Saarlouis, im Mai 2004

PINwand Nº 81


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen erstmals das traditionsreiche Weingut Diel von der Nahe, das sich mit einem herrlich gelungenen 2002er Jahrgang zurück in die kleine Elite deutscher Spitzenweingüter katapultiert hat. Marcus Hofschuster, Chefredakteur des Internet-Weinmagazins www.wein-plus.de und Verkoster des gleichnamigen Internetweinführers Deutschland, urteilt: „Unter der genialen Regie von Christoph J. Friedrich und mit dem Jahrgang 2002, dem komplettesten seit langer Zeit, hat sich das Schlossgut Diel endgültig einen Platz unter den absolut besten Betrieben in Deutschland gesichert”.
Dirk Würtz brilliert mit einem herausragenden Silvaner zu kleinem Preis, erstklassige Grüner Veltliner, ideal geeignet zur Spargelsaison, kommen garantiert korkfrei, da mit Schraubverschluss versehen, vom Weingut Hirsch aus dem Kamptal.
Unseren Freunden französischer Rot- und Roséweine bieten wir ein Festival der Sinne von den Domainen Mourgues du Grès, Saint-Cosme, Negly, La Moussière und von der Domaine Barral: fast unglaublich preiswerte Alltagsweine sowie Gewächse der absoluten Weltspitze!


Kurzinformationen

Der FEINSCHMECKER feiert in seiner Maiausgabe 04 unter dem Titel „Eine provenzalische Revolution” das Olivenöl von Jean-Benoît Hugues als „das beste von ganz Frankreich”. In der wildromantischen Landschaft der Alpilles, in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Domaine Trévallon, deren Eigner Eloi Dürrbach mir bei meinem letzten Besuch im Frühjahr diesen Jahres dieses große Öl eindringlich ans Herz legte, hat Monsieur Hugues einen Olivenhain auf idealem kalkhaltigem Terroir gepachtet und produziert in traditioneller, handwerklicher Art ein Olivenöl der absoluten Weltspitze.
So geriet auch die diesjährige Teilnahme am Pariser Agrarsalon zu einem einzigartigen Triumph: Hugues Olivenöl und drei weitere, die er für andere Produzenten herstellt, erhielten jeweils eine Goldmedaille. Wir präsentieren Ihnen heute Hugues eigenes Spitzenöl (intensiver Duft nach Kräutern, Noten von Mandeln, reifen Tomaten und Artischoken und ein feiner, feuriger Beigeschmack, „ein Öl mit einem langen Abgang wie ein Châteauneuf-du-Pape”, Hugues) zu einem enorm günstigen Kennenlernpreis von 13,90 Euro (0,5 l, Preis ab Juni 2004: 16,90 Euro).
Lassen Sie sich dieses großartige Olivenöl zu sensationell günstigem Preis auf keinen Fall entgehen!

44100 Castelas, Olivenöl Vierge Extra A.O.C. Vallée des Beaux de Provence, (0,5 l) 13,90 Euro

[Castelas, Olivenöl Vierge Extra]



Parker adelt spanische Rotweine von Mariano Garcia und bescheinigt ihnen Weltklasseniveau. 30 Jahre lang war der begnadete Weinmacher Garcia der verantwortliche Önologe bei Vega Sicilia, bis dato das unbestrittene Flaggschiff des spanischen Weinbaus. Danach machte er sich selbständig und wir führen seither erfolgreich seine Weine im Programm, die Parker z.T. für den neuen WINE ADVOCATE 152 verkostete und spektakulär hoch bewertete. So erhielt der „normale” Mauro 2001 93 Punkte, die 99er Vendimia Seleccionada 95 Punkte, der Aalto PS 2000 gar 96 Punkte. Herzlichen Glückwunsch Mariano Garcia!

419101 Mauro 2001 23,50 Euro

[Mauro]



419299 Mauro, Vendimia Seleccionada, tinto 1999 59,90 Euro

[Mauro, Vendimia Seleccionada]



426200 Aalto PS, Tinto 2000 57,50 Euro

[Aalto PS, Tinto]



Wer wird Weinchampion 2004?

Jeder Weinfreund und jede Weinliebhaberin im Land sind ab sofort eingeladen, Nase, Gaumen und Weinverstand in dem größten Turnier der deutschen Weinwelt über drei Runden mit Tausenden anderer Teilnehmer zu messen. Veranstaltet wird der Wettbewerb „Deutsche Meisterschaften im Weindegustieren” von der Wochenzeitung DIE ZEIT und dem renommierten deutschen Weinmagazin VINUM. In einer Vorrunde wird jedem Teilnehmer gegen ein kleines Entgelt ein Paket zugestellt. Darin enthalten sind je zwölf Flaschen und Beschreibungen von Weinen, deren Herkunft, Stil und Geschmack. Wer möglichst viele der lediglich nummerierten Flaschen korrekt ihrer Beschreibung zuordnet, zieht ins Halbfinale ein. Die 64 besten treten schließlich in einem Finale im November 2004 vor Publikum im direkten Vergleich gegeneinander an.
Genaue Informationen erhalten Sie hier.


Aktuelle Schnäppchenangebote:

150200 Féraud-Brunel, Vacqueyras, rouge 2000 statt 14,50 Euro nur 9,95 Euro

[Mauro, Vendimia Seleccionada]



510498 Tour des Gendres, Moulin des Dames, rouge 1998 statt 23,00 Euro nur 15,90 Euro

[Tour des Gendres, Moulin des Dames, rouge]



701402 Hirsch, Riesling Zöbing 2002 statt 9,90 Euro nur 7,50 Euro

[Hirsch, Riesling Zöbing]



DEUTSCHLAND

Schlossgut Diel – Nahe

Er hat Ecken und Kanten, wie wenige andere. Wenn man sich an einem Charakterkopf in der deutschen Weinszene reiben will, dann an ihm. Dabei ist er im privaten Gespräch eine ebenso charmante wie geistreiche und nicht nur in Bezug auf Wein mit einem ungemein großen Wissen ausgestattete Persönlichkeit, weltoffen und von großzügigem Wesen. Aber seine Biographie ist auch geprägt von seiner polarisierenden Vergangenheit als Restaurant- und Weinkritiker (ständige Veröffentlichungen u.a. in „Alles über Wein” und „Capital”, Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Jurys) und dabei ist er so manchem Winzer, Koch und Journalistenkollegen schon mal heftig auf die Füße getreten. Doch unbestritten bei aller Kritik im Detail: Armin Diel, der ursprünglich im westfälischen Münster Rechtswissenschaften studierte, hat mit dem „Gault Millau Weinguide Deutschland” ein Lebenswerk geschaffen, das maßgeblich beigetragen hat, dem deutschen Wein zu seiner ihm gebührenden Anerkennung zu verhelfen und das mittlerweile als unverzichtbares Standardwerk zur jährlichen Pflichtlektüre eines jeden Liebhabers deutscher Weine gehört.

Doch Armin Diel ist nicht nur ein begnadeter, höchst angesehener Journalist (Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er im Jahr 2003 vom Verband Deutscher Prädikatsweingüter die „Trophy Herkunft Deutschland” wegen seiner „herausragenden publizistischen Leistungen zum deutschen Wein”), 1987 übernahm er auch das väterliche Weingut in Burg Layen (erbaut im 12. Jahrhundert) an der Nahe, einen Weingutsbesitz mit mehr als 200jähriger Tradition. Zunächst wandte er sich mit Verve der Erzeugung von trockenen Weinen zu, so dass man seine Gewächse seit fast zwei Jahrzehnten auf allen wichtigen Karten der deutschen Spitzengastronomie findet. Seit 1990 erzeugt Diel auch wieder klassisch fruchtige und edelsüße Rieslinge, für die er höchste Anerkennung erhielt.
So bewertete vor genau zehn Jahren Robert Parker gleich zwei Eisweine des Jahrgangs 1992 mit 99 Punkten. Dennoch setzte 1995 nochmals eine fast revolutionäre Steigerung der Weinqualität im Schlossgut Diel ein, als mit dem gebürtigen Moselaner Martin Franzen (heute bei Müller-Catoir) ein exzellenter Weinmacher das Ruder übernahm. Ihm folgte im Jahr 1998 Christoph Friedrich, ebenfalls von der Mosel, der Franzens Arbeit nicht nur fortsetzte, sondern perfektionierte.
Zur gleichen Zeit machte Diels Tochter Caroline, attraktiv, intelligent und trotz ihrer Jugend bereits weit gereist, mit 17 Jahren ihr Abitur in Kalifornien. Dort entdeckte sie, die ursprünglich ganz andere berufliche Interessen hatte, ihre Liebe zum Wein: Durch die Kontakte ihres Vaters war es kein Problem, anschließend bei herausragenden Winzern in aller Welt (Ruinart in der Champagne, Pichon-Longueville Comtesse in Bordeaux, Romanée-Conti im Burgund sowie Rebholz und Weil in Deutschland) zu praktizieren und dementsprechend einen erstklassigen Einblick in die Erzeugung wahrlich großer Weine zu erhalten. Als Folge dieser Tätigkeiten mittlerweile vollkommen vom Weinvirus infiziert, begann sie voller Ehrgeiz ein Önologiestudium in Geisenheim, das sie bereits in diesem Sommer mit ihrem Diplom abschließen wird. Zudem mischte sie sich in den letzten Jahren zunehmend in das Geschehen im elterlichen Weingut ein. In Zukunft wird sie gemeinsam mit Christoph Friedrich ein kongeniales Tandem bilden und Garant dafür sein, dass das Schlossgut Diel seinen Stammplatz in der kleinen Elite deutscher Weltklassedomainen behaupten wird.

Die Ursachen für die herausragenden Qualitäten der weißen und roten Burgundersorten wie der Spitzenrieslinge sind, wie sollte es anders sein, im Wingert zu suchen. Die besten, extrem steilen, südlich exponierten Weinbergslagen des Schlossgutes Diel liegen nahe der Burg Layen in den Ausläufern, aber auch im Wind- und Regenschutz des Rheinischen Schiefergebirges in der Gemarkung von Dorsheim – in einem Radius von gerade einmal 1.000 m – und ergeben dennoch aufgrund ihres unterschiedlichen Terroirs stilistisch sehr differenzierte Weine. Der Trollbach, ein Nebenflüsschen der Nahe, schnitt sich hier tief in das anstehende Gestein ein und schuf dabei einzigartige, bizarre Felspartien. Durch die erheblichen Temperaturunterschiede von Tag und Nacht (Schwankungen von 20 Grad und mehr sind keine Seltenheit), die natürlich auch für die Aromenbildung in den Trauben von unschätzbarem Vorteil sind, verwitterte das unterschiedliche Gestein bald zu größeren und kleineren Brocken und bildet so die extrem heterogenen Böden dieser großartigen Lagen. Zudem gehört das Trollbachtal zu den trockensten und wärmsten Regionen Deutschlands.
Die nach Westen vorgelagerten Höhen des Hunsrück halten einen großen Teil der Niederschläge ab, vom Oberrheintal fließt dessen Wärme über die Niederung der Nahe auch in das kleine Seitental des Trollbachs. Naturnaher Anbau in seinen malerischen Steillagen, Einarbeitung von Humus in die Böden zur Nährstoffversorgung und zur Speicherung von Feuchtigkeit (ein immens wichtiger Vorteil in den immer häufiger vorkommenden trockenen Jahrgängen), extrem viel Handarbeit während der gesamten, sehr langen Vegetationsperiode – wie aufwändige Laubwerksarbeiten sowie selektivste Lese in mehreren Erntedurchgängen – sind unabdingbare Voraussetzungen für die spektakulären Resultate, die mittlerweile auf dem Schlossgut Diel erzielt werden.

Die Vinifizierung des Lesegutes erfolgt so schonend wie möglich: Der feinfühlige Ausbau der Rieslinge erfolgt im kühlen, unterirdischen Schlosskeller in klassischen Holzfässern aus Eichenholz aus dem nahe gelegenen Soonwald. Die roten und weißen Burgunderweine hingegen werden im kleinen, teilweise neuen Eichenholzfass bester französischer Provenienz vinifiziert.

Dönnhoff, Emrich-Schönleber und jetzt Diel: Deutschlands kleines, aber feines Weinanbaugebiet brilliert in seiner Spitze mittlerweile mit höchst eigenständigen Interpretationen ihres jeweilig so unterschiedlichen Terroirs und erzeugt grandiose Kreszenzen auf höchstem nationalen wie internationalen Niveau! Unverkennbar die Stilistik dieser rassigen Weine mit unverwechselbarem Profil, die in sich die moselanische Eleganz, die Finesse des Rheingaus und die Opulenz und Fülle bester Pfälzer Rieslinge zu vereinen scheinen, Parameter, die es heute nicht mehr nachvollziehbar erscheinen lassen, dass zu Beginn des letzten Jahrhunderts die Weine dieser auch landschaftlich so reizvollen Region unter dem Namen „Rheinweine” verkauft und dass erst im Weingesetz von 1971 die heutigen Grenzen des lange Zeit unterschätzten Anbaugebietes fest gelegt wurden.

P.S. Gerhard Eichelmann, Herausgeber des Guides „Deutschlands Weine” und damit im Bereich der Printmedien der größte Konkurrent des „Gault Millau”, urteilt in seiner jüngsten Ausgabe 2004 über das Schlossgut Diel: „Im vergangenen Jahr hatte ich beanstandet, dass Armin Diel zwar alles kann, nur nie alles zusammen in einer Kollektion. 2002 ist dies anders. Die Basisweine sind herrlich klar, die Riesling Selectionen füllig und fruchtbetont, die edelsüßen Rieslinge reintönig und konzentriert. Noch mehr beeindruckt aber hat mich der nach Tochter Caroline benannte Spätburgunder, ein herrlicher Pinot Noir im „burgundischen Stil” gemacht” (,den wir Ihnen demnächst anbieten werden).
Marcus Hofschuster, Chefredakteur des Internet-Weinmagazins www.wein-plus.de und Verkoster des gleichnamigen Internetweinführers Deutschland urteilt. „Seit der Übernahme des Betriebes von seinem Vater hat Armin Diel die Weinqualität auf dem Schlossgut Stück für Stück vorangebracht. Größtes Kapital war hierbei der Besitz in den Dorsheimer Spitzenlagen Goldloch und Pittermännchen, zu dem vor einigen Jahren noch 1,8 Hektar im Burgberg hinzukamen.
Doch das größte Lagenpotenzial und die gewissenhafteste Weinbergsarbeit wäre nichts wert, könnte es niemand auch im Keller umsetzen. Auf Kellermeister Heribert Kastell folgte 1995 Martin Franzen von der Mosel und mit ihm ein neuer, erheblich filigranerer Weinstil. Inzwischen hat Christoph J. Friedrich die Leitung im Keller übernommen. Unter seiner genialen Regie und mit dem Jahrgang 2002, dem komplettesten seit langer Zeit, hat sich das Schlossgut Diel endgültig einen Platz unter den absolut besten Betrieben in Deutschland gesichert”.
Kann es ein schöneres Kompliment geben als diese fundierten Urteile der unmittelbaren Konkurrenz?

Ja, durchaus: So urteilte der „wine spectator” bereits vor 2 Jahren, das Schlossgut Diel habe im 2000er Jahrgang eine der besten Kollektionen in Deutschland vorgelegt und ganz aktuell meint Michel Bettane, einer der führenden Köpfe der französischen Weinszene, in der Aprilausgabe 04 der „Revue du Vin de France”, Armin Diel sei der berühmteste Kritiker für die Weine seines Landes und produziere in den Schieferlagen von Dorsheim Rieslinge mit einer sagenhaften Finesse in den Aromen und einer moselanischen Mineralität. Folgerichtig zählt er in einem Ranking das Schlossgut Diel als eines von acht deutschen Weingütern zu den 113 besten Domänen der Welt außerhalb Frankreich!

Heute präsentieren wir Ihnen die allesamt bereits trinkreifen Weine aus dem zu Recht von Hofschuster und Eichelmann so hoch gelobten Jahrgang 2002. In diesen edlen Weinen des Schlossguts Diel wird Terroir sinnlich erlebbar, mit „Aromen aus geologischen Tiefen und eine Frische wie von einem Wasser, das über Felsblöcke in eine kühle Schlucht sich ergießt”, wie Stuart Pigott dies einmal so treffend beschrieben hat: Diels Weine sind gekennzeichnet zuvörderst von ihrem noblem Charakter: Eleganz, Finesse und eine fabelhafte Filigranität dominieren über schiere Kraft und Konzentration und verdienen daher meine ganz besondere Empfehlung!


932102 Diel de Diel, Weißwein QbA 2002 9,90 Euro
Extravagante, fein balancierte, harmonische Weißweincuvée aus Grau- und Weißburgunder sowie Riesling, eine Spezialität des Hauses. Feiner, animierender, floraler Duft, zartwürzige Apfelaromen, unterlegt mit einem Hauch Zitrusfrucht und etwas Melone, im Hintergrund feine mineralische Anklänge. Am Gaumen zartsüße Frucht mit einer verspielten Würze und einer harmonischen Säure, gute Balance, füllig, doch klar in der Struktur, saftig, beschwingter Abgang; zu genießen ab sofort bis Ende 2005. Welch erstklassige Alternative zu so vielen seelenlosen Modeweinen à la Pinot Grigio, Understatementwein!
In der letzten Ausgabe des Jahres 2003 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bescheinigt Stuart Pigott diesem 2002er Diel de Diel „viel reife Frucht sowie harmonische Säure” und urteilt zu Recht, dass er „den meisten trockenen Blanc de Blancs-Weißweinen aus Frankreich weit überlegen” sei!



932202 Pinot Gris Barrique 2002 18,90 Euro
Armin Diel ist der einzige Nahewinzer im Deutschen Barriqueforum: Ihm geht es dabei in erster Linie um die Erzeugung von komplexen und finessenreichen Weinen, bei denen der Holzgeschmack nicht das prägende Element sein soll, sondern den Weinen dezent im Hintergrund ihre fabelhafte Struktur verleiht. In der Nase fester, herrlich mineralischer und faszinierend kräuterwürziger Duft nach Zitrusfrüchten, etwas Apfel und Pfirsich, dazu ist dieser große Grauburgunder zart vom (30% neuen) Holz geküsst. Cremig, feinsaftig und bei aller Dicht geradezu filigran am Gaumen, feine, animierende Säure, phantastische Frische, perfekt eingebundenes, dezentes Holz, das sich traumhaft mit der betörenden Frucht vermählt, dazu faszinierend mineralisch, rauchiger Fruchtkern, rassiges Spiel, bestens balanciert, enorme Nachhaltigkeit und Länge. Zu genießen ab sofort bis wenigstens Ende 2006. Eine wunderbare Qualität, purer, reiner Genuss, sowohl solo getrunken als auch als hervorragender Essensbegleiter!

[Diel, Pinot Gris Barrique]



932302 Cuvée Victor, weiß 2002 29,90 Euro
Ausgewählte Grau- sowie Weißburgunderreben, etwas Chardonnay- und Rieslingstöcke liefern die streng selektierten Trauben für einen Stoff, aus dem die Träume von Weißweinliebhabern bestehen. Sehr lebendiger, tiefer, holzwürziger Duft nach kandierten Zitrusfrüchten, weißem Pfirsich, Honigmelonen und Steinobst mit einer präsenten Mineralik im Hintergrund. Fast cremig umhüllt dieser herrlich saftige Wein die Zunge und betört mit einer animierenden Frische infolge einer lebendigen Säure und einer kühlen Mineralität. Obwohl diese markant strukturierte Cuvée infolge ihrer hohen Extraktion den gesamten Gaumen vollständig auskleidet, scheint der Wein aufgrund seiner großartigen Finesse förmlich über die Zunge zu schweben. So fasziniert diese Spitzencuvée mit ihrer noblen Fülle und wirkt dennoch aufgrund ihrer Eleganz ungemein schlank, ja filigran fast, das herrlich eingebundene Holz ist kaum zu vernehmen. Der Wein wirkt noch sehr jung, gewinnt aber mit Luftzufuhr nochmals deutlich an Fülle und Länge. Ein intellektuelles Vergnügen für die Sinne, ein idealer gastronomischer Speisenbegleiter, der seine wahren Qualitäten erst am Tisch zur Gänze offenbart. Zu genießen ab sofort (2-3 Stunden Dekantieren), Höhepunkt 2005 bis wenigstens 2009.
Ein originäres Monument an Struktur und einer fast spielerisch erscheinenden Kombination von Kraft, Frische und Finesse, das viele modische und wesentlich teurere Weine aus Übersee ganz schön alt aussehen lässt. Kein Wunder, dass der „Victor” als einer der ganz wenigen deutschen Weine (in dieser Beziehung sind meine französischen Freunde ganz schön chauvinistisch) auf der Karte des Drei-Sterne-Restaurants von Alain Ducasse in Paris zu finden ist!



932502 Riesling Classic 2002 9,90 Euro
Sehr sorgfältig selektierter Gutsriesling, dessen Trauben ebenso von Hand gelesen werden wie die aus den Dorsheimer Spitzenlagen des Gutes. Mineralischer und leicht kräutriger Duft nach wilden Aprikosen, Weinbergspfirsich und (nach ca. 30minütiger Öffnung) ein Hauch von schwarzen Johannisbeeren, alles eingebettet in eine reichhaltige Mineralität. Am Gaumen schlanke, zartsüße Frucht, dennoch für seine Preisklasse eine bemerkenswerte Fülle, dazu ein feines Säurespiel, erfrischend und animierend; mit zunehmender Dauer im Glas wiederum herrlich betörende Cassis, dazu eine dezent unterlegte mineralische, ja rauchige Note, guter Biss und ein beeindruckender Abgang. Phantastisches Preis-Genussverhältnis, großartiger Zechwein, zu genießen ab sofort (am besten Dekantieren) bis Ende 2005.



932602 Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling Selection 2002 19,90 Euro
Erst seit Mitte der 90er Jahre besitzt das Schlossgut Diel 1,8 ha im extrem steilen Burgberg und damit exakt die Hälfte dieser mikroklimatisch einzigartigen Hanglage, die, wie ein Amphitheater nach beiden Seiten von den kalten Hunsrückwinden geschützt, im engsten, fast schroff wirkenden Teil des Tales zu finden ist. Der Name entstand in Anlehnung an die Burg Layen und soll die Besonderheit des einzigartigen Terroirs unterstreichen: Der mit zerfallenem Schiefer und einer Unmenge an Kieselsteinen durchsetzte tiefgründige Lehmboden über nacktem Fels bietet exzellente Voraussetzungen für die Erzeugung hochfeiner, rassiger und mineralischer Rieslinge mit großem Alterungspotential. In der Nase sehr kühler, mineralischer und zart tabakiger Pfirsich- und Zitrusduft mit Noten von Ananas und Maracuja. Am Gaumen extrem vielschichtig und harmonisch, enorm dicht und konzentriert, dabei voller Eleganz und Finesse, feinsaftige Pfirsich-Zitrusfrucht, lebhafte Säure, griffige Mineralik, große Länge. Ein monumentaler Riesling aus extrem niedrigen Erträgen, der auf der Zunge zu tanzen scheint, dies ist einer dieser so raren, großen Terroirweine, die eine ureigene Geschichte erzählen: Von tiefen Schieferschichten und von hartem Fels, in die sich die Wurzeln alter Rieslingreben hineingewunden und vom glockenklaren Klang der Mineralien, die sie dabei aufgenommen haben. Kategorie Lieblingswein! Zu genießen ab sofort bis etwa 2007.
Im „managermagazin” Januar 2004 wurden 110 sorgfältig ausgesuchte trockene Rieslinge des Jahrganges 2002 aus ganz Deutschland einer großen Blindverkostung unterzogen. Hierbei erreichten alle drei eingereichten Grossen Gewächse von Schlossgut Diel das Finale der 24 besten Weine. Am höchsten wird das auch von uns für Sie ausgesuchte Große Gewächs aus dem Burgberg bewertet, das als drittbester trockener Riesling des Jahrgangs in Deutschland beurteilt wurde. Herzlichen Glückwunsch an Caroline und Armin Diel!



932702 Dorsheimer Pittermännchen Riesling Spätlese 2002 18,50 Euro
Mit einem Besitz von nur einem Hektar ist das „Pittermännchen” ein sprichwörtliches Kleinod in der Kollektion des Schlossgut Diels. Die Bezeichnung geht wahrscheinlich zurück auf das 16. Jahrhundert, als ein „Pittermännchen” eine kleine Silbermünze war. Der Erzbischof von Trier ließ diesen „Weißpfennig” erstmals Ende des 16. Jahrhunderts prägen. Sie zeigt auf der Vorderseite den heiligen Petrus mit Bart und Schlüssel. 32 „Pittermännchen” gingen auf einen Gulden. Mit dieser Lagenbezeichnung sollte wohl die hohe Wertigkeit der hier erzeugten Weine belegt werden. Der von Schiefer durchsetzte tiefgründige Lehmboden dieser steilen Südlage weist einen hohen Anteil an Quarzit und wiederum zahlreichen Kieselsteinen auf, was den feinrassigen Weinen eine erfrischende mineralische Note verleiht. In der Nase fasziniert ein kühler, kräutriger Duft nach Äpfeln und Pfirsichen mit Noten von grünen Beeren und einer Spur Cassis. Am Gaumen eine betörende schlanke, süße Frucht (filigrane Pfirsichnote) mit animierendem Säurespiel, ungemein feingliedrig, zart, fast zerbrechlich wirkend und dennoch von famoser Struktur und vibrierender Strahlkraft, feinst ziselierte Säure, großartiges Spiel, kein Riesling für Körpertrinker, bestens eingebundene Mineralität, fruchtiger, kräutriger und lang anhaltender Abgang. Zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.



932802 Dorsheimer Goldloch Riesling Auslese 2002 29,90 Euro
Mit gut vier Hektar Rebfläche ist das Schlossgut Diel bei weitem größter Besitzer in dieser legendären Steillage, in der im 17. Jahrhundert nach Gold gegraben worden sein soll. Eine andere Deutung des Namens kommt aus dem Volksmund besagt, dass früher die Winzer mit ihren Weinen aus dieser Spitzenlage viel Gold verdient hätten. (So erzielten Spätlesen aus dieser großartigen Lage höhere Preise gar als die zu Recht gerühmten Gewächse von Château Latour!) Wie dem auch immer sei, der von einer dünnen Lehmauflage (teilweise nur 60 cm) bedeckte Urgesteinsboden auf felsigen Konglomeraten verleiht den Weinen eine immense Kraft, hohe Eleganz und formidable Tiefe zugleich. Dieser monumentale Riesling besitzt in der Nase ein ausdrucksstarkes Pfirsich-Apfelaroma mit mineralischen Nuancen und etwas Cassis im Hintergrund. Reintönig, süß und saftig im Mund, ungemein komplex in seiner Aromatik, perfekte Balance zwischen Süße und Säure, die sich am Gaumen zu einem feinst ziselierten Spiel zusammenfinden, dicht, sehr konzentriert, füllig, großartige Opulenz, die durch eine nervige Mineralität und Frische perfekt unterlegt wird, Eleganz pur, große Nachhaltigkeit, eine der besten Auslesen des gesamten Jahrgangs in ganz Deutschland; zu genießen ab sofort bis nach 2015.



Dirk Würtz – Rheinhessen

Dirk Würtz, unsere Entdeckung des Jahres 2002 in Deutschland, wie Armin Diel ein Winzer mit Ecken und Kanten, produziert Weine voller Charakter und Authentizität. Heute präsentieren wir Ihnen passend zur Spargelsaison seinen Silvaner 2003, der ganz aktuell bei einer großen Verkostung der besten rheinhessischen Silvaner triumphiert hat. Zudem können wir Ihnen wieder seinen sensationell günstigen Basisriesling, den Potate 2003, liefern, dessen erste Abfüllung nach unserer Präsentation in der letzten Pinwand binnen Tagen! ausverkauft war und legen Ihnen nochmals die 2002er Würtz I und II ans Herz, denn hier gehen unsere Vorräte langsam und unwiderruflich zu Ende.


950703 Silvaner trocken 2003 5,95 Euro
Dieser wegen seiner Eleganz und prickelnden Frische auf der Zunge tänzelnde Silvaner gehört zu denjenigen Weinen, die unsere Sehnsucht nach den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings und die Freude auf die leichte und frische Küche dieser Jahreszeit wecken. Auch wenn der Silvaner als Empfehlung zum Spargel nichts Neues, sondern etwas Urtraditionelles ist, möchte ich Ihnen diesen herrlichen Wein mit seiner saftigen, ausgeprägten Frucht, erinnernd an reife Äpfel und Mirabellen, und seiner milden Säure ausdrücklich zu Spargelgerichten aller Art ans Herz legen. Aber auch solo genossen schmeckt dieser unglaublich süffige, phantastische Wein einfach nach einem Glas mehr; Phantastisches Preis-Genussverhältnis!

[Würtz, Silvaner trocken]



950403 „Potate”, Riesling trocken 2003 4,95 Euro

[Würtz Potate Riesling trocken]



950102 Würtz II Riesling trocken 2002 8,80 Euro

[Würtz II Riesling trocken]



950202 Würtz I „Geyerscheiss” Risling trocken 2002 19,90 Euro

[Würtz I Geyerscheiss Riesling trocken]



ÖSTERREICH

Weingut Hirsch – Kamptal

An der Mündung des Flusses Kamp in die Donau öffnet sich das Kamptal nach Südosten, und damit auch dem Einfluss des pannonischen Klimas: Heiße Tage fördern die Reife der Trauben, während der Kaltluftzufluss aus dem nahen Waldviertel für kühle Nächte sorgt. Für Weinkenner ist das Kamptal ein Paradies, verleiht dieses spezielle Klima doch den Rieslingen und Grünen Veltlinern (die hier besonders „pfeffrig” ausfallen und über ein immenses Alterungspotential verfügen) zusammen mit einem großartigen Terroir – verwittertes Urgestein auf den Berglagen, das auf den Osthängen von Löss oder Lehm abgelöst wird – eine würzige, nuancierte Aromatik, ein feines Säurespiel, einen großen Aromenreichtum und einen kristallklaren, mineralischen Charakter.

Das in Deutschland noch am wenigsten bekannte Spitzengut aus dem Kamptal ist einer DER Aufsteiger der letzten Jahre schlechthin innerhalb der österreichischen Winzerelite: das Weingut Hirsch. „Entscheidend ist meine naturnah betriebene Weinbergsarbeit (extrem aufwändige Laubwerksarbeiten, Gründüngung und künstliche Bewässerung), die Trauben brauchen eine maximale physiologische Reife, dazu kommt eine extreme Auslese mit wenigstens vier Erntedurchgängen in jedem Ried. Im Keller vinifiziere ich ganz traditionell und vergäre ausschließlich spontan mit weineigenen Hefen, die in den einzelnen Rieden vorkommen und die den unterschiedlichen Charakter des jeweiligen Terroirs optimal herausarbeiten”, so Johannes Hirsch, der junge, ungemein sympathische Winzer. Viel Aufsehen erregt unser Shooting-Star nicht nur wegen seiner großartigen Qualitäten, sondern weil ab dem großen Jahrgang 2003, dessen erste Weine wir Ihnen heute präsentieren, alle Flaschen mit einem Schraubverschluss versehen sind. Wir garantieren daher ungetrübten Genuss garantiert ohne Kork!
Übrigens: Das Weingut der Familie Hirsch wird „wegen kompromisslosem Qualitäts-Streben und Mut zu Innovationen” im Weinguide-Austria 2003 von WineTimes.at und wein-plus.de zu Österreichs „Weingut des Jahres 2003” gekürt! Doch urteilen Sie selbst und wenn Sie dann noch die Preise vergleichen, dann werden die Gewächse von Hirsch fast konkurrenzlos günstig. Meine besondere Empfehlung!


701103 Grüner Veltliner Hirsch „Trinkvergnügen #2” 2003 6,70 Euro
Satte, tiefe Farbe, zart mineralischer und pfeffriger Duft, Birnen und eine Spur Honig, verspielte Würze. Am Gaumen dicht, ausgewogen, fein balanciert, in keinster Weise aufdringlich, klare, feinsaftige Frucht, eine Spur Wachs, feinwürzig, wiederum mineralisch, ein „spritziger”, süffiger Veltliner, schöner Abgang; zu genießen ab sofort bis 2006.



701203 Grüner Veltliner „Heiligenstein” 2003 9,95 Euro
Vom Fuß des legendären Heiligensteins, der wohl besten Lage des Kamptals, stammt dieser elegante, feinwürzige, traumhaft schöne Essensbegleiter, pfeffriger Duft und Anklänge an Honigmelonen, ein Überschwang an feinduftigen Aromen. Am Gaumen fest gewirkte, stahlig trockene, phantastische Frucht (fast Rieslingcharakter), mineralisch und pfeffrig, enorm dicht, stoffig fülliger noch als in 2002 und dennoch sehr elegant, bemerkenswerter Abgang; zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.



Beide Grüne Veltliner eignen sich hervorragend zum Spargel: Nehmen Sie eines unserer herausragenden Olivenöle, beträufeln damit den Spargel, dazu etwas geriebener Parmesan, kleine Kartöffelchen und ein Glas Grüner Veltliner. Großer Genuss kann so einfach sein.

Übrigens: Der herrlich unkomplizierte Basisveltliner „Trinkvergnügen” 2003 belegte ganz aktuell auf der „Kamptaler Weintrophy” den sensationellen dritten Platz unter 250 degustierten Grünen Veltlinern, der „Heiligenstein” 03 wurde gar Sieger bei der Veranstaltung „Weinstraße Kamptal”. Herzlichen Glückwunsch Johannes Hirsch!


FRANKREICH

Château Mourgues Du Grès – Costières de Nîmes

„Mourgues du Grès erstrahlt zurzeit wie ein Leuchtturm in den Costières de Nîmes, dank seiner herausragenden Roséweine, die überwiegend aus der Syrahtraube vinifiziert werden”, so lobt Frankreichs renommiertester Weinführer, das von der „Revue du vin de France” herausgegebene „Classement 2003” dieses Kleinod, südlich der alten Römerstadt Nîmes gelegen und unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône angrenzend. Im äußersten Zipfel dieser sonnendurchfluteten Region, auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, liegt das Château Mourgues du Grès („Grès” ist der provenzalische Ausdruck für die „galets”, die großen Kieselsteine) in einer privilegierten Zone mit einem speziellen Mikroklima: Auf dem Gelände des Gutes befinden sich Quellen, die in diesem extrem heißen und trockenen Gebiet, insbesondere in einem Jahrhundertsommer wie 2003, den Wurzeln der Rebstöcke die notwendige Feuchtigkeitszufuhr gewährleisten. Diese tief in den Boden wachsenden, naturnah behandelten Reben, deren Blattwerk zur Erzielung bestmöglicher physiologischer Reife der Trauben an Palisaden hochgezogen wird, sind verantwortlich für den ausgeprägten Terroircharakter, die reiche Frucht, die üppigen Aromen und die bemerkenswerte Konzentration dieser wirklich exzellenten Weine.
Nicht nur die französische Fachpresse beurteilt die so vorbildlich preiswerten Weine euphorisch: Parker zählt sie zu den „best values” und bewertete beispielsweise den 2000er Basisrosé „Galets” mit 89 Punkten, der Feinschmecker kürte diesen in seiner Ausgabe 6/01 gar zum Sieger in einem groß angelegten Test der besten südfranzösischen Rosés!

Diese großartigen Erfolge haben dazu geführt, dass diese herausragenden Rosés nur noch streng limitiert an ausgewählte Händler zugeteilt werden können. So freuen wir uns sehr, Ihnen wiederum alle drei Roséweine dieser Ausnahmedomaine aus dem herausragenden Jahrgang 2003 als ganz besondere Empfehlungen für laue Frühlingsabende auf der Terrasse ans Herz legen zu können, solo genossen oder als vorzügliche Essensbegleiter.


136403 „Fleur d’Eglantine”, rosé 2003 5,60 Euro
Die „Einstiegsdroge”: Wunderbar frischer, fruchtiger, tänzelnder Alltagsrosé (Syrah, Grenache, Carignan), duftet nach Himbeeren, Birne und Johannisbeeren; hervorragender Aperitifwein und Durstlöscher, wird in Südfrankreich aber auch sehr gerne zu gegrilltem Fisch oder hellem Fleisch getrunken. Zu trinken stets im ersten Jahr nach der Abfüllung.

[Mourgues Du Grès, Fleur d’Eglantine]



136103 „Les Galets Rosés”, rosé 2003 – Der Klassiker – 6,60 Euro
Welch ein Trinkgenuss für wirklich anspruchsvolle Liebhaber eines erfrischenden und dennoch aromatischen Rosés. Aber auch Verächter dieser Weinsorte sollten diesen hochwertigen, frischen, fruchtigen aus Syrah und Grenache vinifizierten Nachfolger des oben angesprochenen Ausnahmerosés unbedingt einmal probieren: Schmeichlerische, intensive Aromen von Himbeeren, Kirschen und Erdbeeren, am Gaumen frisch, weich und saftig, viel Rückgrat, harmonisch, schöne Struktur, intensive Frucht, herausragend! Zu genießen jetzt und aufgrund seines Entwicklungspotentials auch noch bis ins Jahr 2005: Ein idealer „Zechwein” für laue Sommerabende, aber auch ein guter Begleiter zu südländischen Grillgerichten wie Lammkoteletts oder Merguez und zu vielen Arten von Fisch.

[Mourgues Du Grès, Les Galets Rosés]



136203 „Capitelles des Mourgues”, rosé 2003 7,90 Euro
Entfaltet sich selbst der traditionelle Rosé der Domaine über 2 Jahre hin wunderbar, so ist eine kleine Entwicklungszeit für diese barriqueausgebaute (Holz nicht schmeckbar, sorgt nur für Komplexität und Schmelz am Gaumen) Spitzencuvée (Mourvèdre, Syrah, Grenache) fast schon ein Muss. Alles andere als ein einfacher Terrassenwein für hochsommerliche Tage, sondern ein idealer Begleiter zu allen Arten von Grillgerichten und insbesondere zu Fisch, so präsentiert sich ein komplexer, aromatischer, fülliger, dichter, würziger Rosé mit Anklängen an Quitten, Mandarinen und Vanille, der in einer eigenen Qualitätsliga spielt: Einige Jahrgangsvorgänger wurden von Michel Bettane in der französischen Weinbibel, dem „Classement 2002 bzw. 2003”, mit für einen Rosé sensationellen 9/10 bzw. 8/10 Punkten bewertet.

[Mourgues Du Grès, Capitelles des Mourgues]



Château Saint Cosme – Gigondas

Der malerische Ort Gigondas an den Hängen der wildromantischen Dentelles de Montmirail und das in der heißen Rhôneebene brütende Rasteau sind die beiden einzigen Orte an der südlichen Rhône, deren Spitzendomainen (jeweils nur drei an der Zahl) ähnlich großartige Weine produzieren wie die weltweit renommierten Top-Güter in Châteauneuf-du-Pape, nur zu wesentlich günstigeren Preisen und das trotz höchster Bewertungen in der internationalen Presse. Mitten im Herzen der Appellation Gigondas, etwa 300 m vom Dorf entfernt, liegt das Château Saint Cosme, die älteste aller Gigondas-Domainen (seit 1490 in Familienbesitz). Seit der jüngste Spross der Familie, Louis Barruol, das Weingut vor 10 Jahren von seinem Vater übernommen hat, ging die Qualität und damit der Bekanntheitsgrad der Domaine einmal steil nach oben: Heute ist Château Saint Cosme „one of the stars of Gigondas” (Parker)!

Louis stilistisch so eigenständige Weine sind zuallererst das Resultat einer äußerst geringen Produktion von durchschnittlich 27 hl/ha (bei den Spitzencuvées also deutlich weniger) in seinen alten Weinbergen (im Schnitt 60 Jahre!) auf einem Terroir, das – selten genug in Gigondas – im fertigen Wein Eleganz, Finesse, Komplexität und eine bemerkenswerte Frische mit Konzentration und Dichte vereint. Ursachen für diese faszinierende Stilistik sind die relativ hohe Lage seiner Parzellen inmitten der pittoresken Landschaft der Dentelles de Montmirail, die besonders großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und die nördlich orientierte Ausrichtung der Parzellen auf sehr unterschiedlichen Bodenformationen, die eine späte Lese sehr aromatischer, hochreifer Trauben aus einem relativ langen Vegetationszyklus ermöglichen. Nach einer extrem selektiven Handlese findet die schonende Vinifizierung in den uralten (es existieren noch in Stein gehauene „Vinifizierungsbehälter” aus der Römerzeit) unterirdischen, in die Felsen getriebenen Kelleranlagen statt, über optimalere klimatische Bedingungen verfügt kein anderer Winzer in der Region!

Übrigens: Louis hält seinen 2003er für einen der besten Jahrgänge der letzten 50 Jahre und sieht seine CdR auf dem Level von wesentlich teureren Châteauneuf-du-Pape!


171103 Côtes du Rhône blanc 2003 9,95 Euro
Einer der schönsten weißen CdR, die je produziert wurden: mit einer ungewöhnlich feinen mineralischen Note, die von kalkhaltigen Böden stammt. Nach einer sehr sensiblen Handlese wurde der Traubenanteil, der im großen Holzfass ausgebaut wurde, ca. 6 Wochen lang zwischen 14 und 16°C vergoren, so dass der Holzeinfluss kaum spürbar ist, nur als cremige, fast noble Textur dem Gaumen schmeichelt. Eine ungemein finessenreiche, weiche, runde Cuvée (40% Viognier, 40% Roussanne, 15% Clairette, 5% Marsanne), eine exemplarische Qualität für einen weißen Rhônewein, in dem sich die betörenden Aromen der provenzalischen Landschaft widerspiegeln, zu genießen jetzt bis 2008.

[Saint Cosme, Côtes du Rhône blanc]



171703 „Little James”, VdT rouge 2003 6,30 Euro
Sicher hat dieser reinsortige Grenache aus hochreif gelesenen Trauben des herausragenden Jahrgangs 2003 nicht die Tiefe und Struktur eines großen Châteauneuf. Andererseits ist er unglaublich attraktiv, ein „sexy”-Wein mit viel frischer, herrlich beeriger Frucht und sehr weichen Tanninen. Am Gaumen unkompliziert, faszinierend charmant, sehr würzig, eine Wagenladung voll Schwarzbeeren, saftig und finessenreich. Der Abgang ist Grenache-typisch und für seine Preisklasse erstaunlich lang. Herausragender Geschmack muss kein Monopol für teure Weine sein, Parker bewertete schon den 2001er mit 89 Punkten und dem Attribut „sensational value”. Zu genießen jetzt bis 2007.

[Saint Cosme, Little James]



171203 Côte du Rhône rouge 2003 7,80 Euro, Ankunftsofferte: bis zum 30.05.04 nur 7,20 Euro
Ein CdR aus 100% kerngesunden, entrappten Syrahreben, die unmittelbar vor dem großen Regen im optimalen Reifezustand eingebracht und in einem gekonnt oxydativen Stil vinifiziert wurden. Über den sensationell großen 2001er schrieb Parker, ein gleich guter Syrah aus Kalifornien koste 35-50 Dollar (Wine Advocate 145)! Nun endlich ist der 2003er im Verkauf und wer geglaubt hatte, der 2001er sei in dieser konsumentenfreundlichen Preisklasse nicht mehr zu toppen, täuscht sich: Der Jahrgang 2003 ist noch saftiger, weicher und süffiger als sein leckerer Vorgänger: Zunächst fasziniert eine satte tiefrote Farbe, welche bereits die ungewöhnliche Konzentration dieses CdR signalisiert, mit einer Dichte und Tiefe, die in der Tat selbst den legendären 2001er Jahrgang noch überragt. Louis selbst sagt, niemals zuvor habe er einen derart dichten CdR produziert! Ein seltener Glücksfall von Wein zu einem ungewöhnlich günstigen Preis! In der Nase feine Beerenaromen und zarte Gewürzanklänge, sehr weiche, cremige Tannine, opulent und rund auf der Zunge, dazu eine feine Fruchtsüße, bestens strukturiert, zu genießen ab sofort bis 2008. Phantastisches Preis-Genussverhältnis!

[Saint Cosme, Côte du Rhône rouge]



Château de la Negly – La Clape

Sie wissen es schon lange: Einige der denkwürdigsten Weine des Languedoc kommen von dem in kürzester Zeit geradezu legendär gewordenen Château La Negly, dessen privilegierte Weinberge in einer der besten Appellationen des französischen Südens gelegen sind, in La Clape. Nicht nur die sensationellen roten Gewächse dieses großartigen Gutes begeistern jedes Jahr von neuem unsere Kunden, auch zwei wunderbare Weine für den Sommer haben eine große Anhängerschar.


318302 „La Brise Marine”, blanc 2002 7,90 Euro
Wunderbarer, individueller Sommerwein für schöne, warme Abende auf der Terrasse aus althergebrachten, autochthonen Rebsorten des Südens, aus Bourboulenc, Marsanne und Grenache, eine frische, rassige und dennoch komplexe Köstlichkeit, ein traumhafter Blumenstrauß voller Düfte aus dem Süden Frankreichs. Es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert. Ein Glas zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse: Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft der Provence werden wach und verführen zum Träumen.

[Negly, La Brise Marine]



318603 Cuvée „Les Embruns”, rosé 2003 7,90 Euro
Von gleicher Klasse wie der traumhafte Weißwein zeigt sich der Spitzenrosé „Les Embruns”, nicht zu verwechseln mit dem billigeren Basisrosé der Domaine, dem Palazy. Die renommierteste französische Fachzeitschrift, die „Revue du vin de France”, zählte einen Vorgänger dieses Luxusrosés zu den 150 besten Weinen des Landes! unter 50 Franc und notiert:„ Exzellente zarte Roséfarbe, in der Nase kleine rote Früchte, im Mund elegant, frisch und luftig. Ideal, um einen heißen Sommer zu begleiten”.

[Negly, Les Embruns]



Domaine Léon Barral – Faugères

Kein anderer Winzer agiert derart kompromisslos und engagiert auf dem Weg zu höchster Qualität wie Didier Barral, sensibler Winzergenius und vinologischer Revoluzzer, in Aussehen und Habitus wie eine Reinkarnation des jungen, unangepassten, eigene Wege suchenden James Dean wirkend. „Die Winzer haben die Biologie des Bodens verlernt”, urteilt Didier, auf Knien in seinem Weinberg rutschend, die krümelnde, fein duftende Erde seiner Weinberge mit ihrer enormen Vielfalt an Kleinstlebewesen durch die Finger rieseln lassend. „Der Mensch kann aber auf Dauer erfolgreich nur MIT der Natur arbeiten, niemals gegen sie. Wir müssen der Erde Zeit geben, sich zu regenerieren, sich von der über Jahrzehnte betriebenen Monokultur, den auf sie eingespritzten Pestiziden und Herbiziden erst einmal zu erholen, denn die Reben brauchen ein gesundes und natürliches Umfeld, damit der Mensch aus ihren Trauben große, individuelle Weine machen kann.” Folglich steckt hinter solch großartigen Qualitäten, wie Didier sie produziert, ein wohlüberlegtes Puzzle von Details. Dies beginnt bei der Klonenpflege der wie in Châteauneuf in niedriger Buschform wachsenden, sehr tief wurzelnden Reben, reicht über eine biodynamische Arbeitsweise in den eminent gepflegten, extrem aufgelockerten, „lebenden” Weinbergsböden, bei der eigens konstruierte Maschinen zum Einsatz kommen, welche die Böden nicht verdichten, bis zu einem ausgeklügelten, „intelligenten” Bewässerungssystem und den unterirdischen Kelleranlagen mit ihren uralten, aber extrem schonenden Pressen, wo jede Weinbergsparzelle in Kleinstgebinden separat ausgebaut wird, ohne jegliches belastendes Eingreifen.

„ÉQUILIBRE” ist das Zauberwort, das Didiers Arbeit am besten charakterisiert, ein ökologisches „Gleichgewicht” in den biologisch bearbeiteten Weinbergen mit ihren wilden Kräutern, das von Natur aus für niedrige Erträge sorgt, für ein Gleichgewicht aller wesentlichen Faktoren wie Zucker, Aromen und das Verhältnis der Haut zum Saft in den sehr reif geernteten Trauben und schließlich auch für ein traumhaftes Gleichgewicht aller wesentlichen Komponenten im fertig ausgebauten, ungemein finessenreichen Wein. Diese hohe Winzerkunst finden wir nur bei den ganz Großen ihrer Zunft, wie z.B. bei Claude Dugat in Gevrey Chambertin oder Henry Bonneau in Châteauneuf-du-Pape, die Didier Barral als seine Vorbilder bezeichnet.

Bei Didier wird Wein zur prägenden, einfühlsam interpretierten Kunst: Gut „gemachte” Weine gibt es mittlerweile reichlich, charaktervolle Unikate dieser Klasse sind jedoch sehr selten. Erst relativ spät, wie es die Natur erlaubt, werden die Weine unfiltriert in die Flaschen gefüllt. Das Resultat sind handwerkliche Meisterstücke, ungemein komplex, mit einer reichen, ausladenden tiefwürzigen, tabakigen Frucht, feinen Tanninen und einer explizit herausgearbeiteten Terroir-Note. Sie gehören mittlerweile zu den gesuchtesten Weinen Frankreichs, zieren die Karten der Spitzenrestaurants des Landes und werden einem ausgewählten Kundenkreis zugeteilt. In Didiers saftigen Weinen vereint sich die Sonne des Südens mit dem Ausdruck eines großen Terroirs auf außergewöhnliche Weise zu den vielleicht finessenreichsten Weinen der gesamten Region.

Allen Lobeshymnen zum Trotz, die Didier mittlerweile zuteil wurden, betrachtet er in der Retrospektive die ersten Jahre seiner Winzertätigkeit auch als eine Art Lernphase, denn es war ihm immer bewusst, dass es ihm nicht binnen zwei oder drei Jahren möglich seine würde, die höchste Qualität aus seinem Terroir „herauszukitzeln”, so wie er sich dies vorstellte. War er aber mit seinem Jahrgang 99 bereits sehr zufrieden, so strahlte er erstmals bei der Präsentation des 2000ers eine Art inneres Glück aus, eine Befriedigung, wie sie nur Menschen zu eigen ist, die mit sich und dem Ergebnis ihrer Arbeit absolut im Reinen sind. Und die spektakulär schönen Weine aus dem exzellenten Jahrgang 2001 demonstrieren auf eindrückliche Art und Weise, dass die Zeiten des Experimentierens vorbei sind und dass es Didier endgültig gelungen ist, seinem Idealbild eines großen Faugères, der zur absoluten Spitze des gesamten Languedoc zählen sollte, zu entsprechen. Didier hat seinen ureigenen Stil gefunden: Nicht Rebsorte oder Ausbaustil prägen die Stilistik seiner Weine, sondern ausschließlich sein großes Terroir: Kein Zweifel: Didier Barral hat im großen Jahrgang 2001 die besten Weine seiner Winzerkarriere vinifiziert!


348402 Vin de Pays de l’Hérault, blanc 2002 13,90 Euro
Einer der eigenständigsten, aber auch anspruchvollsten und schwierigst zu verstehenden Weißweine aus Frankreichs faszinierendem Süden mit oxydativem Charakter: Goldgelbe Farbe mit grünlichen Reflexen und einem zarten Kupferstich, der von der eher roten Schale der sehr reif gelesenen autochthonen Terret Gris-Traube, stammt, einer der ältesten Rebsorten des Languedoc. In der Nase florale und nussige Aromen, dazu Honiganklänge; am Gaumen ölig, körperreich, sehr dicht, konzentriert, ein sinnlicher Weißwein, in keinster Weise plump, wie so viele belanglose Weißweine aus dem Languedoc, da ausgestattet mit einer schönen Säurestruktur. Ein Charakterkopf für Liebhaber, zu genießen jetzt bis 2006.

[Barral, Vin de Pays de l’Hérault, blanc]



348101 Faugères, rouge 2001 11,80 Euro
Bereits Didiers „Basiscuvée”, der 2001er Faugères rouge, demonstriert eindrucksvoll das große Potential der Region und die Überlegenheit von handwerklich-biologischem Weinanbau gegenüber einem eher an industriellen Gepflogenheiten angepassten, weit verbreiteten konventionellen Weinbau. Die tief wurzelnden Reben, die über die gesamten warmen Sommermonate genügend Wasser im Boden vorfanden, verhalfen den Trauben ohne jeglichen Trockenstress zu einer perfekten physiologischen Reife mit optimaler Tanninstruktur. Kein Wunder, dass bereits diese verführerische Basiscuvée auf dem Niveau von Reserve-Qualitäten anderer renommierter Betriebe des Languedoc angesiedelt ist. Intensiv dunkelrote Cuvée (Syrah aus Lagen mit Nordausrichtung, verantwortlich für die kühle Stilistik, Grenache, Carignan und Cinsault), expressiver, sehr komplexer, seidiger Duft nach dunklen Beeren und feinen, verführerischen Gewürzen der Garrigue. Am Gaumen rote und blaue Früchte, charakteristisch für die neue Generation großer Weine aus dem Faugères, reichhaltig, sehr dicht, enorm viel Finesse für seine Preisklasse, fein strukturiert, harmonisch, bestens integrierte, cremige, seidene Tannine, schöner Nachhall, schmeichlerisch, Frucht und Schiefer vereinen sich harmonisch zu einem der herausragenden Weine der Region, sensationelles Preis-Genussverhältnis; zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2005 bis mindestens 2009.

[Barral, Faugères, rouge]



3481101 Faugères, rouge 2001 Magnum 24,50 Euro



348201 Faugères „Jadis”, rouge 2001 22,00 Euro
Dies ist eines der faszinierenden Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, von einer avantgardistischen Elite junger Winzer wie Didier meisterhaft vinifiziert. Heiß begehrt und nur in relativ geringer Menge verfügbar ist die Traumcuvée „Jadis”. Dieses imposante, hauptsächlich aus Syrah- und alten Carignanreben erzeugte Gewächs, dazu ein wenig Grenache und Cinsault, besitzt eine Farbe aus tiefstem dunklen Rot, beinahe ins Schwarze übergehend, mit purpurnen Reflexen am Rand, einen atemberaubenden, opulenten, Duft nach dunklen, hochreifen Beeren, eine faszinierende „wildaromatische”, zart tabakige Fruchtkonzentration und eine perfekt eingebundene Mineralität. Dieser grandiose Wein präsentiert sich am Gaumen sehr füllig, geradezu erotisch mit Schichten von komplexen Beerenaromen und nahezu burgundisch in der Frucht, gleitet fast zärtlich über die Zunge und kleidet eindrucksvoll, aber höchst harmonisch und balanciert, den gesamten Rachenraum mit seinen cremigen, zarten Tanninen aus. Ganz selten nur werden Sie Weine finden mit einem ähnlich grandiosen Tanninmanagement! Ausgebaut in unterschiedlichen Barriques der besten Tonneliers Frankreichs verkraftet dieser dichte und elegante Nektar aus dem Languedoc die 26monatige Holzlagerung mit spielerischer Leichtigkeit. Ein phantastisches Unikat von einem der talentiertesten Winzer Frankreichs; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis mindestes 2012.
Ein GRAND VIN DU TERROIR und für viele unserer Kunden einer ihrer Lieblingsweine aus dem französischen Süden!

[Barral, Faugères Jadis, rouge]



3482101 Faugères „Jadis“, rouge 2001 Magnum 45,00 Euro



348301 Faugères „Valinière”, VdT rouge 2001 39,50 Euro
Einer der gesuchtesten und rarsten Weine des Languedoc, da der 85% Anteil an sehr reif gelesenen Mourvèdretrauben (der Rest ist Syrah und in diesem Jahrgang Carignan) dem Wein einen extravaganten Charakter verleiht, der sich deutlich von dem der beiden anderen Barral-Weine abhebt. Diese Cuvée gehört seit dem 2000er Jahrgang zu einer Handvoll Weine aus dem gesamten Languedoc, die mich persönlich am meisten fasziniert haben. Zutiefst komplex in der Aromatik, dicht, konzentriert, fein gewoben, von atemberaubender Ausstrahlung! Uralte Rebstöcke bilden das Fundament für diesen fulminanten Wein, der zu den größten Gewächsen ganz Frankreichs gehört. In der Farbe präsentiert er sich mit einem satten tiefdunklen Rot, mit purpurroten Reflexen am Rand. Im Duft ist er zurzeit, unmittelbar nach der Abfüllung, wie stets, sehr verschlossen, da Mourvèdre-dominierte Weine einige Zeit brauchen, um sich zu entfalten.
Dennoch ist jeder Liebhaber großer autochthoner Weine sofort überwältigt von seiner phantastischen, ungemein komplexen Aromatik, ist wie vom Donner gerührt, ähnlich einem kleinen Kind, das zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit leuchtenden Augen einen funkelnden Weihnachtsbaum bewundert und bereit, sich nur dem Augenblick hingegeben, fast ehrfürchtig staunend. Am Gaumen präsentiert sich dieser atemberaubende Wein mit Kultstatus aufgrund seiner Mourvèdre-Typizität Faugères-untypisch (daher erhielt er, der Witz des Jahrhunderts, wie sein Vorgänger auch keine AOC-Zulassung, wurde zum Vin de Table degradiert und muss ohne Jahrgangsangabe verkauft werden – nur eine Ente mit zwei verschlosssen Eiern (Nullen) und einem dem Ei entschlüpfenden Kücken (für die Zahl 1) zieren das Etikett), erinnert in seiner Aromatik an große Bandols (von dort habe ich jedoch noch nie einen Wein dieser Klasse getrunken) und einen der größten, ebenfalls Mourvèdre-dominierten Weine aus Châteauneuf, Beaucastel, während die Seidigkeit, Cremigkeit und feine Struktur der Tannine großen Bordelaiser Gewächsen zumindest ebenbürtig ist. Ein reiner Extrakt, der minutenlang die Zunge betört, ein göttlicher Nektar, nur in winzigen Mengen erzeugt, ein Bio-Wein in Perfektion, Welklasse pur! Zu genießen frühestens ab Ende 2005 bis wohl nach 2020.

[Barral, Faugères Valinière, VdT rouge]



Domaine La Moussière – Sancerre

Sancerre war jahrelang außerordentlich „in” in unseren Landen, wurde jedoch von wahren Liebhabern großer Loireweine zumeist verächtlich über die Schultern angesehen; selten genug stand die zudem zumeist banale Primärfruchtaromatik dieser &Mac226;Modedroge’ in einem akzeptablen Verhältnis zum geforderten Preis. Mittlerweile ist die Karawane weiter gezogen, nach Sancerre kräht kaum noch ein Hahn – doch die Qualitäten einiger weniger Domainen werden immer spektakulärer. Ein Winzer ist es vor allem, dessen Weine die Herzen von Kennern – entgegen allen modischen Trends – höher schlagen lässt: Alphonse Mellot, „der Missionar”, wie er, Winzer in der 18. Generation, gerne in der Fachpresse tituliert wird, da er sich mit seiner ganzen Kraft und einem unermüdlichen Engagement, wie sonst niemand, für die qualitative Renaissance des Sancerre eingesetzt hat. Er praktiziert in seiner legendären Lage „La Moussière”, die sich in seinem Monopolbesitz befindet und die unstrittig als die beste der gesamten Region gilt, Weinbergsarbeit auf höchstem Niveau: Ein Sancerrewein von Alphonse Mellot verkörpert wie kein zweiter die perfekte Symbiose von Rebsorte und großartigem Terroir!


222102 Sancerre „La Moussière”, blanc 2002 16,90 Euro
Dieser traumhaft schöne Sancerre aus dem an der Loire sensationell großen Jahrgang 2002, einem der besten aller Zeiten, präsentiert sich mit einem expressiven, staubtrockenen, animierend feinen, frischen Duft nach Feuerstein, Cassis, weißem Holunder und Basilikum, eingebettet in faszinierend mineralischen und rauchige Noten. Am Gaumen die Säure präsent, aber bestens in die großartige Frucht integriert, auf der Zunge wiederum ungemein frisch, aber auch saftig und weich, enorm komplex, dicht, konzentriert, herrlich mineralisch geprägte Aromatik (hier ist nichts, aber auch rein gar nichts zu finden von den vordergründigen Primärfruchtaromen, die viele modische Sauvignons aus aller Welt nach dem ersten Glas als uniform und langweilig erscheinen lassen), große Tiefe, cremige, seidene Tannine – nicht nur – ein hervorragender Essensbegleiter; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis nach 2008. Einer der größten Sauvignon Blancs nicht nur von der Loire, sondern weltweit.

[La Moussière]



222200 Sancerre „Cuvée Edmond”, blanc 2000 35,00 Euro
Das Non-Plus-Ultra, was Frankreich an hervorragenden Sauvignons zu bieten hat: Im Barrique ausgebaute trockene, legendäre Cuvée von sehr spät geernteten Trauben, die von extrem alten Rebstöcken stammen, großartiger Stoff. Komplexes Bukett, unter einer herrlich klaren Mineralität Blütenaromen, Feuerstein, Kräuter, Cassis, Honig sowie eine leicht exotische Note. Im Mund dicht, üppig, stoffig, kaum Säure verspürbar, aber enorm viel Mineralität, diese trockene „Spätlese” müssen Sie unbedingt einmal getrunken haben, doch Vorsicht, Suchtgefahr!
Michel Bettane hat in seinem jährlich neu aufgelegten Standardwerk „Le Classement des meilleures vins de France 2002” , der „Bibel” der französischen Weinkritik, bereits den überwältigend schönen 99er „Edmond” mit der von ihm ganz selten vergebenen Höchstpunktzahl 10/10 Punkten belohnt, die er sonst fast nur an sündhaft teure Prestigeweine vergibt. Und sein Nachfolger ist von gleich hohem Niveau! Wo noch erhalten Sie einen solchen Weltklassewein zu diesem Preis? Zu genießen ab sofort bis nach 2010.

[La Moussière, Cuvée Edmond]




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann