sinne hochkonzentriert, komplex, weich und cremig zugleich mit feinen Tanninen, es sind Weine, die nicht nur in der internationalen Fachpresse für ein erhebliches Aufsehen sorgen, sondern auch dafür, dass selbst wir, die wir seit dem ersten großen Jahrgang dieses Ausnahmegut in Deutschland vermarkten, nie genügend Weine bekommen, um alle Wünsche unserer begeisterten Kunden erfüllen zu können. Und diese Nachfrage wurde noch einmal kräftig angeheizt durch Robert M. Parker, der in der Ausgabe 139 des „Wine Advocate” Château de la Negly als „bestes Weingut des Languedoc” adelt mit sensationellen Bewertungen und es als eine der beiden Lokomotiven (die andere sei Grange de Père) bezeichnet, die maßgeblich verantwortlich zeichnen für die Reputation und den enormen Qualitätssprung der gesamten Region!


318303 La Negly, Cuvée „La Brise Marine”, blanc 2003 8,50 Euro
Einer der leckersten Weißweine Südfrankreichs, vinifiziert aus den autochthonen Rebsorten des Südens (Grenache blanc, Roussane, Clairette), in dessen betörendem, würzigen Duft sich die Seele seiner provenzalischen Heimat widerzuspiegeln scheint; es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert. Ein Glas dieses saftigen, dichten, charaktervollen, fein mineralischen Weißweins aus großem Jahr zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse: Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft der Provence werden wach und verführen zum Träumen;
zu genießen jetzt bis Ende 2006.



318103 La Negly, „La Côte”, rouge 2003 8,70 Euro
Die Farbe dieses faszinierenden Terroirweines ist ein sehr tiefes, dunkles Rot, in der Nase betörende, faszinierend komplexe Aromen, intensiv würzig, dann Himbeeren, Blaubeeren sowie Cassis, auch Salbei, Lavendel und Feigen, ein Hauch von Zartbitterschokolade, Lakritze und schwarzem Pfeffer. Am Gaumen Fülle und Konzentration, wiederum enorm viel Beerenfrucht, Kräuter und Schokolade, von kühlerer und finessenreicherer Textur als früher, weiche, cremige, seidene Tannine, ein traumhaft originärer Garriguewein. Eine verführerische Cuvée (Grenache, Syrah, Mourvèdre, Carignan) aus ganz großem Jahr, ein wahres Meisterwerk in ihrer so genussfreundlichen Preisklasse;
Trinkspaß pur ab sofort zu selten attraktivem Preis, Höhepunkt Ende 2005 bis 2008.



318202 La Negly, Cuvée de la Falaise, rouge 2002 13,90 Euro
In der Farbe zeigt der großartige 2002er ein extrem tiefes, dunkles, sattes Rubinrot, dazu ein ungemein komplexes, faszinierendes, opulentes, frisches Bukett, dabei ganz deutliche Anklänge an große Côte Rôtie evozierend: Faszinierende Kühle, kaltes Rauchfleisch, geräucherter Speck und Cassis sowie Himbeeren, Schokolade und schwarze Oliven. Jedoch zeigt sich der 2002er in seiner Stilistik etwas schmeichlerischer, weicher, zugänglicher als der 01er, der gerade von Parker mit 92 Punkten geadelt wurde.
So ist diese expressive, syrahgeprägte Cuvée (dazu Grenache und Mourvèdre) bereits in ihrer Jugend (etwa 4-6 Monate braucht dieser behutsam und unmalträtiert ausgebaute Wein allerdings immer, um sich nach dem Trauma seiner Abfüllung zu harmonisieren) wesentlich angenehmer zu genießen als ihre Pendants von der nördlichen Rhône, da sich am Gaumen die wesentlich niedrigere Säure traumhaft mit einer mediterranen Aromatik (Gewürze, Schwarzbeerenaromatik, Cassis) und Stilistik paart.
Hervorragende Struktur, enorm dicht, füllig, dabei sehr weiche, aber feste Tannine, der faszinierende süßliche Fruchtextrakt setzt sich bis in den lang anhaltenden Abgang hinein fort und umhüllt vollständig das Holz des neuen Barrique bester französischer Provenienz.
Zu genießen ab Herbst 2004 bis 2010.

La Negly, Cuvée de la Falaise, rouge



Domaine de Fondrèche - Côtes-du-Ventoux

Die Domaine de Fondrèche ist ein wahres Kleinod im schier unerschöpflichen Reservoir des französischen Südens. Gelegen am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, unweit von Châteauneuf-du-Pape, sorgt sie seit Mitte der 90er Jahre unter der engagierten Leitung des jungen, begnadeten Weinmachers Sébastien Vincenti für erhebliches Aufsehen in der Fachpresse wie bei Liebhabern. Hier werden Weine produziert, die, perfekt vinifiziert, eine saftig-fleischige Textur aufweisen, verbunden mit überbordender Frucht, die sich zudem ihre ursprüngliche Wildheit bewahrt haben und die dennoch infolge der stetig verbesserten Weinbergsarbeit von Jahr zu Jahr eleganter und finessenreicher erscheinen. Damit gelingt Sébastien in vorbildlicher Weise die Synthese zwischen Tradition und Moderne. Seine Weine zählen aufgrund ihres phantastischen Preis-Genussverhältnisses zu den gefragtesten der südlichen Rhône überhaupt und erfreuen sich bei unseren Kunden größter Beliebtheit. Es sind zweifellos die Referenzweine ihrer aufstrebenden Appellation aus einer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provenzalischen Licht, die trotz Parkers Elogen noch immer zu diesen sehr fairen Preisen verkauft werden und angesichts ihrer großartigen Qualitäten geradezu als Schnäppchen gelten müssen, erst recht in einem Jahrhundertjahrgang wie 2003!


151703 Fondrèche, Sud Absolu, rouge 2003 5,95 Euro
Seit 2 Jahren beschäftigen wir uns zusammen mit Sébastien mit einem Projekt, Ihnen wiederum einen so herrlich süffigen und sagenhaft günstigen Rotwein anzubieten wie den fast schon legendären „La Tonnelle“, der einer unserer erfolgreichsten Rotweine bisher überhaupt war. Kein leichtes Unterfangen, hat doch Sébastien nie genügend Trauben, um alle Wünsche nach seinen etablierten Weinen auch nur annähernd befriedigen zu können. Doch endlich können wir Ihnen wieder einen herausragenden Alltagswein zu einem ungemein fairen Preis anbieten.
Exklusiv für Pinard de Picard vinifizierte Sébastien einen Spaßwein, der wesentlich teurere Konkurrenz mühelos aus dem Feld schlägt. Zusammen mit seinem Önologen Didier Robert fuhr er durch die Region, suchte hervorragende Parzellen aus, die er von den Eigentümern pachtete. Didier übernahm die Verantwortung für die Weinbergsarbeit und Sébastien vinifizierte das perfekt gereifte Traubenmaterial (Grenache und Syrah) im gewohnt erstklassigen Stil auf seiner Domaine, mit sensationellem Erfolg: Ein ungemein „sexy” Wein, von, Nomen est Omen, unverkennbar südlicher Stilistik, einfach Trinkspaß pur.
Expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen und den verführerischen Düften der Provençe. Ausladend, füllig, schmeichlerisch am Gaumen, cremige, weiche Tannine, ein absoluter Maßstab in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse;
jetzt und in den nächsten zwei bis drei Jahren ein ungemein leckerer Trinkgenuss.

Fondrèche, Sud Absolu, rouge



151103 Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge 2003 7,90 Euro
Unser junger Freund Sébastien Vincenti hat im Jahrgang 2003 wohl die bisher besten Weine seiner Karriere gemacht! Zum einen sind seine Weinberge nach jahrelanger liebevoller Restaurierung in einem optimalen Zustand, zum anderen hat Sébastien die Anforderungen des potentiell großen Jahrgangs perfekt gemeistert: „Wer in 03 zu stark extrahierte, der hat zu viele und auch harte Tannine in seine Weine gebracht, auch ein Jahrgang wie 03 ist ein Jahr des Winzers, das im Idealfall Jahrhundertweine mit großem Charakter hervorgebracht hat”, so Sébastien. Sein köstlicher Alltagswein „Fayard”, einer der meistverkauften Rotweine unseres gesamten Programms, von Parker in der Vergangenheit bereits mehrfach mit 89 Punkten bewertet ist so komplex, fruchtig, dicht und süffig wie nie zuvor.
Ein „sexy”-Wein, mit expressiven würzigen Aromen von Schwarzbeeren und reifen Kirschen, ausladend, füllig am Gaumen, spürbar cremigere, aber auch kompaktere Tannine als früher, die ein noch höheres Lager- und Reifepotential versprechen. Ein Referenzwein in seiner konsumfreundlichen Preisklasse;
zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis nach 2009.

Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge



151203 Fondrèche, Cuvée Carles Nadal, rouge 2003 11,50 Euro
Die betörende Cuvée Carles Nadal wird vinifiziert aus kleinbeerigen Trauben uralter Syrah- und Grenachereben, die einen tiefdunklen Wein voll sinnlicher süßlicher Frucht und gebändigter animalischer Wildheit ergeben; deutliche Anklänge an Kräuter der Provence, Süßkirschen, Pflaumen und dunkle Beeren, Kaffee und Karamell, pfeffrig, komplex, kräftige Struktur, dicht, opulent und dennoch elegant und geschliffen durch den Ausbau der Syrah in neuen Barriques, sehr reife, saftige, cremige Tannine, die den Wein bereits ab kommendem Winter mit großem Vergnügen genießen lassen.
Dieser phantastische Wein aus einem Super-Rhônejahr ist gar dem 01er noch einmal überlegen, der von Parker bereits mit 90-91 Punkten bewertet wurde. Es gibt nicht viele Châteauneufweine, die dieser Preissensation das Wasser reichen können;
Höhepunkt Ende 2005 bis 2009.



151303 Fondrèche, Cuvée Persia, rouge 2003 13,90 Euro
Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir diesen großen Nachfolger des mit 92 Parkerpunkten bewerteten Preis-Genuss-Highlights aus dem Jahrgang 01 wegen der geringen verfügbaren Menge limitiert abgeben, um möglichst vielen Kunden Gelegenheit zu geben, diesen reinsortigen edlen Syrahwein zu erwerben. In seiner Stilistik aristokratischer daherkommend als der fruchtbetontere, mehr schmeichlerische Nadal, auch weniger von dessen zart süßlichen Frucht geprägt, stattdessen in der Nase sehr komplex, mit feinen rauchigen Aromen ausgestattet, einer subtilen Mineralität und noblen Schokoladetönen.
Der Einfluss des Barrique ist hier ebenso wenig spürbar wie auf der Zunge, da der gewaltige Fruchtkern das Holz aufgesogen hat und auch das massive Tannin ummantelt, das diesem großen Konkurrenten wesentlich teurerer Gewächse aus Châteauneuf-du-Pape ein großes Reife- und Lagerpotential verleiht.
Enorme Dichte und Konzentration, gleichzeitig komplex und elegant; wie immer sind diese Parameter das Markenzeichen dieses nur in größten Jahrgängen erzeugten Weines, der keinerlei Anzeichen von Überreife oder marmeladigen Tönen aufweist, der im Gegenteil bemerkenswert frisch daherkommt. Ein rares Weinunikat, ein großes, eigenständiges Mont Ventouxgewächs ureigenen Charakters.
Zu genießen frühestens 2006 bis nach 2015.

Maximal 12 Flaschen pro Kunde!


151603 Fondrèche, Cuvée Persia, blanc 2003 13,90 Euro
Eine große Weißweinrarität von der südlichen Rhône, von Liebhabern sehr gesucht!



Château La Hase - Bordeaux rouge

„Nur” ein Bordeaux rouge! Doch seit zwei Jahrgängen bereits besitzt dieses faszinierende Kleinod vom rechten Ufer der Dordogne in unmittelbarer Nähe von Fronsac, einer der interessantesten Satellitenappellationen des gesamten Bordelais, eine große Anhängerschaft unter unseren Kunden. Einhundert Prozent erstklassiger Merlottrauben von hervorragend gepflegten Reben von hoher Pflanzdichte im besten Alter (45 Jahre) sowie ein biologischer Anbau auf dem vorbildlich gepflegten Terroir erbringen den außergewöhnlichen Charakter der Weine des noch jungen Jean-Yves Milaire, einem der größten Winzertalente der Region. Frisch eingetroffen ist der großartige 2003er, der bereits nach ein paar Wochen der Ruhe in Ihrem Keller großartigen Trinkgenuss verspricht.


584103 Château La Hase, rouge 2003 7,90 Euro
Dieser herrlich leckere Wein aus großem Jahr ist das genaue Gegenteil eines simplen Bordeaux, wie es die Etikettsbezeichnung suggeriert, er ist vielmehr ein charaktervolles Gewächs, mit großer Hingabe vinifiziert, aber ohne jegliches Konzentrationsverfahren, wie sie heute im Bordelais auf so vielen Châteaux üblich sind.
So rührt die tief dunkelrote, fast schwarze Farbe ausschließlich von den relativ alten Merlotreben her, aus denen dieser faszinierende Wein gewonnen wurde. In der Nase betört eine derart komplexe, beerig-minzige und zart würzige Aromatik, dass viele Kunden, die diesen Wein erstmals probieren, den extrem genussfreundlichen Preis dieses phantastischen Weines kaum glauben wollten; am Gaumen zeigt er sich finessenreich und konzentriert zugleich und bereitet ungemein viel Trinkfreude wegen seiner Saftigkeit und seines moderaten Alkoholgrades von 12,5%. Er sticht zudem durch seine Kompaktheit heraus, überzeugt durch angenehme Reife und cremige, seidene Tannine, die nach mehrstündiger Öffnung noch weicher und schmelziger werden, dazu schmeichlerische, ganz zarte Röstaromen, Cassis und wiederum Minze sowie eine verführerische Textur und bemerkenswerte Struktur.
Der einzige Wehrmutstropfen: die relativ kleine Menge an Flaschen, die wir von diesem nur 1 ha „großen” Betrieb ergattern konnten und die viele Liebhaber originärer eleganter Bordelaiser Gewächse zu sehr günstigem Preis derart stark bei uns nachfragen, dass wir immer viel zu schnell ausverkauft sind;
wegen der cremig-weichen Tannine zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis 2008.

Einführungspreis, gültig bis 7. November 2004, danach 8,50 Euro!


ÖSTERREICH

Weingut Bernhard Ott - Donauland

„Der Grüne Veltliner ist unsere Chance. Der wächst nirgendwo anders auf der Welt. Der kann nicht wie Chardonnay von jedermann übernommen und zum charakterlosen Modewein degradiert werden”. Eigentlich ist Bernhard Ott, ein sinnenfroher, ausgeglichener, barocker Genussmensch, so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen. Doch wenn die Rede auf „seinen” Grünen Veltliner kommt, dann wirkt er wie elektrisiert, wird zum engagierten Streiter für eine häufig verkannte, von allzu vielen Winzern zum billigen Durstlöscher abgestempelte Massenrebe, dann erspürt jeder Gesprächspartner, dass sein leidenschaftliches Plädoyer für Österreichs große autochthone Rebsorte, die unter den Händen begnadeter Winzer höchst anspruchsvolle Spitzengewächse mit cremig-seidener Textur gebären kann, aus tiefstem Herzen kommt. „Terroir und Rebsortencharakter unverfälscht in die Flasche zu bringen, also die Natur eins zu eins umzusetzen, ist die Maxime all meines Handelns. Eleganz, Kraft, feinnervige Mineralität und insbesondere Finesse sind viel wichtiger als vordergründige Primärfruchtaromen, die durch kalte Temperaturen bei der Vergärung entstehen”, fährt Bernhard Ott fort, während wir seinen großen Jahrgang 2003 degustieren.

Bernhard hatte bereits 1992 als 20jähriger das mittlerweile liebevoll restaurierte Weingut im 800-Seelen-Dörfchen Feuersbrunn nach intensiven Lehr- und Wandermonaten voller Tatkraft und Visionen umgekrempelt: Weg mit den alten, muffigen, großen Holzfässern, dafür Anschaffung blitzsauberer Stahltanks. Weg von der bis dato betriebenen Sortenvielfalt, dafür Konzentration auf die „Brot-und-Butter“-Rebe Grüner Veltliner. Aber mit viel mehr Finesse, mehr Fülle und viel mehr Eleganz. „Der Grüne Veltliner war jahrzehntelang in unseren Breiten ein ständiger Begleiter. Wie ein treuer alter Hund, der aber nur noch still in der Ecke lag. Und dem wollte ich auf die Sprünge helfen”, so Bernhard Ott, der dafür schuftet wie verrückt: Extreme Weinbergsarbeit, Kompostierung der Böden statt Düngung der Reben, Bodenbepflanzung mit Klee und im Herbst mit Raps („Das ist in feuchten Jahren ein enormer Wasserverbraucher und wirkt als natürlicher Mostkonzentrator, im heißen Jahr 03 mit den seltenen, aber sehr heftigen Gewittern erwies sich die Bepflanzung als Segen, da die Begrünung das Wasser halten konnte und den Boden vor Erosion schützte. Zudem hatten die bis zu 15 m tiefen Lössschichten viel Wasser aus den großen Regenfällen in 02 gespeichert”), extrem selektive und riskant späte Lese hochreifer Trauben, wie er es bei den Großen der Zunft gelernt hat, sehr sorgfältige, schonende, moderat oxidative Vinifikation mit sehr vorsichtigen Schwefelzugaben und langes Feinhefelager:

„Entscheidend ist einzig und allein die Weinbergsarbeit. Der Weinberg ist die Quelle aller Qualität, im Keller kann man nur noch Fehler machen”, stellt Bernhard in seiner wohltuend zurückhaltenden Art seine ausgeklügelte, kompromisslose Kellerarbeit weit unter den Scheffel. Doch unstrittig ist: Seine Grünen Veltliner sind zuallererst das Produkt einer Liebesziehung zwischen diesem jungen, innovativen, begnadeten Winzer und dem großen Terroir des Wagrams, dieses beeindruckenden Lösswalls (mit einem für die Mineralität der Weine so bedeutsamen hohen Kalkgehalt), der sich nördlich der Donau majestätisch von Krems stromabwärts bis vor die Tore Wiens zieht mit einer Jahrtausende alten Weinbautradition.

„Mister Grüner Veltliner”, mit diesem vielleicht zutreffendsten aller Komplimente wurde Bernhard Ott erstmals von einem der kompetentesten Weinjournalisten Österreichs, Michael Pronay, in einem Interview tituliert; heute kennt man Bernhard in ganz Österreich unter diesem Kosenamen. Wir sind überzeugt: Sie werden dieser Hommage vorbehaltlos zustimmen, wenn Sie die herausragenden trockenen Weißweine - erstklassige Essensbegleiter genauso wie zum meditativen Genuss geeignete Trinkweine - unseres Kleinods aus Österreichs so spannender Weinszene erstmals degustiert haben. Ein solch phantastisches Preis-Genussverhältnis finden sie sehr selten, nicht nur in Österreich!


761203 Ott, Grüner Veltliner „Fass 4” 2003 9,95 Euro
Der KLASSIKER des Gutes, „ein Paradeveltliner” (Vinaria) aus 5 verschiedenen kleineren Lagen mit unterschiedlichen Kleinklimaten im Umfeld des Rosenberg, der Top-Lage der Region, erzeugt, der geradezu idealiter Eleganz mit Trinkvergnügen paart. Mineralischer Duft nach gelben Früchten, weißem Pfeffer und Steinobst, dazu Vanillezucker-Anklänge und ein wenig Zitrustouch; erscheint von der Stilistik her in der Nase dichter als die Jahrgangsvorgänger, trotzdem glockenklar und strahlig.
Am Gaumen eine betörende, komplexe Fruchtsüße mit Anklängen an exotische Aromen und eine präsente Mineralität, dicht gewirkt und nachhaltig, sehr schöne Würze, langer, fruchtbetonter und zart pfeffriger Nachhall. Sein gleich guter Jahrgangsvorgänger wurde in einer großen Publikumsverkostung zum „beliebtesten Weißwein 2003 in Belgien und Holland” gewählt!
Zu genießen jetzt bis 2008.



761303 Ott, Grüner Veltliner „Der Ott” 2003 13,00 Euro
Das Aushängeschild (Nomen est Omen) des Gutes von sehr spät gelesenen Trauben aus erstklassigen Parzellen des Rosenbergs, in „normalen” Jahren die Spitzencuvée: Strahlendes Gelb mit grünen Reflexen; kühler, mineralischer, einladender Duft nach noblen Gewürzen, Havannatabak, exotischen Aromen und einer rieslinghaften Pfirsichnote.
Am Gaumen sehr vielschichtig, verbirgt seine mächtige Statur und sein muskulöses, aber auch charmantes Spiel in einer Abendgarderobe aus Samt und Seide, bestehend aus einer Wagenladung voll Frucht, daher ein traumhafte Finesse und Balance, dazu eine weiche, schmelzige Würze, tabakig, pfeffrig. Mineralische Struktur, kompakt, langer, saftiger Abgang, großes Reifepotential.
Großartiger Essensbegleiter, zu genießen ab sofort (bitte Dekantieren, gewinnt mit viel Luft), Höhepunkt 2006 bis mindestens 2012.



761403 Ott, Grüner Veltliner „Rosenberg Reserve” 2003 21,00 Euro
„Meine besten Parzellen liegen in den herausragenden Lagen des mit wilden Rosensträuchern bewachsenen gleichnamigen Bergs, mit ihren über 45 Jahre alten Reben aus altem genetischen Material, die nur wenige, dafür kleinbeerige Trauben tragen”, verkündet Bernhard Ott mit berechtigtem Stolz. Nur in den größten Jahren füllt er diese betörende Spitzencuvée ab aus den besten Trauben der ältesten Stöcke.
Schon das Bukett verspricht eine große Nachhaltigkeit: zunächst eine tiefgründige Mineralität wie bei großen Rieslingen, von Nigl beispielsweise, dann grüner Apfel - die durchgängige Charakteristik im Duftbild der Ott’schen Veltliner - dazu Marillen, Zitrus, tropische Früchte, danach zart röstig mit einer anmutenden Würze, vielschichtig. Am Gaumen wiederum eine grandiose Mineralität und eine feine Würze, dazu eine nussig-fruchtige Finesse, eine sehr klare, feste und saftige Frucht und ein mächtiger Körper, dabei von glockenklarem moselanischem Spiel!, herrliche Extraktsüße und hohe Komplexität, sehr nachhaltig, stoffiger Abgang.

Ein Monument eines großen Grünen Veltliners im ureigenen Ott’schen Stil, eine perfekte Synthese von Kraft und Eleganz, enormes Potential! 92- 94 Punkte im FALSTAFF Weinguide 2004/5 „ein Fixstern am Veltliner-Firmament”, (Vinaria: Die besten Weine 04/05, dazu drei rote Sterne, die selten vergebene, höchste Auszeichnung für die besten Weine des Landes).
Zu genießen jetzt bis mindestens 2020.



DEUTSCHLAND

Weingut Van Volxem - Wiltingen Saar

In der letzten Pinwand haben wir Ihnen den spektakulären Jahrgang 2003 von Van Volxem präsentiert, mit großem Erfolg. Denn diese genialen Gewächse sind nicht nur die ultimativen Referenzweine ihrer Region, sie zählen vielmehr zu den besten Kollektionen in ganz Deutschland; es sind begeisternde Rieslingunikate mit opulenter Frucht, gewachsen auf großen, steilen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Sie besitzen neben ihrer komplexen Aromatik ein traumhaftes Mundgefühl, sind kraftvoll und komplex, sagenhaft mineralisch und enorm extraktreich, dabei fein, elegant und höchst finessenreich, voll von subtilem Spiel und innerer Frische. Heute präsentieren wir Ihnen beide Weine Roman Niewodniczanskis aus dem überaus erfolgreichen Saar-Rieslingprojekt.

Die Idee ist in anderen Weinanbauregionen der Welt, wie etwa im Burgund, so neu nicht, wenngleich sie hier infolge Romans kompromisslosen Qualitätsansprüchen konsequenter und mit strengeren Auflagen denn je umgesetzt wird. Er hat sich Partnerwinzer mit erstklassigen Lagen an der Saar und mindestens 25 Jahre alten Rieslingreben gesucht, die er das ganze Jahr hindurch bei ihrer Arbeit im Weinberg betreut und denen er dann zu fest vereinbarten Preisen, die deutlich über denen liegen, welche die Winzer ansonsten realisieren könnten, das hochwertige Lesegut abkauft. Zudem werden die Besitzer der Weinberge in langfristigen Verträgen gebunden, in denen klare Vorgaben über die Art der Weinbergsbewirtschaftung (Bodenbearbeitung, Rebschnitt, Laubwerksarbeit, Kompostierung, späte Lese) fest geschrieben sind.
Durch ständige Kontrolle und die oben angesprochene intensive Beratung vor Ort wird das Qualitätsniveau gesichert. Die Weine werden schließlich auf Van Volxem ausgebaut und das Ergebnis sind Rieslinge, wie sie in dieser Qualität und zu diesem Preis kaum sonstwo zu finden sind!


907103 Van Volxem, Saar Riesling, trocken 2003 8,30 Euro
Reife gelbe Früchte, feinste Würze und nach längerer Öffnung mineralische Noten dominieren den faszinierend intensiven Duft, der betörend dem Glas entströmt. Am Gaumen präsentiert sich dieser im Unterschied zu seinem Jahrgangsvorgänger absolut trockene Riesling dicht, elegant und komplex mit einer tollen Säurestruktur und einer für den Jahrgang atypischen, animierenden Frische; in der Aromatik zeigen sich Anklänge von Mirabelle und tropischen Früchten und im bemerkenswert langen Nachhall eine feine Mineralität; phantastisches Preis-Genussverhältnis;
zu trinken jetzt bis 2007.

Van Volxem, Saar Riesling, trocken



907203 Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben, trocken 2003 12,50 Euro
Das Potential an alten Reben an der Saar ist gewaltig und bundesweit gesehen äußerst selten, da in anderen Anbauregionen solch erstklassige Reben zumeist Flurbereinigungsmaßnahmen zum Opfer fielen.
Erstmals hat Roman in 2003 einen Riesling aus diesen Reben separat vinifiziert, der Sie angesichts seines moderaten Preises sprachlos werden lässt - auch wegen seines phantastischen Mundgefühls, auf das Roman so viel Wert legt und das in dieser Preisklasse äußerst selten zu finden ist.
Dieser Klassewein präsentiert sich noch wesentlich dichter und komplexer in der Aromatik als sein kleiner Bruder, am Gaumen beeindrucken eine vibrierende Mineralität, eine animierende Frische und eine Wagenladung voll Frucht, insbesondere Mirabellen, reife Birnen und Weinbergspfirsich. Obwohl die Zunge von einer fast wollüstigen, cremigen Textur betört wird, fasziniert dieser harmonisch trockene Wein durch seine Transparenz, sein Spiel und seine noble Finesse, die Leichtigkeit des Seins an magischen Abenden ideal widerspiegelnd.
Viel Schmelz im ungemein langen, mineralischen Abgang, ein wundervoller Wein.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt Herbst 2005 bis nach 2010.

Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben, trocken



Schlossgut Diel - Nahe

Das Schlossgut Diel hat in 2003 (nicht nur nach meiner persönlichen Auffassung) eine der fünf schönsten Kollektionen in ganz Deutschland vinifiziert - und konkurriert daher im kleinen, aber feinen Weinanbaugebiet der Nahe mit den herrlichen Weinen von Helmut Dönnhoff um die Krone des Jahrgangs! Einer meiner fünf liebsten deutschen trockenen Rieslinge des Jahres mit gewaltigem Potential ist das Dorsheimer Goldloch, der auch in der aktuellen Oktoberausgabe von „Alles über Wein” zu den zehn besten Großen Gewächsen aus ganz Deutschland gezählt wird, einen Punkt hinter den beiden Siegerweinen. Meine ganz besondere Empfehlung in dieser Pinwand!


932003 Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken 2003 21,00 Euro
Mit gut vier Hektar Rebfläche ist das Schlossgut Diel bei weitem größter Besitzer in dieser legendären Steillage, in der im 17. Jahrhundert nach Gold gegraben worden sein soll. Eine andere Deutung des Namens kommt aus dem Volksmund und besagt, dass früher die Winzer mit ihren Weinen aus dieser Spitzenlage viel Gold verdient hätten. (So erzielten Spätlesen aus dieser großartigen Lage höhere Preise gar als die zu Recht gerühmten Gewächse von Château Latour!) Wie dem auch immer sei, der von einer dünnen Lehmauflage (teilweise nur 60 cm) bedeckte Urgesteinsboden auf felsigen Konglomeraten verleiht den Weinen eine immense Kraft, hohe Eleganz und formidable Tiefe zugleich.

Dieser monumentale Riesling besitzt in der Nase eine ausdrucksstarke, komplexe Aromatik, die ins Rotfruchtige changiert, mit mineralischen Nuancen und etwas Cassis im Hintergrund. Reintönig, mächtig, konzentriert, opulent und zupackend am Gaumen, einem Symphonieorchester ähnlich, das zur Ode an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge aufspielt, ungemein komplex in seiner Aromatik, perfekte Balance zwischen Schmelz, Cremigkeit, und vibrierender Stahligkeit, „eine eiserne Faust im samtenen Handschuh”, wie die Franzosen gerne solch gleichermaßen zupackenden wie Noblesse ausstrahlende Weincharaktere beschreiben.
Ein majestätischer Riesling, ein großer Wein!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis 2010.



ITALIEN

Azienda Morgante - Sizilien

Wie Phönix aus der Asche katapultierte sich vor knapp 5 Jahren ein Weingut an die Spitze Siziliens: die Azienda Morgante. Die ton-, lehm- und kalkhaltigen Weinberge dieses Gutes liegen - von stetig wehenden trockenen Winden bestrichen - in ca. 450 bis 500 m Höhe in einem idealen Mikrokosmos im südwestlichen, sehr mediterran geprägten Teil Siziliens und sind ausschließlich mit der uralten autochthonen Rebsorte Nero d’Avola bepflanzt. Diese leider nur noch wenig verbreitete, eigenständige heimische Traube gehört zu den besten südlichen Rotweinsorten und verfügt über ein großes Potential.

Bewirtschaftet wird das Aufsteigergut von Antonio Morgante und seinen Söhnen Carmelo und Giovanni, die sich 1994 für eine radikale Qualitätsphilosophie entschieden und das Gut komplett umstrukturierten. Ein Glücksgriff war natürlich auch die 1997 erfolgte Verpflichtung des italienischen Starönologen Riccardo Cotarella. Unter seiner Regie entstehen infolge einer extrem selektiven Auslese im Weinberg und einem feinfühligen Ausbau in neuen Barriques zwei großartige, originäre Rotweine aus der oben skizzierten charaktervollen Rebsorte Nero d’Avola, die seit nunmehr einigen Jahren für ein erhebliches Aufsehen in der Weinwelt sorgen. Meine ganz besondere Empfehlung!


690103 Morgante, Nero d’Avola, rosso 2003 8,80 Euro
Dieser hervorragende Basiswein ist ein komplexer, eigenständiger Tropfen, der das großartige Potential Siziliens und der Rebsorte Nero d’Avola eindrucksvoll widerspiegelt und der zu den preis„wertesten” ganz Italiens gehört. Das ist ein urwüchsiger, originärer Stoff und eine traumhafte Interpretation einer uralten, autochthonen Rebsorte, das ist ein großartiges Weinunikat, das weit aus der Masse so vieler belangloser, austauschbarer Billigweinchen herausragt und dem man angesichts seiner spektakulären Qualität Referenzcharakter für die gesamte Region bescheinigen muss:
Dichtes Purpur-Granat in der Farbe, schwarze Reflexe. Offene, fast „parfümierte” Nase, reife Kirschen, Holunderbeeren, süßliche Maronen-Zimt-Note, Anklänge an Lakritze. Geschmeidig am Gaumen, verführerische Primärfrucht, rote Kirschen, reife Waldbeeren, auch feines Marzipan und Haselnuss, konstant frische Fruchtsäure und gute Balance zwischen sattem Tannin und cremigem Extrakt, immer wieder Kirschen und Zimt, bis ins Finale anhaltend, scheint mir noch eine Spur eleganter als in der Vergangenheit, bereits sein 02er Jahrgangsvorgänger wurde von der Schweizer Fachzeitschrift WEINWISSER mit 17/20 Punkten gefeiert;
zu genießen ab sofort bis etwa 2010.

Morgante, Nero d’Avola, rosso



690202 Morgante, „Don Antonio”, rosso 2002 21,90 Euro
Was für ein traumhafter Süditaliener: Wie gewohnt in der Farbe ein sattes, tiefes Rubinrot, in der Nase ein sehr charaktervolles, explosives, authentisches und dennoch schmeichlerisches Bukett, Anklänge an Waldbeeren, rote Früchte, Lebkuchen, und orientalische Gewürze, dazu Veilchen, schwarze Oliven, noble Schokoladenaromen sowie ein Hauch von Vanille vom 12monatigen Barriqueausbau in französischer Eiche.
Im Mund kommen zart süßliche Pflaumen- und Pimentanklänge hinzu, herrliche Extraktfülle, dicht und konzentriert, aber überhaupt kein monströser Wein, noch stärker als der 01er von einer faszinierenden Kühle und einer bemerkenswerten Eleganz geprägt, weich, harmonisch, komplex, cremige, seidene Tannine, lang anhaltend, lecker, ein Klassewein.
Bei aller, teilweise durchaus berechtigter Kritik an den Auswüchsen des Gambero Rosso bezüglich der Uniformierung und Internationalisierung italienischer Weine, die jeweils 3 Gläser für ALLE Jahrgangsvorgänger des Don Antonio (eine bisher in der Geschichte des Gambero einzigartige Bewertung!) lassen hoffen, dass vermehrt solch eigenständige Weinunikate zukünftig die italienische Weinszene bereichern werden. Ein großartiger Stoff zu einem mehr als fairen Preis!



SPANIEN

Telmo Rodriguez

Telmo Rodriguez, der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir drei ausgesprochene Rotwein-„Knaller” dieses so sympathischen Jungwinzers aus großen Jahrgängen, die seit langem bereits zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehören. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die eher an elegante Pinot Noirs oder Nebbioloweine erinnern als an spanische Kraftmonster, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine Spaniens der neuen Generation.


420203 Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto 2003 5,30 Euro
Einer unserer preis„wertesten” Alltagsweine wurde vom STERN unter dem zutreffenden Titel „Al Muvedre - Schrecken des Supermarkts” zum Weintipp der Woche (13/03) erkoren:
„Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima. In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte „Monastrell”, frankophilen Weintrinkern unter den Namen „Mourvèdre” bekannt. Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell. Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert. „Al” steht für Alicante, „Muvedre” für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supertropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich! Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen. Mit dunklen Beeren, getrockneten Sommerkräutern und dem Alkohol des Südens. Im Repertoire schmeckt er nach deutlich mehr, als er kostet - da hat der Supermarktwein nichts zu melden.”
Kein Wunder, dass bei derartigen Elogen dieser phantastische Alltagswein von unseren Kunden kistenweise gekauft wurde und schnell vergriffen war. Doch ich gebe Ihnen mein Wort, ähnlich wie beim 03er Basa hat Telmo auch beim Al Mourvèdre den besten Wein seiner großartigen Karriere vinifiziert unter traumhaften klimatischen Bedingungen, da in der Region Alicante keinerlei Trockenstress zu vermelden war.
Zu genießen ab sofort bis etwa 2007.



420403 Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto 2003 7,95 Euro
Im Westen Kastiliens, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, auf sehr ärmlichen, uralten Rebbergen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische „Wunderknabe des spanischen Weinbaus”, einen Wein, der von Parker seit Jahren zu den „awesome wine values” gezählt wird, die ein Preis-Genussverhältnis bieten, das seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist. 100% Tinta de Toro-Trauben aus 40 bis 70 Jahre alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken, tiefdunkle Farbe, berauschendes Bukett nach Crème de Cassis, Brombeeren, Pflaume und Kirschen, süßlich-würzige Fruchtexplosion im Munde, sehr dicht, reichhaltig, fleischig, generös, herrliche Tanninstruktur, „zu gut um wahr zu sein” (Parker), ein Wein, der bereits im 99er Jahrgang vom FEINSCHMECKER zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt wurde (und welche Fortschritte wurden seitdem in der Vinifizierung dieses Weines erzielt!) und der mit einem der besten Preis-Genussverhältnisse in ganz Spanien ausgestattet und einer unserer meist verkauften Rotweine überhaupt ist;
zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis 2008.



420701 Rodriguez, „Matallana”, Ribera del Duero, tinto 2001 59,00 Euro
Dieser tiefdunkle, einzigartige Wein mit einer ungeheuren Dichte und Konzentration (aber kein Monsterwein, im Gegenteil, präsentiert sich voller Eleganz, Finesse und Feinheit) stammt aus einem Weinberg von nur 7 ha, dessen Rebstöcke des Tinto Fino über 60 Jahre alt sind. Sehr komplexe, nuancierte Aromen von schwarzen Früchten, Cassis, Kirschen, Lakritze, sehr feinen Gewürzen und zarte Toastanklänge vom neuen Barrique, am Gaumen eine traumhafte Struktur, Harmonie, Tiefe, reichhaltig, ein betörender Sinnenzauber mit Tanninen von einer äußerst raren Seidigkeit.
Einer dieser so seltenen Weine, bei denen ich begeistert notiere: „Ein Kraftprotz in Abendgarderobe aus Samt und Seide”. Ein ungemein komplexer, feiner, perfekt ausbalancierter großer Wein, dessen ähnlich guter 99er Jahrgangsvorgänger bereits mit 4,5/5 Sternen die sehr selten vergebene Höchstnote in der Revue du vin de France erhielt! Dies ist ein Rotwein der absoluten Spitzenklasse und mit das beste, was Sie derzeit in Spanien finden können!
Zu genießen ab sofort, (Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis nach 2012.




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann