Saarlouis, im September 2003

PINwand Nº 72


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand stellen wir Ihnen großartige Weine aus Spitzenjahrgängen in Frankreich und Deutschland vor.

Aus dem Languedoc präsentieren wir Ihnen unseren Rotwein des Jahres, eine Auszeichnung, die wir erst zum zweiten Mal überhaupt vergeben und - zum zweiten Mal hintereinander an den gleichen Wein. Bereits der 2000er Minervois „La Livinière”, rouge avancierte zu unserem erfolgreichsten Rotwein aller Zeiten, auch die Presse feierte ihn begeistert. Stellvertretend sei Paula Bosch genannt, Deutschlands renommierteste und sehr sympathische Sommelière („Tantris”, München), die diesen Wein in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung wärmstens empfahl:
„Aires Hautes zählt zur Elite der südfranzösischen Winzer, die Cuvée La Livinière aus Syrah, Grenache und Carignan zählt zweifellos zum Besten, was das Languedoc zu bieten hat. Ein Schmusewein ohne langweilige vordergründige Frucht, mit langem kraftvollem Finale. Eine einzige Verführung zum Weitertrinken.” Und ich gebe ihnen mein Wort, der frisch eingetroffene 2001er aus größerem Jahr ist nochmals etwas besser ausgefallen!

Weitere hervorragende Weine aus dem Languedoc kommen von der Domaine Saint Antonin, der neuen Nummer 1 aus dem Faugères (Kategorie Lieblingsweine!), und aus einem der besten Rhônejahrgänge aller Zeiten haben wir sowohl preiswerte Alltagsrotweine wie Spitzengewächse auf Weltklasseniveau von den Domainen Grande Cassagne, Giraud, Le Sang des Cailloux und La Soumade.

Liebhabern deutscher Rieslinge präsentieren wir exklusiv einen beispielhaft preiswerten Alltagswein von unserer Entdeckung des Jahres 2002, Dirk Würtz aus Rheinhessen, sowie herrliche Weine von Johannes Leitz aus dem Rheingau und Helmut Dönnhoff von der Nahe.

Kurzinformationen:

In der Pinwand 68 stellten wir Ihnen den ersten wirklich großen Rotwein vor, den unser Freund Marc Kreydenweiss, elsässischer Weltklassewinzer, an der Rhône vinifiziert hat, sich damit einen Lebenstraum erfüllend. Mit 12,5% Alkohol kein Monsterwein, stattdessen ein großartiger, ungemein leckerer Trinkspaß zum puren Genuss, ein schmeichelndes, weiches, ja feminines Gewächs, ein herausragender Vertreter des neuen Stils von Weinen, die mehr durch Eleganz und Finesse brillieren statt durch schiere Kraft und Konzentration. Im neuen FEINSCHMECKER 9/2003 wird genau dieser große Wein zu äußerst fairem Preis als Empfehlung gefeiert. Wir zitieren:

„Rhône-Roter für herbstliche Menüs: Marc Kreydenweiss gehört schon seit gut zwanzig Jahren zu den sympathischsten Botschaftern der Elsässer Weine... In der Gegend der Costières de Nîmes, eine halbe Stunde Autofahrt von Châteauneuf-du-Pape entfernt, erwarb er 1999 eine Domaine auf Kieselböden, ...25 Jahre stehen die jüngsten Reben hier schon, die ältesten 70. Alles, was einem solchen Gut fehlte, ist etwas Prestige – und ein visionärer Patron.
Mit „Ansata” 2001 stellt Kreydenweiss den ersten Grand Vin seines Engagements als Rhône-Ranger vor. Die Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot wurde 14 Monate in Barriques ausgebaut. Doch der Wein ist alles andere als das, was man landläufig einen Barriquewein nennt.
Im Bukett ist der Holzeinsatz nur diskret zu erkennen, es dominieren mineralisch unterlegte Kirschnoten und eine an frisches Basilikum erinnernde Würze. Den Gaumen regiert Finesse. Samtenes Tannin erzeugt einen geschmeidigen Fluss, dem es nicht wie vielen modisch weichen Weine an Bündelung mangelt. Der Abgang beginnt mit einem Akzent jugendlicher Herbe, dann hallt differenzierte, unaufdringliche Frucht nach.
Dieser Rote ist ein Allrounder für alle herbstlichen Spezialitäten, seien es Pilze, sei es Wild. In der Karaffe verfeinert er sich von Stunde zu Stunde und in der angebrochenen Flasche entwickelt er sich über zwei Tage.” Soweit Ulrich Sauter, verantwortlich für die Weinproben des FEINSCHMECKER.

304301 „Ansata”, VdP des Côteaux Flaviens, Vallée du Rhône, rouge 2001 12,50 Euro

Leider ausverkauft!

Pinard de Picard in eigener Sache:

Ab sofort trennen wir uns vom Weinbistro Archipenko in Saarbrücken. Nur, was man selbst verantwortlich leitet, kann man so führen, wie man es für richtig hält. Da es hierüber beträchtliche Auffassungsunterschiede gab, ziehen wir uns gemeinsam mit unserem Partner, dem Hotel Domicil Leidinger, aus dem Projekt zurück.

FRANKREICH

Domaine Saint Antonin – Faugères

Faugères ist ein wildromantisches, dünn besiedeltes, waldreiches Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt. Die Weinberge befinden sich zumeist auf relativ hohen Hügeln mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer Dichte und Konzentration sowie ihrer außerordentlichen Eleganz und großartigen Finesse hoch gerühmt werden.
Das die Weine der Region prägende Schiefergestein sorgt für deren ureigene, unverwechselbare Identität, eine äußerst rare Komplexität und eine expressive Aromatik. Bei den besten Winzern der Region sind diese hocharomatischen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich so wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler „gemachter“ Weine hervorheben und von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werden.
Und setzte gut 20 Jahre lang Michel Louison, Eigner des berühmten Château Estanilles, die Maßstäbe für die herausragenden Weine der Region, so sind meine französischen Winzerfreunde, die uns dieses große Talent eindringlich ans Herz legten, der festen Überzeugung, der aus Montpellier stammende Frédéric Albaret sei der neue ungekrönte König des Faugères. Und da auch wir der Ansicht sind, dass in der Tat eine Wachablösung stattgefunden hat und Frédéric, zusammen wohl mit Didier Barral, die neue Nummer 1 dieser großartigen Appellation ist, freuen wir uns sehr, Ihnen heute die großartigen Weine dieses so innovativen Winzers aus dem Jahrhundertjahrgang 2001 anbieten zu können.

Was ist das Geheimnis von Frédérics kometenhaftem Aufstieg? Anfang der 90er Jahre war dieses moderne Märchen noch nicht abzusehen, verdingte sich Frédéric doch nach seinem Önologiestudium in Montpellier zunächst in bester handwerklicher Tradition in ausgesuchten Weingütern des Languedoc und in Châteauneuf-du-Pape, um bei den Großen seiner Zunft zu lernen. 1995 bot sich ihm urplötzlich die Chance, in den Weinbergshügeln um das verschlafene Dörfchen Lentheric im Herzen der Appellation, dort, wo sich die besten schwarzen Schieferlagen der Region befinden, einige Hektar erstklassigen Terroirs, identisch mit dem von Estanilles, zu erwerben, dessen Mineralität die Typizität großer Weine aus Faugères auf das Vortrefflichste widerspiegelt und die in Verbindung mit einem wunderschönen delikaten Spiel auf der Zunge und einer einzigartigen Finesse verantwortlich ist für ihren herausragenden Rang unter allen Weinen des Languedoc.

Als ich im März letzten Jahres die Domaine Saint Antonin erstmals besuchte, hatte Frédéric gerade seine neuen, kühlen Kellergebäude in Betrieb genommen, aber in der Vinifizierung liegt eigentlich nicht das Geheimnis dieser großen langlebigen Weine aus einer schönen Landschaft. Nein, es ist wie bei allen begnadeten Winzern der Welt. Der Ursprung dieser phantastischen Qualitäten, die noch zu so überaus fairen Preisen zu erwerben sind, liegt primär im großen Terroir des Weinbergs.
Dies wird jedem Besucher sofort bewusst, der Frédérics äußerst gepflegte Parzellen auf den traumhaft schön gelegenen Hügeln (die permanent von einem zarten Wind bestrichen werden, der für kerngesundes Lesegut sorgt) mit denen seiner Nachbarn vergleicht: bestens bearbeitete, karge Böden, in harter Handarbeit aufgelockert, ein immenses Blattwerk, an Spalieren hochgezogen, ein naturnaher Anbau und tief wurzelnde Reben, die sich ihren Weg durch den Schiefer erkämpfen müssen, um tief in der Erde in den heißen, trockenen Sommern weitab von feuchten Winden des Meeres genügend Wasser zu finden.
Infolge einer Exposition der Parzellen, die ähnlich denen von Trévallon nicht nach Süden ausgerichtet ist, erntet Frédéric für südfranzösische Verhältnisse sehr spät, Ende September, Anfang Oktober, da dann erst die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben. Neben den Schieferböden sorgt diese lange Vegetationsperiode für dieses deutliche Mehr an Finesse und Eleganz in den fertigen Weinen und eben eine perfekte Reife, die aber, Frédérics zentrales Anliegen, nicht in Überreife umschlagen darf: Marmelade mag er nur auf dem Baguette, aber niemals im Wein!

Weitere Qualitätsfaktoren sind eine penible, äußerst selektive Handlese und anschließend eine schonende Vinifikation im Keller, in der vorwiegend mit Hilfe der Schwerkraft gearbeitet wird.
Das Resultat: Ultrafeine, finessenreiche Weine der neuen Generation, wie sie erst von einer kleinen Avantgarde qualitätsbesessener junger Winzer im Languedoc vinifiziert werden. In Frankreich unter Insidern bereits zu den großen Stars des Languedoc gezählt, in Deutschland noch eher ein Geheimtipp, muss Frédéric seit dem 99er Jahrgang seine Ernte strikt zuteilen. Wir waren rechtzeitig vor Ort, konnten uns eine große Partie seines herausragenden 2000ers sichern, die sehr schnell abverkauft waren und bieten Ihnen jetzt den sensationellen Jahrgang 2001 an, Frédérics bisher besten.
Warum ist dem so? Nun, generell war der Jahrgang 2001 im Languedoc „besser noch als 2000”, so die renommierte REVUE DU VIN DE FRANCE. Aber noch entscheidender war wohl, dass Frédéric erstmals die gesamte Vinifizierung und den Ausbau der Weine in seinen optimal klimatisierten unterirdischen Kelleranlagen durchführen konnte und dass er genügend gebrauchte Barriques zur Verfügung hatte – im Vorjahr arbeitete er fast nur mit neuen Barriques, so dass der Holzeinsatz vielleicht noch eine Spur zu stark war –, so dass seine Weine jetzt noch eleganter, noch finessenreicher, ja nobel und aristokratisch geworden sind.
Das sind Bilderbuchweine des französischen Südens, das ist Terroir pur, das eindeutig den Rebsortencharakter dominiert, sehr rar und von phantastischer Qualität. Château Saint Antonin ist eine der schönsten Bereicherungen unseres Programms der letzten Jahre und der „Les Magnoux“ gehört zu meinen persönlichen LIEBLINGSWEINEN!


302101 Faugères, rouge 2001 8,90 Euro

Intensiv dunkelrote Cuvée (Grenache, Carignan, Cinsault und Syrah), expressiver Duft nach den verführerischen Gewürzen der Garrigue, Heidelbeeren und ein wenig Lakritze. Am Gaumen rote und blaue Früchte und eine feine Mineralität, charakteristisch für die großen Weine aus Faugères, reichhaltig, üppig, sehr dicht, fein strukturiert, bemerkenswerte Frische, hervorragende Balance, bestens integrierte Tannine, traumhafte Eleganz und Finesse, schöner Nachhall, schmeichlerisch, sensationelles Preis-Genussverhältnis, das selbst für den französischen Süden fast einzigartig ist; zu genießen ab sofort (Dekantieren!), Höhepunkt 2004 bis 2008.

Leider ausverkauft!

302201 „Les Magnoux”, rouge 2001 13,50 Euro

Dies ist eines der Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, zwar enorm dicht und mit einer grandiosen Tiefe versehen, aber kein Extraktionsmonster mit Muskeln und überbordendem Eichenholz, stattdessen mit einer vor kurzem noch unvorstellbaren Eleganz und Finesse ausgestattet, der neue Maßstäbe setzt (nicht nur) für das Faugères und an dem sich alle anderen großen Weine des Languedoc messen lassen müssen.
Tiefdunkel steht dieser Weinriese (Syrah, hochreife Mourvèdre und ein wenig Carignan, z.T. im neuen, bereits jetzt kaum vernehmlichen Holz ausgebaut) im Glas, in der Nase komplexe, verführerische Beerenaromen (Cassis!), dazu extrem feine, würzige Anklänge, die expressive Frucht betört ungemein einschmeichelnd den ganzen Gaumen, hüllt ihn ein mit einem samtenen Tuch, verweilt, man will nicht mehr loslassen, das ist Faszination pur!
Dieser großartige Wein löst mit seiner seidigen Fülle wohlige Schauer aus, wenn er über die Zunge läuft, ein herrlich runder, harmonischer, delikater Wein, mit einer faszinierenden Frische und Kühle in den seidigen, samtenen Gerbstoffen, mit zartem Schmelz, Geschliffenheit und subtiler Mineralität, ein wahrer Geniestreich von Frédéric, Terroir pur und von extremer Qualität: WeinGENUSS in Vollendung. Es fällt schwer, stilistische Vergleiche zu finden für dieses Weinunikat, er vereint in sich die noble Kühle eines großen Syrah der nördlichen Rhône mit der Eleganz und Finesse eines aristokratischen Bordelaiser Gewächses, Bravissimo!
Nach mehrstündigem Dekantieren bereits ab sofort schön zu trinken, Höhepunkt etwa 2005 bis mindestens 2012.

Leider ausverkauft!

Domaine Aires Hautes – Minervois

„Das Minervois hat vielleicht auf lange Sicht das beste Potential aller Appellationen im Gebiet Languedoc-Roussillon” (Robert M. Parker) und geradezu kometenhaft katapultierte sich in den letzten beiden Jahren unsere spektakuläre letztjährige Neuaufnahme nicht nur an die Spitze des Minervois, sondern stieg auf in die kleine Eliteklasse der südfranzösischen Domainen überhaupt:
Die Fachpresse ist seither voll des Lobes sowohl für die Weiß- als auch die Rotweine dieses bemerkenswerten Weingutes. Die besten Weingärten im Herzen des Minervois liegen relativ hoch auf sanften, nach Süden ausgerichteten Hängen (viel Steine, nur wenig Bodenauflage) in „La Livinière” am Fuße der Montagne Noir, welche vor atlantischen Tiefausläufern schützen, gleichzeitig aber in der Nacht frische, ja kühle Luftmassen von den Bergkämmen zu den Weinbergen führen, die extreme Temperaturunterschiede bedingen (entscheidend für die Komplexität der Weine), denn am Tage findet sich in dieser Subregion das heißeste Mikroklima des gesamten Languedoc mit extrem wenig Niederschlägen.
Der vegetative Zyklus dauert relativ lange von Anfang April bis Mitte Oktober und gewährleistet so einen idealen Reifeprozess. Das dominierende Terroir in „La Livinière” besteht aus harten Kieselsteinen und Löss. Die geringe natürliche Fruchtbarkeit dieses Bodens verbindet sich mit seiner wenig ausgeprägten Fähigkeit, Wasser zu speichern, so dass die Erträge schon von Natur aus gering ausfallen.

Die Brüder Eric und Gilles Chabbert sind die Eigner des wohl größten Kleinods in dieser privilegierten Region, der Domaine Aires Hautes. Gilles, der für die nach biologischen Methoden praktizierte Weinbereitung zuständig ist, betont immer wieder, dass er sich als „Handwerker” (artisan) versteht, der mit dem Geschenk der Natur, den privilegierten Weingärten, behutsam umzugehen versucht. Gilles ist wohl ein vinologisches Naturtalent. Er hat zwar eine Landwirtschaftsschule besucht, die ihm aber seiner Meinung nach zur Erzeugung wirklicher Spitzenweine nur wenig gebracht hat. Entscheidend für ihn waren vielmehr die unzähligen Stunden gemeinsamer Diskussionen mit gleich gesinnten jungen Winzern des Languedoc und die Literatur zur Produktion biologischer Weine, die er geradezu verschlang.
Angewandt auf die Praxis heißt dies: starker Rückschnitt der Stöcke, hohe Rankhilfen, die eine optimale Sonneneinstrahlung und ein enormes Wachsen des Blattwerkes (hohe physiologische Reife der Trauben) gewährleisten, rein organische Stoffe pflanzlicher Herkunft zur Düngung der extrem ärmlichen Böden, intensive Bodenbearbeitung und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem zur Vermeidung von sommerlichem Trockenstress, manuelle Lese sehr reifer Trauben und rigorose Selektion.
All diese Maßnahmen lassen die wirklich großen Weine zuallererst im Weinberg wachsen, im Keller wird nur noch behutsam (im gekonnt oxidativen Stil) vinifiziert. So entstehen dichte, tiefgründige, elegante biologisch erzeugte Weine mit einer ausladenden Frucht und von beeindruckender Balance und Klarheit: Die Domaine Aires Hautes gehört unzweifelhaft zur Elite der Weingüter des Languedoc!

Im traumhaften Jahrgang 2001 („besser noch als 2000” REVUE DU VIN DE FRANCE) hat Eric das berühmte i-Tüpfelchen auf seine hohen Qualitäten gesetzt. Im letzten Jahr empfahlen wir Ihnen bereits eine wunderbar leckere, preis„werte”, verführerisch duftende Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan aus den besten Parzellen des Minervois als unseren „Wein des Jahres 2000 im Languedoc”: den Minervois „La Livinière”, rouge 2000.
Die Resonanz war überwältigend. Begeisterte Kunden gaben euphorische Rückmeldungen und der Wein erhielt schönste Kritiken in der Presse. Als Beispiel sei hier nur angeführt Paula Bosch, Deutschlands nicht nur bekannteste, sondern auch renommierteste und sehr sympathische Sommelière („Tantris”, München). Sie würdigte diesen Wein in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung:
„Aires Hautes zählt zur Elite der südfranzösischen Winzer, die Cuvée La Livinière aus Syrah, Grenache und Carignan zählt zweifellos zum Besten, was das Languedoc zu bieten hat. Eingelegte rote und blaue Beeren, reife Fruchtnoten, Rumtopf, kandierte Früchte, orientalische Würze, Lakritz, dunkle Schokoladentöne. Im Gaumen opulente Reife, weiche Tannine, die ihresgleichen suchen. Perfekte Balance von Frucht, Körper, Tannin, Säure und Extrakt.
Ein Schmusewein ohne langweilige vordergründige Frucht, mit langem kraftvollem Finale. Eine einzige Verführung zum Weitertrinken.”
Und ich gebe Ihnen mein Wort: Der 2001er ist noch einmal eine Spur besser, noch dichter, noch komplexer, noch mehr verführerische Frucht, und das zum gleich sympathischen Preis! Die Konsequenz: Wir vergeben erst zum zweiten Mal die Auszeichnung “Wein des Jahres im Languedoc”, und das an den gleichen Wein. Herzlichen Glückwunsch, Gilles.


301401 Minervois, rouge 2001 6,90 Euro

Tiefdunkles dichtes Rot, in der Nase verschwenderische Aromen von vollreifen schwarzen Beeren, Oliven, weißem Pfeffer und verführerischer Amarena Kirsche, im Mund gesellt sich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer hinzu, der Wein präsentiert sich weich, harmonisch und feingliedrig, die seidenen Gerbstoffe kaum vernehmlich, leicht gekühlt auch ein faszinierender Rotwein für den Sommer, ansonsten ein wunderschöner Alltagsrotwein für unglaublich wenig Geld. Rebsorten: Syrah, Grenache, Carignan und Cinsault; jetzt bis 2006

Leider ausverkauft!

301501 Malbec, rouge 2001 7,20 Euro

Ein gleich überragendes Preis-Genussverhältnis bietet dieser neu eingetroffene verführerische, rebsortenreine Malbec, dessen Jahrgangsvorgänger bereits in „Alles über Wein” 6/02 im großen Report über die Weine des Languedoc zu den besten Schnäppchen der gesamten Region gezählt wurde. Extrem dichtes, tiefes Rot mit purpurnen Reflexen, animierender Duft von sehr reif geernteten Brombeeren, geröstetem Kaffee und Veilchen, dazu ganz zarte Wildanklänge, im Mund sehr saftig, dicht, schmelzig, „warme Aromen”, reife Frucht, wunderbar weich am Gaumen, viel Fülle und Fruchtextrakt, dabei elegant und lang anhaltend, schöne Struktur, Aromen von Amarone im schmeichlerischen Abgang.
Vergessen Sie alles, was Sie bisher an unzugänglichen Malbec-Weinen aus anderen Regionen getrunken haben, dieser Wein bereitet trotz noch präsenter, jedoch weicher Tannine ab sofort hohen Genuss und ist ein idealer Begleiter zu Wildgerichten. Am zweiten Tag präsentiert er sich am schönsten, noch eleganter, harmonischer, weicher als unmittelbar nach der Öffnung, mit einer subtilen Aromatik. Extrem gutes Preis-Genussverhältnis; Potential bis mindestens 2006.

Leider ausverkauft!

301601 Minervois „La Livinière”, rouge 2001 9,90 Euro

Vom ersten Probeschluck im Fasse an, als der Wein noch sanft vor sich hinreifte, hegte ich die Hoffnung, dass der 2001er noch einen Wimpernschlag besser sein würde als sein Vorgänger – und die Erwartung trog nicht. In diesem phantastischen Jahr für die Syrahtraube hat sich Gilles selbst übertroffen:
Dieser sensationell schöne Wein präsentiert sich tiefdunkel, fast schwarz in der Farbe mit purpurnen Reflexen am Rand, noch expressiver in der Aromatik, noch etwas dichter und tiefer am Gaumen als in 2000, aber – er ist zum gleich sympathischen Preis zu erwerben.
Eric und sein Bruder Gilles, der die Geschäfte leitet, haben ebenfalls verstanden. Sie, die sie nie die Wurzeln ihrer bäuerlichen Herkunft vergessen haben, sie, bei denen Gastfreundschaft keine leere Worthülse ist, sondern unvergessliche Abende mit himmlischen leiblichen Genüssen und intensiven Gesprächen bedeutet, haben wirklich begriffen:
Das Languedoc darf niemals seinen einzigartigen Vorsprung verlieren, der diese von ihren so unterschiedlichen, aber jeweils erstklassigen Böden und ihrem privilegierten Klima gesegnete Region in den letzten Jahren zu einem weltweit einzigartigen El Dorado für preisbewusste Weinliebhaber hat werden lassen: herausragende Terroirweine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis zu produzieren, was ihren legendären Ruf bei Liebhabern in aller Welt vor nunmehr mehr als einem Jahrzehnt begründet hat.
Diese verführerisch duftende Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan besitzt ausladende, komplexe Aromen nach reifen Beeren (Heidelbeeren und Cassis), feinen orientalischen Gewürzen, Oliven, Pfeffer, Kakao und noblen Schokoladentönen. Am Gaumen eine erstklassige Struktur, eine opulente Reife sowie eine eher kühle, expressive Aromatik; dicht und füllig schmiegt sich die reife Frucht bis in den letzten Winkel der Mundhöhle, anhaltend, sehr weich, cremig; hinzu kommt eine für einen Languedocwein wunderbare Frische infolge perfekt eingebundener Säure, enorm viel Nachhall, die rassigen, reifen Gerbstoffe bestens integriert, dazu eine perfekte Balance von Frucht, Körper, Tannin, Säure und Extrakt, wiederum ein Schmusewein und ein phantastischer Essensbegleiter;
bereits jetzt ein schmeichlerischer Hochgenuss, Höhepunkt 2005 bis 2010.

Leider ausverkauft!

Château Grande Cassagne – Costières de Nîmes

In einer privilegierten Zone der sonnendurchfluteten Region Costières de Nîmes liegt auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, die alte, bereits 1887 gegründete Familiendomaine Grande Cassagne, sicherlich der Shootingstar dieser boomenden Region, die heute von den beiden jungen, dynamischen Brüdern Dardé geleitet wird und die von der Fachpresse binnen kürzester Zeit mit Elogen überhäuft wurde.
So zählte Parker ihre Weine bereits mehrfach zur die Kategorie „Best Buys”. Größter Schatz der Domaine sind die privilegierten Lagen, die noch unter dem Einfluss des vom Meer wehenden Windes liegen, so dass die alten Reben, die zudem sehr tief wurzeln, auch in heißen Sommern keinen Trockenstress erleiden müssen.

Die traditionell, ohne Barriqueeinsatz, aber mit Hilfe der Mikrooxydation vinifizierten exzellenten Alltagsweine dieses ambitionierten Weingutes bieten ein Maximum an Extrakt und ungewöhnlich feine Tannine sowie ein wahrlich seltenes Preis-Genussverhältnis. Jahr für Jahr steigen die Qualitäten an, man merkt, dass das sympathische Brüderpaar seit der Übernahme des Gutes 1993 viel gelernt hat, die besonderen mikroklimatischen Bedingungen der erstklassigen Lagen jetzt noch besser versteht und die Kellerarbeit perfektionierte. „Great values” („exzellente Qualität zu kleinen Preisen”) meint Parker – und er hat Recht!


135101 Cuvée „La Civette”, rouge 2001 5,90 Euro

„Dieser sensationelle Wein” (89 Punkte, so Robert M. Parker zum in der Stilistik sehr ähnlichen 2000er), eine Cuvée aus gleichen Anteilen Grenache und Syrah, besitzt eine immens rubinrote Farbe und zart würzige sowie süßliche Aromen von reifen Schwarzbeeren und Cassis, gemahlenem schwarzem Pfeffer, Kräuter der Garrigue und Likör. Am Gaumen wunderschön dicht, füllig, harmonisch, enorm viel reife Frucht (Schwarzbeeren), aber auch eine wohltuende Frische, kernige Struktur, wildaromatische Stilistik, sanfte, weiche Tannine, herrlicher Essensbegleiter, sagenhaft preisgünstig. Ich habe auf meinen zahlreichen Verkostungsreisen viele hochpreisige Cuvées von so genannten Spitzendomainen der südlichen Rhône verkostet, die diesem eigenständigen Wein bei weitem das Wasser nicht reichen können!
Zu genießen jetzt bis 2008.

Leider ausverkauft!

135201 Cuvée „Les Rameaux”, rouge 2001 7,50 Euro

Tiefdunkle, syrahdominierte Cuvée: Wilde, üppige Waldbeeraromen, duftende Kräuter der Garrigue und schwarze Kirschen dominieren diesen wunderschönen, charaktervollen, terroirgeprägten Wein, der am Gaumen ungemein kraftvoll wirkt, voluminös und saftig, wiederum enorm viel Beerenaromen, etwas weicher, runder, eleganter als der „Civette”. Ein kerniger, tiefer Rotwein, der sehr an traditionelle Châteauneuf-du-Pape-Weine erinnert und der ideal zu den Gerichten des Herbstes und Winters mundet, zu Schmorgerichten mit Rotkohl, gebratener Ente und kräftigen Käsen; zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.

Leider ausverkauft!

135301 Cuvée „Hippolyte”, rouge 2001 9,95 Euro

Die Cuvée „Hippolyte” wird nur in ganz großen Jahren abgefüllt. Dieser 90%ige Syrahwein besitzt eine fast schwarze Farbe, ein explosives, von hoher Reife geprägtes Bukett und ein expressives Aroma mit Anklängen an wilde Beeren. Satt, dicht und konzentriert betört dieser außergewöhnliche Wein den Gaumen, konzentrierter, reichhaltiger und eleganter noch als die beiden Basiscuvées, seidene Tannine, lang anhaltend;
zu genießen ab sofort, bitte Dekantieren, Höhepunkt Ende 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!

Domaine Giraud – Châteauneuf-du-Pape

Der Jahrgang 2001 ist in Châteauneuf-du-Pape einer der 3 besten der letzten 25 Jahre, doch das wissen Sie als Kenner und Liebhaber der großartigen Gewächse aus dieser renommierten Region schon lange. Vielleicht waren Sie in den letzten Monaten aber nicht besonders erfreut darüber, dass, infolge der völlig zu Recht erfolgten hohen Parkerbewertungen, einige der Spitzencuvées preislich mehr oder weniger stark angezogen haben.
Infolge eines Insidertipps haben wir jedoch eine enorm preisgünstige Domaine gefunden, die 2000 erstmals mit grandiosen Qualitäten auf sich aufmerksam machte (und viele von Ihnen haben diesen Jahrgang aufgrund unserer Empfehlung bereits im Keller liegen) und die selbst eingefleischten und bestens informierten Kennern in Frankreich wie in Deutschland noch fast gänzlich unbekannt war. Das ändert sich jedoch gerade in Frankreich grundlegend, da die „Revue du vin de France” in ihrer Bewertung des 2001er Jahrgangs den im Vergleich zum 2000er noch einmal komplexeren und konzentrierteren 2001er „Les Gallimardes” als einen der drei besten der Appellation bewertet, eine Beurteilung, die in Frankreich wie eine Bombe eingeschlagen hat.
Die Spitzencuvées der Domaine sind in der Tat sicherlich mit die feinsten und finessenreichsten Weine, die in der liebenswerten alten Papststadt erzeugt werden. Doch warum hat man in der Vergangenheit nichts von diesem Gut gehört und warum sind die Preise für unsere heute präsentierten Spitzencuvées angesichts ihrer phantastischen Qualitäten noch so erstaunlich günstig?

Am Alter der Domaine kann es nicht liegen, denn bereits 1540 hat die Familie Guiraud-Marcoux mit dem Weinbau in Châteauneuf begonnen. Doch anders als der Familienzweig „Marcoux”, der bereits seit einiger Zeit mit spektakulären Weinen aufhorchen lässt, hat der leutselige ehemalige Rugby-Spieler Pierre Giraud erst mit dem Jahrgang 1998 einen eigenen Wein abgefüllt, vorher lieferte er über Jahrzehnte sein ausgezeichnetes Traubenmaterial an Négociants und Kellereien.
Auslöser dieses Aufbruchs waren sein Sohn Francois und seine Tochter Marie, die in Montpellier Önologie studiert haben, und nun in das Unternehmen einstiegen, das feste Ziel vor Augen, die Domaine schnellstmöglich in die kleine Elite der besten Weingüter dieser privilegierten Appellation zu führen. Hilfe fanden sie dabei beim Önologen Philippe Cambié, der unter anderem mit großem Erfolg die weltberühmten Güter Pégau, Les Cailloux, Clos du Caillou und Vieux Télégraphe berät.
Umstieg auf biodynamischen Anbau, extrem sorgfältige Bodenbearbeitung in den herausragenden Weinbergslagen in unmittelbarer Nachbarschaft von Rayas, in La Crau und bei Beaucastel, schonende Kellerarbeit mit modernen Inoxbehältern und sorgfältig ausgesuchten Barriques bester Tonneliers:
Mit diesen Parametern katapultierten sie sich bereits mit ihrem zweiten Jahrgang, dem großartigen 2000er, und erst recht mit dem sensationell schönen 2001er in die Spitzengruppe von Châteauneuf-du-Pape und setzten das riesige Potential der 60 - 100 Jahre alten Rebstöcke in eine berauschende Weinqualität um, ohne dass bereits die internationalen Weinjournalisten dieses Kleinod aufspürten oder angemessen gewürdigt hätten (außer mal wieder Parker, der gerade dabei ist, sich für dieses Gut zu begeistern), ein Fakt, der den ungemein fairen Preis dieses Weins erklären hilft.

Die Spitzencuvées unterscheiden sich von vielen anderen Châteauneufs durch eine fast burgundisch anmutende Feinheit und Eleganz, wohl die Folge des behutsamen Ausbaus in neuen Barriques bester Provenienz, begleitet von einer enormen Fruchttiefe, einer schnörkellosen Struktur, einer großen Klarheit und einer schmeckbaren Reife der streng selektierten Trauben.


166101 Châteauneuf-du-Pape „Les Gallimardes”, rouge 2001 26,00 Euro

„Diese sensationelle 2001er Cuvée” (Parker) ist überwiegend vinifiziert aus erstklassigem Traubenmaterial von über 80 Jahre alten Grenachereben, dazu 25% Syrah und 5% Mourvèdre.
Auch dieser Spitzenwein, von der „Revue du vin de France” in ihrer Bewertung des 2001er Jahrgangs als einer der drei besten der gesamten Appellation beurteilt (was mir, bei aller Klasse des Weines, allerdings zu hoch gegriffen erscheint), entspricht der Philosophie von Marie und Francois Giraud, dass der fertige Wein vor allem die großartige Qualität des Terroirs widerzuspiegeln hat und ist wiederum geprägt durch eine burgundisch anmutende, puristische Eleganz und Finesse, unter Verzicht auf jegliche Überreifearomatik.
Zart exotisch in der opulenten Textur, mit markanter, feiner Kräuterwürze und dem Duft von Kirsche, schwarzen Beeren, Pfeffer, geröstetem Brot und orientalischen Gewürzen ausgestattet, beeindruckt dieser kühle Riese aber nicht nur mit Extraktion oder schierer Kraft, sondern mit einer famosen Balance von Feinheit und Tiefe, von Spiel und Konzentration, ohne den leisesten Hauch von Rustikalität.
Am Gaumen eine faszinierende Eleganz, Noblesse und Geschmeidigkeit, ein traumhaft ausgewogener, harmonischer Wein mit einem mächtigen, aber edlen Tanningerüst, das noch Jahre braucht, um vollständig abzuschmelzen und einem lang anhaltenden, würzigen Abgang; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis mindestens 2015.

Leider ausverkauft!

166201 Châteauneuf-du-Pape „Les Grenache de Pierres”, rouge 2001 34,00 Euro

„Ein weiterer großer Erfolg” (Parker) ist dieser reinsortige Grenachewein von alten Reben sehr unterschiedlichen Terroirs, das zur phantastischen Komplexität des Weines entscheidend beiträgt. Ungemein expressives Bukett von süßem Kirschlikör, wild wachsendem Thymian, kleinen aromatischen Walderdbeeren, Lakritze, vollreifen Schwarzbeeren und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer.
Am Gaumen herrlich saftig, dicht, füllig und weich, ein Trinkvergnügen par excellence, Finesse und Eleganz pur, die seidenen, süßlichen Tannine perfekt eingebunden in ein Meer von saftigem, „wildem” Fruchtextrakt, lang anhaltend.
Ein klassischer großer Châteauneuf, ohne jeglichen Barriqueeinsatz, der nur in wenigen großen Jahrgängen produzierbar ist und der überzeugend Parkers Urteil demonstriert, dass „der Jahrgang 2001 den Durchbruch der Domaine Giraud zu wahrlich exzeptionellen Weinen darstellt.”
Das ist der Stoff, aus dem die Träume von Liebhabern der bisweilen so zickigen Grenacherebe vinifiziert werden, man möchte eintauchen in den süchtig machenden Saft- und Fruchtextrakt dieses tollen Châteauneuf-du-Pape aus ganz großem Jahr;
zu genießen ab sofort bis wenigstens 2015.

Leider ausverkauft!

Domaine Le Sang des Cailloux – Vacqueyras

Obwohl die Appellation Vacqueyras, gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft von Gigondas und der malerischen Felsenformation „Dentelles de Montmirail”, seit 1990 innerhalb der Rhôneappellationen die gleiche Rangstufe bekleidet wie Châteauneuf-du-Pape, haben mich die dort produzierten Weine aufgrund ihrer Rustikalität und ihres Mangels an Finesse und Komplexität nie sonderlich begeistern können. Doch dies hat sich im Laufe der letzten 3 Jahre radikal geändert; insbesondere waren es die in Deutschland noch weitgehend unbekannten Weine der Domaine Le Sang des Cailloux (wörtlich übersetzt: „Das Blut der Steine”, was bereits alles besagt über die Zusammensetzung und die außerordentliche Qualität des aus Lehm-Kalkstein und roten Geröllkieselsteinen bestehenden Terroirs auf einer Hochebene inmitten der Garrigue), die mich unter Preis-Genussgesichtspunkten sprachlos werden ließen.

Ein Liebhaber und Kenner von Rhôneweinen par excellence legte mir dieses Gut im Herbst vorletzten Jahres eindringlich ans Herz und brachte mir Probeflaschen zum Degustieren mit, die mich derart faszinierten, dass ich mich ein paar Tage später ins Auto setzte und an die südliche Rhône reiste, denn diese Domaine gehört unbedingt ins Portefeuille von Pinard de Picard!
Und, wie geahnt, wir taten gut damit, uns sofort um den Import dieser Weine zu bemühen. Nicht nur, dass mittlerweile in einer großen Rhônedegustation der Jahrgänge 98/99 in „Alles über Wein” (6/2001), in der auch die besten Châteauneuf-Güter getestet wurden, die 99er Cuvée Doucinello (in 2000 Azalais genannt, in 2001 Floureto, immer abwechselnd nach den provenzalischen Namen der Winzertöchter) die zweithöchste! Bewertung (ein halber Punkt weniger als der 98er Beaucastel) aller Spitzenweine erhielt.
Auch Parker, der ebenfalls im September die Rhône bereiste, wurde auf dieses Gut aufmerksam und urteilt begeistert, dass „dieser neue Superstar von Vacqueyras das höchste Niveau der Appellation besitzt und mit den besten Weinen von Gigondas und Châteauneuf verglichen werden kann, allerdings zu einem Drittel des Preises, ‘these are exeptional wine values’”.
Frankreichs renommierteste Weinfachzeitschrift, die REVUE DU VIN DE FRANCE, zeichnete die Domaine im Sonderheft „Millésime 2000” als einzige an der südlichen Rhône mit dem begehrten Prädikat „Coup de Coeur 2000” (Lieblingswein) aus und listet in ihrer Ausgabe Juli/August 2003 das Gut in ihrer inoffiziellen Klassifizierung der 144 BESTEN mediterranen Crus mit den Worten: „Hier zeigen sich die Vacqueyras dicht, körperreich und tief. Die letzten Jahrgänge sind die besten, die jemals auf der Domaine produziert wurden”.
Sie können sich sicherlich vorstellen, wie die Händler in aller Welt auf diese Bewertung reagieren, doch wir haben vorgesorgt und können Ihnen von jedem Jahrgang eine große, hoffentlich alle Nachfrage befriedigende Menge anbieten.

Vater dieses sprichwörtlichen Weinwunders ist ein Bilderbuchprovenzale, Serge Férigoule, ein ausgebildeter Önologe, der seit 1979 auf dem Gut arbeitet, sie 1993 übernahm und sofort alles umkrempelte:
Umstellung auf naturnahen Anbau, so dass mit fortschreitender Zeit das ökologische Gleichgewicht in den Weinbergen wiederhergestellt wurde, intensive Bodenbearbeitung dieses im übrigen besten Terroirs der Appellation, die in die faszinierende Garriguelandschaft eingebettete Steinwüste des Plateaus von Sarrian, das aufgrund seiner Bodenstruktur den herausragenden Lagen von Châteauneuf sehr ähnelt, strikte Ertragsbegrenzung, selektive Handlese bei optimaler Traubenreife, seit 1997 wird das ganze Lesegut entrappt, traditionelle Vinifizierung, Ausbau in gebrauchten Foudres, so wenig Eingriffe wie irgend möglich, keine Schönung und keine Filtration. 5 Jahre dauerte es, bis alle diese Maßnahmen so gegriffen hatten, wie es sich Férigoule vorstellte, bis sich insbesondere die Böden nach der jahrzehntelangen intensiven Düngung regeneriert hatten.
So ist Serge auch der gleichen Meinung wie die REVUE DU VIN DE FRANCE: „In den drei letzten Jahrgängen 1999, 2000 und insbesondere 2001 habe ich endlich die Weine produzieren können, wie ich sie mir immer in meinen Träumen vorgestellt habe, Weine, die nichts anderes ausdrücken als das große Terroir, auf dem die Trauben gewachsen sind”.


139200 Vacqueyras, Cuvée Azalais, rouge 2000 18,50 Euro

Lassen Sie sich nicht von den unterschiedlichen Namen des Weines verwirren: Dies ist einfach nur der noch gelungenere Nachfolgejahrgang des großartigen 99ers Doucinello. Die unterschiedlichen Bezeichnungen rühren ausschließlich daher, dass Serge jeden Jahrgang nach einer seiner drei Töchter benennt, es aber immer der gleiche Wein ist, unter unterschiedlichen Namen, aber wie stets grenache- und syrahdominiert.
Purpurrote Farbe, in der Nase Veilchen, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, Anklänge an wild wachsende blaue Beeren und Himbeeren, dazu wunderschöne zart rauchige Aromen (kein Barriqueton!, ausschließlich vom Terroir herrührend), am Gaumen schmeichlerisch, bestens integrierte Säure, komplex, faszinierende „kühle” Stilistik, konzentriert, dicht, vielschichtig, fleischig, ein wenig sahnig, großes Potential; zu genießen Ende 2003 bis mindestens 2010. Braucht viel Luft, um sich optimal zu entfalten, deshalb empfehle ich zu dekantieren.

Dieser Wein wurde von der renommierten französischen Fachzeitschrift „Revue du Vin de France” in ihrer Jahrgangsübersicht 2000 als EINZIGER Wein der südlichen Rhône mit einem „Coup de Coeur” („Lieblingswein”) ausgezeichnet! Wir waren schon fast ein Jahr mit diesem Wein ausverkauft, Serge teilte uns jetzt dankenswerterweise die Restmenge zu, die ein amerikanischer Händler reserviert, aber nicht abgeholt hatte.

Leider ausverkauft!

139201 Vacqueyras, Cuvée Flouretto, rouge 2001 19,50 Euro

In der Farbe tiefstes, sattes, dunkles Rot, in der Nase eine Orgie von Aromen, Anklänge an schwarze Brombeeren, Cassis, Schattenmorellen und Schokolade, an dampfende, feuchte Erde, Gewürze der Provence, Lorbeer und Tabak, gleichzeitig Kühle und Wärme assoziierend, die reifen, herrlich mürben Tannine perfekt ausbalanciert, seiden, aber auch kernig, Biss, „ein Maul voll Wein”, konzentriert, dicht, opulent, extraktreich, selbst den letzten Mundwinkel auskleidend, Gewürz- und Garriguenoten, dazu eine herrliche Finesse.
Im extrem langen Abgang eine faszinierende pfeffrige Note, an große Châteauneuf-du-Pape traditionellen Stils erinnernd.
Dieser Klassewein demonstriert eindrucksvoll, warum bereits der 99er von „AüW” höher bewertet wurde als viele große, wesentlich teurere Châteauneufs, hier dominiert eindeutig das große Terroir die Rebsorten (Grenache und Syrah), dieser authentische Wein belegt ausdrücklich das riesige Potential der besten Lagen von Vacqueyras. Warum wird es nur noch immer von fast niemandem genutzt?
Wie so viele biologisch angebaute Weine unmittelbar nach der Abfüllung unnahbar, braucht etwas Zeit, zu genießen Ende 2003 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

Domaine La Soumade – Rasteau

In der letzten Pinwand stellten wir Ihnen den sensationellen Jahrgang 2001 unseres Kleinodes aus Rasteau vor und obwohl wir vorgesorgt hatten, ahnend, wie begehrt diese Weine sein würden, waren vier Weine dennoch binnen kurzem abverkauft. Begeisterte Kunden, die probiert hatten, orderten in Mengen nach, die wir so niemals erwartet hatten.
In solchen Fällen sind langjährige, faire, intensive Beziehungen zu unseren Winzern von unschätzbarem Wert. André Romero half uns mit seiner Châteaureserve großzügig aus der Patsche, so dass wir Ihnen diese vier großartigen Weine nochmals anbieten können und hoffen, damit alle Kundenwünsche befriedigen zu können.
Parker, der bekennende Rhônefan und ausgewiesene Intimkenner der Szene, hat es auf den Punkt gebracht. Er beschäftigt sich im wine advocate 145 vom Februar 2003 noch einmal intensiv mit Rasteau im Allgemeinen und mit der Domaine La Soumade im Besonderen und sein Fazit:
„André Romero ist die Legende des in den Hügeln ein wenig vergessenen Dörfchens Rasteau. Rasteau besitzt so viele alte Weinberge in seinen steilen Hügellagen wie kein anderer Ort in der Region. Aber außer Roméro selbst hat der Ort bisher nicht die Anerkennung erreicht, die er verdient. Zwar gibt es Winzer, die Romeros führende Stellung herausfordern, Helen Durand von der Domaine Trapadis und Jérôme Bressy von der Domaine Gourt de Mautens (beide natürlich ebenfalls in unserem Programm), aber zurzeit bleibt er noch der unangefochtene Star von Rasteau, der Weine mit einer hinreißenden Reichhaltigkeit und einem großen Lagerungspotential produziert”.

Und wie bei anderen Weltklassewinzern der Region bildet der Jahrgang 2001 das so genannte i-Tüpfelchen auf der Qualitätsebene, monumentale Weine mit einer sagenhaften Dichte und Konzentration und etwas weniger Überreife als bei den 2000ern, die in der Spitze ein Potential von 20 Jahren und mehr haben. Und das Schönste dabei:
André hat verstanden, dass der Weinliebhaber – bei aller Freude über die Explosion der Qualitäten – bezahlbare Weine sucht. Daher bleiben die Preise des 2001ers nahezu unverändert, und das nach den traumhaften Bewertungen des 99er und 2000er Jahrgangs durch Parker. Bravo André!


145501 Côtes-du-Rhône Rasteau Villages, rouge 2001 9,90 Euro

Noch eine Spur dichter und komplexer als in der Vergangenheit, schwarz in der Farbe, mit dunkler, kühl wirkender, satter Frucht, dazu Schwarzkirsche im Duft, Lakritze und schwarze Oliven. Seine fast süßlich wirkenden Aromen gleiten seidig über die Zunge, füllen den Mundraum bis in den letzten Winkel, noch deutlich präsente, kernige Gerbstoffe in reintöniger Konzentration, toller Stoff, zu genießen jetzt in seiner schönen Primärfruchtphase (unbedingt dekantieren), Höhepunkt wohl 2005 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

145801 Merlot VDP 2001 8,50 Euro

Zutiefst dunkelrote, fast schwarze Farbe, in der Nase betört eine komplexe, beerige Aromatik, am Gaumen zeigt er sich finessenreich und konzentriert zugleich. Er sticht durch seine Kompaktheit und Finesse heraus, überzeugt durch angenehme Reife und feste Tannine. Nach mehrstündiger Öffnung spürbar weichere, saftigere, süßliche Tannine, dazu schmeichlerische, ganz zarte Röstaromen, dunkle Beeren, Minze, viel Glycerin sowie eine wunderschöne Textur und Struktur.
Bereits der letztjährige Jungfernjahrgang dieses sinnlichen Merlot erlesener Güte hat viele unserer Kunden begeistert. „Wenn die jungen Reben noch mehr Komplexität entwickeln, dann pass auf Bordeaux”, so urteilte Parker, der begeistert 88-91 Punkte vergab; zu genießen jetzt bis 2010.

Leider ausverkauft!

145101 Rasteau Cuvée Prestige, rouge 2001 14,90 Euro

Was für ein großer Côtes du Rhône mit tiefdunkler Farbe und einer tollen Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer Struktur und Textur im Mund, Faktoren, die in dieser Preisklasse alles andere als „normal” sind. Dieser tolle Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, seine vollreif gelesenen Trauben von besten Grenache-, Syrah- und Mourvèdrereben vermählen in sich ihre expressiven beerenwürzigen Aromen.
Die meisterhafte Weinbereitung besticht mit Konzentration und Dichte, aber auch mit viel Finesse und ungewöhnlich seidigen Gerbstoffen voller Frucht, welche die satte Struktur des Weines aufs Feinste integrieren.
Ein großer Côtes du Rhône mit Potential für Jahre, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region nicht mit ihren Spitzencuvées erreichen; zu genießen jetzt in seiner Primärfruchtphase (Dekantieren), dann wieder 2006 bis 2012.

Leider ausverkauft!

145201 Rasteau Cuvée Confiance, rouge 2001 22,00 Euro

Diese rare wertvolle Spitzencuvée steht kraftstrotzend und schwarz im Glas und verströmt den animierenden Duft südlicher Gewürze und provenzalischer Aromen. Ein Traum von Wein in seiner Preisklasse, nirgendwo in Châteauneuf werden Sie eine vergleichbare Qualität zu diesem Preis finden!
Das ist reifer Fruchtnektar in seiner schönsten Ausprägung, eine unendliche Fülle an vielschichtigen Beerenaromen, Unmengen an Glycerin und Konzentration. Die Dichte und Länge sind außerordentlich, dazu beeindruckt er mit einer inneren Balance und Harmonie, Parker vergab bereits dem Vorgänger 92-94 Punkte, wie sonst nur wesentlich teureren Châteauneufs.
Doch Sie wissen, haben es vielleicht bereits bei „unserem” Gourt de Mautens erschmecken können, der Jahrgang 2001 ist in Rasteau genauso spektakulär gut ausgefallen wie in Châteauneuf selbst, das ist authentischer großer Stoff von der südlichen Rhône; probieren Sie diesen großen Wein in seiner jetzigen Primärfruchtphase und verstecken ihn danach ganz hinten in Ihrem Keller und genießen Sie ihn dann wieder 2006 bis 2015.

Leider ausverkauft!

DEUTSCHLAND

Dirk Würtz – Rheinhessen

Unsere Entdeckung des Jahres 2002 in Deutschland!

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Dirk Würtz, sechs Jahre lang, von 1996 bis 2001, Kellermeister bei Weil, einem der renommiertesten deutschen Weingüter, nimmt kein Blatt vor den Mund. Erfrischend unangepasst formuliert dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, der genau weiß, was er will, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge, voller Charakter und Authentizität eben.

Seine Weinberge liegen im rheinhessischen Rebenmeer, ausgerechnet in demjenigen deutschen Anbaugebiet, dessen Ruf, seines optimalen Klimas und Terroirs zum Trotz, Liebfrauenmilch sei „Dank”, bei Weinliebhabern vollkommen ruiniert schien, nur vergleichbar mit demjenigen österreichischer Weine nach dem Glykolskandal.
Doch großartige Winzer wie Keller, Wittmann und jetzt Dirk Würtz bescheren dieser gebeutelten Region eine ungeheure Renaissance:
Der schlafende Riese erwacht. Dirks Weinberge werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel.
Er besitzt nur 6 ha Weinberge, er will sich auch nicht vergrößern, sondern ein „Garagenwinzer” bleiben, aber mit den Trauben aus diesen exzellenten Weinbergen spektakuläre Qualitäten erzeugen. Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”. Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration.

Letztes Jahr präsentierten wir Ihnen Dirks spektakulären Jungfernjahrgang 2001, viele von Ihnen haben diese großartigen Rieslinge im Keller liegen. Im Jahrgang 2002 war der Wetterverlauf bis Mitte Juli geradezu perfekt, im August und September gab es Regen, wie überall in den deutschen Weinanbaugebieten. Dann kam zum Glück der Wetterumschwung, der Oktober brachte schönes Wetter (im Schatten des Donnersberges, der häufig als Regenscheide fungiert) und demzufolge gute Öchslegrade, aber die physiologische Reife ließ auf sich warten, bis Mitte Oktober. Dann stimmte alles:
Hohe physiologische Reife und eine wunderbare Säure. Jetzt musste unverzüglich geerntet werden, denn wer zu lange hängen ließ, bekam bei wiederum nicht so gutem Wetter und bei zu großer Traubengröße dünne Häute und unharmonische Weine, die zurzeit charakteristisch nach überreifer Banane schmecken und kein Zukunftspotential haben.
Im Keller griff Dirk wie immer nur wenig in die Weinwerdung ein, vergärte bei 20 Grad, daher besitzen seine Weine wenig schmeichlerische Primäraromen, mit denen so viele kleine Weinchen auf Jungweinverkostungen „bluffen” und danach bald verblühen. „Ich mache langlebige, charaktervolle Weine für meine Sympathisanten, keine Journalistenweine”, so Dirks herzerfrischend unangepasstes Statement.

Übrigens: Deutschlands bedeutender Internetweinführer www.wein-plus.de bewertet Dirk Würtz bereits mit vier von fünf Sternen, in Rheinhessen nur noch übertroffen von Keller und Wittmann, die mit jeweils 5 Sternen in die Weltspitze eingestuft werden.
Herzlichen Glückwunsch Dirk zu diesem unvergleichlichen, katapultartigen Start!


Exklusiv bei Pinard de Picard:

950402 „Potate”, Riesling trocken 2002 4,95 Euro

Von der Große Gewächslage Dienheimer Tafelstein kommen die Trauben für diesen Wein, denen für die Einstufung als Großes Gewächs nach Dirks Meinung das Potential fehlt, dennoch hat unser Revoluzzer aus relativ kleinem Ertrag (35 hl/ha) einen „ansprechenden Saufwein im unteren Preissegment, von dem man garantiert keine Kopfschmerzen (auch keine verkorkten Flaschen, da Drehverschluss) bekommt”, vinifiziert, so Dirk, Understatement pur betreibend.
Aromen von Litschi, tropischen Früchten sowie Ananas in der Nase, dazu eine typische Würtz-Würze, am Gaumen relativ dicht, eine feine Säure und eine zarte Mineralität durch den hohen Kalkanteil im Boden, sicherlich kein großer, komplexer Riesling, doch in seiner Preisklasse qualitativ eine unerhörte Provokation.
Dieser Wein hat ein solch phantastisches Preis-Genussverhältnis, dass wir die gesamte zur Verfügung stehende Menge aufgekauft und exklusiv für unsere Kunden gesichert haben. Und als Bonbon hat Sonja Friedrich ein Etikett für diesen herausragenden Alltagswein mit einer ihrer Illustrationenen entworfen. Lassen Sie sich diesen leckeren Trinkspaß auf keinen Fall entgehen!
PS.: Der Name des Weines, frei übersetzt: „Trinkt, Jungs!” (Frauen natürlich auch), demonstriert sowohl den Charakter des Rieslings als auch Dirks trockenen Humor. Zu genießen ab sofort bis 2005.

Leider ausverkauft!

950102 Würtz II, Riesling trocken 2002 8,80 Euro

Der Basisriesling, erstmals ebenfalls spontanvergoren: Kein billiges Weinchen, das durch gefällige Primäraromen zu schmeicheln versucht, stattdessen ein sehr komplexes Aromenspektrum (insbesondere Ananas, dazu Quitten, Pfirsich, Kiwis, Zitrus, deutliche Würze, feine Mineralität), am Gaumen dicht und füllig, straffe Säure, saftig, aufgrund des deutlich oxydativeren Ausbaus mit bis zu 2 Tagen Maischestandzeit und des vollständigen Entrappens noch mehr Frucht, mehr Extrakt und mehr Stoff als in 2001, ein herausragender, sehr harmonischer, ellenlanger Wein, der bereits heute nach mehrstündigem Dekantieren hervorragend schmeckt, der aber als typischer Langstreckenläufer in naher Zukunft erst richtig brillieren wird. Ca. 12.000 Flaschen wurden gefüllt, tolles Preis-Genussverhältnis.

Leider ausverkauft!

>Weingut Josef Leitz – Rheingau

Johannes Leitz, ein ungemein sympathischer Typ („ein Pfundskerl, eine echte Rheingauer Trouvaille”, VINUM, Ausgabe 7/8 2003), hat sich in den letzen Jahren in seinen Schiefersteillagen auf bestem Rheingauer Terroir abgerackert wie kaum ein zweiter, um ihnen ein Optimum an Qualität abzuringen.
Der Lohn: Der GAULT MILLAU setzt ihn im schwierigen Jahr 2000 an die „erste Stelle” der Rheingauer Winzer, bescheinigt ihm, „exzellente Rieslinge” im trockenen Bereich produziert zu haben wie auch mit „edelsüßen Spezialitäten der Extraklasse zu brillieren”.
Und im großartigen Jahrgang 2001 habe „kein anderes Rheingauer Weingut eine bessere Kollektion präsentiert:
Gäbe es den Titel des regionalen Winzers des Jahres zu verleihen, Johannes Leitz bekäme ihn”. Da nach meinen ausgedehnten Verkostungen des im Rheingau sensationellen Jahrganges 2002 für mich feststand, dass Leitz seine Qualitäten noch einmal steigern konnte und bei aller renommierten Konkurrenz aus dieser so traditionsreichen Region mittlerweile die dortige unumschränkte Nummer 1 ist, haben wir seine einzigartigen Weine ins Programm aufgenommen, mit großem Erfolg.

Sie, liebe Weinliebhaber, haben diese Weine sofort in Ihr Herz geschlossen, wie ich im Übrigen auch: Beim Verfassen dieser Zeilen habe ich meinen privaten Weinkonsum in diesem Sommer reflektiert: Zu keinen Weinen eines anderen Winzers habe ich öfter gegriffen!
Beim Genuss einer jeder Flasche spürt man: Leitz gibt sich nie mit dem Bestehenden zufrieden, er sucht, er forscht, er rebelliert, er geht unbeirrt seine eigenen Wege. Er profitiert natürlich von seinen großartigen Steillagen mit ihrem einzigartigen Mikroklima, das für eine ganz spezielle Flora und Fauna verantwortlich ist und vom naturnahen Anbau, der auch seltenen Tieren eine ökologische Nische bietet. Zudem sind, wie bei allen großen Winzern der Welt, eine riskant späte Lese, ausschließlich von Hand, und extrem niedrige Erträge selbstverständlich, der Ausbau im Keller erfolgt zudem so schonend und mit so wenigen Eingriffen wie nur irgend möglich. Das Resultat sind terroirbetonte Weine, die alle Sinne betören, die die Bewertung von Hugh Johnson nachvollziehbar werden lassen, die er in seinem berühmten Weinatlas vorgenommen hat:
„Im Rheingau erreicht der Weinbau seine höchste Vollendung... Der Rheingauer kann in seiner Höchstform den edelsten Charakter aller deutschen Weine erreichen”. Drei von Leitz herausragenden Rieslingen möchte ich Ihnen heute besonders anempfehlen, die beiden wieder frisch eingetroffenen Spätlesen Bischofsberg (ein schier unglaublich preis„werter” Wein) und Roseneck sowie erstmals den Berg Schlossberg QbA, Understatement pur, in Wahrheit ebenfalls eine Spätlese, jedoch abgestuft.

Johannes Leitz, dass ist einer derjenigen Winzer, die, nach langem Suchen und Forschen, zu den „Wissenden” gehören, die in bester handwerklicher Tradition dafür sorgen, dass durch harte selektive Arbeit im Weinberg der Grundstein für große Weine gelegt wird und die „dafür Sorge tragen, dass im Keller so wenig wie möglich mit dem Most geschieht, so dass die Aromen optimal gereifter Trauben und das Terroir des Wingert so unverfälscht wie nur irgend möglich in die Flasche gerettet werden können”. Johannes Leitz, unbeirrbar arbeitet er daran, die ultimative Vision eines großen Rheingauer Rieslings zu verwirklichen. Ich meine, es ist ihm bereits bestens gelungen!


960002 Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken 2002 9,50 Euro

Welch ein famoser Einstiegswein eines der größten deutschen Winzertalente! Welch sensationell günstiges Preis-Genussverhältnis: Johannes Leitz hat sich mit seinem Basisriesling, einer fulminanten Spätlese, selbst übertroffen. In der Nase eine reintönige, frische, klare Rieslingfrucht, am Gaumen wirkt dieser unkomplizierte Riesling enorm saftig, wodurch man ihn bereits jetzt wunderschön genießen kann, schönes Spiel zwischen Frucht und Säure, fein balanciert, viel Biss, nachhaltig, zart mineralisch; jetzt bis mindestens 2006.

Leider ausverkauft!

960202 Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling trocken 2002 14,80 Euro

Delikate, feinwürzige Rieslingfrucht, Anklänge an Zitrusaromen und gelbe Früchte, insgesamt sehr komplex, keine Dominanz von Primärfruchtaromen, stattdessen sehr nuanciert, die feine Mineralität vom Schiefer aus der weltberühmten Steillage bereits klar erkennbar; am Gaumen ausgewogen, harmonisch, mundfüllend, druckvoll, anhaltend, eigentlich eine wunderschöne Spätlese, doch von Johannes Leitz zur QbA abgestuft; zu genießen jetzt bis mindestens 2007.

Leider ausverkauft!

960602 Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling Spätlese 2002 19,50 Euro

Wogen köstlicher Aromen entsteigen dem Glas, lösen wohlige Schauer und Entzücken aus, feinste Mineralität, Anklänge an gelbe Früchte und Limonen, auch Rosen (Nomen est Omen) gar, am Gaumen traumhafte Harmonie, fein balanciert, herrliches Spiel zwischen Süße und Säure, wunderbar reintönige Rieslingfrucht, zart mineralisch. Im Nachhall öffnet sich ein Pfauenrad an betörenden Aromen, enorm süffig bereits in der Jugend, doch mit einem immensen Potential für eine jahrelange Entwicklung (20 Jahre und mehr) ausgestattet.
Diese großartige Spätlese demonstriert eindrucksvoll, warum um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert solche Rheingaurieslinge zu den am meisten geschätzten, gesuchtesten und damit zu den teuersten Weinen der Welt gehörten (Spitzengewächse kosteten nach heutiger Kaufkraft etwa 1.000 Euro!), noch vor den renommierten Burgunder und Bordelaiser Gewächsen.

Leider ausverkauft!

Weingut Hermann Dönnhoff – Nahe

Der Sommer 2003 war sehr heiß, ein Jahrhundertsommer. Dementsprechend gesucht waren sowohl einfache Terrassenweine als auch schmackhafte Weißweine, die anspruchsvolle Gaumen verwöhnen. In letztere Kategorie fallen zwei ausgesprochen schöne trockene Weine von Helmut Dönnhoff, einem der deutschen Spitzenwinzer auf absolutem Weltklasseniveau.
In den zwei Jahren unserer bisherigen Zusammenarbeit haben sich seine Weine zu ausgesprochenen Rennern in unserem Programm entwickelt und Dönnhoff teilt uns, sofern möglich, immer noch etwas von seinen Gutsreserven zu, wenn wir ausverkauft sind. So freuen wir uns sehr, Ihnen nochmals seine beiden Basisweine anbieten zu können, höchstes Trinkvergnügen zu sehr fairen Preisen.


930002 Riesling QbA, trocken 2002 7,25 Euro

Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, fülliger, eleganter, mineralischer Gutsriesling auf Spätleseniveau, florale Anklänge, jetzt mit großem Vergnügen zu genießen bis 2005, wenigstens genauso gut gelungen wie der von Parker mit 90 Punkten bewertete Vorgänger. Dönnhoff selbst hält ihn für einen seiner besten je produzierten Gutsrieslinge – einer der feinsten in ganz Deutschland, die ich je degustieren durfte!

Leider ausverkauft!

930802 Weißburgunder, trocken 2002 8,60 Euro

Dieser inspirierende Weißburgunder fasziniert durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel, dicht, füllig, kräftig, aber nicht zu wuchtig, eher die elegante Richtung, angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, traumhafter Terrassenwein und fabelhafter Essensbegleiter, DIE Alternative zu den belanglosen Pinot Griiiigios, die noch immer den Markt überschwemmen. Phantastisches Preis-Genussverhältnis;
zu genießen jetzt bis 2005

Leider ausverkauft!

FEINKOST-TIPP

Provence Régime, Sonnenblumenöl

Sonnenblumen wenden sich während der Wachstumsphase immer der Sonne zu, daher können sie besonders viel Sonnenenergie speichern. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mexiko und Kolumbien und wurde schon bei den Azteken als heilig verehrt. Die Priesterinnen wurden mit Sonnenblumen gekrönt, trugen sie in den Händen und sinnenfreudig auf ihren Brüsten. Schon die Indianer verwendeten die Samen auch medizinisch, z.B. bei Insektenstichen. Erst im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze in Europa eingeführt.


31471 Provence Régime, Sonnenblumenöl, bio 0,5l 4,99 Euro

Das Sonnenblumenöl von Provence Régime, das wir Ihnen hier anbieten, hat mit den Raffinerie-Produkten dieses Namens, wie sie in Supermärkten feilgeboten werden, wenig mehr als den Namen gemein. Es wurde aus streng selektierten, kontrolliert biologisch angebauten Sonnenblumenkernen („Helianthus annuus”) behutsam in Kaltpressung gewonnen und verfügt so über eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe.
Neben einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren (sehr hoher Linolgehalt) sind Carotinoide, Lecithin und reichlich Vitamin E enthalten.
Im Geschmack würzig und intensiv nach Sonnenblumenkernen ist es auch in Hinblick auf den Preis ein ideales Alltagsöl in der anspruchsvollen Küche: zu Rohkost, Salaten, Saucen oder zum Dünsten und Braten.
Nur „en passant”: Ein Sonnenblumenöl dieser Qualität ist auch zur Körperpflege zu gebrauchen und den allermeisten (auch sehr teuren) „Bodylotions” aus dem Kosmetikregal, was seine positiven Wirkungen für die Haut angeht, deutlich überlegen.



Herzliche Grüße aus Saarlouis, Ihr

Tino Seiwert